• "Es ist immer gut, wenn der Mann (Dich) ein bisschen mehr liebt"

    Hallo, diesen Satz habe ich schon das ein oder andere Mal gehört, meist von etwas älteren Frauen(womit ich älter als ich meine:-)) Heute hat den Satz wieder eine Arbeitskollegin fallen lassen, als sie mit einer anderen über deren Beziehung sprach. Nun frage ich mich, was soll dieser Satz eigentlich?Warum ist es besser, wenn der Mann ein bisschen mehr…
  • 33 Antworten

    argh...falsches Zitat...nochmal von vorne:

    Zitat

    Erst fand sies toll, aber als sie merkte, sie kann alles mit denen machen, war der Reiz weg.

    genau aus dem Grund würde ich das nicht wollen...ich finde sowas extrem anstrengend,wenn jemand so extrem an einem hängt,an dem man umgekehrt nicht genauso hängt... {:(

    Zitat

    Klar, gibt es wohl nur die eine große Liebe

    daran glaub ich auch nicht wirklich...vielleicht im Rückblick,ja...aber WÄHREND der Beziehungen hab ich jeden in dem Moment für "die große Liebe" gehalten...und jede Liebe war anders,ja...

    Huhu,


    also ich würde es schon schön finden,wenn der männliche Part etwas mehr Zuneigung zeigen würde,aber generell fällt es den Männern ja schwer......auch in Punkto Gefühle.....tja und ich schätze,der Spruch ist so gemeint,das der Mann sich ruhig etwas mehr anstrengen könnte,weil die Frau ja offensichtlich immer mehr Gefühle zeigt bzw.zeigen kann.@:)

    Im Umkehrschluß heißt das dann ja:


    "Es ist immer gut, wenn Frau (Ihn) ein bisschen weniger liebt".


    Und da hätte ich ja böse Ahnungen was das bedeuten soll.

    Alles auf volle 100 Gramm bitte!;-D


    Zappeln lassen? Ihn sich nicht Sicher sein lassen? Ihn immer wieder seine Liebe zeigen lassen (müssen)?

    Vielleicht haben diese Frauen von diesem Zitat gehoert.


    Weiss nicht mehr, von wem es war, vielleicht C. Chanel:


    ...-Will eine Frau gluecklich werden mit einem Mann, sollte sie ihn ein wenig lieben, aber sehr gut verstehen.-


    -Will ein Mann gluecklich werden mit einer Frau, sollte er sie sehr lieben und garnicht erst versuchen sie zu verstehen...-

    Also ich finde den Satz nicht so schlimm. Zumindest löst er bei mir nicht die Assoziation aus, dass die Frau den Mann beherrschen und manipulieren will oder so. Ich lese den Satz mit Betonung auf "ein bisschen", es geht also meiner Meinung nach nicht, darum, dass einer Vergöttert wird und der andere sich vergöttern lässt. Das das schlecht ist, versteht sich ja von selbst.


    Natürlich wäre ein Gleichgewicht das Beste. Aber Gefühle können meiner Meinung nach unmöglich genau gleich beschaffen sein. Noch dazu wenn es um zwei Menschen geht. Und wenn man die Wahl hätte, dass man selbst oder der andere ein bisschen mehr liebt, würde ich wohl eher wollen, dass mich mein Gegenüber ein bisschen mehr liebt. Aber das ist sowieso nur ein Gedankenspiel. In Wirklichkeit ist das wohl eher dynamisch und nicht so statisch, wie es der Spruch suggeriert. Mal hat der ein stärkeres Gefühl, mal der andere. Wenn es eine positive Beziehungsdynamik gibt, kann sich das auch gegenseitig verstärken. (Dafür gibt es aber natürlich keine Garantie. Siehe "ich liebe dich nicht, wenn du mich liebst")


    Ich finde auch den Ansatz von Canna interessant. Dass also im Durschnitt ein Mann quasi mehr lieben muss, um die gleich viel Gefühl zu zeigen. ;-D Vor allem da ja nicht in Erster Linie, die Liebe zählt, die jemand in sich empfindet, sondern die Liebe, die auch tatsächlich ankommt. Wenn beide gleich stark lieben, sich aber nicht gleich stark geliebt fühlen, ist ja letztlich auch kein richtiges Gleichgewicht, oder? So nach dem Motto "was nützt die Liebe in Gedanken". Es geht schon auch um Handlungen, nicht nur um Gefühle denke ich.


