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    Was mit 25 gut und vollkommen ausreichend war, ist es jetzt, gut 10 Jahre spaeter, einfach nicht mehr.

    :)z und was mit dem einen partner toll war, kann sich mit einem anderen in ganz andere/neue spielarten entwickeln

    also doch höher, weiter, schneller?


    Komisch, kenne ich nicht, was für mich mit 25 ausreichend war, ist es jetzt auch noch.


    Wenn ich mit einem Partner guten Sex habe, dann ist das, was man miteinander tut ja nicht in Stein gemeißelt.


    Da ist doch eine Bewegung drin, kein Stillstand?


    Aber was rede ich, ich hatte nun auch keine zig sexuellen Beziehungen, ich kann nur aus meinem begrenzten Erfahrungsschatz schöpfen :)z


    Und da war es so, wenn es passte, dann von Anfang an und dann hat man auch gemeinsam weiter geschaut, die Grenzen gemeinsam weiter ausgedehnt.


    Und wenn nicht, dann war es von Anfang an schlecht.

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    also doch höher, weiter, schneller?

    nö... das meinte ich (für mich) gar nicht! eher, dass ich – je älter ich werde – verspielter und offener mit sexuellen ideen umgehe, der sex aber trotzdem mit meinem mann immer inniger und vertrauter wird. manchmal höher, weiter, schneller und manchmal niedriger, kürzer und langsamer ;-)

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    Da ist doch eine Bewegung drin, kein Stillstand?

    das ist der idealfall... blöd wird es halt, wenn einer sich bewegen will und der andere stillsteht!

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    also doch höher, weiter, schneller?

    nicht unbedingt, aber pikanter ;-)


    Das ist doch kein Wettbewerb, in dem man krasser drauf sein muss wie alles bisher gesehene... Aber sobald man sich seiner etwas sicherer wird, lotet man halt neue Grenzen aus und interessiert sich fuer unbekannte Dinge.

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    Da ist doch eine Bewegung drin, kein Stillstand?

    Aber du kannst doch nicht davon ausgehen, dass diese Bewegung linear fuer beide ablaeuft. Und ab und an verliert man sich dabei aus den Augen.

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    Und da war es so, wenn es passte, dann von Anfang an und dann hat man auch gemeinsam weiter geschaut, die Grenzen gemeinsam weiter ausgedehnt

    Ich weiss nicht ob ich jetzt ueberreagiere, aber das ist genau der Tenor, der mich irgendwie extrem stoert. Dieser WIR-Gedanke und sich nur noch als Haelfte der Beziehung, aber nicht mehr als eigenstaendige Entitaet definieren. Es gibt keine eigenen Vorstellungen mehr, sondern nur noch die Gemeinsamkeit... Banal den Faden weitergesponnen. Was mach ich jetzt, wenn mein Partner kein Rindercarpaccio mag, aber ich voll drauf stehe? Ess ich's dann nicht mehr, weil wir es nicht gemeinsam machen koennen? Verkneif ich's mir, um der Beziehung nicht die Definition des WIR zu zerstoeren? Oder steh ich dazu, auch wenn's der andere nicht mag?

    Interessant dass dich der Tenor stört.


    Ich bin ganz eigenständig und auch ohne den Partner jemand.


    Nicht nur ein Beziehungspart.


    Aber da für mich Sex exklusiv in eine Beziehung gehört, ist es völlig normal für mich, da von "wir" zu reden und mich da "ganz als Teil" zu sehen ;-)


    Und als Teil dieses Wir" habe ich eigene Vorstellungen und kann sie anbringen so wie ich seine annehmen kann.


    In den Beziehungen, in denen ich guten Sex hatte verlief der vielleicht nicht linear oder parallel, aber aus den Augen verloren hat man sich sicher auch nicht.

    Hallo, der Beitrag ist ja schon älter, aber ich hab ebenso eine Situation vor mir....


    Partner will nicht wirklich Sex, Kinder, Haus und all die üblichen Zwänge sind da. Paartherapie ist ebenfalls durch und hat nur kurz geholfen. Mit von beiden Seiten gewolltem Sex könnte ich sicher noch über einige so kleine Ecken und Kanten hinwegsehen, aber sofern man sich im Bett nur geduldet fühlt ....


