Erfahrungen narzisstische Familie/ Kontakabbruch - langer Text..

    Hallo,


    ich brauche dringend Hilfe, Erfahrungen von anderen... Es tut mir leid um den langen Text aber ich habe lange überlegt ob ich hier überhaupt um Hilfe fragen soll und um es verstehen zu können musste ich es ausführlicher schreiben.


    Ich bin Mitte 30, habe seit längerem das Gefühl etwas stimmt in der Familie und Verwandtschaft nicht. Ich bin mir nun zu 90 % sicher, dass nicht ich die Schuldige und Verrückte bin.


    Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit, Zusammenhalt, Gerechtigkeit nicht existierte, zum Teil sogar mit Scham besetzt war. Ich kann mich an einiges erinnern, nicht mehr an alles.


    Zu meinen Erinnerungen zählen: Meine Mutter bevorzugte stets andere, stellte mich öffentlich bloß, man redete mir von seitens allen ein - ich wäre tollpatschig, naiv, dumm (habe zwei Ausbildungen absolviert), unsozial, aggressiv (was stimmt, durch ständige Grenzüberschreitungen), man ignorierte mich vollkommen, war manchmal nett um Dinge von mir zu erfahren (habe lange, eigentlich immernoch viel persönliches Preis gegeben um dazu zu gehören, um gemocht zu werden etc.), wenn ich in der Familienrunde etwas sagte wurde es nonverbal abgetan - nicht darauf eingegangen, so als ob ich völlig nutzlos - dumm wäre.


    Man schickte mich mit 16 nach England, um die Sprache zu lernen, dort wurde ich von drei verschiedenen Männern (zwei davon aus der Verwandtschaft) sexuell genötigt, wollten mich küssen (ein 70 Jähriger Mann), betatschten mich. Als ich meine Mutter anrief und ihr davon erzählte, sagte sie: "Hättest Du dich nicht so offenzügig angezogen, wäre das nicht passiert", ich musste weiterhin dort bleiben, in dem selben Haushalt wie dieser Mann. Jahre später als ich sie darauf ansprach sagte sie, daran könne sie sich nicht mehr erinnern.


    Oder wenn ich mich mit ihr unterhalte, nimmt sie ihr Handy und macht plötzlich irgendwas, wenn ich sauer werde tut sie so als ob ich übertreibe. Sie hat mich über Jahrzehnte lang wie eine geistig zurück gebliebene, wie eine 5 Jährige behandelt und alle haben mit gemacht.


    Als mein Bruder heiratete, ist er mit seiner Frau zu meinen Eltern gezogen, das Haus war zu klein, also verkauften sie es und kauften ein größeres in der Nähe von seiner Arbeit. Ich wurde nicht gefragt, verstehe ich auch irgendwie, da ich zu dem Zeitpunkt nicht arbeiten konnte - hatte zuvor eine "Beziehung" mit einem malignen Narzissten, tägliche schlimme Demütigungen, Beschimpfungen, Vergewal. - waren auf der Tagesordnung, finanziell hat er mich ausgenommen, meine "Freundschaften" kündigen lassen (hatte nie richtige Freunde - wurde von ihnen immer genauso behandelt wie von Familie, da ich oft devote bin und wenn merke dass ich verarscht werde dann werde ich halt aggressiv, weiß mir nicht anders zu helfen - mein ganzer Körper kocht dann). Von diesem Mann haben mich mein Vater und Bruder weggeholt, man hat es mir bei Familienbesuchen angemerkt und habe es erzählt. Also zog ich wieder ein... Ich habe deren Sicht von mir immer wieder bestätigt, wollte mit diesem Mann eigentlich zeigen, dass ich auch eine Beziehung haben kann, etwas kann, wertvoll bin... Wie dumm ich doch bin. Als wir in dem neuen Haus alle samt waren, ging es richtig los. Ich wurde nicht eingeladen wenn meine Cousins kamen, oder anderer Besuch, zum Frühstück luden sie meine Eltern ein, mich aber nicht. Als ich dann immer aggressiver wurde, weil niemand zu mir hielt, sie haben mich als Psychopathin hingestellt, haben sie auch noch den Kontakt zu meinen Nichten im selben Haus verboten. Sie haben mir das Rauchen verboten wegen den Kindern und ich bin älter als beide. Einmal ging ich hoch, meine Mutter und Schwägerin und die Kinder waren da. Meine Mutter fragte mich ob ich geraucht hätte, mein Herz schlug mir bis in die Kehle, meine Schwägerin meinte sie hätte auch was gerochen. Ich verneinte. Als ich meine Mutter darauf ansprach meinte sie, sie hätte es nicht so gemeint sondern es kam als plötzliche Reaktion.


