Sei mir nicht böse, aber dieses "Ich will nicht abhängig sein" ist im Fall von Burnout und dann noch Baby falscher Stolz. Es ist immer schöner unabhängig zu sein und klar, das würde sich jeder sehr gerne leisten können. Schluck das runter auch wenn's schwerfällt und sage Dir dass diese Zeit vorbeigeht. Zumal Du wirklich so viel verdienst dass man von einer Mangelzeit nicht sprechen kann.

    Tut er doch auch wenn er noch 200 oder 300€ mehr in die gemeinsame Kasse wirft. Wer weiß, vielleicht ist das garkein Problem für ihn sich da für dich und euer Kind "einzuschränken".


    Ich verstehe übrigens sehr gut wie du dich in nen Burnout rein gearbeitet hast, du hast viel zu hohe Ansprüche an dich selbst, gepaart mit falschem Stolz.

    Ehrlich, hast Du gedacht dass er sich gar nicht finanziell aufs Kind einstellen sollte? Ehrlich, das macht mich fassungslos. Zumal bei diesen Riesengehältern. Soviel wie Dein Teilzeitgehalt habe ich ja nicht mal für meinen Sohn und mich inklusive Kindergeld...

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    Aber wie soll das eben praktisch aussehen? Sollen wir etwa TaschenGeld zu stecken?

    Du übernimmst einfach weniger der laufenden Kosten bzw. übernimmt er Kosten, die derzeit bei dir abgebucht werden.


    Oder ihr geht dazu über, mit einem gemeinsamen Konto zu wirtschaften.


    Bist du wegen des Burn-Outs noch in therapeutischer Behandlung? Falls ja würde ich dieses Thema "ich will unabhängig sein" und der Stolz, der dich dazu bringt, nicht mal mit deinem Partner über das Thema Geld zu sprechen unbedingt einmal ansprechen.


    Siehst du dich in erster Linie für die Versorgung des Kindes allein verantwortlich? Nicht nur die direkte Betreuung, das Stillen etc. sondern auch die finanzielle Seite?


    Ist der Vater der Kindes nicht ebenso ein Elternteil mit gleichen Pflichten?

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    Aber er arbeitet doch eben deshalb Vollzeit um komfortabel zu leben!

    Offensichtlich hat er sich mit dir gemeinsam entschieden ein Kind in die Welt zu setzen? Dass so ein Kind und auch Kinderbetreuung (egal, ob durch dich, eine Tagesmutter oder eine Kita) Geld kostet, das war ihm wohl bewusst?


    Ebenso, dass Frau im Laufe der Schwangerschaft Umstandskleidung und so weiter braucht und dass Anschaffungen für den Nachwuchs getätigt werden müssen?


    Hast du ihn denn schon mal gefragt, ob er ernsthaft glaubt seinen Lebensstil auf exakt dem gleichen Niveau fortsetzen zu können wenn das Kind dann da ist?


    Bzw: wenn er Vollzeit arbeitet weil er sich Luxus, Schnickschnack und eine teure Bude leisten will, dann kann er halt nicht gleichzeitig meckern, dass er weniger Freizeit hat als bei einer Teilzeitstelle? Alles gleichzeitig kann man nun mal nicht haben.


    Eben auch kein Kind und hinterher exakt so weiterleben wie vor dem Kind?


    Darf ich fragen wie alt ihr seid? Offensichtlich seid ihr beide Lehrer und Akademiker, habt also sowohl ein Studium absolviert, als auch im besten Fall zumindest einen kleinen Batzen Sozialkompetenz. Warum kriegt ihr Gespräche miteinander so gar nicht geregelt? War das schon immer der Fall?

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    Aber ich bin da eben einfach der Bittsteller.

    Hier haben dir jetzt schon mehrere Leute geschrieben, dass du genau das eben NICHT bist. Du lebst in einer Partnerschaft, Gemeinschaft, in einem Haushalt. Das bedeutet, ihr macht Dinge ZUSAMMEN. Sorry, ich sage das jetzt mal ganz deutlich: ihr verdient scheiße viel Geld!! Mehr als das doppelte von meinem Mann und mir!!! Du kannst weiter zuhause sitzen und heulen, oder mit deinem Freund endlich mal Tacheles reden. DU BIST KEIN BITTSTELLER, DIR STEHT DAS GELD ZU!!!! Hartz 4 würdest du aich nicht bekommen, Bedarfsgemeinschaft, dein Freund müsste auch dann für dich aufkommen!!

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    Als Elterngeld bleiben mir 67% von meinem Nettogehalt 2016 (neun Monate 2200€ + 3 Monate 1590€) gibt 1360€ monatlich, nach meiner Rechnung (war die richtig?)...also bleibt mir nix.