    Ist noch Liebe da - ich weiß es nicht. Ausgesprochen wird das Problem auch nur von meiner Seite ....


    Es ist so schwierig.


    Gruß - Vertrauenistgut

    Hi Vertrauenistgut,


    eröffne doch einen eigenen Faden! @:) Nicht weil ich dich hier nicht haben möchte – im Gegenteil! Sondern weil du dort spezifische Tipps und Meinungen bekommst, und viel mehr Aufmerksamkeit. Eine Problemlösung wirst du vielleicht nicht bekommen, aber Hilfe um mit der Situation besser zurecht zu kommen.


    Zu "all den üblichen Zwängen" kann ich sagen, dass es meine Ehe sehr entlastet hat, dass wir unser selbst gebautes süßes Häuschen verkauft haben. Einerseits vermissen wir's, andererseits hat die Wohnung einige Vorteile (bessere Lage, weit günstiger, komfortablere Heizung etc.) und es ist ein Klotz am Bein weg. Und es springt wesentlich mehr raus als bei ner Zwangsversteigerung, wenn man sein Haus in Ruhe verkaufen kann.

    Na gut, dann reaktivier ich den guten alten Faden wegen zahlreicher Nachfragen mal wieder für ein paar Beiträge. ;-D


    Was hat sich seit Oktober getan? Nichts mehr Wesentliches glaube ich. Das Thema Paartherapie ist friedlich eingeschlafen. Nach einigen Sitzungen zu zweit wollten wir Einzeltermine machen. Daraufhin hatte ich zwei Einzeltermine und das war's. Ich glaub nicht dass meine Frau noch Interesse in diese Richtung hat, das Thema ist seit Monaten vom Tisch. Wenn mal etwas zur Sprache kommt, das irgendwie nach Beziehungs- oder Sexthematik klingt, unterbindet meine Frau das sofort mit einem "Nicht schon wieder". Sie ist es ganz eindeutig leid, Gespräche solcher Art zu führen. So wie es jetzt ist ist es gut genug für sie. Was das im Detail bedeutet kann ich selbst nicht einschätzen... Aber so wie's jetzt ist kann es wohl länger bleiben.


    Meine Seite des Ganzen sieht so aus, dass ich eingesehen habe, dass das Thema Sex in dieser Beziehung nicht annähernd die Rolle spielen kann die ich gerne hätte. Die Probleme haben wir ja hier schon gewälzt... über wenig sexuelle Anziehung zwischen uns, individuelle Probleme meiner Frau, das was ich mit meinem Fetisch angerichtet hab usw. Wie früher schon geschrieben ist die Sex-Alternative der offenen Ehe nicht machbar. Also blieb mir die Entscheidung: die Ehe mit minimal-Sexleben – oder Trennung. Ich hab wohl einen Sinneswandel durchgemacht, denn trotz der langfristig sexuell mauen Perspektive ;-D hab ich mich für diese Ehe entschieden. Den Sex mal ausgeklammert läuft es ja gut. Emotional sind wir wieder ein gutes Stück aufeinander zugegangen. x:)


    Was es aber braucht um trotz reger Triebe in einer solchen Situation zufrieden sein zu können ist eine gehörige Portion Entspanntheit. Das merk ich gerade jetzt wo es langsam frühlingshaft wird. ;-D Einerseits hab ich akzeptiert, dass ich einen Großteil meiner Sexualität ohnehin nicht mit meiner Frau leben könnte. Und ebenso, dass in dieser Beziehung Erotik praktisch nicht stattfindet. Es hat keinen Sinn Dinge an sie heranzutragen, die sie nicht (mit mir) mag. Andererseits konzentriere ich mich auf die guten, schönen, funktionierenden Dinge. Ich schade mir nur damit, die Aufmerksamkeit auf Probleme zu lenken, die nicht lösbar sind.


