Es hat doch nie gepasst...oder?

    Hallo zusammen 😊


    Ich bräuchte mal neutrale Meinungen, damit mein Kopf endlich still wird.


    Sorry wird etwas länger und vielleicht auch etwas kuddelmuddel.


    Also mein ex hat sich vor 4 wochen nach knapp 2 jahren von mir getrennt und das 2 tage vor meinem Geburtstag. Es war ein ewiges auf und ab. Wir lernten uns kennen, als mein Vater sehr krank war und er starb als wir uns 2 monate kannten. Also war es schon ein schwerer Start für ihn, aber er war an meiner seite. Nach 4 Monaten ging es dann los, er war ständig über wochenenden weg zum surfen. Ich litt unter verlustangst durch vorige Beziehungen und Papas tod. Was sich natürlich schwer vertrug. Hatte oft das gefühl, das ihm paarzeit nicht so wichtig ist , wie mir und die selbstzweifel gingen los. Hatte oft angst, das er mir fremdgeht. Er forderte ständig komplettes vertrauen von mir. Wie sollte das gehen, wenn er schon am Anfang immer weg ist. Hab ihm im Grunde ja vertraut, habe immer nur von meinen Ängsten gesprochen. Er meinte, ich würde ihn als fremdgeher bezeichnen, habe ich aber nie. Hab ihm nur gesagt, das er zuviel weg ist (ab mai jedes 2. Wochenende) und das fundament zum Vertrauen dadurch gestört ist. So war er ja immer liebevoll, wenn er da war, aber auch sehr träge im allgemeinen. Dann wurde meine oma krank und wir mussten sie pflegen, war also wieder im Stress . Er verstand nie warum ich so traurig war. Für ihn war das leben doch schön, er ist durch und durch Optimist. Für mich bestand es aber gerade aus Verlust durch Krankheiten. Er gab mir immer das Gefühl, das ich übermässig Angst hatte und so ging ich zu Therapie. Die Krönung war, das er erzählte, er wolle mit nem bekannten und dessen on/off in den surfurlaub. Da aber der Bekannte aber nicht könne wegen neuem Job, solle er mit ihr in den urlaub und er habe da drüber nachgedacht, weil er es ja unbedingt lernen möchte mit sem surfen. Das war wie ein schlag in die fresse für jemanden, der vertrauensprobleme hat. Er sagte das, als wäre es selbstverständlich. Wohlgemerkt kannte ich die dame nicht. So wurde es immer schlimmer zwischen uns, weil keiner den anderen verstand. Im letzten dezember flog er dann einfach mit Freunden und der besagten Dame in den Urlaub. Er teilte mir dies 2 wochen vorher über whatsapp mit. Das war echt ein Vertrauensbruch auf diese Art. Von da an war ich nur noch verschlossen und die luft war dick. Er fragte mich oft, ob ich an trennung denke, ob ich ihn noch liebe usw


    Ich sagte ihm, das ich in letzter zeit öfter daran denke, aber es eigentlich retten möchte. Sylvester lies er mich leider sitzen, weil es ihm nicht gut ging. Es ging ihm seit wochen deutlich schlechter, nur müde usw. Am 3. Januar stritten wir leider wieder. Da sprang er auf und meinte, wir sollten doch an Trennung denken bzw uns Gedanken machen. Obwohl er ja angeblich keine Trennung wollte und mich wirklich sehr geliebt hat, war für alle deutlich spürbar. Dann fuhr er nach Hause. Kein Bild, kein Ton und beendete die Beziehung am 8. Januar mit komischen Begründungen. Sorry für den langen Text, aber es musste so raus....damit man grob einen Überblick bekommt.


    Irgendwie hat es nie wirklich gepasst...bitte wascht mir den Kopf, damit ich loslassen kann ":/

  • 55 Antworten

    Erst einmal könntest Du versuchen nicht in der Kategorie Schuld, alles falsch gelaufen oder das war nie etwas "echtes" zwischen uns zu werten.


    Du, bist ohne eigenes Zutun in diese wiederholt schwere Situation (Verlust, Pflege kranker Angehöriger, Erkrankung krebskranker Angehöriger) geraten, auf die uns das Leben psychisch und emotional nicht vorbereitet. Geliebte Menschen sterbenskrank zu erleben, die Angst vor dem Verlust aushalten zu lernen ist physische und psychische Höchstleistung, ebenso die Pflege schwer erkrankter Angehöriger. Allerdings ist Deine persönliche Bindung zu diesen Menschen eine völlig andere Ebene wie sie Dein Freund erlebt hat für sich.


    Möglich, dass er sich selbst davor schützen wollte, nicht zu sehr in Deinem Kummer involviert zu sein, indem er mit anderen Freunden losgezogen ist und seinem Hobby nachgegangen ist. Mit Verlust und Trauer gehen Menschen völlig anders um. Einige verdrängen es, lenken sich intensiv ab und vermeiden es allein zu sein.


