Vielleicht kann ich etwas anderes noch beitragen:


    Ich habe einen besten Freund, wir machen alles gemeinsam, einkaufen, gehen weg, gehen spazieren, diskutieren über alles was von Belang ist, sind füreinander da, etc.


    Also fast wie eine Beziehung, nur dass es keine mit Sex etc. ist. Das macht aber gar nichts, denn unser Vertrauen ineinander ist wunderbar. Das schönste allerdings ist, dass jeder seine Wohnung hat.


    Im Moment suchen wir gemeinsam ein Haus zum Kaufen (mit zwei getrennten Wohnungen), nur damit wir zusammen bleiben können, denn keiner von uns weiß, wie es weiter geht (sprich ob wir Partner finden oder nicht).


    Falls dann doch Partner mit ins Spiel kommen, dann wird dieser neue Mensch unsere Verbindung verstehen müssen.


    Worauf ich hinaus möchte, Sex ist einfach nicht so wichtig, das was zwischen den Partnern steht, das ist das Bedeutende!


    Vielleicht könnt ihr so eine wundervolle Beziehung aufbauen, wie wir sie haben.

    @ saphir

    Das Problem ist, dass Milchmann eben nicht auf Sex verzichten will und somit funktioniert die WG-Ehe nicht mehr so, wie sie sollte. Aber wie Milchmann das lösen wird, muss er ganz allein entscheiden. Es ist sein Leben und seine Frau und seine Ehe. Wir kennen weder ihn, noch sein Umfeld.

    Zitat

    Also fast wie eine Beziehung, nur dass es keine mit Sex etc. ist. Das macht aber gar nichts, denn unser Vertrauen ineinander ist wunderbar.

    Als Paar nicht miteinander Sex zu haben, hat doch nichts mit Vertrauen, sondern ausschliesslich mit persoenlicher Praeferenz und Absprache in der Beziehung zu tun.


    Genauso wie...

    Zitat

    Worauf ich hinaus möchte, Sex ist einfach nicht so wichtig, das was zwischen den Partnern steht, das ist das Bedeutende!

    Das sollte doch bitte jeder fuer sich selbst entscheiden und definieren duerfen. Milchmann hat relativ klar deutlich gemacht, dass er sich eine sexuelle Bindung zu seiner Frau wuenscht und sucht diesbezueglich Loesungswege. Also warum so jemanden seine eigene Asexualitaet als erstrebenswerte und wundervolle Beziehung vorbeten? Das bringt so viel wie die Diskussion zwischen Fleischfressern und Veganern....

    Zitat

    aber die Quälerei ist selbstgewählt.


    Warum findest du das bedauernswert?

    Tut mir leid, aber die Frage, warum ich eine Quälerei bedauernswert finde, verstehe ich nicht.


    Hast du diese Geschichte überhaupt verfolgt?

    Zitat

    Die zwei haben Kinder. Solange Hr. und Fr. Milchmann liebevoll und respektvoll miteinander umgehen und der Leidensdruck für keinen zu groß ist, warum dann hinter etwas anderem her rennen?


    Es ist ganz sicher nicht alles schlecht, was in der Familie passiert, jedenfalls lese ich das nicht aus seinen Beiträgen

    Dass hier "alles schlecht ist", hat niemand behauptet. Allerdings sind die beiden weitestmöglich entfernt von einer harmlosen, netten Eltern-WG.

    Saphir-Rubin

    Zitat

    Worauf ich hinaus möchte, Sex ist einfach nicht so wichtig, das was zwischen den Partnern steht, das ist das Bedeutende!

    Das stimmt so nicht!


    Sex ist sehr wichtig in einer erfüllenden Partnerschaft, sofern beide nicht asexuell sind.


    Hier steht ja grade die fehlende Sexualität zwischen den Partnern, das ist sehr bedeutend, denn Sexualität hat in einer Partnerschaft ein hohes Bindungspotential – das fehlt hier.


    Also werden Herr Milchmann u seine Frau noch eine Weile aushalten, es gibt ja wohl auch eine Frist bis Ende 2013, wenn ich richtig gelesen habe.


    Du und dein Freund seid beste Freunde und habt keine Liebesbeziehung, ihr schließt ja auch eine spätere Partnerschaft mit jmd. anderen nicht aus – das ist doch mit der Ehe von Milchmann überhaupt nicht vergleichbar.


