Taps

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    Wenn man einigen so zusieht, kann einem das Essen vergehen. Was ich auch ganz schlimm finde ist, wenn mein Gegenüber sein Messer ableckt.

    Oooh ja. Mein Ex war so einer. Erstmal lümmelte er grundsätzlich am Tisch rum. Er leckte die Messer ab und am Schluss noch den ganzen Teller. Im Restaurant!!! Was hab ich mich immer geschämt :-X

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    Bei einem Buffet gibt es Vorlegegabeln und Käsemesser - und die hat man dann auch bitte zu benutzen.

    Himmel, natürlich! Aber man schmiert sich doch nicht das Brötchen am Buffet fertig sondern nimmt Aufschnitt, Brötchen, Butter etc mit den dort befindlichen und verbleibenden Besteck auf einen Teller und im weiteren Verlauf am Tisch kommt dann das Besteck zum Einsatz......

    Daran ist nichts schwer und nichts betont vornehm, wenn man es eben von Kindheit an so gelernt hat. Jeder ist eben auch ein Produkt seiner Erziehung.


    Ich hatte vor ca 25 Jahren ein sehr spezielles Date, dummerweise hat er sich ein Hähnchen bestellt, dass er dann wie ein Neandertaler mit den Händen zerlegt und verzehrt hat, das Fett lief ihm am Kinn und an den Händen runter....das war das erste und letzte Date.....

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    Oooh ja. Mein Ex war so einer. Erstmal lümmelte er grundsätzlich am Tisch rum. Er leckte die Messer ab und am Schluss noch den ganzen Teller. Im Restaurant!!! Was hab ich mich immer geschämt

    Das nenn ich fehlende Tischmanieren! Hast du es denn angesprochen?! ;-D

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    Hier ist von einem Buffet die Rede, richtig?

    Wirklich? Hatte ich anders verstanden.

    naja, ich zumindest war bei der im Eingangspost beschriebenen Sitaution ;-)


    Ich kenne in Hotels nur Frühstücksbuffets.

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    wie auch in einem Hotel letztens, wo sie sich einen Teller morgens richtig voll getürmt hat und dann das ganze Frühstück nur mit den Fingern gegessen hat, auch öligen Schinken oder Käse und sich dann zwischendurch immer durch die Haare gefahren ist.

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    Ich hab jetzt gerade ausprobiert, ob mein Mund beim Essen ganz geschlossen ist....JA ist er, alles andere macht Schmatzgeräusche und das geht für mich garnicht.

    Musste ich auch ebe testen :-DMund ist definitiv zu.

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    Ansonsten sollte ein erwachsener Mensch in der Lage sein, Besteck und Servietten zu benutzen und sich einiger grundlegener Tischmanieren zu befleißigen... schon aus Respekt demjenigen gegenüber, der noch mit am Tisch sitzt oder dabei ist oder wie auch immer.


    Aber wenn ich mir heute so einige Eltern anschaue, die mit ihren Kindern beim essen sitzen .. bekommt man das kalte Grausen, was da an Tischsitten so vorgelebt bzw geduldet wird. (Ich dürfte kein Restaurantbesitzer sein)


    Die Besteckindustrie wird vermutlich in den nächsten Jahren pleite gehen.

    ":/ Nur Besteck und eine Serviette zu nutzen ist eine mögliche Art des Essens - in Deutschland gibt es doch Essen aus aller Welt. Holst Du beim Nepalesen auch das mitgebrachte Besteck raus? Oder beim Ägypter? Es gibt genügend Essen welches dafür gemacht ist, es mit der Hand zu essen. Und das finde ich auch gut so. Wenn man das Benutzen von Besteck mit Kultiviertheit gleichsetzt begibt man sich irgendwie in peinliche Gefilde. Ich hab in Libyen mit einem 95 jährigen Mann gegessen, da nimmt man dünnes Fladenbrot. Der Herr hat das mit unheimlich viel Stil (und ohne Rumgesaue) getan.


    In dem Sinn: Es geht nur darum, dass man persönlich als unangenehm empfindet. Und das kann man dann ansprechen, als klare Ich-Botschaft. Irgendeinen Kodex heranzuziehen halte ich da für weniger sinnvoll..

    Ich schließe mich dem mal an.


    Darüber hinaus würde ich nur auf Dinge hinweisen, die unmittelbar mit mir selbst zu tun haben, in diesem Fall betrifft das nur das ipad und eventuell das Essen im Auto. Ansonsten finde ich es absolut keine Basis für eine Freundschaft, wenn man erstmal Verhaltensänderungen herbeiführen muss, um befreundet zu sein. Wenn du sie beim Essen eklig findest (Ekel ist sehr individuell..), dann vermeide es, mit ihr zu essen, komme irgendwie mit dem Ekel klar oder meide sie an sich. Es gibt immer mal etwas, was einen stört, so schlimm, dass es einfach nicht geht oder man kommt damit zurecht.

    fairsolutions

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    Aber kann es sein, dass ich viel zu streng bin? ich bin zwar erst 29 aber wurde von jemanden Jahrgang 1939 erzogen und musste immer penibel Manieren einhalten etc. ist so eine Umgangsform wie ihrige vllt. heute normal geworden?

    Keine Ahnung wie streng Du bist. Es hängt davon ab, welche Ansprüche Du hast.

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    Ob ihre Hände "dreckig" oder nicht sind... ist mir herzlich egal...das hatte ich auch nirgendwo erwähnt... es geht um sowas wie "Was macht man, wenn jemand sich ständig die Finger ableckt, generell daraufhustet und daraufhin in eine geteilte Essensbox langt?" - findest du das hygenisch oder appetitlich?