    Andere Persönlichkeitstypen fallen in dieser Situation in ein Loch, sehen überall Verlust, entwickeln Ängste und wollen damit nicht allein gelassen werden. Benötigen häufigen Zuspruch, Trost und stabile emotionale Zuwendung.


    Für eine noch junge Liebe und Menschen, die gerade erst aus der Pubertät raus wachsen, kann dieses massive Trauergefühl schnell zur Dauerbelastung werden, vor allem dann, wenn die eigene Partnerin verständlicherweise verbal und gefühlsmäßig häufiger um dieses spezielle Thema kreist.


    Das wird vom Partner als negative Dynamik empfunden und verweigert sich dem aktiven Trauergefühl, dass er nicht so intensiv empfinden kann, wie Du es für Dich erlebst.


    Deshalb würde ich nicht sagen wollen, es hat nie zwischen euch gepasst. Sondern mehr in die Richtung zu empfinden, dass es der falsche Zeitpunkt in euer beider Leben war. Das habt ihr euch beide nicht ausgesucht, hier ist das Leben mehrfach passiert, ohne das ihr es als Situation abwenden konntet.


    Nicht jeder Partner ist dafür emotional vorbereitet und psychisch stabil genug, tiefe Trauer und Verlustangst auffangen zu können. Es gibt selbst Paare, die lange zusammen gelebt haben und durch den Verlust eines gemeinsamen Kindes an Grenzen stoßen und aus der sich daraus entwickelnden Krise nicht gestärkt hervorgehen.


    Ich würde versuchen mithilfe von außen zu holen, die mit dem Thema Trauerarbeit, Verlust und daraus entstehenden Ängsten genug Erfahrung haben und Dich begleiten können. Es besteht die Gefahr, wenn Du das unbewältigt und zu wenig verarbeitet in rum trägst, dass es eine spätere Beziehung belastet. Sich selbige Ängste breit machen und es in die negative Spirale von Eifersucht, Verlustangst und einengen des Partners äußert.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und emotionale Zuwendung, damit Du diesen erneuten Verlust in Deinem Leben besser überstehst.

    Ich danke dir für deine Antwort und es trifft es sehr vom Bauchgefühl. Er hat mich sehr geliebt und ich war von den Schicksalsschlägen sehr eingenommen. Dennoch hat er mir oft unbewusst weh getan und mir keine Sicherheit mit diesen Fluchttendenzen und Freiheitsgefühl gegeben. Ich wollte mich einfach sicher fühlen, wenn mein familiäres Umfeld so umsicher war durch die Krankheiten. Ich hatte oft das gefühl, das er mich als last sieht und nur Spaß im Leben wollte. Er hat nie verstanden, was dies mit mir gemacht hat. Er litt anders wie ich, er distanzierte sich oft mit kurztrips, lies sich gehen, schlief viel, hatte körperliche Symptome oder flüchtete. Dennoch suchte er immer wieder meine nähe mit Liebesbekundungen, küssen und berühren. Oft war ich aber schon so gehemmt umd konnte mich nicht mehr fallen lassen. Bis kurz vor seiner trennung sprach er von Liebe und das er sich nicht trennen möchte und dann doch. Warum tat er das dann? Er wollte mir zum schluss noch nicht mal mehr sagen, ob er mich noch liebt oder nicht. Richtig gemein..er stellte mich als mensch hin, der zu allen liebevoll ist, nur nicht zu ihm und er mir das alles nicht verzeihen kann. Ich konnte doch nichts für meine Situation und meine Trauer...ich fühle mich einfach nur verlassen, im stich gelassen. Habe alles trotz meiner Situation gegeben und er macht sich aus dem Staub. Er ist 41, aber irgendwie noch nicht erwachsen in seinem Verhalten und seiner Denkweise :-(

    Zitat

    Er hat mich sehr geliebt und ich war von den Schicksalsschlägen sehr eingenommen. Dennoch hat er mir oft unbewusst weh getan und mir keine Sicherheit mit diesen Fluchttendenzen und Freiheitsgefühl gegeben.

    Wie verliefen eure Treffen miteinander? Ich entnehme aus Deinen Zeilen, ihr habt nicht zusammen gewohnt, oder? Wie regelmäßig habt ihr euch getroffen?


    Jemand, der seinen eigenen Berufs- und Lebensalltag leben will, die Wochenenden zum Auftanken nutzen möchte, ist womöglich schwerer zu vermitteln, dass die Partnerin durch starke seelische Belastung nicht für fröhlichen Treffen und Sportveranstaltungen im Freundeskreis aufgelegt ist.


