Hi Bambiene

    Mir gefällts hier im Beziehungsforum. *:) Ich hab Einiges gelernt von den Sichtweisen anderer Leute, und den Lebensgeschichten zu denen wir hier kommentieren. Ich hab mich definitiv verändert, in mancher Hinsicht mehr, in mancher weniger – und unterm Strich hoffentlich positiv. ;-D


    Bei unserer Ehe keimt jetzt nach fast 1 1/2 Jahren erste Hoffnung auf. Gerade jetzt ist ne kritische Phase, ich würde sagen ein erster Anfang einer möglichen Wende. Was ich heute schreiben würde könnte morgen schon wieder anders sein, oder doch nicht passiert sein. Fest verändert hat sich noch fast nichts, die nächsten Wochen und Monate werden zeigen ob wir die Wende schaffen!


    Ich bin jedenfalls ziemlich positiv gestimmt. Wenn wir Glück haben, kann ich in ein paar Monaten hier reinschreiben, was passiert ist. Bis dahin kannst du – wenn du Interesse hast – ein paar Zwischenstände per PN haben.

    Zitat

    Mir gefällts hier im Beziehungsforum. Ich hab Einiges gelernt von den Sichtweisen anderer Leute, und den Lebensgeschichten zu denen wir hier kommentieren. Ich hab mich definitiv verändert, in mancher Hinsicht mehr, in mancher weniger – und unterm Strich hoffentlich positiv.

    Ja dieses Forum hat was!


    Und deine Postings sind wirklich ganz anders als zB vor einem Jahr. Verändert halt.


    Da vor Monaten bzw vor nem Jahr und länger, hier viele Leute an deinem Schicksal Anteil genommen haben, denke ich es wäre schön, wenn du ab und zu berichten würdest wie es euch geht.


    Trotz kritischer Phase, bist du zuversichtlich, dass diese Kriese sich doch noch zum Guten wenden könnte. Wenn du erzählen magst, gerne per PN. Nur wenn du willst.


    Drück dir mal gaz feste die Daumen.


    Alles Gute @:) :)*

    Angestachelt durch einen ähnlichen Faden hab ich jetzt spontan das Gefühl, mal wieder über meinen aktuellen Beziehungsstand schreiben zu wollen. :-) Ein paar Mitleser gibt's vielleicht noch.


    Kurzfassung: Das Experiment offene Ehe war nach 2-3 Monaten schon wieder vorbei. Meine Frau hatte anfangs einmal Sex, aber es gab ihr nicht viel. Auslöser des Endes war dass ich dann ein Date hatte. Es lief zwar nichts, aber ihr wurde dadurch klar "dass ich ja doch ein Sexbedürfnis habe". So ähnlich hat sie sich ausgedrückt. Irgendwie seltsam formuliert jedenfalls. Allein die Tatsache dass ich konkret bereit war, mit einer anderen Frau zu schlafen, hat etwas in ihr bewirkt. Und sie wusste ab dann dass sie es nicht verkraften könnte, wenn ich mit einer Anderen schlafe. Eine offene Beziehung wäre doch definitiv nichts für sie.


    Einige Zeit danach hatten wir tatsächlich wieder Sex (vor ca. 3 Wochen). Yeah – Bann gebrochen! Könnte man meinen... Ich würde inzwischen aber sagen: Ein Bann ist gebrochen. Sie kann sich Sex wieder mit mir vorstellen. Etwas Anderes ist aber noch, ob sie auch tatsächlich Sex mit mir haben will.


    Ich würde sagen, ihr Sexbedürfnis lässt sich am besten so beschreiben: "Ja, wir sollten echt bald mal wieder Sex haben! Heute? Ne, heute nicht, ich bin müde/gestresst/im Kopf nicht frei/... Aber vielleicht ja morgen!"


    Irgendwie nach meinem Gefühl wie jemand, der eine Diät anfangen möchte. Aber noch nicht heute, weil... Aber nächste Woche dann wirklich! Die Person glaubt zwar vielleicht, wirklich unbedingt eine Diät machen zu wollen, aber letztlich hat das Ganze dann doch zu viele unattraktive Seiten, um sich dazu durchzuringen.