    Süntje

    Zitat

    Vielleicht ginge es beiden getrennt ohne einander noch schlechter?

    Vlt. ginge es beiden aber auch besser, vlt. könnte Fr Milchmann mit einem anderen Partner sexuelle ERfüllung finden und Herr Milchmann mit einer anderen Frau ebenso?


    Solange aber beide weiter so rummachen, haben beide keine Chance auf eine neue glückliche Partnerschaft – die ich ihnen wirklich wünschen würde.


    Aber ich denke soweit sind die beiden noch nicht und auch sein Leidensdruck ist noch nicht hoch genug.

    LadySue,


    Genau das denke ich auch. Solange beide das nicht wollen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ihnen durch eine Trennung besser ginge.


    CoteSauvage,


    Natürlich hab ich Milchmanns Geschichte verfolgt, auch den anderen Faden, sonst würde ich mich nicht äußern.


    Bedauern hat für mich die Bedeutung, Mitgefühl oder Anteilnahme wegen einer traurigen Situation mit jemandem zu haben.


    Und Milchmann ist für mich nicht bedauernswert, er entschließt sich doch bewusst noch bei seiner Frau und den Kindern zu bleiben.


    Ich kann das nachvollziehen.


    Ich kenne 2 Paare, die sich so arrangiert haben und dort funktioniert es.

    Zitat

    Gestern abends hab ich mich für die Fehler, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, bei ihr entschuldigt

    so, ich werde richtig wütend wenn ich das lese! du bist nicht für deine Frau verantwortlich! sie hat vor sich hingelitten, macht dir ein schlechtes Gewissen, bemitleidet sich selbst - und ist nicht gewillt irgendetwas an irgendwas zu ändern! (sie sollte nicht nur zu einem Sextherapeuten gehn sondern auch zu nem "normalen" - aber das wird sie so und so nicht tun, das müsste dir mitlerweile klar sein!)


    sie hat verschissen, auf gut deutsch gesagt...........und du machst nur einen Fehler, nämlich sie auch noch in ihrer Opferrolle zu unterstützen indem du dich entschuldigst, alles hinnimmst, bei ihr bleibst obwohl du selber sagt das Porzellan ist schon lange zerschlagen! >:(


    ich versteh nicht wie du dich so verstauben lassen kannst!! fang mal an zu leben! trenn dich von dieser Frau, helfen kannst du ihr e nicht.


    und anstatt dein Leben so zu gestalten dass zumindest du glücklich bist lässt du dich auf irgendwelche schlechten Kompromisse und eigenartige Beziehungskonstellationen ein die niemanden glücklich machen!!!


    Fakt ist: ihr seit 2 kaputte, frustrierte Menschen die in einer WG leben - und niemand von euch hat den Arsch in der Hose mal was an der Situation zu ändern! und das macht man auch nicht schleichend, sonst ändert sich garnichts, sondern man zieht einen Schlussstrich: konsequent!!


    klingt alles hart, ist aber so. am liebsten würde ich dich schütteln und wachrütteln!!

    Zitat

    Manchmal hat sie wohl ein bisschen Lust auf mich. Aber sie kann diese Lust nicht umsetzen.

    Ich finde nicht, dass das alleine an ihr liegt. Es liegt an der Interaktion. Dein Part ist in dieser Situation einfach nicht zu vernachlässigen und es ist absolut müßig, die jeweiligen Anteile an der Situation isoliert zu betrachten. Als ich damals an so einem Punkt war, habe ich aufgegeben, weil mein Mann immer nur das Ziel vor Augen hatte, aber nie den Weg. Wenn man es nicht gemeinsam aufdröseln und lösen kann, bleibt aber der Unterschied bestehen.

    Zitat

    Eine Frau mit genügend Selbstbewusstsein oder Erfahrung mit solchen Teilen könnte schon am Beziehungsanfang ein klares Ja, Nein oder Manchmal abgeben. Thema erledigt. Aber meine Frau war am Beziehungsanfang extrem unsicher.

    Bei so einer Aussage wäre ich vorsichtig, denn im Umkehrschluss bedeutet es auch: "Ein Mann mit genügend Selbstbewusstsein und Erfahrung hinsichtlich seiner Leidenschaft könnte schon am Beziehungsanfang ein klares Ja, Nein oder Manchmal einschätzen. Thema erledigt."


