@ diedosismachtdasgift

    Zitat

    Ohne Verlustangst, Zweifel, wegen der fehlenden Nähe und die empfundene Zurückweisung seinerseits, wäre euch Beziehung nicht gescheitert. Es schadet nicht, sich das ehrlich eingestehen zu können, ohne sich damit selbst zu geißeln.

    Das wäre sie vielleicht auch nicht oder wir wären an unserer Verschiedenheit gescheitert. Das weiß keiner...

    Zitat

    Die absolute Sicherheit gibt es in keiner Beziehung. Es kann in jeder Lebensphase jemand in das eigene Leben treten, der alles über den Haufen wirft. Daran ändern auch Hochzeit und gemeinsamer Hausbau nichts.

    Die Tatsache ist mir durchaus bewusst und eine Wahrscheinlichkeit gibt es immer. Nur der werte Herr hat die für sich immer ausgeschlossen. Niemand kann Gefühle steuern und geschützt ist auch niemand davor. Ich kann da auch keine 100%ige Sicherheit geben, nur das ich gewillt bin, es niemals bewusst dazu kommen zu lassen und es in Erwägung ziehe, wenn ich in eine Beziehung gehe. Treue ist für mich Voraussetzung. Die Aussage von ihm war niedlich und naiv zugleich mit dem , das ihm fremdverlieben nie passieren würde :-)

    Zitat

    Die Aussage von ihm war niedlich und naiv zugleich mit dem , das ihm fremdverlieben nie passieren würde

    Wer sich selbst mehr liebt als andere, dem passiert das mit Fremdverlieben eher schwer.

    Ach menno...


    Heute fehlt er mir wieder sehr. Es sind noch so viele offene Fragen da, weil das Trennungsgespräch einiges unklar gelassen hat. Ich hadere doll mit der entgültigen Trennung und habe erkannt, das wir es hätten anders machen können. Die Erkenntnis kommt leider zu spät und ein Comeback wird es von seiner Seite nicht mehr geben :�(

    Vielleicht hilft es Dir, alle Deine hier im Forum geschriebenen Beiträge noch einmal in Ruhe zu reflektieren. Dass es nie zwischen euch gepasst hat, war sicher nicht so. Denn die Anfänge zwischen euch hast Du als harmonisch und für Dich schön empfunden beschrieben.


    Allerdings hat sich im Fortgang eurer Beziehung mit weniger rosa-roter Brille gezeigt, dass die gemeinsamen Bedürfnisse offenbar doch weiter auseinander liegen als sich das in den Anfängen abgezeichnet hat. In Deinen Beiträgen zeigt sich sehr deutliche Kritik, die weit über dem Inhalt liegt, was Deine Verlustangst und Eifersucht auf die spezielle Frau in der Surfergruppe betrifft.


    Es mag sein, dass Du im Moment gerade das Gefühl des Alleinseins sehr stark empfindest und Dir deshalb, wenigstens seine Präsenz bei Dir zurückwünschst. Dennoch würde sich nichts schlagartig zwischen euch verändern und das bezieht sich auf mehr als die reinen Emotionen. Wenn die Lebensvorstellungen Stück für Stück weiter auseinander rücken, dann bleibt irgendwann nur ein Zipfel von Minimalismus zurück.


    Ob sich darauf eine Beziehung auf respektvoller Augenhöhe leben lässt, scheint nach dem, was Du in Deinen Beiträgen geschildert hast, eher fraglich.

    Er hatte auch viele tolle Seiten. Ich habe definitv keinen Probleme mit dem Alleinsein, die hatte ich komischerweise nie wirklich. War auch vor ihm lange Single, obwohl es nicht an Möglichkeiten gemangelt hat. Ich habe wirklich auch viel verbockt mit meiner Unsicherheit und meinem Misstrauen . Hab ihm oft weh getan mit diesen Dingen. Wir hatten zum schluss nur noch Machtkämpfe und haben mit dem Finger auf den anderen gezeigt. Unsere Kommunikation war wirklich schlecht und dennoch frage ich mich , ob wir es nicht hätten anders machen können und es retten können. Er hat lange an uns geglaubt und viel Hoffnung gehabt. Habe ihm wegen seines letzten Urlaubs oft das gefühl gegeben, das mir das schwerfiel ihm diese Aktion zu verzeihen. Er hat mich bis kurz vor der Trennung immer wieder gefragt, ob ich ihn überhaupt noch liebe oder ihm wohlgesonnen bin und das er mich liebt und keine Trennung will und dann plötzlich macht er schluss. Das will einfach nicht in meinem kopf. Vielleicht habe ich mit meiner verlustangst alles zerstört und viel falsch interpretiert. Es waren viele unglückliche Zufälle, die aufeinander trafen. Meine Verluste und Trauer und er entdeckte kurz vor Beginn dieses leidenschaftliche hobby für sich. Es war schwierig da alles in Waage zu bekommen. Ach, alles Mist....er war der 1. Mann, den ich seit langem wieder geliebt habe.