    Zur Frage der Messbarkeit von Liebe hatte ich auch schonmal einen Faden eröffnet. Ich weiß aber nicht mehr genau, was das Ergebnis war. ;-D Jedenfalls erscheint mir eine Abstufung von Liebe sehr viel plausibler, als eine binäre Liebesdefinition. Ich glaube daran, dass Liebe wachsen kann. Insofern bin ich nicht der Ansicht, dass Liebe eben einfach da ist, oder eben nicht, wie z.B. von pinknico:

    Zitat

    Entweder man liebt oder man liebt nicht. Es gibt nicht ein mehr lieben und weniger lieben, meiner Meinung nach. Genauso wenig wie ein bischen schwanger... das gibt es nicht.

    Ist das bei dir wirklich so, dass du sagen kannst: Gestern habe ich dich nocht nicht geliebt, heute aber schon? ??? Wenn es nur Liebe ja oder nein gäbe müsste das ja automatisch heißen, dass die Liebe zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt einfach aus dem Nichts (oder eben aus dem sehr mögen) auftaucht und sich danach nicht mehr entwickeln kann. Das erscheint mir seltsam.


    Im übrigen gibt es ja auch bei der Schwangerschaft Abstufungen. :=o Man ist ja nicht sofort hochschwanger. ;-) Also gibt es vielleicht gar keinen Widerspruch zwischen den Aussagen, dass Liebe entweder da ist oder eben nicht, und dass Liebe verschiedene Abstufungen haben kann.

    Lolax5

    Ist auch interessant wie Du es beschreibst.


    Aber auch ich denke, Liebe kann weder schwach, stark, tief, oberflaechlich sein. Man liebt.


    Abstufungen und wachsen sehe ich nur vom Verliebtsein und moegen zur Liebe hin.


    Ist die Liebe vorbei, meinen einige, sie lieben weniger. Das denke ich nicht, denn sie lieben nicht mehr, sondern moegen nur noch.

    Lola

    :)^:)^:)^ seh ich genauso wie du.Es ist auch häufig so,das der eine Part,mehr das Matrielle liebt,also für denjenigen könnte eine Beziehung ohne Geld gar nicht funktionieren,was jetzt aber nicht heissen soll,das derjenige nur das Geld liebt,verstanden was ich meine?Für diesen Partner können eben keine so grossen Gefühle entstehen,wenn nicht gewissen matrielle Dinge vorhanden sind.Diese bedingungslose Liebe,füreinander dasein,egal was kommt,was passiert,gibt es in meinen Augen selten,meistens zieht sich der eine vorher aus der Affäre,schlechte Zeiten bedeuten,schlechte Vorraussetzungen für die Zukunft.

    Zitat

    Jedenfalls erscheint mir eine Abstufung von Liebe sehr viel plausibler, als eine binäre Liebesdefinition.

    so gesehen denke ich auch,dass es Abstufungen von Liebe gibt...bei EINER Person...ich glaube aber nach wie vor nicht,dass man die Liebe zweier Menschen gegeneinander aufwiegen kann...:-/

    @ eichoernchen

    Zitat

    Aber auch ich denke, Liebe kann weder schwach, stark, tief, oberflaechlich sein. Man liebt.

    Ok, man liebt. Vergleichen macht schnellmal unglücklich, aber viele Menschen haben nunmal einen Hang dazu. Ich wohl auch. ;-D Ich finde Unterschiede interessant und möchte auch nicht beurteilen, welche Art zu lieben besser oder schlechter wäre. Aber wenn man z.B. hier in med1 oder auch in seinem realen Umfeld Menschen beobachtet und ihnen zuhört, wird doch wirklich oft abgestuft von Liebe gesprochen. So oft, dass ich stark geneigt bin anzunehemen, dass diese Unterscheidung ihre Berechtigung hat.