    Doch du warst am Beziehungsanfang wohl selber extrem unsicher und unerfahren? Sonst wären die Folgen für dich wohl auch absehbar gewesen. In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob du eigentlich die Sorge hast, dass es dir mit einer anderen Frau so oder ähnlich wieder passieren könnte?


    Ich finde jedoch, dass du immer wieder die Hauptverantwortung für die unbefriedigende Entwicklung im sexuellen Bereich (bis heute) deiner Frau zuschiebst. Da von dir darüberhinaus alleine auf die Abänderung des sexuellen Frusts fokussiert wird, kann auch keine Verbesserung eintreten, weil die Sache dadurch u.a. zu statisch wird.


    Es sollte euch möglich sein, das Positive aus der Beziehung in den Vordergrund zu stellen, um hierdurch auch in anderen Bereichen zu profitieren. Das wäre ein Weg aus dem Dilemma.


    Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, aber ich habe nicht den Eindruck, dass du derzeit hierfür offen bist, oder täusche ich mich?

    So, liebe Schwarz-weiß-Maler, jetzt dürft ihr wieder eure restlichen Farben auspacken. ;-) Ich versteh ja eure Grundbotschaft: Nur ein Leben, Zeit vergeuden, nichts mehr zu retten usw. Darüber müssen wir nicht diskutieren, das ist offensichtlich.


    Warum trotzdem noch bis Ende 2013 warten? Die Chance dass auf der Seite meiner Frau wieder Lust entsteht ist zwar sehr sehr klein – trotzdem vorhanden. Ich glaube nicht mehr daran, und für meine Frau ist es wie schon erwähnt nur ein Strohhalm. Anyway, diese Chance wollen wir nutzen. Wir wollen die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, möglichst genutzt haben, dann wissen wir wenigstens es WIRKLICH versucht zu haben. Die Flinte nicht sofort ins Korn geworfen zu haben. Ja ja, carpe diem, man lebt nur einmal, und weitere leere Floskeln... wir haben beide bewusst und absichtlich entschieden, für selbst eine kleine Chance Lebenszeit "opfern" zu wollen. SO schlimm ist die Lage nicht, dass wir uns durchs Leben quälen und am Zahnfleisch kriechen.


    Und es gibt eben noch die Kinder. Die Kinder leben in einer glücklichen Familie, sie merken nicht dass Papa und Mama seit Jahren Sexfrust schieben. Der Frust ist oft vergessen im mit Beschäftigung vollgestopften Alltag, und so richtig an die Oberfläche tritt er sehr selten. Wenn Papa plötzlich nur noch ein Wochenendpapa wäre, das wäre ne echte Verschlechterung für sie. Gäbe es die Kinder nicht, dann hätte ich wohl nicht so viel Geduld an den Tag gelegt. Aber da sind sie eben, deswegen solltet ihr meine Frau und mich auch nicht nur als Beziehung betrachten. Was Viele hier ja auch tun.


    Auf der einen Seite gibt es also eine sehr gut funktionierende Familie. Jetzt endlich mit mehr als genug Geld, wo wir aus dem teuren Haus raus sind. Als Familie sind wir glücklich. Das Paar innerhalb der Familie ist zumindest halbwegs glücklich. Ein halbwegs zufrieden freundschaftliches Paar ohne Sex. Tja, man kann nicht immer alles haben. Denn wenn ich gerne ein richtig glückliches Paarleben möchte (also eine neue Beziehung), dann bleibt dafür Familienglück auf der Strecke. Trennen und neue Beziehung – so einfach ist es nicht. Ich bin auf der Suche nach einem Weg der für die Kinder möglichst gut ist, für mich als Papa möglichst gut ist, und mir trotzdem wieder eine neue Beziehung ermöglicht. Damit die Familienseite unstressig bleibt werde ich zumindest erstmal versuchen, eine einvernehmliche Lösung mit meiner Frau zu finden.


    Wir haben also noch ein Jahr für einen Strohhalm, und in der Zeit werden wir uns auch über das "danach" immer mehr unterhalten. Ich kann mir so eine Kompromisskonstellation mit neuer Beziehung und Teilzeitfamilie recht gut vorstellen.