    Auch wenn ich ihn gerne zurück haben wollen würde, wird es kein comeback mehr geben. Er hat mir deutlich gesagt, das er mir dieses misstrauen und meine verbalen Angriffe (keine schimpfwörter) nicht mehr verzeihen WILL. Er mir nicht mehr glauben kann, das ich das in den Griff kriege und wir zu respektlos miteinander umgegangen sind zum schluss. Ich würde ihn gar nicht wirklich wollen und er würde sich schämen, das er sich das so lange gefallen lässt (mein misstrauen). Er will nichts mehr fühlen, er will nicht mehr diskutieren oder darüber nachdenken. Er will nicht in meinen Strudel gerissen werden, es gibt keine Chance oder ein zurück usw. Er war ausser sich...aber als ich ihm gesagt habe, das ich mich aber aus seinen positiven Gründen in ihn verliebt habe und er mich oben gehalten hat, wurde er traurig und wollte mich plötzlich küssen ...dann rannte er raus. Nachdem er seine sachen geholt hatte, verweigerte er jeden Kontakt . Das ist nunmal mehr als deutlich, das er es mehr als abgeschlossen hat

    Ich kann das verstehen. Irgendwann glaubt man nicht mehr daran, dass sich etwas ändert.


    Du hast seit Oktober 2016 Therapie gemacht. Hast du denn selbst einen Eindruck, ob sich deine Ängste verringert haben?

    @ hanca

    Ich kann das auch verstehen.


    Definitiv hat sich was verbessert, ich konnte deutlicher erkennen und unterscheiden, was nur meine Gedanken waren und was Realität und bin nicht mejr auf jeden Gedanken angesprungen, ich bin mir selbst wieder näher gekommen. Insgesamt war ich nicht mehr so angespannt. Leider hatte er allgemein nicht mehr so die emotionale Stärke ab der Mitte, wie er selbst von sich behauptete. Er gab mir durch aussagen immer wieder zu verstehen, das ich mir keine Fehler mehr leisten durfte. Er hätte genug getan und nun bin ich dran. Er müsse nix mehr tun, blieb statisch in seinem Verhalten. Er hat damit ungewollt enormen Druck ausgeübt und es quasi mir alleine überlassen, um uns zu kämpfen und das nicht nur gefühlt. Auch wenn er immer sehr rigoros war in seinen Durchführungen, war er dennoch ein Sensibelchen emotional. Er war immer sehr empfindlich und leidend, wenn was nicht lief, wie er sich das vorstellte. Nicht nur in unserem Bereich. War er krank,hat er sich zum sterben hingelegt. Konstruktive Gespräche waren selten, hatte er was zu sagen, glich es eher einer to do-liste, anstatt einem emotionalen und verbessernden Gespräch. Bat ich höflich, ruhig, ohne kritik und in Ich-form, das er mich ein wenig zu hause unterstützt, verstand er es als Angriff, das er faul wäre. Hab ich mir nähe gewünscht, verstand er, er wäre ein Schlappschwanz. Aber niemals hab ich das so formuliert. Hab mich immer wieder überprüft dahingehend mit der Therapie zusammen. Quasi hab ich tatsächlich alleine gekämpft nach dem ersten Jahr. Es ist zu schwer es verständlich zu erklären, das man es nachvollziehen kann. Ich denke, er hatte genauso ein schlechtes Selbstwertgefühl wie ich, hat es nur besser verpackt. Er ist aich der Typ gewesen, der sich selbst nicht gut behandelt hat in vielen Formen.

    So eine Beziehung kann nicht funktionieren. Wenn einer der Partner sich ausklinkt, meint, nur die Partnerin hätte Beziehungsarbeit zu leisten und sich entsprechend seinen Vorstellungen anzupassen, ist die angestrebte Partnerschaft zum einseitigen Hamsterrad geworden.


    Ich würde ihn auch eher nicht sensibel nennen. Nach Deinen Beschreibungen hat er lediglich versucht seine Vorstellungen an die Frau zu bringen. Ist ihm größtenteils gelungen. Keinerlei partnerschaftliche Pläne und verbindliche Projekte. Eine Frau, die ihn umsorgt und sich dafür Kritik und Ablehnung einsammelt.


