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    Ich möchte dir mal den Zahn ziehen, dass ihr ein Problem hättet. Es heißt nicht umsonst "Haushaltseinkommen". Euer Haushaltseinkommen ist absolut komfortabel. Dein Nettolohn ist vielleicht etwas unterdurchschnittlich, aber doch nicht wenig?

    Aber nur, wenn man warum auch immer denkt und fühlt, dass man ein Anrecht auf das Einkommen des Anderen hat. Dann bräuchte man ja als Geringverdiener einen überdurchschnittlich verdienenden Partner suchen.


    Dann alles in einen Topf und voila, man ist fein raus. :|N


    Das kann's doch nicht sein?? ???


    Denken echt die meisten Menschen so?

    Nein, aber die allermeisten Paare reden darüber wie man gemeinsam über die Runden kommt bzw. die Kosten aufteilt. Solltest du mittlerweile aufgrund der vielen Antworten hier gemerkt haben, oder ? Und bei euch ist Geld ein Tabuthema ? Oder fußt das hier alles wirklich nur auf deinen verqueren Ansichten zum Thema "jeder sorgt für sich selbst" ?

    anders herum wird ein schuh draus. jetzt stell dir mal vor, du kannst wieder vollzeit arbeiten wie bisher, dafür wird aber dein partner ernsthaft krank - so krank, dass er seinen job nicht mehr ausüben kann, so krank, dass er lange zeit arbeitsunfähig wird.


    würdest du da wirklich sagen: "ja, sein pech, mein geld hab ich verdient, das geb ich für mich aus, seine schuld, dass er jetzt krank ist."?


    oder würdest du nicht eher schauen, dass du ihm finanziell im rahmen deiner möglichkeiten ballast abnimmst?


    meinst du, anders herum geht es ihm anders?


    ich kann mir vorstellen, dass er weiß, wie "empfindlich" du an diesem punkt bist und deshalb noch nichts angeboten haben wird, um dich nicht in deinem stolz zu kränken. denn ich kann mir widerum nicht vorstellen, dass es ihn glücklich macht, dich so knappsen zu sehen.

    Hoppla, glaubst Du ernsthaft es sei irgendwie schlecht wenn ein gutverdienender Partner solange für die Familie (!!!) aufkommt bis der weniger gutverdienende Partnersich nicht mehr so intensiv um das gemeinsame Kind kümmern kann?


    Es hat nullkommagarnichts mit Ausnutzen oder Aufdertascheliegenzu tun wenn Finanzen in einer Familie zusammengelegt werden. Gerade wenn einer krank ist oder ein Baby versorgt.

    Zitat

    Denken echt die meisten Menschen so?

    Dass man in einer Partnerschaft ein Team ist und wenigstens an einem Strang zieht? Ja.


    Wie das mit den Finanzen dann individuell gelöst wird, darüber wird üblicherweise gesprochen.

    Zitat

    Oder fußt das hier alles wirklich nur auf deinen verqueren Ansichten zum Thema "jeder sorgt für sich selbst" ?

    Selbst wenn, spätestens wenn das Kind da ist (und eigentlich auch schon in der Schwangerschaft) funktioniert das halt nicht mehr einfach so. Finde es nach wie vor absurd, dass darüber bislang offensichtlich weder nachgedacht, noch darüber gesprochen wurde..


    Mann: Sorgt für sich


    Frau: Sorgt für sich


    Kind: ?


    Warum muss nun alleine die Frau die Ausgaben für das Kind alleine übernehmen? Ist der Thread hier eigentlich überhaupt ernst gemeint oder dient er nur zu unserer Unterhaltung?


    Warum gehst du, liebe rotlaub80, nicht auf die Fragen ein? Wohnt ihr so teuer, weil es nicht günstiger geht oder wegen hoher Ansprüche? Habt ihr euch gemeinsam für das Kind entschieden?

    Du bist krank, und schwanger. Und glaubst wirklich es sei Ausnutzen wenn innerhalb einer Familie dann solidarisch füreinander eingestanden wird?


    Familie heißt für mich zusammenhalten, und zwar gerade in solchen Situationen. Sonst ist es für mich keine Familie, wenn es da keinen Zusammenhalt gibt.

    Aber du hast doch weniger Einkommen, weil du das gemeinsame Kind betreust?! ":/


    Weißt du überhaupt annäherungsweise, wie dein Partner über das Thema Finanzen denkt?


    Zum Einen sagst du, dass du keinen Anrecht auf das Geld hättest, wenn man dir dann sagt, dass du wegen Unterhalt sehr wohl Anspruch hast, kommt von dir, dass man sich in einer Partnerschaft ja nicht §§ um die Ohren haut.


    Bist du derzeit noch in Therapie oder hast Therapiestunden übrig?

    Mich macht das traurig... Hast Du das zuhause so gelernt? Sich gegenseitig aufzurechnen, bei Krankheit oder geringerem Gehalt hat man eben nur nicht genug getan und muss sich schuldig fühlen??? Und der der mehr verdient arbeitet nur nicht fleißig genug für seinen Komfort?


    Der Wert des Menschen macht sich nicht am Geld und auch nicht seiner Unabhängigkeit fest.


    Und in einer Familie rechnet man sich nicht gegenseitig vor wer wie viel Geld verbraucht es sei denn es ufert völlig aus.


    Traurig.

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    Dann bräuchte man ja als Geringverdiener einen überdurchschnittlich verdienenden Partner suchen.