    Die Verwandtschaft hat mich ausgegrenzt, ich spüre Hass, Kälte. Ich habe nie jemandem etwas getan, meine einzige Schuld ist, dass ich aggressiv werde und in dem Moment alles offen sage was man mit mir gemacht hat (natürlich verdrehen dann immer alle alles was ich sagte), eine große Konfrontationsangst habe ich (vergesse in dem Moment was ich sagen wollte oder weiß nicht was ich überhaupt sagen soll, verstehe die andere Seite und fühle mich schuldig). Ich kann sogar den Schmerz fremder spüren, wenn sie mir etwas trauriges erzählen, oft berührt es mich mehr als die Person selbst.


    Versteht ihr, es läuft alles auf subtile Art und Weise ab und da ich mit 20 schon aufgrund langjährigem Mobbing seitens meiner Cousine mit Drogenkonsum lange in einer psych. Klinik war, haben sie auch noch einen "Beweis", ich würde mir alles einbilden und mit meiner Wahrnehmung stimme eh etwas nicht.


    Ich habe vor etwa einem halben Jahr etwas über mütterlichen Narzissmus gelesen und habe zum ersten Mal die Luft die ich einatmete gespürt. Sie ist eindeutig von der verdeckten narzisstischen Sorte. Sie spielt die aufopfernde, besorgte Mutter und stellt mich als schlimme Tochter dar. Am 30.12.2017 habe ich es diesmal geschafft den Kontakt abzubrechen. Ich sagte ihr der einzige Weg wieder mit mir in Kontakt zu treten ist es die Wahrheit, was sie mit mir gemacht hat mir offen zu sagen. Die Last auf meiner Schulter war weg, als ob sie nie da war, ich konnte atmen, war voller Hoffnung. Dann übte sie wieder über meinen Vater Druck auf mich aus. Mein Vater schrieb mir: Er bete, dass sie bald stirbt, dann werden wir beide weiter sehen. Ich fragte ihn ob er mir droht, er meinte nur er würde beten. Das war das erste Mal, dass ich so eine Angst hatte vor ihm.


    Ich weiß nicht ob ich ganz wegziehen soll, anderes Bundesland. Ob ich meinen Namen ändern soll und weg.... Was ist wenn sich da alles wiederholt, muss ich mich hier dem erst stellen? Schaffe ich das komplett alleine? Habe kein Vertrauen zu Ärzten mehr, die meisten ticken selbst nicht richtig. Ich habe Angst vor Menschen. Ich verstehe Dinge nicht, logisches nicht. Vor allem wenn ich keine Freunde habe, dann liegt es ja wohl nur an mir. Andererseits wurde ich von zu vielen Menschen verkauft und verraten, verarscht. Eigentlich denke ich, ich habe eine realitätsnahere Sicht auf Menschen. Ich sehe oft Dinge die sich mit "gutem" widersprechen. Die meisten sind manipulativ. Ich habe das früher nie gesehen, sondern habe alles mitgemacht, konnte deren Absicht nicht erkennen. Ich lese oft Menschen Dinge von der Nase ab, intuitiv und tue diese, ohne um Hilfe gefragt zu werden (angelernt wohl aus Kindheit)...


    Kann mich irgendjemand verstehen? Hat jemand das Selbe durchgemacht? Wie seid ihr damit umgegangen?


    Ich hoffe auf Antworten und bedanke mich schon mal.


    Ciri

  • 40 Antworten

    Ich denke komplett wegziehen, neuem Leben aufbauen und psychologische Hilfe suchen.


    Erst danach eine Beziehung eingehen. Du musst erstmal mit dir selber finden und zur recht kommen und nicht in alte Mustern wieder abrutschen.


    Namen ändern muss du nicht. Sie werden ja nicht wissen, wer deine Freunde sind. Denke nicht, dass sie nach dir suchen. Handynummer haben sie ja (Ggf. einer zweiten zulegen, der nicht weitergegeben werden darf).

    Hallo Ciri,


    ich habe mich mit dem Thema Narzissmus und narzisstische Persönlichkeitsstörung sehr eingeben befasst.


    Wichtig ist, dass du dich informierst, damit die Angst und die Ohnmacht keine Handhabe mehr über dich hat.


    Ich kann dir gerne per PN einige Websites nennen, die dich unterstützen können.


    Das hinterlistige bei Narzissten. Sie werden und können sich nicht entschuldigen und Fehler ehrlich eingestehen.


    Weil sie sich schlicht und einfach im Recht sehen. Diese Leute sind nicht in der Lage (das hat nix mit wollen zu tun)


    einen Funken Verständnis für dich aufzubringen.