    Ich glaube, der Gedanke jetzt wieder mit mir Sex haben zu können ist wesentlich schöner als das Gefühl, doch demnächst konkret mit mir Sex zu haben. Meine Frau sagt zwar es liegt am Umzugsstress. Umzug aus unserem eigenen Haus zurück in eine Mietwohnung ist in zwei Wochen. Aber soo groß ist der Stress jetzt noch nicht – jedenfalls meiner Meinung nach. Etwas mehr als der typische Alltagsstress. Irgendwas ist schließlich immer. Die Kinder sind mal besonders anstrengend,, oder kränkeln, Stress im Job, unerklärliche Müdigkeit am Abend, selbst krank, ...


    Zusätzlich nutzt sie die umgekehrt-katholische Methode: Wein predigen und Wasser trinken. ]:D Sie meinte sie würde einige bestimmte Dinge, die ich mir wünsche, und die wir teilweise noch nie oder seit Jahren nicht mehr gemacht haben, jetzt plötzlich mit mir machen wollen. Natürlich nicht heute (Umzugsstress usw.), aber echt gerne bald mal. Der Ex-Soziologiestudent in mir nennt das Parusieverzögerung – jetzt habt ihr was zum Googlen. ;-)


    Na ja, mir wurde heute klar, dass ich seit inzwischen fünf Jahren fast keinen Sex mehr hatte, schon gar keinen richtig befriedigenden. Schwangerschaften, Komplikationen nach den Geburten, Babystress, die 1 1/2 Krisenjahre bisher. So schnell schmeiß ich die Flinte also nicht ins Korn. Aber mir geht immer mehr die Puste aus, und es schleichen sich auch durchaus wieder so manche Trennungsgedanken in meinen Kopf.


    Natürlich besteht die Chance, dass sich nach dem Umzug tatsächlich wieder ein Sexleben in unserer Ehe entwickelt. Ziemlich sicher keines das mich vom Hocker haut, eher im Sinne von "muss eben reichen". Aber wenn sich ein halbes Jahr nach dem Umzug noch gar nichts entwickelt haben sollte, dann muss wohl noch mal alles in Frage gestellt werden... :-(

    Zitat

    dann muss wohl noch mal alles in Frage gestellt werden

    ja absolut, zumindest würde ich dir das raten - all das Unterhalt zahlen, die Schulden, der Trennungsstress wiegen nicht so schwer wie eine leidenschaftliche Liebe schön ist - und bevor du noch versauerst und garnicht mehr richtig lebst trenn dich, und fang neu an, mit einer anderen Frau ;-)

    Zitat

    So schnell schmeiß ich die Flinte also nicht ins Korn. Aber mir geht immer mehr die Puste aus, und es schleichen sich auch durchaus wieder so manche Trennungsgedanken in meinen Kopf.

    So schnell? Wtf! Ich hab deinen ganzen Faden gelesen und schüttele beständig beim Lesen Kopf, möchte dir zurufen: fang endlich an zu leben, wir haben doch nach aller Wahrscheinlichkeit nur das eine!


    Und es ist viel zu kurz um deine besten Jahre an eine Frau zu verschwenden, die keinen Sex mit dir haben will.

    Zitat

    So schnell schmeiß ich die Flinte also nicht ins Korn. Aber mir geht immer mehr die Puste aus...

    Wie ich anderswo schon schrieb: die Leidensfähigkeit (auch im Hinblick auf die Dauer) mancher Menschen ist echt unfassbar. Worauf wartest Du eigentlich noch?

    Zitat

    Ich glaube, der Gedanke jetzt wieder mit mir Sex haben zu können ist wesentlich schöner als das Gefühl, doch demnächst konkret mit mir Sex zu haben.

    Entschuldige, aber verarschen kann man sich selber immer noch am besten.

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    Sie meinte sie würde einige bestimmte Dinge, die ich mir wünsche, und die wir teilweise noch nie oder seit Jahren nicht mehr gemacht haben, jetzt plötzlich mit mir machen wollen. Natürlich nicht heute ...