    Wie meine Frau mit ihren Trieben zurecht kommt, weiß ich nicht. Aber offenbar tut sie es. Lust generell ist denke ich wesentlich mehr da als die spärliche Lust auf mich. Persönlich nehm ich das aber nicht, ich weiß wir sind einfach sexuell nicht füreinander gemacht. Wie lange das so gut geht weiß ich natürlich nicht. Aber das wissen Ehen mit erfüllendem Sexleben schließlich auch nicht. Insofern seh ich die Zukunft gelassen. Viel geholfen bei dieser Gelassenheit haben mir die Paartherapie, Bücher, Robert Betz und Oldie49. *:)

    Bemerkenswert!


    Ich glaube, Deine Situation gibt es häufiger als man gemeinhin annimmt. Viele in dieser Lage "pflegen" ihren Frust, ändern aber nichts.


    Das hast Du mit Deiner neu gewonnenen Gelassenheit schon mal durchbrochen.


    Ob und ggf. wann sich auch faktisch etwas ändern kann (doch noch offene Ehe, ggf. irgendwann Trennung), ist somit völlig offen und keinem (Leidens-)Druck mehr unterworfen, hat also im Fall des Falles dann womöglich eine ganz andere Qualität...


    Seid Ihr Euch aktuell eigentlich explizit (d.h. ausgesprochen) darüber einig, dass Ihr einerseits wenig/keinen Sex miteinander habt, einander andererseits aber sexuell treu bleibt? Falls ja, was würdest Du (sowohl für Dich als auch Deine Frau) für einen Grund dafür benennen?

    Wenn du mit dieser Lösung im Moment gut zurecht kommst, ist das natürlich schön. Wie lange es gutgeht, wird sich dann ja zeigen.


    Aber wenn ihr zusammen minimalen Sex habt und da auch gar nicht so die gleichen Vorlieben habt und eine offene Beziehung auch nicht für euch infrage kommt, wie gehst du denn dann mit deiner Lust um? Immer nur SB? Oder heimliches Fremdgehen? Oder schaffst du es jetzt, deine Lust ganz zu unterdrücken?


    Ich kann mir das gar nicht so richtig vorstellen, dass man damit wirklich zufrieden sein kann, aber wie man an dir sieht, geht es wohl offenbar.

    ** Ella71

    Tiefergehende Gespräche über Sex wird es in absehbarer Zeit wohl nicht mehr geben. Meine Frau ist die Gespräche eben leid. Darum kann ich nicht mal genau sagen, wie es jetzt mit dem Thema Treue aussieht. Letzter Stand zu dem Thema (vielleicht vor nem halben Jahr?) ist, dass meine Frau unter bestimmten Umständen wenn ich darauf bestünde mit Sex außerhalb leben könnte. Einmalige Sachen, vielleicht noch Partnertausch oder so was. Wobei ich auf so was keine Lust hab. Und es wäre vermutlich eine ziemliche Belastung für die Beziehung. Insofern denk ich da nicht weiter drüber nach. Meine letzte Aussage damals war, sie kann mit Anderen schlafen, wenn sie sich an die damaligen Regeln (Verhütung und nicht zu Hause) hält. Ob sie's jemals gemacht hat, ob sie es anstrebt oder zumindest drüber nachdenkt? Ich weiß es nicht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie ein Angebot eines entsprechend attraktiven Mannes nicht ablehnen würde. Interessenten die sie (sexuell) nicht reizen gibt's jedenfalls.


    Mann könnte jetzt sagen es ist unfair dass sie mehr Freiheiten hat als ich. Man könnte aber auch sagen, dass jeder dem Anderen das zugesteht, was er guten Gewissens zugestehen kann. Und da lässt mein Gefühl einfach mehr zu als ihres. Insofern finde ich es ok so. Und ich glaub nicht dass es von meiner Erlaubnis abhängt, ob irgendwann vielleicht ein anderer attraktiver Mann dafür sorgt dass unsere Ehe auseinander geht...

    melliebellie

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    wie gehst du denn dann mit deiner Lust um? Immer nur SB? Oder heimliches Fremdgehen? Oder schaffst du es jetzt, deine Lust ganz zu unterdrücken?

