dannylene

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    Nicht toll, aber lobenswert.

    Ich weiß nicht genau was du damit ausdrücken willst, aber zumindest ist das ein Satz der hängen bleibt. :-)


    Tja, wie ehrlich meint sie es? Das weiß nur sie selbst. Für mich sendet sie zwiespältige Signale. Sie sagt sie will mich auf keinen Fall verlieren, aber tut kaum etwas um darauf hinzuarbeiten. Vielleicht WILL sie mich wirklich nicht verlieren, aber GLAUBT gleichzeitig, dass ohnehin jede Art von Bemühung hoffnungslos ist. Warum sie dann überhaupt halbherzige Bemühungen macht – oder vielleicht auch nur vortäuscht – weiß ich jedenfalls nicht.


    Sie weiß dass das Ultimatum gilt. Und sie weiß dass sie selbst jederzeit vorher einen Schlussstrich ziehen kann. Ich würde das vorher wohl nur tun, wenn z.B. offensichtlich ist dass sie abgeschlossen hat aber nur die Trennung nicht aussprechen will.


    Ich versteh's einfach nicht. Die Ansage ist klar, und obwohl sie schon mehrmals versucht hat am Ultimatum zu sägen bleibe ich dabei. Vielleicht will sie einfach nur die halbwegse Gemütlichkeit des jetzigen Zustands noch so lange wie möglich mitnehmen, aber nichts mehr investieren? Keine Ahnung. Letztlich ist es auch irrelevant, was genau dahinter steckt. Entweder wir kommen ehrlich voran – oder nicht.


    Dass sie mit einem neuen Partner anders wäre, da bin ich mir absolut sicher. Schon allein, weil in einer neuen Beziehung noch nicht so viel an Kompromiss und Rückzug existiert. Das kommt aber, wenn es nicht so gut passt, über die Jahre wieder. Gleiches kann mir passieren, wenn ich wieder an eine ähnlich gestrickte Frau geraten würde. Zwar würde ich unter ganz anderen Voraussetzungen als vor 7 Jahren in eine neue Beziehung gehen, aber das heißt nicht dass es sich nicht ähnlich entwickeln könnte.

    Die Seherin

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    ich habe einfach das gefühl, dass ihr eher einen abschied auf raten erlebt!

    Diesen Abschied auf Raten gibt es schon. Begonnen hat er leicht, mit der Offenbarung, was mit ihrer Lust auf mich passiert ist. Ein weiteres Stück Abschied ist Dezember 2011 passiert, als wir (mit Kindern!) im Kaffeehaus saßen, und verschlüsselt besprochen haben, wie wir uns nun trennen wollen. Da waren wir sehr sehr knapp davor. Wir sind schon weit auseinander gerückt. Es gibt Tage, da hab ich das Gefühl dass die Ehe nur noch von der gemeinsamen Elternschaft zusammengehalten wird. Nicht weil wir keine Gefühle für einander hätten, sondern weil so viel zwischen uns steht, das wir nicht auszuräumen im Stande sind.


    Der Sex allein ist es bei weitem nicht. Der Sex wäre eine neue Initialzündung. Es sind die vielen kleinen Rücknahmen, gefühlten Verletzungen und ungewollten Kompromisse. Ich habe versucht diese Dinge in Gesprächen zu lösen, und wir hatten auch eine Paartherapie. Aber wir haben nichts erreicht. David Schnarch zeigt einen Weg, der bei einigen Paaren funktioniert hat. Aber nur wenn beide aktiv diesen Weg gehen wollen bestehen überhaupt Chancen. Wenn nicht, driften wir bis zum Ultimatum stückenweise weiter auseinander.


    Die Trennung selber wird wohl auch nicht mit Sack und Pack am 1.1.2014 stattfinden. Auch das wird auf Raten geschehen denke ich Aber ich will nicht jetzt schon im Detail darüber nachdenken...

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    Die Trennung selber wird wohl auch nicht mit Sack und Pack am 1.1.2014 stattfinden. Auch das wird auf Raten geschehen denke ich Aber ich will nicht jetzt schon im Detail darüber nachdenken...

    Das solltest Du aber schon. Deine Frau stockt jetzt ihr Arbeitspensum auf. Ich denke, Deine Frau hat einen B-Plan.