    Wie lange die eigene Trauerzeit andauert, zumal, wenn noch weitere enge Familienmitglieder währenddessen erkranken, kann niemand vorweg bestimmen. Dir fiel es offenbar schwer wieder den Weg in ein zugewandtes Miteinander zu finden.

    Zitat

    Ich wollte mich einfach sicher fühlen, wenn mein familiäres Umfeld so umsicher war durch die Krankheiten. Ich hatte oft das gefühl, das er mich als last sieht und nur Spaß im Leben wollte.

    Eine gewisse Last ist es auch, Trauer zu bewältigen. Das habe ich selbst einige Male im Leben so empfunden. Es gibt Menschen, die wollen dann sehr viel über ihre Gefühle und sie belastende Gedanken reden. Andere ziehen sich von selbst mehr zurück und tun sich schwerer zunehmend wieder ins Leben zurückzufinden. Da gibt es viel Vermissen, die gemeinsamen Lebenserinnerungen.


    Allerdings schafft es nicht jeder Partner über längere Zeiträume dies, als vordergründiges Thema an der Seite der Partnerin zusammen aufzuarbeiten. Deine eigenen Familienmitglieder waren selbst involviert und hatten in der Zeit mit sich selbst zu tun. Klar, dass sie Dir dann weniger eine Stütze sein konnten.

    Zitat

    Er hat nie verstanden, was dies mit mir gemacht hat. Er litt anders wie ich, er distanzierte sich oft mit kurztrips, lies sich gehen, schlief viel, hatte körperliche Symptome oder flüchtete.

    Es ist Menschen gemacht, dass unterschiedliche Persönlichkeitstypen mit solchen Lebensphasen individuell umgehen. Möglich, dass er nicht wusste, wie er Dir bei den Gefühlen um Verlust und Trauer eine Stütze sein konnte. Wie sahen eure Treffen aus, wenn ihr Zeit miteinander verbracht habt?


    Gab es noch weiterhin neutrale Themen, über die ihr reden konntet, Außenaktivitäten und empathische Gespräche miteinander?

    Zitat

    Dennoch suchte er immer wieder meine nähe mit Liebesbekundungen, küssen und berühren. Oft war ich aber schon so gehemmt umd konnte mich nicht mehr fallen lassen.

    Möglich, dass er es als Zurückweisung Deinerseits empfunden hat. Es scheint, ihr konntet euch beide nicht über Worte miteinander verständigen und jeder hat sich unverstanden vom Gegenüber zurückgezogen. Es ist nicht einfach in so einer komplexen Situation die richtigen Dinge zu sagen oder zu tun.


    Oft entscheidet die eigene Tagesform darüber, wie man aufeinander zugehen kann.


    Wenn dann Einzelsituationen als zu belastend empfunden wurden, war die Flucht in aktive Leben für Deinen Freund vielleicht die einzige Möglichkeit nicht neben Dir hilflos rum zu sitzen, ohne Dir das geben zu können was Du in den Momenten emotional gebraucht hast.

    Zitat

    Bis kurz vor seiner trennung sprach er von Liebe und das er sich nicht trennen möchte und dann doch. Warum tat er das dann?

    Möglich, dass er trotz der Gefühle für Dich mit der Gesamtsituation nicht mehr klar kam. Nicht wusste, was er noch seinerseits leisten kann, um Dir ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Wenn er es auf seine Weise versucht hat, konntest Du es Deinerseits nicht mehr zulassen, aus Angst in der nächsten Belastungssituation wieder allein zu bleiben.

    Zitat

    Er wollte mir zum schluss noch nicht mal mehr sagen, ob er mich noch liebt oder nicht. Richtig gemein..er stellte mich als mensch hin, der zu allen liebevoll ist, nur nicht zu ihm und er mir das alles nicht verzeihen kann.

    Möglich, dass er das in dieser speziellen Situation für sich so empfunden hat, wenn Du ihn oft zurückgewiesen hast, in Bezug auf Nähe und Zuwendung. Es war für euch beide keine leichte Lebensphase und in solchen machen Menschen auch beidseitig unbeabsichtigt Fehler. Das lässt sich selten rundum perfekt lösen.

    Zitat

    Ich konnte doch nichts für meine Situation und meine Trauer...ich fühle mich einfach nur verlassen, im stich gelassen.

    Er konnte für diese traurige Lebenssituation allerdings ebenso wenig wie Du. Auch er wird sich phasenweise allein gefühlt haben, wenn Du Dich zurückgezogen hast, aus emotionaler Verletzung entweder gar nicht geredet hast und wenn doch eher mit Vorwürfen, weil Du Dich unverstanden gefühlt hast.