    Zitat

    Weil sie sich schlicht und einfach im Recht sehen. Diese Leute sind nicht in der Lage (das hat nix mit wollen zu tun)


    einen Funken Verständnis für dich aufzubringen.

    ja, die haben eine ganz andere sicht auf akruelle dinge und auf die vergangenheit und sie glauben sich das auch so. si sind wirklich überzeugt davon, daß sie recht haben. da musst du irgendwie lernen, damit umzuegehen, es als krankheit zu akzeptieren


    natürlich heißt das nicht, daß du es weiter mit dir machen lassen sollst. du darfst raus aus der spirale.


    aber du musst damit leben lernen, daß die entschuldigung, die dir genugtuung bringen soll, ausbleibt.

    Ich möchte ganz vorsichtig eine andere Sicht einbringen:


    Du schreibst öfters, dass Du Dich aggressiv verhältst.


    Dazu fällt mir auf, dass in Deinen Augen wirklich Jeder gegen Dich ist, ausnahmslos. Selbst Ärzte sind fast alle Stümper.


    Deine gesamte Familie ist an Narzissmus "erkrankt".


    Solche Aussagen machen mich immer stutzig.


    Es kommt mir so vor als hättest Du Dich so sehr in einer Opferrolle verbuddelt aus der Du nicht mehr rauskommst.

    Zitat

    Ich habe nie jemandem etwas getan, meine einzige Schuld ist, dass ich aggressiv werde

    Damit tust Du aber Jemandem etwas. :-/ Ich finde diesen Widerspruch innerhalb einer Aussage etwas seltsam.


    Ein Beispiel, welches ich zwar nicht so ganz verstehe aber trotzdem aufgreife:

    Zitat

    Sie haben mir das Rauchen verboten wegen den Kindern und ich bin älter als beide. Einmal ging ich hoch, meine Mutter und Schwägerin und die Kinder waren da. Meine Mutter fragte mich ob ich geraucht hätte, mein Herz schlug mir bis in die Kehle, meine Schwägerin meinte sie hätte auch was gerochen. Ich verneinte. Als ich meine Mutter darauf ansprach meinte sie, sie hätte es nicht so gemeint sondern es kam als plötzliche Reaktion.

    Wenn sie nicht wollen, dass in ihrem Haus oder ihren Wohnungen geraucht wird, dann ist das so. Egal wie alt man ist. Warum kannst Du das nicht akzeptieren sondern siehst es als persönlichen Angriff? Und warum lügst Du? Gegen das draußen Rauchen können sie natürlich nichts sagen. Aber so wie ich es verstehe hat sich Deine Mutter sogar noch fast entschuldigt weil sie Dich darauf ansprach?


    Ich will damit nicht sagen, dass Dir nicht wirklich auch schlimme Dinge widerfahren sind, Deine Mutter oder auch Andere keine Fehler gemacht hätten. Aber in diesem Ausmaß wie Du es beschreibst (Alle sind gegen mich) ist es doch sehr ungewöhnlich. Immerhin haben zum Beispiel Dein Vater und Dein Bruder Dich aus Deiner fatalen Beziehung gerettet, sie haben Dich wieder zu Hause aufgenommen und so wie ich es verstanden habe ohne spätere Vorwürfe? Und Du verhältst Dich trotzdem aggressiv weil Du Dich wegen Allem angegriffen fühlst? Selbst wenn Dich mal Jemand fragt ob Du geraucht hast? Was als normale Frage doch völlig legitim ist?

    @ Luci32

    Danke für Deine Antwort. Eine Beziehung werde ich wohl nicht mehr eingehen...

    @ MissMarie

    Danke... Wäre schön, wenn Du mir die Seiten als PN schickst, ein Paar kenne ich schon, vielleicht sind ja welche dabei die mir nicht bekannt sind.


    Ich denke es ist pure Absicht, ich dachte erst meine Mutter ist sich dessen nicht bewusst und ich dachte ich bin die Schuldige, ich bringe sie dazu... Sie wollte das alles...

    @ Birkenzweig

    Sie wird sich nicht entschuldigen, denn dann müsste sie zugeben was sie mit mir gemacht hat.

    @ ElGusto

    Leider kennst Du dich scheinbar mit dem Narzissmus nicht aus, es ist of so dass sich die Täter als Opfer darstellen und alle in ihrer Umgebung gegen das tatsächliche Opfer manipulieren.


    Ich spiele nicht das Opfer! Ja, ich werde aggressiv, oder temperamentvoll wenn ich zum Beispiel mit Menschen rede und man mich falsch verstehen will oder beurteilt und denkt sie könnten für dumm verkaufen. Ich habe eine naive Art, das heißt aber nicht, dass ich dumm bin. Wenn meine Grenzen überschritten werden und man denkt sich das raus nehmen zu können, dann man muss auch damit leben wenn ich direkt werde.