    Warum reden denn manche von der "großen Liebe"? Das bedeutet doch automatisch, dass sie auch an kleine Lieben glauben müssen, oder?


    Auch habe ich den Eindruck, dass verschiedene Menschen unterschiedlich intensiv lieben. Manche leben ihre Liebe in einer Intensität und Bedingungslosigkeit, zu der ICH glaube ich nie fähig wäre. Bei mir spielt das immer auch Zweifel mit, weil das einfach mein Naturell ist. Insofern wäre ich sofort bereit einzuräumen, dass ich (prinzipiell) weniger, zumindest aber anders liebe als andere Menschen.


    Ich finde es schränkt die Wahrnehmung der unterschiedlichen Ausprägungen von Liebe unnötig ein, wenn man postuliert es gäbe nur Liebe ja oder nein.


    Vor allem hängt ja auch viel an der Definition von Liebe. Jemand kann fest überzeugt sein, zu lieben, obwohl ich von außen gesehen, und mit meinen Vorstellungen nicht von Liebe sprechen würde.


    Wenn es aber von der persönlichen Definition abhängt, ob man das Gefühl hat zu lieben, ergibt sich daraus doch automatisch, dass Menschen auf unterschiedliche Art lieben, oder?


    Wie kann man annehmen, das wäre bei allen gleich?


    Oberflächliche Liebe könnte ich mir z.B. so vorstellen, dass jemand einen anderen liebt ohne ihn genau zu kennen (ev. auch ohne ihn genau kennen zu wollen). Er/Sie liebt einfach. Liebt das Bild, das er/sie von der/dem anderen hat. Liebe ist es trotzdem oder? Schließlich ist das Gefühl vorhanden. Es kann vielleicht sogar eine gleichzeitig starke und oberflächliche Liebe sein. Umgekehrt kann ich mir auch eine schwache, aber dafür tiefe Liebe vorstellen. Klingt widersprüchlich, muss es aber nicht zwangsläufig sein, denke ich.

    Zitat

    Abstufungen und wachsen sehe ich nur vom Verliebtsein und moegen zur Liebe hin.


    Ist die Liebe vorbei, meinen einige, sie lieben weniger. Das denke ich nicht, denn sie lieben nicht mehr, sondern moegen nur noch.

    Ich weiß nicht. Ich habe schon den Eindruck, dass es außergewöhnliche Lieben gibt. Folgt daraus, dass alle anderen, die nicht den höchsten "Standard" erfüllen nicht lieben? ??? Wäre das nicht anmaßend, jedem die Liebe abzusprechen, der mal an ihr zweifelt oder sie nicht in jeder Sekunde präsent hat?

    @ Tchibo

    Zitat

    Es ist auch häufig so,das der eine Part,mehr das Matrielle liebt,also für denjenigen könnte eine Beziehung ohne Geld gar nicht funktionieren,was jetzt aber nicht heissen soll,das derjenige nur das Geld liebt,verstanden was ich meine?Für diesen Partner können eben keine so grossen Gefühle entstehen,wenn nicht gewissen matrielle Dinge vorhanden sind.

    Hmm, also in dem Fall wäre ich vermutlich (und vielleicht zu unrecht?) schon recht schnell mit der "Diagnose", dass da jemand nicht "richtig" liebt. Ich glaube zwar nicht, dass bedingungslose Liebe ein Ideal ist oder sein sollte, aber wenn jemand materielle Sicherheit braucht um lieben zu können, finde ich das schon irgendwie traurig. Geht mich zwar nichts an, aber ich würde niemandem materielle Sicherheit im Austausch gegen Gefühle bieten wollen oder gar geboten bekommen wollen. :-/ Wenn die Liebe zum Teil den Rahmenbedingungen gilt, wäre das für mich durchaus ein Fall von schwächerer Liebe muss ich sagen...

