@ tinka

    Ja es war dumm und nein, er gibt kaum etwas zurück. Wir wohnen nicht zusammen, sind aber 90% der Zeit bei mir. Ich kümmere mich auch gerne um alles und mir ist das blöd über die Lippen gekommen. Ich bin angespannt. Gerade deswegen stelle ich mir aber zusammen leben schwer vor... er sagt immer er hat Stress, es geht ihm fast jeden Tag körperlich nicht gut und die Arbeit... und ich mache und tue und glaubt mir, dass ich möchte dass es ihm besser geht. So oder so... ja es war falsch und ich sollte es nicht in eine Waagschale werfen.

    weißt du, es geht doch gar nicht um haushalts-gedöns, oder verhalten innerhalb der beziehung!? geht es nicht darum, dass du mit ihm zusammen sein wlllst und er das ganze so als "naja, wenn sie meint, dann haben wir halt mal eine beziehung, aber so, wie es mir passt - ich bin ja nicht derjenige, der verliebt ist!" sieht?


    nach der ganzen zeit würde ich mir wohl keine hoffnungen mehr machen, dass er sich doch nocht so richtig in mich verliebt und das zusammenleben dadurch dann auch ein harmonisches und gemeinsames wird :-/

    Zitat

    Ich "verlange", oder würde eher sagen dass ich mir das von einer Beziehung wünsche

    Sei ruhig ehrlich. Du meinst verlangen und erwartest das auch (selbstverständlich). Das wird bei deiner Beschreibung eurer Probleme ziemlich deutlich. Und genau das wird sein Problem sein.

    Zitat

    Ich habe das Gefühl er will es schon lange nicht mehr.

    Das Gefühl habe ich auch. Die Frage ist, warum du krampfhaft daran festhälst, wenn es dir offensichtlich "seit Monaten echt mies geht".

    Zitat

    Ich glaube nicht dass er mir konkret sagen wird was er will, sondern alles so drehen wird, dass ich Schuld bin, also eher sagt "du willst immer nur Sachen von mir, die ich dir nicht geben kann" statt "ich möchte nicht einkaufen gehen, kann ich stattdessen etwas anderes machen, oder kannst du so damit leben?".

    Soll das ein Monolog werden? Was hindert dich daran, genau diese Fragen zu stellen? Oder konkret zu sagen, was du verlangst, so dass er entscheiden kann, ob er damit leben kann/will.

    Na, da haben sich aber Zwei gefunden...

    Zitat

    Aus Spaß schrieb ich "Danke fürs einkaufen *kussmiley*"

    Na offensichtlich eben nichr NUR aus Spaß, du wolltest ja tatsächlich noch ein explizites "Danke" hören. Und selbst wenn es nicht so gemeint gewesen wäre, weißt du ja, wie es bei ihm ankommt.


    Und in einer Situation, wo beide doch irgendwie genervt sind, bringt es nichts, darüber zu reden. Dass das ein Streitgespräch wird, war klar.


    Insgesamt muss sich vermutlich dein Freund mal lockerer machen und nicht bei jeder Stichelei gleich bitterböse Kritik wittern, auf die er dann schnippisch-beleidigt reagiert, und du kannst dir deine Sticheleien sparen. Oder war es das jetzt wert, nur damit er dir nochmal sagt "DANKE dass du Backbleche von deiner Mutter holst und einkaufst"? Nee.


    Man könnte jetzt rumspekulieren, ob du so stichelst, weil von ihm zuerst zu wenig Wertschätzung dir gegenüber kam oder ob er so überreagiert, weil du ständig stichelst. Aber dann endet ihr in einer sinnlosen "Der/die hat angefangen" Diskussion - es ist vollkommen egal. Euch mal am Riemen reißen und euch nicht in Kleinkram reinsteigern, der dann aufgebauscht wird, müsst ihr mMn beide.

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    Ich finde es nur komisch (wenn man jemanden angeblich liebt) nach einem Jahr zu sagen: ich werde dir erklären wie ich eine Beziehung führen will und wenn du das nicht möchtest, mach Schluss.

    Es klingt auf den ersten Blick etwas harsch und egozentrisch, aber im Endeffekt hat er damit recht. Ihr seid ein Paar aber ihr habt auch noch eigene Vorstellungen, die ihr nicht wegfegen könnt. Im Endeffekt läuft so jede Beziehung, auch wenn es unromantisch klingt. Sicherlich gibts auch immer mal gemeinsame Kompromisse, aber wenn die jeweiligen Beziehungsvorstellungen auf dem Tisch liegen, muss im Endeffekt jeder für sich entscheiden, ob er damit leben kann oder nicht.