    Ich hab mal letztes Jahr über ca. 1 1/2 Monate ein Experiment gemacht, hab ich das hier reingeschrieben? Ich wollte mal wissen, was Erotik und Pornos in meinem Leben bedeuten. Ich hab früher vielleicht jeden 2.-3. Tag Pornos am PC angeschaut. Dann noch diverse Tattoo-Models bei FB geliked, Models als Handy-Hintergrund, ein Fetisch-Model-Kalender im Büro usw. Ich wollte mal wissen, ob ich schlicht oversexed bin, und hab all das konsequent verbannt. Mit der Zeit hab ich gemerkt, dass meine teilweise "Dauergeilheit" (Lust, die ja nicht durch Sex mal befriedigt wurde und somit nicht wegging) verschwand. In der Zeit hab ich gemerkt, wie viel sexueller Reiz von außen kam. Jede Menge! Aber kein Wunder, Erotik war ja auch mein ständiger Begleiter. Bei jedem Griff zum Handy, bei jedem FB-Login sprangen mir irgendwelche sexy Models entgegen. ]:D


    Durch die Zeit hab ich gelernt, meine Lust differenziert wahrzunehmen – woher kommt sie, worauf bezieht sie sich. Und ich hab gemerkt, dass ich mir da zu viel des Guten an schönen Frauen vor die Nase geholt hab. ;-D Ich hab das Ganze deutlich reduziert, und laufe schon allein dadurch wesentlich entspannter rum. Mir ist jetzt bewusster, wie viel Lust von meiner Frau erzeugt wird. Und das ist nicht viel. Sie ist zwar sehr attraktiv und hat nen sexy Körper, aber nutzt das nicht für die Beziehung. Am ehesten brezelt sie sich auf wenn sie mit ner Freundin weggeht. Für mich macht sie sich auch schick, aber sieht keinen Grund mich irgendwie zu erobern oder zu verführen. Es knistert nix. Umgekehrt nimmt sie Verführungsversuche von mir auch nicht an. Und viel von der Lust auf meine Frau hat mit Dingen zu tun die wir nur zur Anfangszeit gemacht haben, also schon viele Jahre her. Wenn ich in mich reinhorche, wie viel Lust ich tatsächlich darauf habe, den Sex mit meiner Frau zu haben den ich jetzt haben kann, dann ist das eher wenig. Man könnte sagen dass das schade ist, aber da das bei uns beidseitig ist ist es wohl sogar am besten so.


    Wenn also mal ne ordentliche Portion Lust durch mein Blut wallt – Frühlingsgefühle z.B. – dann mach ich mir klar dass ich mit meiner Frau ohnehin kaum etwas von dieser Lust ausleben könnte. Reiner Triebabbau, also der übliche Quickie, würde daran auch nur kurzfristig was ändern. Mal abgesehen davon dass auch dieser Triebabbau nur selten möglich ist. All das lässt mich meine Lust entspannter sehen. Ich lade nicht meiner Frau meine ganze Lust auf und beschuldige sie dann, dass sie mir nicht beim Abbau hilft. Ich weiß dass die meiste Lust nicht von ihr ausgelöst ist, und ich mit ihr auch kaum was davon ausleben kann, was ich gerne würde. Man könnte sagen ich hab sie von der alleinigen Verantwortung für meine Lust freigesprochen. ;-D


    Klar gibt es Momente wo ich schon ganz konkret Lust auf SIE hab. Bei ner Ganzkörpermassage, bei heißen Küssen, oder auch manchmal wenn sie sich recht sexy anzieht. Aber ich hab akzeptiert dass Sex in unserer Ehe ein seltenes Gut ist und ich auch nur wenig von dem was ich möchte ausleben kann. Daher bin ich auch da recht locker. Manchmal lass ich das Kopfkino machen, und manchmal erinnere ich es daran, dass die Realität ganz anders aussieht...


    Fremdgehen kommt für mich nicht in Frage. Nicht dass ich ein Problem damit hätte, mit einer anderen Frau in die Kiste zu springen. ;-D Und das muss meine Frau auch nicht wissen. Aber das würd ich nur machen wenn es entweder abgesprochen wäre (offene Ehe) oder zumindest toleriert würde ("Tu was du willst solange ich nichts davon mitkriege...").

