Hallo!


    Wie lange seid ihr zusammen? Verheiratet nicht, oder?


    Hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen , sondern nur den ersten u danach etwas quer...


    Darf ich fragen: War das Kind von Eich beiden geplant?


    Wenn das zu privat ist, einfach sagen.


    Aber ihr habt ZUSAMMEN echt viel Geld zur Verfügung!


    Daist finanziell die Familienplanung kein Problem.


    Aber ihr solltet ganz klar zusammenwerfen bzw dein Partner muss jetzt eben mehr tragen.


    Es ist ja das GEMEINSAME Kind und du lebst ja nicht allein. :)z


    Ich kenne die genauen Umstände ja nicht...Aber aus der Ferne bin ich sehr erstaunt...


    Dass du fürs EUER Kind/ EURE Familie zu Hause bleibst bzw TZ arbeitest, ist ja nichts unnormales.


    Da ist es ja mehr als klar, dass der Partner dann den finanziellen Hauptteil wuppt!!!


    Dafür wuppst du dann wahrscheinlich mehr Familienarbeit! :)z


    Es klingt für mich, als wärt ihr noch frisch zusammen / sehr jung und man hat noch nicht übers Geld/Zukunftsplanung geredet...


    Wie alt seid ihr denn?


    Ich wurde im Referendariat ( gemeinsam geplant) schwanger, fiel dann beruflich zu 100% aus.


    Es war immer klar, dass da mein Mann finanziell mehr stemmen musste.


    Ich war 5 Jahre Vollzeit daheim. Ich habe mich um die Kids gekümmert u ihm den Rücken frei gehalten. :)z


    Mein eigenes Konto habe ich allerdings immer behalten...damals kam zwar nur das Kindergeld da drauf, aber egal. ;-D


    Heute arbeite ich TZ als Beamtin, mein Mann konnte in den Jahren die Firma selbständig übernehmen...Familienarbeit liegt grössenteils bei mir.


    Zusätzlich bin ich als Veamtin mit sicherem Gehalt immer ein Puffer bei uns, falls seine Geschäfte mal nicht so gut laufen würden.


    Du solltest also ganz dringend mit deinem Partner reden und die Finanzen neu verteilen.


    LG und alles Gute für die SS!

    Hallo zurück! *:) *:)


    Teilweise bin ich schon sehr entsetzt, wie man hier in Forum angefeindet wird und welche wilden Spekulationen und Rückschlüsse hier gemacht werden...ist dies hier so an der Tagesordnung und üblich? :-/

    Zitat

    Nur dieses pauschale Verurteilen als verschwenderische Frau ist mal wieder so typisch für med1.

    Anscheinend schon.


    Aber das gild Gottseidank ja nicht für alle.


    Viele waren ja auch sehr freundlich und haben sehr konstruktive und hilfreiche Dinge geschrieben, danke noch mal dafür. Ich versuche natürlich auf alles einzugehen.


    Haben übrigens geredet. Schreibe gleich mehr dazu!!

    Zitat

    Und bei euch ist Geld ein Tabuthema ? Oder fußt das hier alles wirklich nur auf deinen verqueren Ansichten zum Thema "jeder sorgt für sich selbst" ?

    Nein, Geld ist kein Tabuthema. Allerdings müssten wir beide bis dato nie über Geld wirklich nachdenken.


    Dass man zunächst einmal für sich selbst sorgt im Leben, finde ich mal so überhaupt nicht "verquer"...

    Zitat

    würdest du da wirklich sagen: "ja, sein pech, mein geld hab ich verdient, das geb ich für mich aus, seine schuld, dass er jetzt krank ist."?

    Nein, aber für solche Fälle wie Berufsunfähigkeit sind wir beide abgesichert, sodass man eben nicht völlig auf den anderen angewiesen ist. Außerdem ist auch da schon der Beamtenstatus ein sicheres Ruhekissen.


    Ich habe während meinem Burnout ein Dreiviertel Jahr meine Bezüge in vollem Umfang erhalten.

    Zitat

    Hoppla, glaubst Du ernsthaft es sei irgendwie schlecht wenn ein gutverdienender Partner solange für die Familie (!!!) aufkommt bis der weniger gutverdienende Partnersich nicht mehr so intensiv um das gemeinsame Kind kümmern kann?

    Sagen wir es mal so: ich kann mir das auf Dauer so nicht vorstellen. Außerdem ist er ja wie gesagt auch ab Mittags halb 2 täglich zu Hause und ich mache hier eben nicht alle Aufgaben alleine.

    Zitat

    Mann: Sorgt für sich


    Frau: Sorgt für sich


    Kind: Wird von beiden versorgt

    So stelle ich mir das vor, ja. Es ist für mich eine ganz üble Vorstellung, nicht von meinem selbst verdienten Geld leben zu können.