    Zu dem Rauchen, sie haben es mir vollkommen verboten!!!!!!!! Also ich sollte gar nicht mehr rauchen. Soviel Anstand und Verstand besitze ich, dass ich nicht im Haus wo meine kleinen Nichten leben, oder man nicht möchte das geraucht wird, ich nicht rauche!

    Zitat

    Leider kennst Du dich scheinbar mit dem Narzissmus nicht aus, es ist of so dass sich die Täter als Opfer darstellen und alle in ihrer Umgebung gegen das tatsächliche Opfer manipulieren.

    Das setzt voraus, dass sich auch alle Menschen im Umfeld gleichermaßen manipulieren lassen. Und ich muß mich nicht mit Narzissmus großartig auskennen um zu wissen, dass das keine ansteckende Krankheit ist die sämtliche Menschen im Umfeld zu nicht selbständig denkenden Menschen macht.

    Zitat

    Ich spiele nicht das Opfer!

    Habe ich auch nicht gesagt.

    Zitat

    Ja, ich werde aggressiv, oder temperamentvoll wenn ich zum Beispiel mit Menschen rede und man mich falsch verstehen will oder beurteilt und denkt sie könnten für dumm verkaufen.

    Und das tun allesamt in Deiner Familie und auch darüber hinaus?


    Kann es sein, dass du hier nicht wirklich differenzierst? Zu empfindlich bist? Aus sicher verständlichen Gründen, das bestreite ich gar nicht. Aber dass es sein kann, dass du durch deine Erfahrungen selbst zu schnell andere Menschen falsch verstehst, nicht genau hinhörst, bzw. falsch hinhörst?

    Zitat

    Ich habe eine naive Art, das heißt aber nicht, dass ich dumm bin. Wenn meine Grenzen überschritten werden und man denkt sich das raus nehmen zu können, dann man muss auch damit leben wenn ich direkt werde.

    Und kam Dir nie der Gedanke, dass du vielleicht zu Menschen direkt wurdest oder wirst, die du mißverstehst? Fragst du hier auch mal nach?

    Zitat

    Zu dem Rauchen, sie haben es mir vollkommen verboten!!!!!!!! Also ich sollte gar nicht mehr rauchen. Soviel Anstand und Verstand besitze ich, dass ich nicht im Haus wo meine kleinen Nichten leben, oder man nicht möchte das geraucht wird, ich nicht rauche!

    Wie muß man sich das vorstellen?


    "Sie" (wer genau?) sagen Dir, dass Du nicht mehr rauchen darfst. Mit welcher Begründung tun sie das? Ich habe es noch nie erlebt, dass Jemand einem erwachsenen Menschen konsequent das Rauchen an sich wirklich verboten hat.

    @ ElGusto

    Danke für's Antworten.


    Ich weiß gar nichts mehr, wirklich, ich weiß schon, dass es auch an mir liegt bzw. denke ich oft es liegt NUR an mir und ich denke, dass ich völligst anders bin als andere im schlimmsten Sinne (irgendwoher kommt ja diese unzerrrütelbare Überzeugung, meist ist es das nähere Umfeld welches einem das vermittelt).


    Ich weiß auch gar nicht mehr, ob ich das wirklich alles übertreibe oder ob ich mich nicht nur wieder beeinflussen lasse von meiner Familie, die behauptet sie hätten zwar kleine Erziehungsfehler gemacht aber sonst war alles ok (womit sie mir wieder klar machen wollen ich wäre die einzige Schuldige an meinem Zustand). Meiner Meinung nach waren es aber keine kleinen Sachen, wenn ich Dir das alles erzählen würde, würde man mir Recht geben. Das mit dem Rauchen: Mein Bruder hat es angesprochen, er und seine Frau haben es so hingestellt, dass wenn ich die Kinder liebe bzw. mir was an ihnen liegt würde ich auch aufhören zu rauchen wie sie beide auch, habe es auch fünf Monate geschafft aber dann ging es mir sehr schlecht und habe eben wieder eine geraucht, nur bei der einen blieb es nicht. Ich hatte Angst, Angst dass wenn es raus kommt sie wieder daraus einen Grund sich zusammen reimen um den Kontakt zu den Kindern zu verbieten. Ich interpretiere da nichts rein, es war die Hölle in dem Haus.


