Kulturschaffender ich sehe das anders.


    Was du ziemlich abfällig "Kampfbegriff der Selbst-Optimierer" nennst, nenne ich die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens.


    Von allein kommt das Selbstvertrauen nicht, wenn man nicht seine Ängste und Bequemlichkeiten überwindet.

    Hanca


    Ich bin eben nicht der Meinung, dass sich jeder im Münchhausen'schen Sinn an seinem eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen kann und das dies sogar noch erwartbar ist. Selbstvertrauen resultiert zu guten Teilen aus dem Vertrauen anderer. Beispiel: Nach einer gescheiterten Beziehung ging ich zu einer guten Freundin, Mitleid erwartend. Sie nahm mich in den Arm, küsste mich und sagte zu mir: "Heute beginnt Dein neues Leben!" Recht hatte sie. Ich betrachte das aber als Rückenwind (halte mich selbst für ein Segelschiff).


    *:)

    Es ist - schlussendlich - nicht möglich, sich in sich selbst zu spiegeln; (dies "gelingt" - scheinbar, für einen Moment! - nur selbstverliebten Narzissten). Wäre das prinzipiell möglich, dann müsste ein Leben als komplett Isolierter erfüllend sein. Aber: Auch Robinson brauchte seinen Freitag. Deswegen: Unser Selbstbild (-vertrauen) entsteht durch den Spiegel anderer. Beweis: Wenn niemand anerkennt, dass Du Richtiges tust, zweifelst Du zuerst an Dir selbst und nicht an den anderen.


    *:)

    Ich denke, das was zählt ist: ich leide darunter, dass ich in dieser Situation nicht so ein gutes Selbstbewusstsein habe und ich wünsche mir, dass wenigstens ein bisschen überwinden zu können.


    Ich will also etwas ändern, aber weiss nicht genau wie bzw ich weiss nicht, wie ich mich selber überwinden kann, einfach mal wieder hinzugehen.


    In der Theorie hört sich das gut an: jeder hat seine eigenen Hobbys und man macht auch gewisse Dinge zusammen.


    Aber ich würde gerne ein paar mal mitgehen. Ich hätte gerne weniger Angst davor.


    Dann könnte ich es auch besser geniessen, wenn ich mal nicht mitgehen würde. Denn dann würde ich zu Hause bleiben, weil ich zu Hause bleiben möchte und nicht, weil ich mich nicht traue. So könnte ich meine Ich-Zeit noch mehr geniessen.

    Zitat

    Ich will also etwas ändern, aber weiss nicht genau wie bzw ich weiss nicht, wie ich mich selber überwinden kann, einfach mal wieder hinzugehen.

    Mit "Komfortzone" verlassen meine ich genau das.


    Sich selbst mal einen Ruck geben und hingehen - auch wenn es die ersten Male schwer fällt.


    Ich würde das als Übungssituation betrachten.


    Da die Leute dich kaum kennen, hast du die Chance, mal die selbstbewusste Sunshineinmyhead zu spielen, die locker Gespräche mit anderen Menschen anfängt.


    Du übst sozusagen das selbstbewusste Auftreten.

    Ja genau, da bin ich deiner Meinung Hanca.


    Ich sags mal so, wenn etwas einem gar nicht gefällt, muss man nicht etwas machen nur weil es erwartet wird oder wegen dem Druck von aussen.


    Aber es kommt halt darauf an, warum man etwas macht. Und solange bei mir diese zwei Komponenten (Desinteresse UND "Angs") mitspielen, möchte ich das nicht einfach NUR als Desinteresse abtun.


    Vorallem weil ich noch für mich herausfinden muss, ob mir das ohne Angst wirklich gar nichts sagen würde.


    Und ich möchte an meinen Unsicherheiten arbeiten, denn ich fühle mich mies, wenn ich Situationen aus dem Weg gehe, dann fühle ich mich ein bisschen wie eine Versagerin.


    Und dieses Gefühl mag ich ganz und gar nicht!!!

    Na dann mal los. :)^


    Ich habe auf diesem Wege viele Unsicherheiten überwunden.


    Es hilft dir, wenn du es als Übung betrachtest. Du darfst Fehler machen, aber übst von vornherein ein neues selbstbewusstes Verhalten.


    Das wird dir immer besser gelingen.