    Zitat

    Habe alles trotz meiner Situation gegeben und er macht sich aus dem Staub. Er ist 41, aber irgendwie noch nicht erwachsen in seinem Verhalten und seiner Denkweise.

    Was konkret hast Du von ihm erwartet, was er als Partner an Deiner Seite leisten soll? Kannte er Deine Wünsche an ihn? Wie sah der Beziehungsalltag zwischen euch aus?


    Noch ist die Situation zu undifferenziert dargestellt, um Dir Hilfen an die Hand zu geben. In meinem ersten Beitrag ging ich allerdings davon aus, dass ihr beide weit jünger seid. Dafür ein Sorry.

    Zitat

    Wie verliefen eure Treffen miteinander? Ich entnehme aus Deinen Zeilen, ihr habt nicht zusammen gewohnt, oder? Wie regelmäßig habt ihr euch getroffen?

    Wir haben nicht zusammen gewohnt. Er war jeden Tag bei mir, wenn er nocht weggefahren ist. Am Anfang war alles noch harmonisch, guter sex und ab und an mal ws essen gefahren oder auch mal ein wellness-Wochenende. Aber irgendwann wurde er immer träger, jammeriger und sein abend bestand aus handy-oder tv gucken. Im Haushalt hat er selten geholfen umd sex gab es auch immer weniger. Gerade das war schlimm, weil er meinte, das er immer möchte am anfang. Hab mich dann natürlich nicht begehrt gefühlt. Wir haben oft aneinander vorbeigeredet. Er meinte oft, das er doch immer hier ist, ich aber hätte lieber Qualität anstatt quantität und mir klares darüber sprechen wichtig ist. Seine ständigen alleingänge ohne mich zu involvieren haben mich echt gestört. Gerade weil man am Wochenende gemeinsam was machen könnte, da im der woche wenig zeit war.

    Zitat

    Möglich, dass er es als Zurückweisung Deinerseits empfunden hat. Es scheint, ihr konntet euch beide nicht über Worte miteinander verständigen und jeder hat sich unverstanden vom Gegenüber zurückgezogen.

    So ungefähr hat er es auch oft gesagt, aber ich war immer ehrlich und habe ihm gesagt, was los ist und ihn nie im ungewissen gelassen. Er hat mir 3 gemeine dinge gesagt und sie unkorrigiert gelassen und mich sehr verletzt damit. Er hat es nie richtig gestellt, obwohl ich ihn freundlich und ruhig drum gebeten hab

    Zitat

    Was konkret hast Du von ihm erwartet, was er als Partner an Deiner Seite leisten soll? Kannte er Deine Wünsche an ihn?

    Er kannte meine Wünsche. Ich habe lediglich nur von ihm erwartet, das er meine Situation versteht und es nicht persönlich nimmt, wenn ich von meinen Ängsten und eventueller Eifersucht wegen der besagten Dame, die immer mit war, spreche. Ich habe mir eigentlich nur ein solides fumdament gewünscht, wo jeder auch er selbst bleiben darf und man in die gleiche richtung schaut. Er hat mir das nicht wirklich vermittelt. Eher das er Verantwortung scheut. Er will niemals bauen, da würde man sich ja versklaven. Heiraten ist nicht sein Lebensziel, aber Menschen entwickeln sich ja usw. Ich persönlich brauche auch Freiheit, meine freunde sehen und auch mal für mich was machen, aber sein drang danach war so groß und immer präsent. Er zog da keine klaren Grenzen einer Beziehung in meinen augen. Für mich ist das nicht selbstverständlich mit einer dem partner unbekannten person des gegengeschlechts allein in den urlaub zu fliegen bzw. Es als normal anzusehen oder mehrmals im jahr alleine mit Freunden und der besagten Dame. Er führt quasi ein Singleleben mit den Annehmlichkeiten einer Beziehung in meinen augen.

    Zitat

    Er forderte ständig komplettes vertrauen von mir. Wie sollte das gehen, wenn er schon am Anfang immer weg ist. Hab ihm im Grunde ja vertraut, habe immer nur von meinen Ängsten gesprochen. Er meinte, ich würde ihn als fremdgeher bezeichnen, habe ich aber nie.

    Zitat

    Hatte oft angst, das er mir fremdgeht

    Hier ist dein erster Denkfehler.


    Vertrauen, welches Beweise oder die ständige Anwesenheit des Partners braucht, ist kein Vertrauen.

    Zitat

    Ich litt unter verlustangst durch vorige Beziehungen und Papas tod. Was sich natürlich schwer vertrug. Hatte oft das gefühl, das ihm paarzeit nicht so wichtig ist , wie mir und die selbstzweifel gingen los. Hatte oft angst, das er mir fremdgeht.

    Der Tod des Vaters ist ein sehr einschneidendes Erlebnis. Das kann alle möglichen Gefühle auslösen..... aber eine Verlustangst beim erwachsenen Kind?