    Ich glaube nicht, dass diese Berechnung stimmt. Als Basis für deinen Gehalt musst du 12 Monate vor dem Mutterschutz nehmen, das wären dann bei dir ca. 6 Monate Teilzeit und 6 Monate Vollzeit, wenn du im April dein Baby erwartest? Dann kommen noch ein paar Abzüge drauf, wird wohl noch ca. 100€ weniger. Am besten nutzt du den bereits verlinkten Elterngeldrechner.


    Wir hatten schon immer ein gemeinsames Haushaltskonto, darauf zahlt jeder eine bestimmte Summe ein. Ich setze mich einmal im Jahr hin und berechne ungefähr unseren Bedarf (Miete, Essen, Auto, Versicherungen, Kind usw.). Dann wird entschieden, wer wieviel einzahlen muss, so dass der Bedarf gedeckt wird und wir beide noch etwas Geld für die freie Verfügung haben.


    Wer übernimmt denn bei euch die Ausgaben für das Kind, Erstausstattung z.B.? Möchtest du vor jedem Einkauf erstmal seine 50% einfordern?

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    Wir hatten schon immer ein gemeinsames Haushaltskonto, darauf zahlt jeder eine bestimmte Summe ein. Ich setze mich einmal im Jahr hin und berechne ungefähr unseren Bedarf (Miete, Essen, Auto, Versicherungen, Kind usw.). Dann wird entschieden, wer wieviel einzahlen muss, so dass der Bedarf gedeckt wird und wir beide noch etwas Geld für die freie Verfügung haben.

    Ich finde das System mit 3 Konten auch am sympathischsten. Also jeder eines für sich + ein gemeinsames Konto für die gemeinsamen Ausgaben.


    Wie man das mit dem gemeinsamen Konto regelt, was davon gezahlt wird und wer wann wieviel einzahlt (zB 50/50 oder prozentual vom jeweiligen Einkommen ausgehend oder wie auch immer), das muss man halt gemeinsam besprechen. Sollte in einer auf Langfristigkeit angelegten Partnerschaft ja möglich sein.

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    Ich habe Teilzeit beantragt, weil ich ein Birn out hatte, und nun einfach nicht mehr so belastbar bin (trotz Therapie)...bin also "der Schuldige" an unserer Lage.


    Verständlich, dass er das nicht finanziell kompensieren will.

    Auch wenn du dich in Anführungszeichen als Schuldige bezeichnest, will ich nochmal auf diese Aussage eingehen. Würdest du dich auch als "Schuldige" sehen, wenn du chronisch krank werden würdest, einen Unfall erleidest oder unverschuldet gekündigt werden würdest (theoretisch jetzt, ich hab gelesen, dass du Beamtin bist)?


    Dein Burn Out ist ja nichts, was du absichtlich herbeigeführt hast. Und dass du nun weniger arbeitest, ist ja sinnvoll, wenn du eben nicht mehr so belastbar bist. Dann Vollzeit zu arbeiten, würde dich sehr schnell wieder ausknocken.


    Ich würde daher in einer vergleichbaren Situation von meinem Partner durchaus erwarten, dass er das kompensiert. Wie schon jemand schrieb, geht es ja nicht darum, dass du keinen Bock auf Arbeit hast, sondern du kannst nicht mehr so viel arbeiten.


    Und angesichts eurer Gehälter (selbst wenn man dein vormal höheres Gehalt annimmt) finde ich eure Beiträge zur Miete nicht verhältnismäßig. Er verdient mehr als das Doppelte von dir und du trägst dennoch fast die Hälfte der Mietkosten bei. Wenn er 200 Euro mehr übernehmen würde, wäre dir schon mal etwas geholfen. Und ganz ehrlich, bei fast 3,5T Euro NETTO wird ihm das nicht weh tun.


    Ich finde auch, dass das Argument, dass er schon vor euch dieses Gehalt und den dementsprechenden Lebensstil hatte, nicht überzeugend. Er ist eben nicht mehr alleine, sondern Teil einer Familie, die er mit dir gegründet hat. So sehr ich nachvollziehen kann, dass du nicht als Bittstellerin auftreten willst und so lieb ihm sein Lebensstil sein mag, das geht m. E. nicht mehr, wenn man gemeinsam Kinder in die Welt setzt ??es wäre auch in einer kinderlosen Paarbeziehung nicht mein Modell?? Du solltest dringend über deinen Schatten springen und das Thema gemeinsame Finanzen angehen.


    Die Idee, dir den dir zustehenden Unterhalt mal anzusehen, finde ich gut. Einfach, damit du das Gefühl bekommst, dass du keine unverschämten Forderungen an deinen Lebensgefährten und Vater deines Kindes stellst.

    naja, so kleine kinder werden krank, können nicht in die kita. da fallen dann auch immer wieder teile des gehaltes der person weg, die für die plege zu hause bleibt. ihr werdet also immer mal wieder finanzielle einbußen haben.


    was, wenn du nach dem jahr nicht wieder arbeiten kannst, weil sich burn-out, schlafmangel und vollzeit-job nicht vertragen?


    was du hier schreibst klingt nicht so, als hätte die therapie dich wirklich stabil gemacht und geholfen.