    In einem hast Du Recht, manchmal habe ich Vorurteile, merke das dann aber... Wenn ich nicht aufpasse, dann sehe ich alles rosa rot und wehre mich nicht, ich möchte nicht jedes Mal als Volldepp da stehen wenn man stichelt oder mich in eine Richtung lenken will die nicht zu meinem Vorteil ist. Ich weiß, dass hört sich alles sehr paranoid an, das Problem ist, ich registriere alles komplett alles an Menschen, kleine Regungen... Es ist so, wenn ich rede sage ich sehr oft unüberlegte Dinge (ich kann das vorher nicht sortieren, bzw. weiß nicht was ich wie sagen soll, damit ich das erreiche was ich eigentlich möchte, oft weiß ich gar nicht was ich überhaupt erreichen möchte im Gesagten) und wenn ich unüberlegt rede/ handle denkt mein Gegenüber oft ich bin naiv, dumm und versucht mich blöd darzustellen. ICH BILDE MIR DAS NICHT EIN! Ich bin zu oft auf Menschen reingefallen. Aber warum passiert mir das immer nur


    Kleines Beispiel: Ich habe vor etwa einem Jahr bei mir auf Arbeit angefangen. Nach einem dreiviertel Jahr habe ich erst gemerkt was da läuft. Kolleginnen die sogar "befreundet" sind, privat sich austauschen, sich gut verstehen - lästern neben mir jeweils über den anderen. Zwei sind zu Kunden und haben über mich schlecht gesprochen, was mir wiederum die Kunden erzählt haben im Detail, das hätten sie alles gar nicht wissen können. Die eine habe ich während der Teambesprechung angesprochen - wurde ganz klein, hat sich aber entschuldigt, nur ist sie am nächsten Tag wieder zur Kundin und hat sie zur Rede gestellt. Die andere habe ich in der WhatsApp Gruppe angesprochen, kam keine Entschuldigung ist aber super nett zu mir seitdem. Meine Worte können hart sein wenn es mir zu viel wird, aber wenn ich nichts sage geht es mir schrecklich. Jetzt reden alle vorsichtiger mit mir, ich möchte ja nicht dass man Angst vor mir hat, aber ich muss doch was sagen. Fühle mich unwohl, als ob ich wieder was falsches gemacht hätte. Die meisten Menschen sind neidisch und link, vor allem wenn sie denken Du bist ihnen unterlegen, probieren Sie es immer wieder.


    Keine Ahnung, egal was ich mache ich fühle mich danach unsicherer, beschuldige mich, nichts rein gar nichts mache ich richtig! Für mich nicht!


    Ja, ich bin überempfindlich, sehr sensibel und würde das gerne los werden, dann hätte ich auch kein Mitleid mehr mit Menschen, auch nicht mehr mit Menschen die mich schlecht behandelten.


    Mein Kopf, meine Gedanken sind wirr, wo muss ich anfangen um eine Struktur rein zu bringen. Kann ich überhaupt noch "normal" werden. Liegt es wirklich nur am Willen?

    Zitat

    Ich weiß nicht ob ich ganz wegziehen soll, anderes Bundesland. Ob ich meinen Namen ändern soll und weg....

    das würde ich dir raten. weg und vergessen und neues leben aufbauen.


    das, was du schreibst klingt doch einfach nach massivem konfliktpotenzial. mutter mit sohn und dessen familie in einem haus? und du dann auch noch irgendwie mit dabei? da muss es doch permanent streit geben.


    ansonsten könntest du mal überlegen, warum dich die ganze sache so bedrückt? ich meine, wenn ich es richtig verstanden habe, lebst du von deinen eltern getrennt, du hast einen job, du bist erwachsen und könntest theoretisch den ganzen tag damit verbringen gut gelaunt durch die gegend zu tanzen - stattdessen lässt du dich von der meinung einiger leute so runter ziehen?

    @ anfangmitfreude

    Hallo, danke für die Antwort.


    Was ist wenn sich wo anders alles wiederholt. Ich muss doch fähig sein mir hier etwas aufzubauen. Ich verstehe mich mit niemandem. Kann zwar auf Menschen zugehen, aber wenn ich mich mit Frauen unterhalte, kommen auf einmal Sticheleien und Wortspielchen auf. Dabei gebe ich mir echt Mühe nicht anzuecken. Wenn ich beim Gassi gehen anderen männlichen Hundehalter begegne und mich unterhalte, dabei Augenkontakt habe denken die ich flirte, meide ich Augenkontakt spüre ich das trotzdem. Projeziere ich????!!!! Werde noch verrückt.