    Ich denke, die Verlustangst war schon vorher bei dir da. Du bestätigst das durch die Aussage "ich litt unter Verlustangst durch vorige Beziehungen".


    Ich bin auch schon hier und da von einem Mann verlassen worden. Das kann Traurigkeit, das Gefühl von Einsamkeit und alles mögliche auslösen - aber eine Verlustangst? Nein.


    Du schreibst im ersten zitierten Absatz "Wie soll Vertrauen möglich sein, wenn er schon am Anfang immer weg ist."


    Dann schreibst du, er war jeden Tag bei dir und hat jedes 2. Wochenende mit dir verbracht.


    Das empfindest du so, als wäre er ständig weg??


    Ab Mai war er jedes 2. Wochenende zum Surfen und hat damit "das Fundament zum Vertrauen zerstört"?


    Sei mal bitte gerecht. Es war NICHT sein Vater, der erkrankt ist. Er kannte deinen Vater auch vorher nicht, hatte darum auch keine Beziehung zu deinem Vater.


    Trotzdem hat er sich täglich bei dir aufgehalten, obwohl so eine Situation auch für Außenstehende sehr belastend ist, wenn man sie täglich miterlebt.


    Kannnichtmehr17 auf deine Eingangsfrage kann ich nur antworten:


    Sehr wahrscheinlich hatte eure Beziehung keine Chance, weil du erstmal lernen müsstest, zu dir selbst zu stehen. Du müsstest deine Verlustängste für dich selbst mal aufarbeiten und ein Vertrauen ins Leben gewinnen.


    Sonst geht jede Partnerschaft in die Brüche.

    Zitat

    Für mich ist das nicht selbstverständlich mit einer dem partner unbekannten person des gegengeschlechts allein in den urlaub zu fliegen bzw. Es als normal anzusehen oder mehrmals im jahr alleine mit Freunden und der besagten Dame.

    Zitat

    Ich persönlich brauche auch Freiheit, meine freunde sehen und auch mal für mich was machen,

    Das widerspricht sich total, oder?


    Wo genau hat er etwas anderes gemacht, als seine Freunde zu sehen und seinen Interessen nachzugehen?


    Dürfen nur Männer zu seinem Freundeskreis zählen?


    Der Mann hat dich in einer der schwierigsten Lebensphasen kennengelernt.


    Dass er sich jedes 2. Wochenende eine Auszeit genommen hat, finde ich mehr als legitim.


    Immerhin war er ansonsten täglich bei dir. Für eine noch neue Partnerschaft hat er sehr viel auf sich genommen.

    Zitat

    Vertrauen, welches Beweise oder die ständige Anwesenheit des Partners braucht, ist kein Vertrauen.

    Nicht ständige Anwesenheit ist es, sondern eine gewisse Stabilität im handeln baut bei mir vertrauen auf. Ich hatte ihm von anfang an gesagt, das komplettes vertrauen etwas dauert bei mir. Er war am Anfang sehr präsent und immer da und ich habe dieses ständige wegfahren seinerseits als abstand brauchen empfunden. Ich habe definitv Verständnis für gewissen Freiraum in einer Beziehung. Es ist immer nur eine Sache, wie man diesen verlangt bzw durchführt.

    Zitat

    Wo genau hat er etwas anderes gemacht, als seine Freunde zu sehen und seinen Interessen nachzugehen?


    Dürfen nur Männer zu seinem Freundeskreis zählen?

    Natürlich dürfen auch frauen zum freumdeskreis zählen. Mit seinen guten Freundinnen hatte ich auch kein Problem und habe die auch kennengelernt. Diese besagte Dame tauchte im 1/3 unserer Beziehung auf umd war bei den Vatertagstouren, feiertouren und surfwochenenden immer dabei, wo ich aber nocht involviert wurde. Er stellte sie mir noch nicht mal vor, um mir etwas die sorge zu nehmen. Als er nir dann sagte, er wolle bzw hat drüber nachgedacht mit ihr in den urlaub zu fliegen, war ich echt entsetzt. Das ist für mich ein nogo . Urlaub allein mit einer Frau ist das Privileg der Freundin. Gegen kumpel-urlaub habe ich prinzipiell nichts... da hat er sich in meinen augen zu lapidar verhalten. Ich mag da wohl konservativ sein, aber da hätte er eine persönliche Grenze überschritten , hätte er das gemacht.

    Zitat

    Immerhin war er ansonsten täglich bei dir. Für eine noch neue Partnerschaft hat er sehr viel auf sich genommen.