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    Aber er arbeitet doch eben deshalb Vollzeit um komfortabel zu leben!

    so kann man denken, wenn man nichts zu versorgen hat. er wird nicht ernsthaft erwarten, sein junggesellleben fortführen zu können und dennoch die vorzüge einer familie zu genießen, ohne auch für sich einschnitte im bisherigen luxus zu haben.


    rechnet durch, wieviel du real an geld beisteuern kannst, um dennoch genug für die monat über zu haben. dann muss er dir auch kein taschengeld zustecken, sondern du hast einfach geld auf dem konto.


    wie soll das sonst gehen? waschmaschine geht kaputt, er kauft sie, du kannst die hälfte nicht aufbringen, also wäscht du deine wäsche nicht mit?


    thematisiere das wirklich in der therapie. du definierst deinen "wert" komplett monetär, als wärst du als mensch weniger liebenswert für deinen partner, wenn du nicht sein verdienstniveau hast.


    glaubst du, dass er das mit dem burnout nicht versteht oder tust du dich schwer, dir zuzugestehen, dass du diesen hast und zurückstecken musst?

    Mir erscheint es als ob da beiden Parteien gar nicht richtig klar war, dass man als Eltern innerhalb einer Familie mehr -oder überhaupt mal - über die *gemeinsamen* Finanzen sprechen muss.


    Mag falsch sein, aber "Komfort" scheint mir hier als Synonym für "Muss ich gar nicht drüber nachdenken" zu stehen.


    Und das kann bei derartig großen Gehältern ja auch klappen, nur muss man bei einer Familiengründung dann "auf einmal" doch mal Tacheles reden.


    Kann es sein, dass es genau das Problem ist? Dass zu dem besagten Komfort vor allem komplettes Nicht-über-Finanzen-reden und sich keinen Kopp machen müssen gehört?


    Ich würde Euch dringend raten das zu ändern. Es kann sein, dass er schon gar kein Gefühl mehr dafür hat was etwas kostet und wie etwas ins Geld gehen kann.


    Ein Familienkonto wäre denke ich für Euch richtig.Und die Einsicht das Umstandskleidung und Co wichtiger ist als die 11. Hose in seinem Schrank.


    Und Windeln,...Und und und

    Irgendwie verstehe ich das nicht. Du hast vorher Vollzeit gearbeitet und ca 600 Euro mehr gehabt, richtig? Klar das es da gut funktionierte dass Du Dich derart an den Kosten beteiligt hast. Jetzt hast Du 600 Euro weniger, und Du beteiligst Dich immer nich genau so an den Kosten wie vorher. Sag mal, haben Du und Dein Freund überhaupt schon mal darüber geredet, wie viel Du in Vollzeit verdient hast und wie viel Du in Teilzeit verdienst? Und wie eng es auf einmal jetzt schon für Dich geworden ist? So und wenn Du jetzt ELterngeld bekommst 1360 Euro. Das müsste ihm doch klar sein, dass es dann nicht mehr passt. Also dass dein gesamtes Geld komplett nur noch für Fixkosten draufgeht und da noch nicht mal Sachen fürs Baby von bezahlt werden können weil einfach 0 Cent übrig bleiben. Sag, weiß er das überhaupt? Habt ihr jemals darüber gesprochen? Und wenn ja, hat er darauf überhaupt reagiert? Hat er Dir einen Vorschlag gemacht wie man die Kosten am besten aufteilt? Oder hat jemand von Euch beiden die Ansicht, dass Du ganz allein mit Deinem Einkommen für das Kind aufkommen wirst und Dich in der bisher gewohnten Form an den Fixkosten beteiligst? Kann es vllt sein, dass Du diejenige bist, die sich sagt, ich bezahl alles weiterhin allein? Ja, das das nicht geht das hättest Du aber auch schon vorher erkennen können.


    Ich finde es zwar nicht gut, wenn man in die Finanzen von anderen sich einmischt, aber es ist schon eine Hausnummer wenn der Partner deutlich mehr als das Doppelte an Einkommen hat (und ihr zwei seid nicht grad im Niedriglohnbereich, das dürftest du auch wissen) und dennoch irgendwie erwartet, dass die Fixkosten zu 50% von dem anderen getragen werden, bei dem bleibt rein gar nichts übrig und der andere macht sich nen lauen Lenz (und kauft sich Jeans für 150 Euro, während es bei dir seit 9 Monaten nicht mal für den Friseur reicht). Sorry, aber ihr habt selbst nachdem das Kind da ist, zusammen immer noch einen ordentlichen Batzen Geld. Aber Du kannst mit den 1360 Euro nicht so weitermachen wie bisher. das geht nicht gut. Rede mit ihm!