Extreme Schwankungen in Bezug auf Kinderkriegen

    Hallo,


    ich habe extreme Schwankungen in Bezug auf das Thema Kinderkriegen. In einem Moment bin ich total traurig, neidisch auf alle glücklichen Familien, die ich sehe, und verzweifel bei dem Gedanken, vielleicht nie eine eigene Familie zu haben und in meinem Alter (ü30) immer noch keine Kinder (geplant) zu haben.


    Im anderen Moment ist Kinderhaben so ziemlich die Horrorvorstellung schlechthin für mich. Die körperlichen Veränderungen/Strapazen könnte ich nicht ertragen, die Unabhängigkeit und Freiheit würden mir sehr fehlen.


    Wie kann ich mir klarwerden, was ich wirklich will? Ich fühle mich immer noch wie ein Teeny, der sich vielleicht "irgendwann mal" in ferner Zukunft Kinder vorstellen könnte. Aber mit über 30 müsste das doch eigentlich schon viel sicherer und konkreter sein, wenn man wirklich Kinder wollen würde, oder? :-(


    Hinzukommt, dass ich fast keine Unterstützung hätte. Ich bin recht isoliert, habe wenige Freunde, als Familie auch nur meine Eltern, mit denen ich aber auch kein so gutes Verhältnis habe und die Nachwuchs von mir auch eher kalt lassen oder sogar schockieren würde. Ich weiß, dass es meine eigene Entscheidung ist, trotzdem ist es umso schwerer, wenn man niemand in seinem Umfeld hat, außer vielleicht 1-2 wohlwollende Freundinnen, die weiter weg wohnen.


    Mein Partner ist selbst auch etwas wechselhaft. Ganz zu Anfang wollte er Kinder mit mir, dann äußerte er sich eine Zeit lang negativ (es würde ihn überfordern, er will tendenziell eher keine, ich würde ihn mit dem Thema unter Druck setzen) und zuletzt äußerte er sich wieder positiv. Das verunsichert mich alles zusätzlich und oft habe ich ihm die Schuld für meine eigenene Gefühlsschwankungen gegeben. Ich habs oft so dargestellt, als wäre er dafür verantwortlich, dass ich von meinem "Lebenstraum" (Kinder) abgehalten werde. Dabei war ich ja selbst immer unsicher.


    Gibt es jemanden in einer ähnlichen Lage oder hat jemand Ratschläge für mich? Bin schon 31 und das 'Thema belastet mich irgendwie enorm.


    LG

  • 5 Antworten
    Zitat

    Ich weiß, dass es meine eigene Entscheidung ist,

    Ich würde eigentlich sagen, dass es EURE Entscheidung ist. ;-) Ihr werdet gemeinsam die Arbeit mit dem Kind und die Verantwortung für das Kind haben, wenn ihr eines bekommt, also ist es auch eine gemeinsame Entscheidung bzw. sollte sie das m.E. zumindestsein.


    Vielleicht hilft es vor der Entscheidung über das OB zu besprechen, WIE es gehen könnte, wenn ihr euch dafür entscheidet?

    Ich möchte auf keinen Fall allein sein. Wenn, dann wünsche ich mir schon eine richtige Familie im Rahmen einer stabilen und glücklichen Partnerschaft.


    Ich habe nur oft das Gefühl, ich wäre mit der Entscheidung allein, weil mein Partner eher gleichgültig ist oder es halt so "mitmachen" würde, wenn ich dafür wäre. Ich habe oft Zweifel, ob er überhaupt der Richtige ist oder eigentlich keine Lust auf Zukunftspläne hat.


    Als Single würde ich aber definitiv keine Kinder wollen, also keine künstliche Befruchtung oder so.

    Zitat

    Ich fühle mich immer noch wie ein Teeny, der sich vielleicht "irgendwann mal" in ferner Zukunft Kinder vorstellen könnte. Aber mit über 30 müsste das doch eigentlich schon viel sicherer und konkreter sein, wenn man wirklich Kinder wollen würde, oder?

    Ich verstehe das gut. Jahrelang konntest Du über das Thema "Kinder" theoretisch spekulieren, nun bricht aber langsam die Zeit an, wo es ernst, weil eng wird. Du bist aber für Dich da eigentlich noch immer nicht weiter.


    Wenn ich mir Deine anderen Beiträge so ansehe, kommt bei mir die Vermutung auf, dass es da ein tiefersitzendes Problem gibt - nicht zuletzt auch mit deiner Partnerschaft - in welcher Du, laut anderem Thread, nicht wirklich eine Zukunft siehst bzw. für Deine Zukunftswünsche oder -vorstellungen er nicht wirklich geeignet ist.


    Jenem und einem anderen Faden entnehme ich, dass ihr auch noch einen deutlichen Altersunterschied habt (er ist bereits mitte/ende 40?). Kann es sein, dass eure Beziehung so einen leicht väterlichen Touch hat und Du damit umso mehr Schwierigkeiten hast, Dich als Erwachsene zu empfinden und dementsprechende Gedanken/Wünsche/Handlungen anzugehen/umzusetzen?


    Aus einer quasi-Kinderrolle ist es auch schon ein ziemliches Kunststück einen konkreten Kinderwunsch zu entwickeln.