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    Wenn sie in dem Tempo weiter liest ist sie wohl erst im Februar durch mit dem Buch. Sie sagt, wenn sie mehr als 10 Seiten liest wird sie – egal bei welchem Buch – total müde. Ich glaub ihr das, aber woran kann das liegen? Vielleicht eine Art intellektuelle Trägheit? Sie hat kaum geistige Herausforderungen. Nur eine langweilige Arbeit in der wenig zu tun ist, die Kinder und abends die Glotze. Find ich auch ziemlich abturnend. :(v Sie singt seit 10 Jahren in diversen Bands und kann kaum einen Liedtext komplett auswendig. Natürlich ist es nicht nötig, man kann auch ablesen. Aber ich find's schwach. Ich krieg sie nicht mehr zum gemeinsamen Sport motiviert abends. Lesen tut sie kaum noch, auch Rätselhefte fasst sie keine mehr an. Früher war das anders. Manchmal spielen wir was zusammen, aber oft ist nur die Frage ob sie alleine vor der Glotze liegt oder ob ich mich dazu geselle.


    Auch beschwert sie sich, dass das Buch schwierig zu lesen sei, und dass sie Wörter nicht versteht. Natürlich könnte sie die Wörter nachlesen, so wie ich es getan hab. Aber dafür ist sie zu faul. "Ja ja, du mit deinem Smartphone hast es ja leicht. Aber ich müsste den PC anmachen..." Ausrede gefunden, Problem gelöst. Andererseits hat sie nen IQ von über 120 und hätte vielleicht auch den Mensa-Aufnahmetest vor einigen Jahren geschafft, wenn sie nicht so extrem nervös gewesen wäre. Die geistige, emotionale und auch körperliche Dauermüdigkeit der letzten Jahre (bedingt durch Überlastung mit den Kids?) führt jedenfalls dazu dass sie ihre Möglichkeiten bei weitem nicht ausnutzt

    Das liest sich wie die Beschreibung eines total langweiligen Menschen. Mit einem Mann, den ich als Mensch so langweilig fände wie du deine Frau, würde ich keinen Sex haben wollen. Der fehlende Sex wäre da das geringste Problem.

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    Ich denke, Deine Frau hat einen B-Plan.

    Das ist ein wichtiger Hinweis. Ein Freund von mir hat jahrzehntelang eine Frau ertragen, auf die deine Schilderung von soeben auch gut gepasst hätte. Er hat dafür auf alles Mögliche verzichtet. Dann hat sie eines Tages ohne Ankündigung einige Sachen aus der gemeinsamen Wohnung ausgeräumt und in die Mietwohnung geschafft, die sie ohne sein Wissen angemietet hatte, nachdem sie, ebenfalls heimlich, die gemeinsamen Konten abgeräumt hatte. Ihr Mann war natürlich wie vom Donner gerührt, das hätte er ihr nie zugetraut. Übrigens, das Ganze ist Jahre her, er hätte gern, dass sie wieder "zuhause" einzieht. Sie aber bleibt lieber wo sie ist und kassiert halt Unterhalt und sonstige Hilfeleistungen von ihm. Und so wie du zu ticken scheinst, wäre auch für dich die Sache dadurch, dass deine Frau einen solchen Plan B verwirklicht, noch nicht vorbei. Behaupte ich mal so, nachdem du Kommentare ja ausdrücklich zugelassen hast ;-)

    Mhh, was mir auffällt: Dein Leben plätschert ziemlich vor sich hin. Verlorende Lebenszeit?


    Und noch was: Streit sehe ich überhaupt nicht negativ. Nur wenn der Streit nur noch die Meinungen auseinanderdriften lässt, wenn kein Frieden einkehrt, wenn es keinen Gegensatz zum Streit gibt, dann wird es kritisch.


    Und der Gegensatz zum Streit fängt beim gegenseitigen deutlich machen, was ich am Partner gut, schön und liebenswert finde, wenn ich meiner Frau meine Achtung, meine Gier nach ihr, meine Freude zum Ausdruck bringe und das auch erwidert bekomme, wenn ich ihre positiven Seiten hervorhebe (was mir ein inneres Bedürfnis ist)- ich glaube, dass ist aufbauender und weniger destruktiv, es macht Streits weniger tragisch und weniger dramatisch und es wirkt unwahrscheinlich entspannend.