    Jetzt steht erst mal der Strohhalm im Fokus. Strohhalm, und größtenteils einfach verdrängen des Themas Sex. Wenn ihr noch Tipps habt zum Thema Leidenschaft wieder erwecken habt, dann bitte her damit. Ja ich weiß dass das in den allerseltensten Fällen funktioniert... Habe mir jedenfalls das aktuelle Buch von David Schnarch gekauft.

    Zitat

    So, liebe Schwarz-weiß-Maler, jetzt dürft ihr wieder eure restlichen Farben auspacken.

    Schön und gut, wenn du für dich eine Art Feindbild findest, aber ich habe gegen deine Fristgebung gar nichts einzuwenden.


    Doch was ist jetzt damit?

    Zitat

    Aber sie hat sehr große Angst mich zu verlieren, das Ultimatum ohne Lösung zu erreichen.

    Warum sollte es denn keine Lösung geben? Irgendwie verstehe ich das nicht.


    Ist die Lösung von dir vorgegeben oder wie muss man das verstehen?

    Grapefruitsaft

    Kein Feindbild. Nur hab ich nichts von ewig gleichen Kommentaren, die nur zusammen bleiben und Trennung kennen, und ohnehin bei jedem Wölkchen am Himmel "trennt euch!" schreien. Dabei hab ich doch schon klar gemacht, dass wir bis Ende 2013 weiter machen. Es sei denn dass wir beide vorher schon einvernehmlich klären, dass es nichts mehr bringt. Wird aber vermutlich nicht passieren.

    Zitat

    Warum sollte es denn keine Lösung geben? Irgendwie verstehe ich das nicht.


    Ist die Lösung von dir vorgegeben oder wie muss man das verstehen?

    Die einzige echte Lösung innerhalb der Beziehung für mich wäre, dass wir wieder ein zumindest halbwegs befriedigendes Sexleben haben. Also zurück zu einer gesunden, vollständigen Beziehung finden. Darauf bezieht sich das Ultimatum. Ich will schlicht nicht bis zum St. Nimmerleinstag in der jetzigen Situation feststecken. Danach muss sich dann etwas ändern. Ob vollständige Trennung, offene Ehe, Teilzeitfamilie, ... ich weiß es noch nicht.

    @ Madame Charenton,

    Grapefruitsaft


    Erst mal sind wir nicht zwei kaputte Menschen. Meine Frau leidet sicher mehr als ich, da sie sich die ganze Schuld auflädt und sich damit selbst fertig macht. Aber kaputt sind wir deswegen nicht. Eher zunehmend ausgelaugt als Paar, was sich aber in Arbeit oder Familie fast nicht zeigt.


    Noch mal zum Thema Fetisch. Ich dränge meine Frau da nicht in eine Opferrolle. Sie ist sowohl Opfer als auch Mittäterin, des sehen wir beide so. Für meine Rolle als Täter möchte ich mich entschuldigen, denn es hätte anders laufen können, wäre ich sensibler gewesen. Ich hoffe, dass sie mir dafür irgendwann vergeben kann. Ob sie sich selbst vergeben kann? Schwierig...

    Zitat

    Bei so einer Aussage wäre ich vorsichtig, denn im Umkehrschluss bedeutet es auch: "Ein Mann mit genügend Selbstbewusstsein und Erfahrung hinsichtlich seiner Leidenschaft könnte schon am Beziehungsanfang ein klares Ja, Nein oder Manchmal einschätzen. Thema erledigt."


    Doch du warst am Beziehungsanfang wohl selber extrem unsicher und unerfahren? Sonst wären die Folgen für dich wohl auch absehbar gewesen. In diesem Zusammenhang frage ich mich, ob du eigentlich die Sorge hast, dass es dir mit einer anderen Frau so oder ähnlich wieder passieren könnte?


    Ich finde jedoch, dass du immer wieder die Hauptverantwortung für die unbefriedigende Entwicklung im sexuellen Bereich (bis heute) deiner Frau zuschiebst. Da von dir darüberhinaus alleine auf die Abänderung des sexuellen Frusts fokussiert wird, kann auch keine Verbesserung eintreten, weil die Sache dadurch u.a. zu statisch wird.