    Zitat

    Warum muss nun alleine die Frau die Ausgaben für das Kind alleine übernehmen?

    Wo habe ich denn das bitte gesagt? ":/

    Zitat

    Wohnt ihr so teuer, weil es nicht günstiger geht oder wegen hoher Ansprüche? Habt ihr euch gemeinsam für das Kind entschieden?

    Wir wohnen in einer der teuersten Gegenden, zusätzlich noch Studentenstadt, Wohnraum ist sehr teuer. Und wir haben auch hohe Ansprüche an den Wohnwert. Also beides.


    Und natürlich haben wir uns beide für das Kind entschieden.

    Zitat

    Du bist krank, und schwanger. Und glaubst wirklich es sei Ausnutzen wenn innerhalb einer Familie dann solidarisch füreinander eingestanden wird?

    Ich bin nicht mehr krank. Aber ich sehe es in der Tat nicht ganz so finanziell symbiotisch wie Du.


    Bei grundlegenden Lebenskosten (Essen/Miete) schon. Aber eben nicht bei allem. Würde jetzt z.B. nicht wollen, dass er einen Urlaub alleine zählt oder so.

    Zitat

    Aber du hast doch weniger Einkommen, weil du das gemeinsame Kind betreust?! ":/

    Nein, vornehmlich weil nun das Elterngelt hälftig an den TZ Bezügen gemessen wird. Hätte ich gewusst dass ich so schnell schwanger werden, wäre ich nicht auf Teilzeit gegangen.

    Zitat

    Bist du derzeit noch in Therapie oder hast Therapiestunden übrig?

    Nein, wieso?

    Zitat

    Der Wert des Menschen macht sich nicht am Geld und auch nicht seiner Unabhängigkeit fest.

    Ich finde das kann man nicht so pauschal sagen.


    Wenn wir mal den Pathos rausnehmen:


    Ich denke es geht jemanden schon an das Selbstwertgefühl, wenn man auf lange Sicht nicht für sich selbst aufkommen kann, sondern finanziell abhängig ist.

    Zitat

    Wenn ihr so sachlicher Rechner seid, dann deklariere seinen Zuschuss doch einfach als Lohn für die Haus- und Kinderarbeit ;-) .

    Danke erst mal, Comran, für den Einblick in Eure finanziellen Strukturen! Finde ich gut, wie ihr das managt!


    Den Haushalt machen wir zum großen Teil nicht selbst, und er ist wie gesagt jeden Tag schon zum Mittagessen da. So kann ich also eher nicht rechnen.

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    Setzt Familienkosten inkl. persönlichen Konsum an und teilt genau diese Kosten. Dann hast du keine Not und er immer noch Geld übrig.

    Ja, gute Idee. Soweit kamen wir im Gespräch gestern aus zeitlichen Gründen leider nicht.

    Zitat

    Ich begreife es nicht, wie man unter den Bedingungen ( Burnout, nicht voll leistungsfähig, kein "wir-Gefühl"-mit dem Partner sondern eher eine WG- zumindest, was das wirtschaftliche angeht) auf die Idee kommt, ein Kind zu bekommen....... Ein Kind erfordert Zusammenhalt und ein Für-einander-einstehen in jeder Hinsicht!!


    Wenn dein Partner jetzt schon wenig verständnis für ein Burnout hat, wird er deine Erschöpftheit nach schlaflosen Nächten mit Baby nachvollziehen können?? Oder für seinen finanziellen Support wenigstens eine saubere Wohnung erwarten?

    Das ist genauso ein unsachlicher, persönlich angreifender und verletzender Beitrag, wie ich oben meinte. :-(


    Werde auf diesen einen mal exemplarisch eingehen.


    Das habe keinen Burn Out bzw. keine Erschöpfung mehr, da ich eine Therapie gemacht habe, und seinerzeit auch fast ein Jahr zu Hause.


    Und unser "Wir-Gefühl" oder Zusammenhalt mache ich sicherlich nicht am Geld fest. Wieso schreibt jemand sowas...?


    :|N

    Zitat

    Nun sind wir verheiratet...Aber mein Mann verdient locker das Zwei-bis Dreifache von mir. Und trotzdem ist das UNSER Haushaltseinkommen. Und ich habe da kein schlechtes Gewissen, warum auch?

    Du verfügst also frei über sein Geld? Kaufst Dir davon auch private Dinge nur für Dich? (Friseur/Kleider/Essen gehen...?)