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    Sie sagt sie will mich auf keinen Fall verlieren, aber tut kaum etwas um darauf hinzuarbeiten.

    ich habe hier auch immer mal wieder mitgelesen. und zu dem satz oben fällt mir nur ein:


    ich glaube ihr, dass sie dich nicht verlieren will. sie will nicht den menschen verlieren, mit dem sie einen wichtigen teil ihre lebens, ihrer vergangenheit geteilt hat, den sie ganz bestimmt auch noch gern hat, mit dem sie sich verbunden fühlt. aber ich vermute mal einfach blind, dass sie weiß, dass sie mit dem menschen, mit dem sie eine vergangenheit hat, keine zukunft haben wird, weil die vergangenheit irgendwo auf strecke verloren gegangen ist. sie weiß innerlich, dass es so nicht mehr geht und dass sie die vergangenheit nicht mehr zurückholen kann. und deshalb macht sie auch nichts, deshalb gibt es keine ernsthaften bemühungen von ihrer seite. sie hat innerlich aufgegeben, weil sie genau weiß, was passieren wird. es ist einfach ein etwas festhalten, aber kein mehr drum kämpfen (und das ruhig im bildlichen sinne).

    Mit so vielen Mitlesern hab ich nicht gerechnet! Puh, dann mal ans Werk...


    Einen Plan-B gibt es – in groben Zügen. Wenn wir uns trennen – und sei's heute Abend – dann wird keiner von uns total überrascht bis panisch aus allen Wolken fallen. Mag sein dass meine Frau am perfekten Plan-B arbeitet, inklusive neuem Lover und Wohnungsumdekoration. Ich weiß es nicht, irgendwann werd ich's vielleicht erfahren. Ich sage nur, dass ich meinen Plan-B nicht bis ins Letzte ausfeilen will, und mit der fertig geplanten Trennung in der Tasche warte wie es weiter geht. Die grundsätzlichen Dinge stehen fest. Jeder hat sein eigenes Sparbuch, da kann nichts leer geräumt werden. Das gemeinsame Konto dient den alltäglichen Ausgaben. Meine Frau wird definitiv in der Wohnung bleiben, mit oder ohne neuen Macker. Sie mag die Wohnung sehr, betont sie immer wieder, und sie ist auch echt gemütlich. Und noch einen Umzug für die Kinder wollen wir auch nicht. Es sei denn sie hätte einen Neuen mit Haus. Aber wozu sinnlos spekulieren? Ich werde mir jedenfalls eine kleine Wohnung suchen, vermutlich weiterhin hier in der Stadt, um möglichst nahe an den Kids zu sein. Unterhalt werde ich zahlen wie gesetzlich vorgesehen, wie viel das ist hab ich schon ausgerechnet, und auch, wie viel Jedem nach einer Trennung bleiben würde. Einige andere Dinge sind auch geklärt. Keiner fällt aus allen Wolken, dabei will ich es von meiner Seite aus derzeit belassen.


    Ja, meinen Frau ist träge geworden. Nicht faul im Sinne dass sie gar nichts macht. Sie macht das was zu machen ist, aber auch keinen Strich mehr. Wenig für sich, kaum was für uns. Das ist nicht sonderlich attraktiv. Sie sagt die Kinder rauben ihr viel Kraft und das ist zumindest EIN Hauptgrund, glaube ich. Gerade die Kleine, die noch im Trotzalter ist. In einem Jahr wird es wieder lockerer, denke ich. Und natürlich macht sie auch unsere Krise lethargisch. Ist die Kleine älter und vor allem wenn wir theoretisch wieder ein einigermaßen sinnvolles Sexleben hätten, ich glaube dann würde viel an Energie bei ihr zurück kommen. Vermutlich werd ich's nicht herausfinden, aber jedenfalls denke ich so.


    Mag sein dass sie schon aufgegeben hat. Ich kann's einfach nicht einschätzen. Ich seh's aber trotzdem nicht als verlorene Lebenszeit. Denn immerhin bin ich jeden Tag bei den Kids. Trotzdem möchte ich nicht ewig so weiter machen, und lieber ein toller Wochenend-Papa sein als ein Jeden-Tag-Papa in einer frustrierenden Beziehung ohne Perspektive.

    Noch was: ich möchte nicht die Vergangenheit zurück holen. Das geht gar nicht, vergangen ist vergangen und wird nie wieder genau so werden. Ich würde gern Neues schaffen, weil ich das Potenzial dafür sehe (und das mag eben eine sehr einseitige Angelegenheit sein...).