    Ja er war täglich da, aber nach den ersten Ausflügen war die Qualität nicht gut. Er war ständig kaputt, hat sich hinter seinem handy versteckt und nur gespielt oder gesammelt. Ausruhen und entspannen ist auf jeden fall wichtig und brauche ich auch, aber ich möchte auch gerne was gemeinsam unternehmen, dazu konnte ich ihn kaum animieren. Für seine Ausflüge hatte er immer Energie, aber im Alltag fehlte etwas qualitytime. Sicherlich hab ich einiges dazu beigetragen.

    Zitat

    Du müsstest deine Verlustängste für dich selbst mal aufarbeiten und ein Vertrauen ins Leben gewinnen.

    Ich bin mir meiner verlustangst durchaus bewusst und habe mich auch in Behandlung gegeben, aber ihm ging alles nicht schnell genug und er baute oft Druck auf, wenn ich ihm nicht schnell voll vertraue ist es aus. Ich habe ihm oft gesagt, das er mich damit unter Druck setzt und es leider etwas dauert, bis ich das mit einer Therapie erarbeiten kann. Das geht nicht von heut auf morgen. Auch wenn ich das gerne schnell geändert hätte. Er hat auch genau dieses wissen oft als waffe im Streit benutzt und war sehr beleidigend. Man kann nicht zum partner sagen, ich verstehe deine situation und gebe dir zeit es zu verändern, wir schaffen das und bin für dich da. Um dann im nächsten moment im streit mich als gestört zu betiteln, du hast verdient betrogen zu werden und ständig mit schluss machen zu drohen. Wo ist da eine gesunde Basis ihm zu vertrauen? Ich sehe meine fehler und arbeite dran, aber bin nicht alleine schuld am scheitern!

    Eine Partnerschaft ohne Vertrauen geht im Grunde nicht.


    Vertrauen ist das Fundament, auf dem eine Partnerschaft aufgebaut wird und wachsen kann.


    Dazu ist ein Vertrauensvorschuss notwendig.


    Wie schon gesagt, er muss dir nicht erst Beweise liefern, sondern du musst einen Vertrauensvorschuss liefern.


    Wenn du das nicht kannst, bist du nicht beziehungsfähig.


    Natürlich gibt es Partner, die sich des Vertrauens unwürdig erweisen. Dann wächst die Beziehung auch nicht weiter. Aber das war bei euch ja nicht der Fall.

    Zitat

    Er war am Anfang sehr präsent und immer da und ich habe dieses ständige wegfahren seinerseits als abstand brauchen empfunden.

    Welches ständige Wegfahren?? Das war doch nur jedes 2. Wochenende. Ansonsten war er immer bei dir.

    Zitat

    Urlaub allein mit einer Frau ist das Privileg der Freundin. Gegen kumpel-urlaub habe ich prinzipiell nichts... da hat er sich in meinen augen zu lapidar verhalten. Ich mag da wohl konservativ sein, aber da hätte er eine persönliche Grenze überschritten , hätte er das gemacht.

    Ob die Frau für ihn nur ein Kumpel war oder nicht, weißt du gar nicht.


    Du bist nicht konservativ, sondern dir fehlt das Vertrauen.

    Zitat

    Ja er war täglich da, aber nach den ersten Ausflügen war die Qualität nicht gut. Er war ständig kaputt, hat sich hinter seinem handy versteckt und nur gespielt oder gesammelt

    Vielleicht habt ihr nicht zueinander gepasst.


    Aber er hat dich auch in einer schweren Lebensphase kennengelernt und konnte damit vielleicht nicht umgehen. Das muss man erst lernen. Wenn man Krankheit und Trauer in seinem Umfeld vorher nicht kannte, ist das gar nicht so einfach.

    Zitat

    Ich bin mir meiner verlustangst durchaus bewusst und habe mich auch in Behandlung gegeben, aber ihm ging alles nicht schnell genug.....

    Zitat

    Wo ist da eine gesunde Basis ihm zu vertrauen?

    Die gesunde Basis einer Partnerschaft (das Vertrauen) war auf deiner Seite nicht vorhanden.


    Du hattest Angst, dass er fremdgeht obwohl es dafür keinen Grund gab.


    Ich will dir keine Schuld geben, darum geht es nicht.


    Ich kenne deinen Ex-Partner ja nicht.


    Aber die großen Probleme sehe ich auf deiner Seite. Mit diesen Problemen kann eine Partnerschaft nicht funktionieren.


    Deine Frage hier ist ja, ob es gepasst hat.


    Ich bin der Meinung, es wäre auf jeden Fall irgendwann zur Trennung gekommen.


    Nutze die Zeit des Alleinsein jetzt um an dir zu arbeiten und dich weiter zu entwickeln.


    Beim nächsten Mann stehst du dann auf sicheren Füßen.

    Nach Deinen neueren Ausführungen eurer Beziehungsthematik scheint der Wurm zwischen euch doch tiefer zu sitzen, als im ersten Moment von mir eingeschätzt wurde.


