Auch wenn man hier keinen besonders vertiefenden Einblick in eine Beziehung erhalten kann, finde ich nicht, dass man die Konstellation in dieser Ehe mit der Situation vergleichen kann, wie es in manchen Familien stattfindet, dass die Frau von der Erziehung der Kinder zu stark eingenommen wird und der Partner dabei dauerhaft zu kurz kommt, sodass die Auflösung dann darin besteht, anders mit den Belastungen umzugehen.


    Eher denke ich, dass es für beide vielleicht zu der schmerzlichen Erkenntnis führen könnte, dass die erotische Anziehung von ihrer Seite her leider nicht ausreicht.


    Ich habe das jedenfalls selber so erlebt und erst nach 10 Jahren Beziehung festgestellt, dass ich meinen Mann in erotischer Hinsicht eigentlich gar nicht richtig begehre. Das festzustellen war selbst für mich sehr hart, aber ich habe ihn dann frei gegeben, auch, weil mir klar war, dass ich ihn dauerhaft sexuell nicht umfassend glücklich machen könnte. Allerdings habe ich mich nie total verweigert.


    Leider wollte er dann dennoch weiter an der Ehe festhalten und er hat die Scheidung über mehrere Jahre hinausgezögert. Erst als ich mich getrennt hatte und von meinem neuen Partner schwanger war, wurde ich geschieden. Danach sprach er 4 Jahre nicht mehr mit mir, was ich aber aufgrund bestimmter Gemeinsamkeiten (u.a. Immobilien) so nicht akzeptieren wollte und dagegen gesteuert habe.


    Mittlerweile sind wir sehr gut, aber nicht zu intensiv befreundet, die Wunden sind verheilt. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir uns trotz aller Schwierigkeiten auch immer treu und soweit es eben für uns selber möglich war, auch offen zueinander waren.


    Rückblickend kann ich aber sagen, dass ich nicht eine Minute dieser 10 Jahre Partnerschaft bereut habe, auch wenn sie im intimen Bereich eher auf Sparflamme lief. Dennoch bin ich froh, dass ich sie endgültig hinter mir lassen konnte und das wäre ohne heftige Streits bei der Ablösung vielleicht gar nicht möglich gewesen.


    Für mich selber weiß ich mittlerweile, dass ich nur sehr sehr selten einen Mann wirklich so richtig anziehend finde und mich bei ihm fallen lassen kann. Aber wenn, dann eröffnet sich für mich natürlich eine vollkommen andere Art von Beziehung als das, wofür ich mich früher in dieser einen Ehe abgequält habe. Und der Begriff "Qual", den ich hier aus Beiträgen aufgegriffen habe, trifft es sehr gut, finde ich, auch wenn ich diese Ehe sonst sehr geschätzt habe.


    Dass man aber für Kinder wirklich alle Qualen im Leben und noch mehr darüber hinaus, auf sich nimmt, ist eben die andere Seite davon und insofern finde ich die Entwicklung, wie sie Milchmann hier vorangetrieben hat, mit Umzug und den Gesprächen, Überlegungen etc., wirklich bewundernswert! Doch ich finde es schwer zu sagen, was man den beiden für die Zukunft wünschen möchte...jedenfalls eine Aussicht auf ein Ende der Qualen…und dafür ist eine "Deadline", Frist oder ein Termin schon eine tolle Idee. Allerdings wäre es vielleicht angemessen, aufzupassen, dass die gemeinsamen gelebten Werte nicht dadurch verfallen, dass man irgendwelche "zweigleisigen" Methoden fährt. Jedenfalls nicht, wenn man den Kindern zu Liebe ein "freundschaftliches Danach" anstrebt.


    Mir selber war jedoch klar, dass es sehr viele bzw. überwiegend Paare gibt, die sexuell überaus glücklich sind und der Gedanke hat mir dann schon sehr viel Mut gemacht, mich aus der ehemals fürs Leben angelegten Partnerschaft zu lösen und einen Neuanfang mit einem anderen Mann zu wagen. Doch am Anfang steht eine Entscheidung...