    Ja, so hätte es laufen sollen. Ich hätte ihr sagen sollen was meine Vorlieben sind und gut. Allerdings waren mir meine Vorlieben in der Vergangenheit noch wichtiger als heute. Und meine Frau hatte seit ihrer Kindheit keine Röcke oder Strumpfhosen mehr getragen. Ich hatte gehofft sie ein wenig dafür begeistern zu können. Also hab ich ihr gesagt wie toll ich das alles finde (sie würde mir damit also eine Freude machen). Ich hab ihr gesagt wie toll ich ihre Figur finde. Und wir waren des Öfteren gemeinsam shoppen. Ich hab da zu viel Erwartungshaltung gezeigt, zu viel "gefordert" und das Ganze überhaupt zu sehr forciert. So würde ich das heute nicht mehr machen. Schon allein, weil ich nicht möchte dass sich so eine Entwicklung wiederholt. Wenn ich eine Partnerin will die ihre Beine gern zeigt, dann muss ich mir so eine suchen. Eine Frau die ihre Beine nicht mag bleibt eine Frau die ihre Beine nicht mag.


    Meiner Meinung nach schieb ich meiner Frau keine Verantwortung zu. Ich würde sagen dass ich einen Großteil der Verantwortung übernehme. Meine "Täterschaft" im Bezug auf den Fetisch, die Jahre in denen ich sehr unzufrieden war und mich verbogen habe, lange Phasen des Drucks weil ich mit der Sexlosigkeit während der Schwangerschaften nicht zurecht kam usw. Meine Frau meint hingegen, mit ihr müsse was nicht stimmen, denn sonst müsste sie ja Lust auf mich haben. Ich halte das für Quatsch.

    Milchmann; ich finde eure Entscheidung zu warten bis Ende 2013 gut. Und zwar auch aus Sicht der Kinder. Wie schnell werden ehen und Partnerschaften (in denen auch Kinder involviert sind) getrennt/rsp. geschieden. Ohne sich die Zeit zu nehmen die Probleme zu lösen, andere Wege zu finden. Ihr gebt euch Zeit, überlegt zusammen und denkt vor allem auch an die Kinder :)^ !

    Milchmann


    Habe Deinen Faden gerade erst entdeckt und auch nicht Alles gelesen – sorry schon mal dafür @:). Normalerweise schreibe ich dann auch nicht....


    Aber in Deinen letzten Beiträgen fällt mir etwas auf, was ich doch gerne mal ansprechen möchte.


    Erst mal sehe ich es wie die Meisten hier (Monika, CoteSauvage....) – ich zitiere mal MaxHeadroom:

    Zitat

    Das was du und deine Frau als "Fetisch" bezeichnen ist im Grunde stinknormal, allerdings nur fuer dich schoen. Das waer ungefaehr so, als ob ich meiner Frau gutes Essen als Fetisch verkaufen wollte, weil ich nur Pasta mit Tomatensosse mag...

    Wie man hieraus schon fast eine "traumatische" Sache machen kann, ist mir irgendwie ein Rätsel... ":/. Du beschreibst ja doch sehr klar und deutlich, dass es für Dich einfach schöner ist, es Dich auf deutsch gesagt einfach "anmacht", mehr "anheizt" wenn sie beim Sex Strümpfe trägt, Dir gefällt das Gefühl vom Nylon oder, oder. Andere fallen schon in Extase wenn man an ihrem Ohr knabbert....so hat doch Jeder irgendwie seine speziellen erogenen Vorlieben.


    Als Fetisch oder als problematisch für den Partner würde ich es dann verstehen, wenn Du ohne Strümpfe etc. gar nicht könntest. Dann kann man sich als Partner schon mal irgendwie als Objekt fühlen, dass es Dir eben gar nicht um sie geht, sondern nur um die Strümpfe – aber das ist ja bei Dir gar nicht der Fall.


    Wichtig finde ich aber auch das hier:


    Du schreibst:

    Zitat

    Sie hat es selbst nicht so formuliert, aber ich behaupte ich habe sie damit jahrelang "vergewaltigt". Jahrelang Dinge von ihr verlangt (eigentlich nur gewünscht), die sie nicht wollte. Sie hat sich gequält und verstellt, Dinge zugelassen die ihr total gegen den Strich gingen, und kann mich und sich selbst dafür nicht leiden.

    Zitat

    Dabei hab ich einfach nur ihr regelmäßiges wenn auch halbherziges "Ja" für bare Münze genommen. Ich war typisch männlich blind, und hab nur auf die Worte und Taten geachtet.