    Hättest Du Dir für Dich vorstellen können an den Wochenenden mit ihm zusammen wegzufahren und das Surfhobby zumindest von Deinem Interesse her mehr mit ihm zu teilen? Oder lag es nicht im Interesse Deines Ex-Freundes Dich bei den Touren im Freundeskreis oder mit dieser speziellen Frau, die Dir Bauchschmerzen machte, mit dabei zu haben?


    Irgendwie mag das noch nicht so ganz zum Gesamtbild passen, dass Dein Ex einerseits einen so dynamischen Wassersport wie das Surfen betrieben hat und andererseits in Deiner Umgebung ein müder Couchpotato wurde, der überwiegend mit Handy und TV beschäftigt am Abend war.


    Ebenso bei Deinen Ehe- und Bauplänen, die er keineswegs inhaltlich mit Dir geteilt hat.

    Zitat

    Er hat auch genau dieses wissen oft als waffe im Streit benutzt und war sehr beleidigend.

    Hier geht es nicht um fehlendes Vertrauen, sondern um mangelnden Respekt zwischen euch als Partnern. Das ist noch ein ganz anderes emotionales Kaliber als Deine von Dir beschriebenen Verlustängste.

    Zitat

    Um dann im nächsten moment im streit mich als gestört zu betiteln, du hast verdient betrogen zu werden und ständig mit schluss machen zu drohen.

    Das ist in meinem Empfinden keine gemeinsame Augenhöhe und sein Verhalten nicht zu tolerieren. Eure Beziehungsbasis hat, so wie Du es jetzt beschreibst zunehmend an Substanz verloren und sich gegen Dich als respektierte Partnerin gewandt.


    Wenn eine Beziehung scheitert, haben daran beide Partner ihren Anteil. Es sollte hier auch nicht um Schuld gehen, sondern eher darum, dass eure Bedürfnisse in den individuellen Bereichen zu unterschiedlich ausgeprägt waren. Leider stellt sich das meist erst mit zunehmender Beziehungslänge heraus, sodass irgendwann der Zenit u. U. erreicht ist mit dem beide noch über die hier gebotene Toleranz klar kommen würden.

    Zitat
    Zitat

    Um dann im nächsten moment im streit mich als gestört zu betiteln, du hast verdient betrogen zu werden und ständig mit schluss machen zu drohen.

    Das ist in meinem Empfinden keine gemeinsame Augenhöhe und sein Verhalten nicht zu tolerieren. Eure Beziehungsbasis hat, so wie Du es jetzt beschreibst zunehmend an Substanz verloren und sich gegen Dich als respektierte Partnerin gewandt.

    DieDosismachtdasGift


    Die Augenhöhe ist schon verloren gegangen, weil er ständig in den Verdacht des Fremdgehens gekommen ist.


    Bei diesem nachfolgenden Verhalten im Streit hat er sich dann auf die niedrige Augenhöhe der TS begeben.


    Ist zwar nicht schön, aber menschlich verständlich. Mich würde das unsäglich anstrengen, wenn ich in 2 Jahren Beziehung immer mit Misstrauen zu tun hätte.

    Zitat

    Ob die Frau für ihn nur ein Kumpel war oder nicht, weißt du gar nicht.


    Du bist nicht konservativ, sondern dir fehlt das Vertrauen.

    Sicherlich fehlt mir da auch vertrauen, aber dennoch gibt es für mich irgendwo Grenzen in einer Beziehung und eine gewisse Vorstellung, die auch ohne verlustangst da sind. Weggehen alleine mit seinen Freundinnen war für mich auch nicht so wild. Aber irgendwo gibt es Grenze in der Definition feste Beziehung. Und da gehört für mich ein Urlaub alleine mit einer mir fremden Frau nicht dazu. Das kann man als single machen. Ich würde nie auf die Idee kommen mit einem anderen mann alleine in den urlaub zu fahren. Mit meinen Mädels war ich ja auch alleine weg. Und er mit seinen kumpels auch. Das grosse Problem war eigentlich nur, das er viele dimge als selbstverständlich war und er es nicht für nötig hielt, mir diese dame mal vorzustellen oder mich einfach mal mitzunehmen, um mir zu zeigen, das sie nur eine Bekannte ist. Sie durfte viel mit ihm teilen, wo ich kein Zugang bekommem hab. Da entsteht leider ein mulmiges gefühl.