    @ Anonyme

    Zitat

    so gesehen denke ich auch,dass es Abstufungen von Liebe gibt...bei EINER Person...ich glaube aber nach wie vor nicht,dass man die Liebe zweier Menschen gegeneinander aufwiegen kann... :-/

    Erstaunlich. ;-D Ich wäre eigentlich schneller mit unterschiede zwischen verschieden Menschen bei der Hand. Aber ja, auch bei einer Person kann es Unterschiede geben. Manche erleben ihre Lieben als anders aber letztlich gleich stark. Andere erleben eine oder mehrere Lieben neben denen andere Lieben eher blass aussehen.


    Das Aufwiegen der Liebe von unterschiedlichen Menschen muss ja auch nicht automatisch problematisch sein. Person A ist vielleicht wirklich weniger zu starker Liebe fähig als Person B. Vielleicht ist Person A aber konstanter in ihren Gefühlen. So wäre die "Gesamtmenge" an Liebe vielleicht gleich. Nur, dass sie der eine auf 15 Jahre verteilt und der andere auf 5 Jahre.


    Schwierig wird es erst wenn die zwei Personen miteinander eine Beziehung haben. Aber auch da kann unterschiedlich Starke Liebe möglich und ok sein. Wenn z.B. beide auf ihrem persönlichen "Liebesmaximum" sind, lieben sie in gewisser Weise gleich stark, auch wenn beim einen das Maximum eben größer ist als das des anderen.


    Jeder liebe nach seinen Fähigkeiten, könnte man das nennen. ;-D


    Nur ist eben der Gedanke, dass man weniger geliebt wird, als man selbst liebt relativ unschön. :-/ Da kommt man leicht auf solche Ansichten wie die im Thread-Titel.


    Die Alternativen sind auch hier im Thread vertreten: Man sagt, es sollte immer Ausgewogen sein. Oder man wählt die Position, dass Liebe sowieso nicht vergleichbar ist und daher auch nicht verglichen oder gar aufgewogen werden sollte.


    Aber ist das nicht immer ein bisschen Selbstschutz vor dem Gedanken, dass man weniger geliebt werden könnte, als man selbst liebt? ???

    hallo*:)


    ich habe diesen satz auch schon oft aus dem munde von erfahrenen frauen so um die vierzig gehört und war früher auch regelmässig schockiert. mittlerweile bin ich es nicht mehr so, weil ich denke, langsam zu verstehen, was sie gemeint haben;-D.


    nu wieder ernst:


    eine frau muss sich ja auf einen mann in der beziehung verlassen können. männer sind im allgemeinen ja sehr rational, und schauen in beziehungen viel mehr darauf, was sie bekommen und was zurückkommt, als frauen. es gibt nun zeiten, da ist die frau auf den mann mehr angewiesen als er auf sie. zumindest in der phase der schwangerschaft und nach-zeit muss der mann sie unterstützen, ohne möglicherweise so viel von ihr zurückzubekommen. in diesen situationen zeigt sich dann die liebe, der mann geht nicht, sondern bleibt und ist für sie da. weil er sie eben liebt, oder "mehr" liebt (ist aber auch ne doofe formulierung).


    ein zweiter gesichtspunkt ist der fokus auf der partnerschaft - ein frau ist doch generell partnerschaftsorientierter als der mann (für den ist erste priorität beruflicher erfolg etc.), ist ja auch alles richtig und gut und schön, aber führt auch dazu, dass die frau mehr zurücksteckt, mehr kompromisse macht, sich mehr mühe gibt in der beziehung, denn es ist ja traditionell "ihr" feld. da ist es wichtig, dass der mann sie so liebt, dass er sachen ihr zuliebe macht, die ihm vielleicht nicht so wichtig sind, damit das geben und nehmen wieder ausgeglichen ist.

    Zitat

    mit unterschiede

    oje, ich sollte wirklich mehr Korrekturlesen... Sollte "mit Unterschieden" heißen. Auf die anderen Fehler gehe ich jetzt mal nicht ein, es sind zur Zeit einfach zu viele pro Beitrag. ;-D |-o