    Mir ist es völlig egal, wie jemand ißt. Ist ja nicht meine Angelegenheit. Ich esse in der Regeln mit niemandem aus einem Teller. Mag ich einfach nicht.

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    es geht mir nicht soo extrem um den Krankheitsaspekt, vor allem um die Umgangsform... vor allen anderen anfangen zu essen, einfach beim Essen aufstehen und gehen... sowas auch... komplett fehlende Tischmanieren halt.... ich weiss dass sie bei mir nicht persönlich meint, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie damit unbeabsichtigt anderen Leuten einen unguten Eindruck hinterlässt....

    Ist meiner Ansicht nach ihre Sache. Mein - Dein - klärt das für mich zur Genüge.

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    sie für sich genommen kann ja machen was sie will, aber in den Situationen, wo man sich etwas teilt finde ich zumindest Rücksicht angebracht...

    Einfach nichts mehr teilen in Zukunft. Problem gelöst.

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    Darüber hinaus würde ich nur auf Dinge hinweisen, die unmittelbar mit mir selbst zu tun haben, in diesem Fall betrifft das nur das ipad und eventuell das Essen im Auto. Ansonsten finde ich es absolut keine Basis für eine Freundschaft, wenn man erstmal Verhaltensänderungen herbeiführen muss, um befreundet zu sein. Wenn du sie beim Essen eklig findest (Ekel ist sehr individuell..), dann vermeide es, mit ihr zu essen, komme irgendwie mit dem Ekel klar oder meide sie an sich. Es gibt immer mal etwas, was einen stört, so schlimm, dass es einfach nicht geht oder man kommt damit zurecht.

    Sehe ich auch so. Ich mag diese Schmatzgeräusche nicht beim Essen oder z. B. auch schlürfen manche ihre Suppe. Aber ich sterbe auch nicht dran, wenn es denn mal jemand tut - absichtlich oder unabsichtlich. :-/ Manche lieben es ja geradezu die Suppe zu schlürfen.

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    Holst Du beim Nepalesen auch das mitgebrachte Besteck raus? Oder beim Ägypter?

    @ Badebär .. ich esse sowas nicht... somit stellt sich die Besteckfrage nicht.. und darum ging es hier auch gar nicht.


    Es geht darum, dass sich die TE von den " Eß-Manieren" der Freundin gestört fühlt. Das gibt kulturelle Unterschiede, versteht sich ja von selbst. Und wenn ich im Libanon oder in Ägypten oder in Papua-Neuguinea wäre, müsste ich mich wohl an die dortigen Tischsitten gewöhnen und sie akzeptieren oder verhungern oder alleine essen.


    Die angesprochene Freundin is(s)t aber nun mal hier, und da kann die TE durchaus erwarten, dass die Freundin ein gewisses Grundmaß an den hier vorherrschenden Manieren an Tag legt.


    Ich würde das im Übrigen auch tun!

    Wie kommst Du denn auf kulturelle Unterschiede? Hab ich überlesen, dass die Freundin aus einem europäischen Land kommt wo man traditionsgemäß mit den Fingern isst?


    Es geht doch um persönliche Unterschiede. In Deutschland essen die Leute Mittags - von hoch dekorierten Anzugträgern bis einfachen Bauhelfern - sowohl klassische Kantinen Schnitzel-Kartoffeln-Erbsen-Teller als auch Döner, Falaffel, Pizza, Burger und was weiß ich was noch. Die Burger isst (fast) jeder mit der Hand, wird entsprechend schmutzig und leckt sich hier und da mal über einen Finger. Für klassische Messer/Gabel-Gerichte gibt es hier sowas wie vorherrschende Manieren (Wer hat die nochmal bestimmt?), ja. Deutsche Küche besteht aber aus ganz vielen Einflüssen, deshalb gibt es keinen übergreifenden Kodex.


    Alles läuft daraus hinaus, dass die TE sich nach ihren Vorstellungen gestört fühlt. Ebendiese will sie hier ja auch mit anderen abgleichen. Deshalb ist es sinnvoll, bei sich selbst zu bleiben und nicht zu versuchen die Freundin aus einer übergeordneten "Hier macht man das aber so, also halte dich dran..."-Perspektive zu verurteilen.

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    Darüber hinaus würde ich nur auf Dinge hinweisen, die unmittelbar mit mir selbst zu tun haben, in diesem Fall betrifft das nur das ipad und eventuell das Essen im Auto. Ansonsten finde ich es absolut keine Basis für eine Freundschaft, wenn man erstmal Verhaltensänderungen herbeiführen muss, um befreundet zu sein. Wenn du sie beim Essen eklig findest (Ekel ist sehr individuell..), dann vermeide es, mit ihr zu essen, komme irgendwie mit dem Ekel klar oder meide sie an sich. Es gibt immer mal etwas, was einen stört, so schlimm, dass es einfach nicht geht oder man kommt damit zurecht.

    wie siehst du das umgekehrt: Du hast eine Angewohnheit, an der du vielleicht nicht einmal besonders hängst und die du auch einfach abstellen könntest. Eine Person, die du sehr magst, findet diese Angewohnheit echt ekelig. Weil sie dich aber nicht maßregeln will, zieht sie sich von dir zurück oder meidet zumindest Situationen, in denen diese Angewohnheit von dir zu Tage kommt.


    Hättest du es nicht lieber, sie würde mit dir reden?