    Ich frage mich eigentlich ständig, was die meisten Menschen von einer Ehe überhaupt erwarten. Ich bemerke, das viele total verzerrte Vorstellungen und Erwartungen haben, zu hohe, unrealiustive, naiv-romantische Vorstellungen, die natürlich relativ schnell enttäuscht werden, wenn man zusammenzieht. Die meinste Ehe scheitern ja daran, das Leute falsche Vorstellungen und Erwartungen von einer Beziehung haben, welche durch Medien (Filme, Serien, Bücher) geprägt werden.

    Zitat

    Ich bemerke, das viele total verzerrte Vorstellungen und Erwartungen haben, zu hohe, unrealiustive, naiv-romantische Vorstellungen, die natürlich relativ schnell enttäuscht werden, wenn man zusammenzieht.

    Ich persönlich empfinde ein für beide befriedigendes Sexualleben nicht als unrealistisch und naiv-romantisch. Für mich ist das definitiv eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Ehe/Beziehung.


    Aber ich denke, die persönliche Wertungen sind da von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

    was ich mich bei so etwas immer frage?


    wieso kauft man in einer ehe die kriselt denn ein haus? ":/


    und langfristig:


    trennung.


    haus verkaufen, zwei haushalte gründen, in denn die kinder willkommen sind.


    ihr scheint euch ja nicht zu streiten, das kann doch auhc harmonisch ablaufen.


    und nach den neuen gesetzten mußt du nicht mehr bis zum ende des lebens den goldesel spielen, auch ihr,


    wenn die kinder bei ihr bleiben, ist arbeit zu zu muten.


    wer will denn so leben?

    naja es geht ja in einr Beziehung immer um 2 Personen. Und eine Beziehung kann immer NUR ein Kompromiss sein. Auch die Häuffigkeit und die Intensität und die Sexualpraktiken können dementsprechen NUR Kompromisse sein, der eine Partner wills jeden Tag mehrmals, das andere steht nur alle 2 wochen auf blümchen Sex. einer Bleibt ja immer "unbefriedigt" Ausserdem lässt dier Lust aus Sex nach, je länger man zusammen ist, das ist leider das, was viele Menschen ignorieren und nicht wahr haben wollen!!! Das meine ich mit Naiv-Romantisch

    Zitat

    Und eine Beziehung kann immer NUR ein Kompromiss sein.

    Ich glaube, da ist der unterschied zwischen "es passt zusammen" und klappt nicht, aber wird, aus welchen Gründen auch immer "passend gemacht".


    Ich würde in keiner Beziehung leben wollen, in der ich sehr viele Kompromisse machen müsste – dann würde es für mich eben nicht passen und ich müsste mir überlegen, ob ich mir nicht jemanden suche, der besser passt.

    Zitat

    Ausserdem lässt dier Lust aus Sex nach, je länger man zusammen ist, das ist leider das, was viele Menschen ignorieren und nicht wahr haben wollen!!! Das meine ich mit Naiv-Romantisch

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das in allen Beziehung so ist, die Lust automatisch nachlässt. Ich kann das jedenfalls nicht bestätigen und hab schon einige Jahre Beziehung/Ehe "auf dem Buckel".


    Sexualität und Lust in einer Beziehung kann man hegen und pflegen, regelmäßig genießen, wenn beide ein Interesse daran haben.

    Zitat

    Ich persönlich empfinde ein für beide befriedigendes Sexualleben nicht als unrealistisch und naiv-romantisch. Für mich ist das definitiv eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Ehe/Beziehung.

    also das sehe ich genauso. :)^

    Zitat

    naja es geht ja in einr Beziehung immer um 2 Personen. Und eine Beziehung kann immer NUR ein Kompromiss sein. Auch die Häuffigkeit und die Intensität und die Sexualpraktiken können dementsprechen NUR Kompromisse sein, der eine Partner wills jeden Tag mehrmals, das andere steht nur alle 2 wochen auf blümchen Sex.

    das sehe ich nicht so. Wenn man beim Sex wirklich Kompromisse eingehen muss, dann passt es für mich einfach nicht.

    Zitat

    naja es geht ja in einr Beziehung immer um 2 Personen. Und eine Beziehung kann immer NUR ein Kompromiss sein. Auch die Häuffigkeit und die Intensität und die Sexualpraktiken können dementsprechen NUR Kompromisse sein, der eine Partner wills jeden Tag mehrmals, das andere steht nur alle 2 wochen auf blümchen Sex.

    das sehe ich nicht so. Wenn man beim Sex wirklich Kompromisse eingehen muss, dann passt es für mich einfach nicht.