    Es gibt hier im Forum einige Leute, die vertreten allen Ernstes die Theorie, dass es in einer Beziehung nie besser werden kann als am Anfang – gerade sexuell. Ich halte das – ohne jemals das Gegenteil erlebt zu haben – für totalen Quatsch. Einfach weil Menschen sich in einer Beziehung entwickeln können, und das kann dazu führen dass die Beziehung mit der Zeit an Qualität gewinnt, statt entweder nur zu stagnieren oder gar abzuflachen. Es geht nicht nur abwärts, es kann auch aufwärts gehen. Auch von einem niedrigen Niveau. Ich sage nicht dass es leicht geht oder dass es Viele schaffen. Ich will es lediglich versuchen, und mir ist bewusst dass die Chancen zu scheitern groß sind. Aber ich lasse mich nicht von Chancen oder dem Durchschnitt leiten. Ich mach das wovon ich überzeugt bin, nötigenfalls auch bei geringen Erfolgsaussichten. Dass ich scheitern kann ist mir bewusst.

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    Ja, meinen Frau ist träge geworden. Nicht faul im Sinne dass sie gar nichts macht. Sie macht das was zu machen ist, aber auch keinen Strich mehr. Wenig für sich, kaum was für uns. Das ist nicht sonderlich attraktiv. Sie sagt die Kinder rauben ihr viel Kraft und das ist zumindest EIN Hauptgrund, glaube ich. Gerade die Kleine, die noch im Trotzalter ist. In einem Jahr wird es wieder lockerer, denke ich.

    Das könnte sich aber gerade mit dem Ablauf deines Ultimatums überschneiden :-/


    Tschuldige ;-)

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    die vertreten allen Ernstes die Theorie, dass es in einer Beziehung nie besser werden kann als am Anfang – gerade sexuell. Ich halte das – ohne jemals das Gegenteil erlebt zu haben – für totalen Quatsch. Einfach weil Menschen sich in einer Beziehung entwickeln können, und das kann dazu führen dass die Beziehung mit der Zeit an Qualität gewinnt

    Ich kann das aus eigenem Erleben so bestätigen.

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    Ich könnte das Ultimatum auch auf das Datum legen, wenn die Kleine ihr Studium abgeschlossen hat, und meine Frau keinen Grund mehr hat von den Kindern müde zu sein. ;-D

    Das säh dir ähnlich ]:D

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    es kann auch aufwärts gehen.

    Ja, ich denke, da gibt es zwei Wege: entweder kontinuierlich oder auch sprunghaft durch gravierende Einschnitte im Leben- prägende Ereignisse, die starke Motivation für Veränderung auslösen.

    imho habt ihr die grenze schon uberschritten, in der noch alles zu reparieren moeglich waere. ich kenn das von mir selbst aus frueheren beziehungen. ich wusste eigentlich im grunde was ich machen muesste um wieder alles gut werden zu lassen, aber mein innerer schweinehund erlaubte es mir nicht... weil die hoffnung fehlte, dass das geschehene doch nicht so schwer wiegt und wir wieder von vorne anfangen koennen.


    es ist wie ein malbuch in kinderzeiten... 32 seiten mit vorgegebenen grenzen und man versucht so akkurat wie moeglich die flaechen auszufuellen, wenn man einmal ueber die linie rausmalt bleibt nur noch der radiergummi... aber in wahrheit war's immer so, dass wenn man einmal drueber rausmalte, man am liebsten umgeblaettert und wieder von vorne angefangen haette. ganz selten war mal ein bild dabei, wo ich auch ob des fehltrittes genau so akkurat weitergemalt habe...


    euer ultimatum hoert sich irgendwie nach "wann darf ich endlich umschlagen und von vorne anfangen" an... auf einem neuen, weissen blatt papier, wo keine furchen von radiergummi und nicht ganz ausgeloeschten uebertretungen ist? und wer weiss? vielleicht "passt" das bild einfach besser zu meinen zeichenfaehigkeiten!?


    Warum sie immer noch an dem alten bild festhaelt? um wieder bei den metaphern zu bleiben... wer weiss, ob da noch ein bild danach kommt, dass ich genau so gern ausmalen will!? eigentlich ist es nur angst davor nix mehr zum malen zu haben, also bleib ich mal bei dem bild, dass aber eh nicht mehr so wird wie ich's gern moechte...

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    Es gibt hier im Forum einige Leute, die vertreten allen Ernstes die Theorie, dass es in einer Beziehung nie besser werden kann als am Anfang – gerade sexuell. Ich halte das – ohne jemals das Gegenteil erlebt zu haben – für totalen Quatsch.

    ich halte das auch für quatsch! im grunde ist es – im idealfall – beim sex doch genau so, wie bei der emotionalen nähe, dem alltagsbewältigen, dem freundeskreis, den finanzen (und was sonst noch alles...)! man wächst zusammen, wird zum team, vertraut einander blind, gibt sich hin... und deswegen sollte es eigentlich immer schöner, offener, erfüllender werden (und eben nicht nur beim sex!)!