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    wer hier hat Erfahrung mit einem WG-artigen Eheleben? Also eine reine Zweckbeziehung, oder man könnte sagen eine platonische Ehe...

    Meine Schwiegereltern haben so angefangen in ihrer Studentenzeit (man bekam als Ehepaar leicher eine Wohnung). Das Resultat ist eine bis heute zerrüttete Ehe :( (muss aber betonen, dass das natürlich Typensache ist!)

    @ Milchmann

    Ich sage jetzt einfach mal, wie ich spontan beim Lesen Deines neuen Beitrags empfunden habe.


    Neben einer gewissen Gelassenheit und Abgeklärtheit ist mir vor allem ein recht sachlicher und nüchterner Ton, irgendwie auch eine Art Abgestumpftheit und Resignation aufgefallen.


    Es klingt alles sehr glatt und vernünftig, ohne Ecken und Kanten. Doch fühlt es sich wirklich nach Leben an?


    Ich würde Euch beiden zumindest eine offenere Kommunikation wünschen – selbst wenn nichts anderes dabei herauskommt als dass das aktuelle eher schräge Arrangement ;-D , nämlich kein/kaum Sex und trotzdem Treue, explizit ausgesprochen bzw. vereinbart wird (und vielleicht sich dabei jeder auch bewusst über die Gründe dafür äußert, warum man sich darauf einigt). Wenn das jeder aktiv so beibehalten will, wie es jetzt ist, gerät auch niemand so leicht in eine "schwache bzw. die schwächere Position".


    Was für mich persönlich etwas schwer nachzuvollziehen ist: offenbar hindert Dich ausschließlich das Veto Deiner Frau am Fremdgehen, obwohl Du grundsätzlich ja schon Lust darauf hättest. Was löst das denn für Gefühle in Dir aus, wenn Du einerseits ihr sexuell nicht nahe sein darfst, andererseits aber auch keusch leben sollst? Fühlt sich das nicht wie eine Zwangslage an?

    Du hast recht mit deinem Eindruck, da steckt viel Vernunft und Abgeklärtheit dahinter. Die Situation ist weit entfernt von einem lauten Yeah!, das ich mir für mein Sexleben wünsche. ;-D Aber viel mehr als nüchtern auf das was ist zu blicken scheint mir nicht zu bleiben, wenn ich mich für das Gesamtpaket entscheide. Im Gesamtpaket ist kein sexuelles Yeah! enthalten...


    Was nicht heißt dass die ganze Beziehung abgestumpft und nüchtern ist. ;-) Fühlt sich das nach einem SexLeben an? Nö. Fühlt sich das Leben insgesamt nach Leben an? Ja! Es ist eben eine Frage der Perspektive. Man kann Unzufriedenheit definieren indem man es als Differenz zwischen dem was man hat und dem was man anstrebt betrachtet. Strebe ich in dieser Beziehung nach DEM Hammer-Sexleben, dann mach ich mich damit unglücklich, die Beziehung, und alles was dran hängt. Also steck ich dieses Streben nüchtern zurück (natürlich war das ein längerer Prozess). Ganz leicht fällt mir das nicht, aber mit Blick auf all die guten Dinge fällt es auch nicht so schwer wie man vielleicht denken könnte.

    Mich wuerd am meisten bei der Sache kraenken, dass meine Frau mich nicht wahrnimmt und mich ignoriert... Quasi Ihr Recht ueber meins stellt und sich nichtmal im Ansatz mit mir beschaeftigen will. Und mit deinem Recht mein ich nicht das auf Sex mit ihr, sondern dass du ein Recht hast, einen gleichwertigen Stand in der Beziehung einzunehmen – als eigene Entitaet zu gelten, die es Wert ist, gehoert zu werden... Was sie die kategorisch und noch dazu genervt verweigert...


    Du bist quasi der kleine Fiffi, den sie an der kurzen Leine nach ihren Vorstellungen durch's Leben fuehrt. Du stellst keine eigenen Ansprueche, ausser deiner Frau nicht zu sehr auf die Pelle zu ruecken und ihr in ihren Vorstellungen gerecht zu werden.


    Ich koennte dieser Schmach keine Woche lang standhalten und schon lange nicht mehr in den Spiegel schauen.