    Zitat

    Ok du hast recht, aber menschen ändern sich doch, wir sind doch mit 20 ganz anders, als mit 40 oder 50.


    und damit ändern sich auch unsere vorlieben und abneigungen.

    Ich glaube, idealerweise verändert man sich mit dem Menschen, mit dem man sein Leben teilt, in dieselbe Richtung.


    Klappt das nicht und die Beziehung driftet auseinander, kann man Konsequenzen ziehen, sich fragen ob es immer noch passt, was man tun kann, damit es passt oder ob man nicht getrennt besser lebt.


    Im Falle des TE sehe ich sehr wenig Möglichkeiten. Seine Frau ist offensichtlich nicht in der Lage ihrem Mann und ihrer Beziehung eine Wertigkeit zuzuweisen, die beide glücklich macht und ich denke, je weiter er herumeiert, je weiter er fest hält, desto unattraktiver macht er sich für sie. Im Klartext würde das für mich bedeuten: sie passen einfach nicht zusammen und diese Spirale ist unabwendbar, wenn seine Frau nicht beginnt ernsthaft ihr Verhalten zu reflektieren, aber da sehe ich aus den verschiedensten Gründen wenig Spielraum. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.


    Ich kenne auch Menschen, die in einer sexlosen Ehe vollkommen glücklich und ausgefüllt sind. Für mich wäre das nichts. Ich finde das Leben in seiner Gesamtheit betrachtet verdammt kurz, ein Wimpernschlag im Universum und ich würde, unglücklich nicht leben wollen.

    Testrale


    du schreibst das jetzt so, als wäre das eine Tatsache und bei allen Paaren so, aber das ist es nicht. Mein Mann und ich feiern bald Silberhochzeit und ich kann dir sagen, unser Sex ist nach wie vor super und unsere Vorstellungen und Wünsche passen auch heute nach all den Jahren immer noch zusammen. Und das ist für mich dann einfach ein Zeichen, dass es zwischen uns eben passend ist. Klar hätte es auch anders kommen können und wir hätten uns auseinander entwickeln können aber da hat man ja nie eine Garantie, dass es ein Leben lang passt.


    Aber es gibt eben schon Paare, da passt es auch nach langer Beziehung immer noch super und die Lust aufeinander lässt auch dann nicht nach. Und ich finde sogar, dass unser Sex heute noch besser ist als früher, einfach weil man jetzt genau die Wünsche des anderen kennt, man weiß auch selbst jetzt genau, was man will und man traut sich vielleicht nach Jahren auch mehr, seine Wünsche zu äußern.


    Und ehrlich gesagt, ich würde mich mit was anderem auch nicht zufrieden geben, dafür ist mir Sex zu wichtig.

    Zitat

    Ausserdem lässt dier Lust aus Sex nach, je länger man zusammen ist, das ist leider das, was viele Menschen ignorieren und nicht wahr haben wollen!!! Das meine ich mit Naiv-Romantisch


    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das in allen Beziehung so ist, die Lust automatisch nachlässt. Ich kann das jedenfalls nicht bestätigen und hab schon einige Jahre Beziehung/Ehe "auf dem Buckel".

    also ich finde es schon normal, dass es etwas nachlässt, das hängt aber auch von der lebenssituation ab.


    bei uns hat es nachgelassen, als zwei kinder da waren.


    einfach, weil dann soviel außen rum passiert, dass das irgendwie nicht mehr so wichtig wurde und auhc, weil man einfach keine zeit mehr hat, nach der arbeit zu zweit shoppen und essen zu gehen und dann zu hause nach einer gemeinsamen dusche miteinander zu schlafen.


    man hat nicht mehr so viel zeit, die körperlichkeit und präsenz des anderen in sich einzusaugen und dann läßt automtatisch das bedürnis nach.


    aber dass es komplett aufhört kann ich nach 20 jahren beziehung nicht bestätigen.


    manchmal ein paar tage hintereinander morgens und abends, wie es sich halt ergibt, dann wieder wochenlang gar nicht, aber ganz einschlafen ist nicht.... ":/ manchmal liegt man auch einfach ne weile nebeneinander und liest in büchern oder ist am laptop und dann kann es oft ganz schnell gehen, eben einfach, weil man sich der nähe des anderen bewußt wird.