    Zitat

    Ja das ist ehrlich. Für mich aber zu spät, nachdem er immer wieder Einsicht gezeigt hat und meinte er weiß dass er sich in mancher Hinsicht ändern muss um eine Beziehung zu führen.

    "Für mich aber zu spät" - wenn du das meinst, wie du es schreibst, dann heißt das: Die Beziehung ist vorbei, alles weitere überflüssig. Wieso beendest du es dann nicht? - vermutlich, weil es eben doch nicht ZU spät für dich ist ;-) Also auch hier: Keine Prinzipienreiterei und keine Dramatisierungen. Sollte ihm jetzt erst klargeworden sein, dann seine "Einsicht" keine wirkliche Einsicht war, weil sie nicht mit seinen eigentlichen Vorstellungen übereinstimmt und er es dir halbherzig versuchte recht zu machen, dann ist das blöd. Aber es ist jetzt so. Ab da könnt ihr weiterdenken, tausend Umdrehungen zurück in die Vergangenheit, dass seine Einsicht keine war und das vorzugeben falsch war, bringen nichts.

    Zitat

    Er sagt auch bei allem was ich für ihn tue, dass er das überhaupt nicht will oder erwartet.

    Es ist deine Entscheidung es zu tun - im Wissen, dass dir dafür keine Dankbarkeit wie du sie dir vorstellst entgegengebracht wird - oder es nicht zu tun. Deine Entscheidungen triffst du selbst. Es kann zermürbend sein, wenn man alles mögliche tut und macht, aber vom anderen nie was zurückkommt. Es kann aber auch (aus seiner Sicht) zermürbend sein, wenn der andere ständig alles tut und man ununterbrochen in der Bringschuld ist, auch alles zu tun und seinem Partner vor lauter Dankbarkeit ständig die Füße küssen zu müssen.


    Ich sehe die allerletzte Chance, dass sich das Blatt noch wendet, jetzt nicht in viel Beziehungsarbeit, sondern vor allem in Lockerlassen. Solange sich (so klingt es) bei dir alles darum dreht, dass diese Beziehung halten muss, wird sie das umso weniger. Ich bin kein Freund davon Beziehungen übereilt wegzuwerfen, aber wenn das in "hartnäckig sein" in Form von "aufzwängen" ausartet, endet das in 99.9% der Fälle nur im Gegenteil.

    Zitat

    Ich glaube nicht dass er mir konkret sagen wird was er will, sondern alles so drehen wird, dass ich Schuld bin, also eher sagt "du willst immer nur Sachen von mir, die ich dir nicht geben kann" statt "ich möchte nicht einkaufen gehen, kann ich stattdessen etwas anderes machen, oder kannst du so damit leben?".

    Du weißt es doch. Wieso willst du es nochmal ausformuliert aus seinem Mund hören?

    @ mnef

    Vielen Dank für deinen langen Beitrag! Du hast in sehr vielen Punkten recht und ich möchte auch in die Zukunft schauen und etwas besser machen. Ich habe mir Mühe gegeben und der Satz war dumm und das ganze wirklich nicht wert.


    Er sagt jetzt wieder, dass er nicht weiß ob er eine Beziehung führen will und er das gerade nicht kann. Ich glaube auch, dass sich jeder von uns entspannen müsste... ich weiß nur nicht, selbst wenn alles super liefe, ob bei der nächsten Kleinigkeit nicht wieder alles in Frage gestellt werden würde. Weil ihn einfach alles stresst. Ich möchte aber eigentlich nicht dazu gehören, im Gegenteil :-(


    Zu deinem letzten Post:


    Nein, das war nur ein Beispiel. Ich glaube in ihm schlummern einige Dinge, weswegen er sich überfordert fühlt. Er fühlt sich auch von der Arbeit, seinen körperlichen Problemen und ein paar anderen Dingen überfordert. Ich komme da glaub ich nur "oben drauf". Und ich denke nicht, dass das alle meine Schuld ist, das ist auch egal. Ich möchte nur dass er ehrlich zu mir ist und wir gemeinsam schauen, ob wir dann so weiter machen wollen.

    @ gato

    Zitat

    Soll das ein Monolog werden? Was hindert dich daran, genau diese Fragen zu stellen? Oder konkret zu sagen, was du verlangst, so dass er entscheiden kann, ob er damit leben kann/will.