    Für ihn hat das so gepasst, sonst wäre er nicht so lange bei Dir geblieben. Durch die Therapie bist Du offensichtlich "sehender" geworden und hast Dich auch um Deine Bedürfnisse mehr gekümmert, was folgerichtig ist.


    Dass es emotionale Rückschläge nach einer Trennung gibt, sich der/die Verlassene auch gern der schönen Momente und Phasen erinnert, halte ich für normal. Die wenigsten Menschen wollen eine Beziehung, die auch aktive Lebenszeit ist, nur als Verlustzeit erleben, die keine positiven Aspekte erzeugt hat.


    Mit mehr Abstand und innerer Akzeptanz der Trennung wirst Du das ganze noch besser reflektieren und verstehen lernen, warum es kein weiter so geben kann. Dir alles Gute für den Weg dorthin.

    Mit emotionalem Sensibelchen meinte ich, das er von den Grundzügen eher weich und weiblich war. Hat sich viele Sachen, die im aussen passiert sind, zu herzen genommen. War mittendrin, statt nur dabei. Schwer zu erklären.


    Mit dem das er selber selbstwertprobleme hat, sind wir in der Therapie gekommen. Er konnte keinen Sex haben nach dem kleinsten Problem. Er pflegte seinen Körper plötzlich nicht mehr gut, relativ früh schon. Trank lieber kaffee und rauchte, statt sich vernünftig zu ernähren. Abends heisshunger, zähne oft abends nicht mehr geputzt. Schlafen konnte er schon von Anfang an nicht gut, ging viel spazieren oder war unruhig. Das auffälligste war, das er extrem viel liebesschwüre brauchte, extrem viele lieben Worte. Extrem viele Orden für seine Taten für mich. Kannte das so bisher nicht. Und so wortkarg war ich da eigentlich nicht. Aber Entschuldigung kannte er nicht...nie...

    Wenn man Deine Beiträge im Kontext zusammen gelesen hat, bleibt trotz Deiner Trauer über das Ende eurer Beziehung schon sehr vieles an Unterschieden zu Deinen Werten, die Du für Dein Leben wichtig findest.


    Klar ist, dass die wenigsten Partner die 100 Prozent Marke der Wünsche und Vorstellungen in der Beziehung erfüllen können. Hier sind dann von beiden Seiten Kompromisse und die Fähigkeit diese aus Liebe gern einzugehen gefragt. Aber das kann und sollte nicht zu einseitig erfolgen. Hier entsteht eine Schieflage, die sich schleichend in die emotionale Festigkeit der Liebe wieder findet.


    Ich denke, das war nach der ersten Zeit eurer Beziehung so, als Deine Blicke wieder mehr im Hier und Jetzt waren. Die Trauer um die Angehörigen aus der Akutphase getreten ist. Es ist wichtig, dass man irgendwann reflektiert den realistischen Zustand der Partnerschaft erkennen kann.


    Schließlich entsteht auf dieser Basis das Bekenntnis sich stetig wieder neu für denselben Partner entscheiden zu können. Überwiegen die Defizite und Mangelzustände irgendwann, bleibt zu wenig Substanz um den beidseitig positiv gelebten Alltag zu erkennen.

    Da hast du völlig recht. Nachdem ich meine Bedürfnisse wiederentdeckt habe, verschob sich das Problem. Jetzt war esnin seinen Augen nicht mehr die Eifersuchtsdramen, sondern ich würde ihn ja gar nicht so wollen, wie er ist und würde nur an ihm rumnörgeln. Dabei hab ich das gar nicht, sondern habe ihm ruhig und ich-form meine Wünsche mitgeteilt und das ich auch etwas Unterstützung brauche zu Hause. Habe nicht viel von ihm gefordert, keine Putzaktionen oder sonstiges. Lediglich ein wenig Unterstützung beim wegräumen von Geschirr und das er Wanne oder Dusche nach dem nutzen vernünftig hinterlässt und ich nicht noch hinter ihm herräumen muss. Ich habe neben dem Vollzeitjob fast alles alleine gewubbt, obwohl ich echt ausgebrannt war. Ich habe die Sexualität vermisst, die es nur gab, wenn ich geradeaus lief. Ich fühlte mich wie eine Marionette, wo er die Fäden zog. Er meinte, seine Unterstützung wäre mit seiner Anwesenheit getan nach dem ersten Jahr . Es war alles sehr kurios


    ..jeder hatte seine eigene Wahrnehmung der Dinge, wo man keinen Nenner fand. Ich habe die Abwärtsspirale in Gang getreten mit meiner verlustangst und er hat sie in Betrieb gehalten mit seiner Inaktivität.