    Zitat

    Für mich gibt es auch ein wir- als paar und dennoch ein ich und du. Wenn ich eingeladen war, sagte ich wir sind eingeladen, da der Partner automatisch mit eingeladen war. Er sprach nur von ich bin eingeladen oder ich will oder oder oder, ich wurde wenig involviert...klaro, jeder hat auch sein eigenes Leben oder eigene Bedürfnisse, aber ich möchte ein zusammengehören bzw. Es so empfinden und nicht nur wenn ich so funktioniere, wie er es gerne hätte. Er hat sogar Sexualität als druckmittel benutzt. Wenn ich so oder so funktioniere, dann gibt es wieder welchen. Das geht so nicht.

    Zitat

    Wie schon gesagt, er muss dir nicht erst Beweise liefern, sondern du musst einen Vertrauensvorschuss liefern.

    Ja das weiß ich das ich es muss und hab es auch am anfang getan irgendwie, zumindest so gut ich konnte, auch wenn ich nicht genau wusste, wie er ist. Ich dachte zumindest, das er mir wohlgesonnen ist und er es mit seinen Gefühlen ernst meint. Habe ihm lediglich gesagt, das ich viele schlechte Erfahrungen gemacht habe und etwas zeit brauche, um mich komplett auf das tiefe vertrauen einzulassen. richtig los ging es ja erst mit meiner verlustangst als die besagte dame auftauchte und er meine sichtweise komplett ignoriert bzw abgetan hat. Und ich habe ihm dies ruhig erklärt und nicht vorwurfsvoll.


    Und zu seinen Ausflügen zurück. Ich habe ihn immer fahren lassen. Er war im ersten beziehungsjahr alle 2 wochenenden(auch mal 4 tage mehrmals ) weg, plus zwischendurch mal feiern gehen und von der arbeit oft 3 tage die woche weg auf lehrgängen. Alleine Weggehen finde ich auch sehr wichtig, aber die paarzeit dazwischen sollte definitiv auch gewisse Qualität haben und die hat definitv gelitten, da nützt keine quantität was..ich möchte ja auch was mit meinem partner erleben und ihm nicht nur beim surfen, essen oder fernseh gucken zuschauen. Dann vielleicht mal kuscheln, wo er schnell einschläft. Verstehst du, was ich meine? Ich denke, das die Partnerin auch recht auf schöne gemeinsame zeit hat und nicht nur zum ausruhen und kräfte sammeln für den nächsten Ausflug. So habe ich es oft empfunden. Zu feiern oder ähnlichem kam er auch nicht oft mit nach dem 1/3...davor ging es einigermaßen... wahrscheinlich haben wir einfach verschiedene Sichtweisen von Beziehungen oder was weiß ich. Mein eigenes Problem bearbeite ich definitv weiter und stärke mein selbstwert weiter, aber dennoch bin ich sehr traurig, das es gescheitert ist, denn es gab auch sehr schöne Seiten

    Zitat

    Ist zwar nicht schön, aber menschlich verständlich. Mich würde das unsäglich anstrengen, wenn ich in 2 Jahren Beziehung immer mit Misstrauen zu tun hätte.

    Die Anfänge waren offenbar noch ganz anders in der Dynamik und mit dem Beginn der Therapie hat die TE ja gezeigt, dass sie bereit ist an ihren Themen zu arbeiten. Das Erfolge sich nicht über Nacht einstellen hätte dem Partner klar sein müssen.


    Außenstehend ist es allerdings schwieriger die gemeinsame Streitdynamik einzuschätzen, weil sie hier meist nur aus einer Perspektive sehend und empfunden geschildert wird.

    Hanka

    Zitat

    Die Augenhöhe ist schon verloren gegangen, weil er ständig in den Verdacht des Fremdgehens gekommen ist.


    Bei diesem nachfolgenden Verhalten im Streit hat er sich dann auf die niedrige Augenhöhe der TS begeben

    Ich habe ihn nie des fremdgehen beschuldigt, sondern ihm meine ängste mitgeteilt. Er hat es immer als vorwurf gewertet und mir damit niedrige Augenhöhe zu unterstellen, finde ich nicht gerade freundlich, auch wenn du es sachlich meinst oder ich vielleich gerade auch etwas überempfindlich bin . Ich arbeite an meiner verlustangst und wäre auch lieber sehr stabil in meinem vertrauen, wie du es vielleicht bist. Ich wollte ihm damit ja nicht weh tun oder ihn absichtlich verletzen.

    @ dieDosismachtgift

    Du hast vollkommen recht, ihr hört ja auch nur meine Seite . Aus ihm würde man als aussenstehender auch nichts rausbekommen, da er sich niemanden wirklich anvertraut oder über unsere Probleme gesprochen hat. Zumimdest war das seine Aussage, das er dinge mit sich selber ausmacht und ungern den rat von anderen holt.ich weiß, ich hab viel falsch gemacht und auch mir alles eimgestanden, aber wollte seine anteile nie sehen oder benennen. Er sagt, er hat alles richtig gemacht in unserer Zeit.