    ....morgen und übermorgen leider auch nicht, aber träum ruhig weiter.


    Lass Dich weiter an ihrem langen Arm häppchenweise hinhalten, bis sie dich an selbigen Arm verhungern läßt....................ich versteh Dich nicht.


    Euer Zusammensein ist reine Zeitverschwendung – es passt nicht mehr – warum siehst Du das nicht?


    Kinder sind kein Argument, die sehen doch wie bescheiden die Beziehung der Eltern ist (glaube ja nicht, die bekämen nix mit) und auch die finanzielle Situation läßt sich regeln, vlt mit Verlust – aber es geht.


    Stell Dir vor, Du könntest währenddessen in einer glücklichen und erfüllenden Beziehung mit einer anderen Frau leben.


    Jeder Tag, den Du in Deiner jetzigen Beziehung verharrst, ist ein Tag weniger, den Du sonst in dieser glücklichen Beziehung leben könntest -> also in der Menge weniger Lebensqualität.

    Aha, du erleidest gerade wieder einen massiven Rückschritt. Schade, dass du auf diese Masche deiner Frau reinfällst. Für mich ist es aus dem Zusammenhang heraus sonnenklar, dass sie dir dieses Sexangebot gemacht hat, weil sie Schiss hat, dass du mit einer anderen, mit der du Sex haben kannst so oft und auf welche Arten du willst, abschwirrst, besonders wenn du durch Dates in eurer offenen Ehe wieder auf den Geschmack gekommen bist. Damit, dass sie dich jetzt plötzlich attraktiv fände und Lust auf dich als Mann hätte (das sind so in etwa die Gründe, die ich mir bei meinem Freund wünsche, um Sex mit mir zu haben), hat das wohl kaum irgendwas zu tun. Und damit sie nicht zu oft was machen muss, was sie eigentlich nicht will (Sex), tischt sie dir gleich wieder das ganze Repertoire an Ausreden auf. :|N

    Dieser Moment, am Ende deines Lebens... falls du die Chance hast zurueckblicken zu koennen... Den Rest der Polemik kann jeder fuer sich selbst ergaenzen.


    Auf seinen Grabstein wird stehen => "Es haette alles so schoen sein koennen"

    Zitat

    Natürlich besteht die Chance, dass sich nach dem Umzug tatsächlich wieder ein Sexleben in unserer Ehe entwickelt.

    :|N aber nur eine rein theoretische Chance. Praktisch wird sie weiter irgendwelche Ausreden haben, warum sie keinen Sex will. Durchhalteparolen, die dir bei der Bewältigung der "Parusieverzögerung" ;-) helfen, hab ich leider auch nicht.

    Eure Meinungen sind ja recht eindeutig. ;-D Und das nicht ganz zu unrecht. Aber eins ignoriert ihr: Ich möchte – wenn sie denn möglich ist – eine Lösung mit meiner Frau. Eine große Rolle dabei spielen die Kinder – ohne sie hätte ich sicher keine fünf Jahre gewartet. Und auch an meiner Frau liegt mir sehr viel. Nicht dass sie die einzige Frau auf der Welt wäre, die gut zu mir passen würde... Aber sie passt gut zu mir, und sie ist eben die Mutter meiner Kinder.


    Trotz unserer verschiedenen Probleme und Problemchen läuft der Alltag mit und ohne Kinder meist harmonisch und angenehm für uns Alle. Die Kinder erleben ein intaktes liebevolles (ok, meist ;-D ) Elternpaar. Nicht weil wir so gut schauspielern, sondern weil wir das auch meist sind.


    Und nicht nur ich kämpfe darum dass es wieder besser wird, auch meine Frau bemüht sich. Aber ein Sexbedürfnis das nicht oder nur eingeschränkt da ist lässt sich eben nicht aus dem Hut zaubern. Viele Dinge brauchen Zeit, und die haben wir einander gegeben.