    Wohne zwar alleine, aber meine Mutter meldet sich ständig, antworte ich nicht, versucht sie es über meinen Vater. Am 30. schaffte ich es den Kontakt abzubrechen, ich konnte plötzlich die Luft spüren die ich atmete, hatte zwar große Angst war aber zuversichtlich. Am 31. schrieb mir mein Vater, dass er zwar nicht an Gott glaube, er aber betete damit meine Mutter endlich sich und von den Schmerzen die ich ihr zufüge erlöst wird, dann würden wir beide weitersehen. Ich hatte das erste Mal so eine Angst vor ihm. Seitdem konnte ich noch nicht zu mir kommen und habe wieder Kontakt. Stellte mir vor wie sie die ganze Zeit weint und was ich ihr als Tochter antue und schrieb ihr. Empfinde aber nur noch Hass und Ekel. Das kann ich mir doch nicht alles einbilden????!!!! Habe Depressionen seitdem ich klein bin, also mit 5-6 fing es an mit den Suizidgedanken. Sie tun so als ob nichts schlimmes war...


    Naja, es tut mir leid, dass ich immer so aushole und mich überhaupt hierher gewandt habe, die Leute belästige. Ich muss aber eine Lösung finden, ich werde immer älter und mein Leben gleitet mir davon.

    Hallo,


    liebe Ciri, Deine Familie scheint eine besonders harte Nuss zu sein... :)_


    Kann nur meinen Senf mal dazugeben, wie's eben geht...

    @ ElGusto

    Zitat

    Das setzt voraus, dass sich auch alle Menschen im Umfeld gleichermaßen manipulieren lassen. Und ich muß mich nicht mit Narzissmus großartig auskennen um zu wissen, dass das keine ansteckende Krankheit ist die sämtliche Menschen im Umfeld zu nicht selbständig denkenden Menschen macht.

    Nichts für ungut, aber kann es sein, dass Du Dich mit Narzissmus wirklich nicht auskennst? - In narzisstischen Familienstrukturen entwickelt jeder seine eigene Strategie, um mit mit der/den Problemperson/en umzugehen.


    Nimm z.B. die Kinder: Die wachsen erstmal damit auf, dass die Bevormundung, die (aktive oder passive) Aggression und die Abwertung durch den Narzissten "normal" sind und werden zumindest versuchen, wenig Reibungsfläche zu bieten, schon allein deshalb, weil sie sonst nicht nur die Hölle auf Erden, sondern die Hölle auf Erden in bunt haben. Bleibst Du möglichst unsichtbar, hast Du noch eine gewisse Chance, die Hölle überschaubar zu halten, solange Du im Elternhaus sein musst. Im schlimmeren Fall glauben die Kinder, sie seien schuld am kranken Verhalten des N. und werden im schlimmsten Fall selber zu Narzissten.


    Vielleicht gehörst Du zu dem gesegneten Teil der Menschheit, der von dem Satz überzeugt ist, wenn man dies oder das gut kommuniziert (gewaltfrei, Ich-Botschaften etc. etc.), "dann muss er/sie das doch verstehen". Problem: Ein Narzisst tut das nicht. - Wenn ich es nicht erlebt hätte, würde ich es mir auch nicht glauben. Tatsache (leider!) ist aber: Wenn ein Mensch mit deutlich genug ausgeprägten narzisstischen Zügen die Wahl hat zwischen 1) einen Fehler zugeben und 2) seinen Kindern die eiskalte Schulter zeigen, wenn sie ihm sagen, dass sie sich in dieser oder jener Situation nunmal saubeschissen gefühlt haben, wie der N. sie behandelt hat - dann wird sich der N. immer für 2) entscheiden. Immer! Selbst wenn das Kind dann aus der Tür geht und nie wiederkommt.


    Für einen Narzissten steht das vermeintliche eigene Rechthaben IMMER ganz oben auf der Liste, und wenn die Welt um ihn/sie in Scherben fällt.


    Auch Partner von Narzissten arrangieren sich - jeglicher Widerstand, z.T. auch nur das Bestehen auf eigener Meinung oder sogar Geschmack kann extrem anstrengend werden. Man gewöhnt sich daran, bis man kaum noch weiß, wie das eigentlich geht, eigene Meinungsäußerung? Aktiv Position beziehen? Wie ging das nochmal?


    Frag mich nicht, warum sich jemand an sowas gewöhnen will - ich weiß nur, dass es passiert, ich habs gesehen. %:|

    Zitat

    Kann es sein, dass du hier nicht wirklich differenzierst? Zu empfindlich bist?

    Nichts für ungut, aber: Genau das sagen auch Narzissten gerne... sie sehen nur, dass der andere "empfindlich" reagiert, aber sie merken nicht, dass dessen Verhalten eine Reaktion auf ihre eigene Übergriffigkeit ist!

    Zitat

    "Sie" (wer genau?) sagen Dir, dass Du nicht mehr rauchen darfst. Mit welcher Begründung tun sie das?

    Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ein Narzisst eine Begründung für irgendetwas braucht... Er ist xy und hat recht und das ist einfach so und wie kann es irgendwem einfallen, das in Frage zu stellen!? - glaubt er. :=o

    @ Ciri

    Zitat

    bzw. denke ich oft es liegt NUR an mir und ich denke, dass ich völligst anders bin als andere im schlimmsten Sinne

    Nicht. Nicht glauben :)_


    Ich habe mich früher auch fremdartig gefühlt. Mich gefragt, ob ich so eine Art Aspergersyndrom oder sowas habe (totaler Quark in meinem Fall, aber man kann sich eben schlecht einordnen, wenn man jahrzehntelang nicht gefahrlos seine Gefühle hat äußern können). Man kann nichts für die Empathielosigkeit anderer. Man kann sich nur ernsthaft fragen: Habe ich was falsch gemacht? und versuchen, sich die Situation, das abgelaufene Geschehen aus Sicht des anderen vorzustellen. Wenn Du dann zu dem Ergebnis kommst, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht und Dir anschließend auf dem Buckel gebunden wurde, dann darfst Du das schon glauben. Du darfst Dir selbst glauben! Wenn Du ein guter Kerl bist, der sich was draus macht, wie es seinen Mitmenschen geht, dann wirst Du Dir die Frage, ob Du etwas falsch gemacht bzw. etwas gemacht hast, das im Grunde gemein war, sowieso ehrlich stellen und beantworten, und wenn die Antwort "Nein" lautet, dann glaub sie Dir!


    Ein Narzisst würde sich diese Frage im Übrigen wahrscheinlich - nein, ziemlich sicher - gar nicht stellen.

    Zitat

    Meine Worte können hart sein wenn es mir zu viel wird, aber wenn ich nichts sage geht es mir schrecklich.

    Solange man nicht beschuldigt und anklagt, sondern schlicht sagt, was war und wie man sich dabei gefühlt hat, was jemand gemacht hat, finde ich das völlig in Ordnung! Möglich, dass die Kolleginnen gar nicht gemerkt haben, wie verletzend ihre, ich vermute Lästergewohnheit, für Dich war. Dann haben sie es gemerkt. Gut so!


    Wenn man aus einem Haushalt kommt, wo jede noch so kleine Äußerung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse anecken kann, dann fühlt man sich wie auf einem Minenfeld, wenn diese dann einfach mal (im Grunde normal) vertritt. Ich kenne das gut... aber für die meisten Menschen ist das gar nicht so schlimm, wenn man ohne Anklage seine Bedürfnisse artikuliert. Das ist anders als bei N. :)*


    Ich finde, Du machst das schon sehr gut. - Mir persönlich hilft es, Menschen zu haben, die mir positives Feedback geben, etwa Freunde, wertschätzende Arbeitgeber u.a.

    Zitat

    Ich weiß, dass hört sich alles sehr paranoid an, das Problem ist, ich registriere alles komplett alles an Menschen, kleine Regungen...

    Das ist komplett normal in einem Elternhaus wie dem Deinen - man lernt zum Selbstschutz automatisch, die feinsten Anzeichen möglicherweise bedrohlichen Verhaltens zu lesen, um darauf reagieren bzw. sich unsichtbar machen zu können.

    Zitat

    Die meisten Menschen sind neidisch und link, vor allem wenn sie denken Du bist ihnen unterlegen, probieren Sie es immer wieder.

    Da hab ich mich jetzt gefragt, ob das (nur) eine Erfahrung ist oder (auch?) ein Glaubenssatz, weil Dein Elternhaus so ist/war? Wenn man sich schon als Kind nie auf die emotionale Unterstützung seiner engsten Bezugspersonen hat verlassen können, wie soll man da anderen Menschen etwas Besseres zutrauen?


    Ansonsten, Deppen gibt's leider immer wieder, wahrscheinlich kann man nicht mehr machen, als die Deppen bald links liegen zu lassen. Das ist ein Vorteil der Erfahrung: Man erkennt Deppen schneller als solche.


    Viele Grüße und :)*

    Ciri,


    ich lese Deinen letzten Beitrag gerade noch...

    Zitat

    Am 31. schrieb mir mein Vater, dass er zwar nicht an Gott glaube, er aber betete damit meine Mutter endlich sich und von den Schmerzen die ich ihr zufüge erlöst wird

    Wie unglaublich gemein Deine Eltern sind! Wie bodenlos gemein!!! >:( >:( >:( >:( >:( Alle beide! Sie führt das Theater auf und er bindet Dir die ganze Last auf den Buckel! Das ist ja zum K.... [passender Smiley fehlt]


    Diese beiden, ich weiß, sie sind Deine Eltern und sie haben Dich irgendwie großgezogen - aber diese beiden haben es nicht besser verdient, als dass Du wegläufst und nie wieder zurückkommst. Sie behandeln Dich wie den letzten Dreck, wie den letzten Fußabtreter und schätzen es nicht die Spur, dass Du überhaupt noch da bist!