    Weil ich wahnsinnig Angst davor habe, um ehrlich zu sein.

    Naja aber durch diese Angst musst du durch.


    Letztendlich ist, ganz runter reduziert, deine Ansage an ihn "ich liebe dich und ich möchte mit dir weiter zusammen sein" und deine Frage an ihn " liebst du mich und möchtest du weiter mit mir zusammen sein?"

    Wenn das so ist, kannst du ja nur gewinnen, wenn du es ansprichst.


    Wenn es sich daraufhin was eingesteht und die Beziehung zu Ende ist, bist du froh.


    Wenn er sich was vormacht und es weitergeht wie bisher, stehst du auch nicht anders da, als jetzt auch.

    Ich habe ihn das eigentlich schon öfter gefragt. Er sagt am Ende immer ja. Und wenn es so kommt wie jetzt, dann meint er, er dachte es wird von selbst besser, dass er eine schöne Zeit haben wollte und nichts "zerreden" (also ansprechen).


    Und ja natürlich habe ich auch Angst ihn zu verlieren. Ich fühle mich fast schon abhängig durch dieses nähe Distanz spiel. Ich glaube nicht, dass er wirklich Angst hat zu verlieren. Ich bin auch immer die, die uns beide motivieren muss. Das führt natürlich zu einem ungleichgewicht. Ich denke dass wir beide Fehler gemacht haben. Aber ich möchte es und zwar eine Beziehung mit einem Mindestmaß an Sicherheit. Ich merke jetzt erst wie dumm und belanglos das gestern war... und trotzdem ist er wieder auf Abwehr. Er sagt er liebt, bringt mir aber nur wieder Zweifel entgegen, als hätte er nur auf einen Anlass gewartet :-(


    Ich weiß nicht was ich machen soll oder woran ich grade bin. Er will seine Ruhe, die möchte ich ihm auch geben, weil ran ihm nicht gut geht.

    Wie stellst Du dir denn partnerschaftlichkeit vor? du wirst wohl schon bald diese gedanken im gespräch mit deinem partner teilen.


    Es liest sich vieles von euch sehr verkrampft an. seine wehleidigkeit, deine hyperventilation. auch das alltagsgeschäft scheint schlagseite zu besitzen. du gehst immer einkaufen und er kommt nur zu dir. auch das nachtrauern der verflossenen und dein umgang damit, deuten darauf hin, dass ihr eure beziehungen im leben noch nicht gut verarbeitet habt (ich achte da beim date sehr genau drauf).


    wie viele beziehungen hatte er vor dir?


    naja, im winter ist die stimmung meistens auch nicht grade berauschend und je nach zyklus im monat kann es da schonmal eskalieren. es sollte aber trotzdem ein vernünftiger umgang für solche phasen gefunden werden (wichtig, wenn die verliebtheitsphase abnimmt).


    ich verstehe dich schon, dass du den eindruck und das gefühl hast, dass er scheinbar wenig für eure beziehung investiert (fehlende motivation). redet darüber. aber vielleicht nicht zuhause.

    Sorry, dass ich hier etwas in Deine 'gemütliche Romantik' rein grätsche. Aber aus Deinen Schilderungen wird ziemlich klar, dass Dein Freund gern die Vorteile eurer Verbindung mitnimmt, aber selbst möglichst wenig an Emotionen und aktivem Engagement einbringt.


    Du bist verliebt und baust Dir in Deinen Wünschen eine Scheinharmonie auf, die immer dann auseinander bricht, wenn er Deine Gefühle und Wünsche nicht genügend wertschätzt. Mir scheint, dass Du vieles in dieser Beziehung aushälst und verdrängst, bis es wieder einen Punkt gibt an dem es völlig eskaliert. Partner, die nicht offen miteinander reden können, jemand der Probleme oder ungeklärte Fragen zu oft ins Nirwana fegt, ist nicht positiv beziehungsfähig.


    Aufgrund seines Alters glaube ich nicht, dass in seinem Wesenskern noch die großen Veränderungen stattfinden. Du hast einen unsicheren Mann und das belastet euer "Konstrukt", dass nach Deiner Schilderung eher wenig mit einer getragenen Beziehung vergleichbar ist.


    Neigst Du aus Angst allein zu leben dazu, Beziehungsstrukturen zu ertragen, die offen sichtbar destruktiv verlaufen? Bereits eure Anfänge waren ein einziges hin und her. Dabei ist es irgendwie geblieben, von einigen Momenten der Scheinharmonie abgesehen. Viel Potential sehe ich für euch beide leider nicht.