    Aber jede Geduld muss auch mal ein Ende haben. Weder ich noch sie wollen unser restliches Leben ohne Sex fristen. Diese Karte liegt schon lange offen auf dem Tisch. Eine weitere Karte habe ich heute dazu gelegt. Wenn es wirklich so ist dass sie wieder Sex mit mir will, dann muss sich irgendwann ein dauerhaft genügend befriedigendes Sexleben daraus ergeben. Auch das braucht vermutlich wieder seine Zeit, und nach fünf Jahren warten können wir uns diese weitere Zeit auch noch nehmen. Sie weiß jetzt, dass ich bis Ende nächsten Jahres wieder ein regelmäßiges Sexleben möchte, mit dem ich zufrieden bin. Schaffen wir das nicht, dann gibt es – Kinder hin oder her – keine gemeinsame Zukunft für uns. Auch meine Geduld hat Grenzen.


    Das sind 14 Monate. Wenn sie tatsächlich Zeit braucht, dann hat sie die damit. Für noch eine Paarberatung, eine Sexualtherapie, das Lesen von Büchern, in sich gehen, Beine breit machen, was auch immer. Ist das alles nur eine Hinhaltetaktik von ihr, dann weiß sie jetzt wie lange sie mich noch hinhalten kann. Ich bin dann 37. Ich finde, mir stehen dann noch genügend Jahrzehnte befriedigender Sex mit oder ohne meine Frau bevor. ;-D

    Zitat

    Beine breit machen, was auch immer.

    Heißt das, aus deiner Sicht wäre es auch ok, wenn sie nur deswegen Sex hat mit dir, damit sie dich nicht verliert, also ohne jegliche erotische Lust auf dich?

    Nein, überhaupt nicht! Ich weiß nicht für wen das entwürdigender wäre...


    Damit meine ich, dass man zwar sinnieren, grübeln, therapieren, lesen usw. kann. Aber man könnte auch einfach ein kleines bisschen über seinen Schatten springen (sie behauptet ja sie hat Lust) und einfach die Dinge tun. Und so langsam wieder warm mit dem Thema werden. Ohne Ziele, ohne Druck oder Erwartungen. Einfach nur öfter mal ausprobieren, wie es ist, was es einem gibt.


    Nicht dass ich glaube dass das passieren wird. :|N Aber eine vielversprechende Möglichkeit, sich anzunähern, wäre es meiner Ansicht nach jedenfalls.

    Hallo Milchmann76,


    ich empfehle Dir das Buch "Ich verlasse Dich" von Sandra Lüpkes. Das soll nicht heissen dass Du Dich trennen musst / sollst. Jedoch öffnet es Perspektiven und Lösungswege für den "Fall der Fälle".


    Wie Du aus meinem Post weisst, bin ich auch gerade in einer schweren Situation und kann Deine Gedankengänge verstehen. Jedoch bist NUR DU allein für Dein Glück verantwortlich. Deine Kinder bleiben immer Deine Kinder.


    Wir haben nur dieses eine Leben, und nur weil Trennung in unserer Gesellschaft mit negativem und scheitern behaftet ist, wird zu selten ernsthaft darüber gesprochen (in Beziehungen).


    Menschen ändern sich, Ziele ändern sich, Ansichten ändern sich. Manchmal schnell, manchmal langsam, manchmal merkt man es nicht oder spät.


    Wichtig ist, und das musste ich in den letzten Tagen schmerzhaft erfahren: man muss auch über "negative" Dinge reden und offen sein, den Partner mit dem Respekt begegnen, den man für sich selbst beansprucht.


    Ich wünsche Dir/Euch die Kraft und viel Glück für die Zukunft, wie immer sie auch aussehen mag.


    Ich möchte mich nochmal wiederholen: Jedoch bist NUR DU allein für Dein Glück verantwortlich


    Viele Grüße,


    TD4me

    Zitat

    Jedoch bist NUR DU allein für Dein Glück verantwortlich

    ...zum Zitat von TouchDown gehört meiner Meinung nach noch dies:


    Wir können unsere Partner nicht verändern - aber uns selbst sehr wohl.


    Wenn wir uns verändern, setzen wir vielleicht eine Kettenreaktion in Gang: der Partner merkt unsere Veränderung und muss/kann/wird vielleicht sich selber auch verändern - möglicherweise (wir können nur hoffen), in eine Richtung, die für beide wieder stimmt.