    Das Problem ist, Du bist da völlig machtlos. Deine Mutter lädt Dir - mit kräftiger Hilfe Deines Vater - Probleme auf, die ihre eigenen sind! Das ist Bequemlichkeit und Dummheit Deiner Eltern!


    Was sie wohl machen würde, wenn sie keine Tochter hätten - sich einen Hund kaufen, den sie treten können?? Gott, bin ich wütend auf diesen Mann und diese Frau >:( >:( >:(


    Alles Gute Dir

    Meine Eltern sind auch von der Sorte, wobei meine Story bei weitem nicht so hart ist wie Deine. Das hat wohl auch mit dem Geschlecht zu tun - als männliches Wesen bleiben einem zumindest sexuelle und sonstig gewalttätige Übergriffe wohl eher erspart.


    Ich habe eine narzisstisch bis sadistisch angehauchte Mutter und einen Vater, den man als unterwürfiges, masochistisches Anhängsel beschreiben kann, der die Missetaten seiner Gattin ständig deckt und verdreht, so nach dem Motto, "ja ok, war nicht ganz ok was sie gemacht hat aber letztendlich bist DU schuld denn Du bist ja auch so ein schwieriges Kind".


    Die ganzen Verdrehungen sind vor allem perfide. Man wird seelisch ausgebeutet und dann ist man auch noch selber dran schuld. Letztlich ist es ein schlimmer psychologischer Missbrauch.


    Aber was soll man da raten. Ja, Kontaktabbruch, wegziehen, Therapie. Klar, keine Frage.

    und ja, ich muss Emotionale da auch nochmal recht geben und es unterstreichen. Derartige Äusserungen des Vaters sind komplett niederträchtig und verwerflich. Jemand, der sowas tut, hat jeglichen Respekt verspielt. Meine Mutter hat auch indirekt damit gedroht, meinen herzkranken Vater durch psychologischen Terror und Streß zu "ermorden" wenn ich nicht nach ihrer Pfeife tanze. Da ist der Ofen dann wirklich ein für alle mal aus.


    Das gemeine ist ja das immer noch vorhandene Mitgefühl mit den Eltern. Sie drehen es immer so hin dass man sich schuldig fühlt, und das ist das Problem. Das, was man DRINGEND braucht - Abgrenzung und Recht auf eigene Bedürfnisse - ist dann das Schwert, das man ihnen in die Brust rammt. Furchtbar.


    Ich hab auch einige Zeit gebraucht um die Perfidität dieses Systems zu erkennen.

    @ rr2017

    Zitat

    Das hat wohl auch mit dem Geschlecht zu tun - als männliches Wesen bleiben einem zumindest sexuelle und sonstig gewalttätige Übergriffe wohl eher erspart.

    Da hattest Du wohl einfach Glück, ein Selbstläufer ist das nicht, dass einem Jungen so etwas eher erspart bleibt.

    Ich habe bisher mitgelesen, habe aber ein Verständnisproblem. Vielleicht kannst du es mir nochmals erklären.

    Zitat

    Mein Vater schrieb mir: Er bete, dass sie bald stirbt, dann werden wir beide weiter sehen. Ich fragte ihn ob er mir droht, er meinte nur er würde beten. Das war das erste Mal, dass ich so eine Angst hatte vor ihm.

    Wer soll warum sterben?

    Das ist doch übelste Manipulation. Obwohl die Mutter die Täterin ist, ist die Botschaft vom Vater "Was Du Deiner Mutter antust ist so schlimm, dass sogar der Tod für sie das bessere Schicksal wäre".


    Und da der Vater wohl hier, wie auch bei mir, vermeintlich "halbwegs nett und normal" ist, ist einem gar nicht klar, dass er auf verkappte Art und Weise genauso narzisstisch und manipulativ ist und misst solchen Worten zumindest ein bisschen Wahrheit und Relevanz bei, und das Resultat zieht einen ganz schön runter.


    Ganz so hart wars bei mir nicht aber ich kenne sowas genauso auch.

    Ja, das ist übelste Manipulation. Mir wurde auch schon mal von jemandem angedroht, er würde sich aufhängen, wenn ich mich nicht so und so verhalte. Das Ganze hat mich so wütend gemacht, dass meine Antwort war (sinngemäß) "mach doch, aber sorg dafür dass nicht ich dich finden muss". Die Person lebt immer noch.