    Praktisch gesehen hast du Recht. Wenn man so abgebrüht ist.


    Es gibt aber auch Menschen, die als Single so viel verdienen wie du und trotzdem ein Kind großziehen. Auch das ist Praxis.

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    Dann alles in einen Topf und voila, man ist fein raus. :|N


    Das kann's doch nicht sein?? ???

    Was nicht sein kann, ist, dass ihr darüber offenbar nicht reden könnt. :-|


    Wer bestimmt den Lebensstil bei euch? Er oder ihr beide gemeinsam? Die Frage nach der teuren Wohnung hast du leider nicht beantwortet.


    Man kann entweder alles 1:1 teilen oder eben je nach Leistungsfähigkeit. Aber 1:1 heißt nicht, dass der Gutverdiener die Ausgabenhöhe festlegt. Da muss man anders rechnen.


    Meine Frau verdient annähernd so viel wie ich, wir haben getrennte Konten und teilen dennoch die Ausgaben 1:1. Aber durch diverse Umstände war ich in der Situation, deutlich mehr Vermögen zu haben. Dieses wollte ich in der Finanzkrise anders anlegen und habe den Kauf einer geeigneten Immobilie vorgeschlagen, die sich zufällig ergeben hat. Sie hätte niemals die Hälfte dazu beitragen können, es war am Ende nur ein Drittel, weil sie auch Reserven für sich lassen wollte. Was ich absolut logisch fand. Aber ich wollte, dass wir so ein Projekt gemeinsam stemmen. Es ist unser Haus und es sind unsere Einkünfte. Warum sollen wir dann eine kleinere Investition machen, nur damit wir zwingend 1:1 die Kosten teilen? Das wäre doch armselig, wir hätten weniger Einkünfte, meine Frau hätte genausoviel investiert, und der Rest meines Geldes läge dumm rum.

    Zitat

    Denken echt die meisten Menschen so?

    Wenn ihr so sachlicher Rechner seid, dann deklariere seinen Zuschuss doch einfach als Lohn für die Haus- und Kinderarbeit ;-) . Vielleicht um mal dein schlechtes Gewissen abzubauen.


    Jeder nach seiner Leistungsfähigkeit ... das wäre besser. Ich wiederhole nochmal den Vorschlag. Setzt Familienkosten inkl. persönlichen Konsum an und teilt genau diese Kosten. Dann hast du keine Not und er immer noch Geld übrig. :)z

    Ich begreife es nicht, wie man unter den Bedingungen ( Burnout, nicht voll leistungsfähig, kein "wir-Gefühl"-mit dem Partner sondern eher eine WG- zumindest, was das wirtschaftliche angeht) auf die Idee kommt, ein Kind zu bekommen....... Ein Kind erfordert Zusammenhalt und ein Für-einander-einstehen in jeder Hinsicht!!


    Wenn dein Partner jetzt schon wenig verständnis für ein Burnout hat, wird er deine Erschöpftheit nach schlaflosen Nächten mit Baby nachvollziehen können?? Oder für seinen finanziellen Support wenigstens eine saubere Wohnung erwarten?

    Nun sind wir verheiratet...Aber mein Mann verdient locker das Zwei-bis Dreifache von mir. Und trotzdem ist das UNSER Haushaltseinkommen. Und ich habe da kein schlechtes Gewissen, warum auch?


    Ich arbeite seit der Geburt unserer gemeinsamen Tochter Teilzeit und wuppe hier Haushalt etc. im Grunde genommen allein.


    Als wir zusammen kamen, habe ich übrigens mehr verdient als er und es war nicht absehbar, dass sich das mal deutlich umkehren würde. Insofern habe ich meinen Mann nicht nach seinem Geldbeutel ausgesucht.


    Ich hätte das sehr seltsam gefunden, wenn er mir in der Elternzeit das Geld zugeteilt hätte. Und damals gab es Erziehungsgeld und noch kein Elterngeld.


    Redet miteinander, Ihr werdet eine Familie! Auch ohne eine Heirat... @:)

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    Verständlich, dass er das nicht finanziell kompensieren will.

    Also ich finde das gar nicht verständlich ":/


    Es klingt aber auch nicht wirklich, als hättet ihr darüber schon mal richtig geredet.

    Dass die Frau häufig weniger verdient, insbesondere wenn sie gerade in Elternzeit ist, ist doch nun wahrlich nichts, was euch von anderen Paaren unterscheidet.


    Euer Haushaltseinkommen ist enorm hoch, so dass ihr keine Geldsorgen habt. Du hast einen absolut sicheren Job, bei dem auch Teilzeit kein Problem darstellt.


    Ihr seid demnächst in einer Ausnahmesituationen, weil ein kleines Baby dazu kommt. Da kommen sicher allerhand Probleme auf euch zu, aber finanzielle Probleme seh ich da beim besten Willen nicht.


    Redet wirklich mal drüber. Ehre und Stolz passen nicht so gut zur Babyzeit.

    Also zunchst einmal: Du hast in der Elternzeit einen 70prozentigen Beihifeanspruch und musst dich nur zu 30 % versichern, das spart schon mal 40 % des Beitrags im Verhältnis zu den bisherigen 50 %. In meinem Bundesland gibt es außerdem in der Elternzeit einen Krankenkassenzuschuss vom Dienstherrn.


    Wenn du von Luft und Liebe leben willst, statt den dir zustehenden Unterhalt vom Kindsvater zu beanspruchen, nur zu. Harzt IV bekommst du als Beamte jedenfalls nicht.