    Zitat

    Für das unter Druck setzen, für das nicht erkennen ihrer wahren Gefühle, für das falsche Gefühl das Beziehungsglück würde davon abhängen. Auch wenn keine Böswilligkeit oder Absicht dahinter steckte, bin ich trotzdem der Täter.

    Zitat

    Für meine Rolle als Täter möchte ich mich entschuldigen, denn es hätte anders laufen können, wäre ich sensibler gewesen.

    Inwiefern denn "sensibler"? Du hast Deine Vorliebe offen gezeigt, sie hat nichts dagegen gesagt. Ok, Du hättest merken können, dass sie nicht wirklich drauf einsteigt (das zum Thema "Nicht die Worte zählen, sondern die Handlung").


    Dennoch finde ich nicht, dass Du Dich jetzt zum "Täter" machen solltest. Ich sehe darin auf Dauer die Gefahr der Selbstkasteiung "Hätte ich nicht ....wäre ich nicht....dann wäre es anders". Du solltest weder Dich zu einem "Täter" machen, noch Deine Frau zum "Opfer" – genausowenig wie Du auch keine Schuld verteilen solltest.


    Wie -ich glaube Monika- es schon gesagt hat, seid Ihr auf dem Weg viel zu sehr zu dramatisieren, Euch auf Etwas zu versteifen. Ihre Unlust kann völlig andere Gründe/Ursachen haben. Wenn Ihr aber meint diese jetzt in Deiner Vorlieben und Deinem darauf beruhenden Verhalten die Lösung gefunden zu haben, lauft Ihr Gefahr für andere Möglichkeiten nicht mehr offen genug zu sein.

    Zitat

    Die einzige echte Lösung innerhalb der Beziehung für mich wäre, dass wir wieder ein zumindest halbwegs befriedigendes Sexleben haben

    Das würde ich aber jetzt regeln. Ein "halbwegs befriedigendes" Sexleben ist keine Lust-Entscheidung sondern reine Verhandlungssache.


    Zuerst müsst Ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommen, was das "halbwegs befriedigende" Sexleben angeht. Was ist für Dich der absolute Minimal-Standard? Mit oder ohne Strümpfe? Was ist für sie das ertragbare Maximum? Irgendwo dürfte es da eine kleine Schnittmenge geben.

    Zitat

    Meine Frau meint hingegen, mit ihr müsse was nicht stimmen, denn sonst müsste sie ja Lust auf mich haben. Ich halte das für Quatsch.

    "Lust" würde ich komplett aussen vor lassen. Lust ist willentlich nur beschränkt beeinflussbar. Ausserdem ist sie Teil eines relativ komplexen Kreislaufes: Lust ist sowohl Ursache wie auch Wirkung. Lust ist eine Energie. Die Wirkung sollte die Energie aber nicht auffressen, sondern potenzieren, so dass der Kreislauf sich schliesst bzw. wieder von vorne beginnt. Ein bisschen einfacher gesagt bedeutet das: man sollte Lust auf Sex haben, weil der Sex so gut ist, dass man neue Lust darauf kriegt. Häufig ist der Sex aber lau und schreit nicht zwingend nach Wiederholung(en).


    Also ist Lust nicht unbedingt der Massgeber für ein "durchschnittlich befriedigendes Sexleben".


    Vielleicht macht es Sinn, das Ganze sportlich anzugehen: wie oft man ins Fitnesscenter geht ist ja auch keine Lustfrage, sondern ein Abwägen von Zeit und Nutzen. Für ein "durchschnittlich befriedigendes" Ergebnis dürfte da 1x pro Woche reichen. Die echten Fitness-Freaks gehen 5-7x pro Woche, die haben aber auch einen anderen "Ursache-Wirkung-Kreislauf".


    Ich würde die Beziehung auch nicht hinschmeissen, vor allem nicht, wenn eigentlich eine emotional tiefe Vertrautheit besteht. Ueber die Kinder muss man gar nicht diskutieren, die hätten m.E. immer Anspruch auf eine vollständige, zusammenlebende Familie.


    Bei der Fetisch-Sache frage ich mich übrigens, ob man das nicht "outsourcen" könnte. Und zwar an eine Professionelle. Dann könntest Du Deine Sehnsüchte real ausleben, die Beziehung würde dadurch aber nicht strapaziert.