    Zitat

    Redet miteinander, Ihr werdet eine Familie! Auch ohne eine Heirat... @:)

    @ :)

    Zitat

    Also zunchst einmal: Du hast in der Elternzeit einen 70prozentigen Beihifeanspruch und musst dich nur zu 30 % versichern, das spart schon mal 40 % des Beitrags im Verhältnis zu den bisherigen 50 %. In meinem Bundesland gibt es außerdem in der Elternzeit einen Krankenkassenzuschuss vom Dienstherrn.

    Okay, muss ich mal in Erfahrung bringen, Danke!


    Allerdings sinkt doch mein monatlicher Beitrag deshalb nicht?

    Zitat

    ich habe das gefühl, dass alle sach-argumente gar nicht zu dir vordringen können, so lange dir deine gefühle wie scham, stolz, unabhängigkeitssehnsucht usw. im wege stehen?

    Doch, die dringen zu mir vor. :-)


    Habe mich auch damit beschäftigt!

    Zitat

    ich kann dich sogar ein wenig verstehen. Du hast da noch deinen anderen Sohn, möchtest auch ihm ab und zu eine extra Freude machen, du bist eine Frau die auch für sich mal was Schönes kaufen möchte und auf der anderen Seite willst du faire sein und dir deine finanzielle Unabhängikeit bewahren. Wie würdest du selber handeln, wenn die Situation andersrum wäre? Wenn er euer Baby bekommen würde, er gesundheitlich angeschlagen wäre, er durch Verdiensteinbußen auf einmal kein Geld mehr für sich persönlich über hätte?

    Danke für die ausnehmende Freundlichkeit! :)_


    Ja, ich will gerne fair sein, und ich muss seinen Standard und seine Extras lassen. Gerade weil ich ihn liebe.


    Ich würde es wohl etwas transparenter machen als er...

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    Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass ein liebender Mann die Mutter seines Kindes mit ihren finanziellen Sorgen allein läßt.

    Das tut er doch auch gar nicht.

    Zitat

    War das eine gemeinsame Entscheidung, dass du auf Teilzeit wechselst? Dir muss noch klar gewesen sein, dass das finanzielle Konsequenzen für dich hat. Was hat er dazu gesagt?

    Ich habe es aus gesundheitlichen Gründen gemacht.


    Natürlich habe ich es abgesprochen.


    Er meinte nur, dass wir dann halt etwas sparen müssen.


    Soweit ich mich erinnere.

    Zitat

    Ansonsten kann ich dein Gejammer über Geld nicht verstehen. Du musst doch mit Vollzeit deutlich über 2000 Euro verdient haben?

    Habe Dreiviertel gearbeitet und 2600€ verdient.

    Zitat

    Und nun gibst du 300 Euro für Umstandskleidung aus, die du nur wenige Monate nutzen kannst?

    Das waren alles Dinge, die ich wirklich brauchte. Weißt Du was was alleine eine Umstandswinterjacke kostet?


    Habe nur 2 Hosen, 2 Pullis, 4 Shirts und 2 mal Nachtwäsche gekauft. Und einen größeren BH.


    Das waren alles Dinge,die ich wirklich brauche.

    Zitat

    Hast du ein generelles Problem mit Geld?

    Nein, also ich habe keine Schulden, SCHUFA Einträge o.ä.

    Zitat

    War das Kind geplant? Wie will er sich daran finanziell beteiligen (Erstausstattung, Kleidung, Windeln und Co., etc.)? Habt ihr darüber jemals gesprochen?

    Ja, und ja. Das geht natürlich gemeinsam.

    Zitat

    Moment mal. Bedeutet das, dass du den Unterhalt an euren Sohn alleine bezahlen wirst?

    Ich habe einen Sohn aus erster Ehe, und diesen gemeint.

    Zitat

    Ansonsten finde ich für das Gehalt die 120€ Autokredit und 40€ Handy happig. Auto verkaufen und dafür n günstigen Gebrauchten ohne monatliche Fixkosten und Handyvertrag kündigen.

    Ich finde das nicht happig, sondern völlig o.k.


    Brauche als Berufspendler ein gutes, zuverlässiges und sicheres Auto. Diese Posten sind nicht verhandelbar.


    Muss jetzt leider unterbrechen! Antworte später noch weiter! *:)

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    Teilweise bin ich schon sehr entsetzt, wie man hier in Forum angefeindet wird und welche wilden Spekulationen und Rückschlüsse hier gemacht werden...ist dies hier so an der Tagesordnung und üblich? :-/

    Wenn man auf derart hohem Niveau jammert, passiert das schon mal. Sind irgendwie auch immer die gleichen, die sich darüber beschweren. ;-D


    Wenn man zusammen ein Kind bekommt, müssen die Finanzen neu abgesprochen werden. Das ist der ganz normale Gang der Dinge.

    Zitat

    Okay, muss ich mal in Erfahrung bringen, Danke!

    Ich fürchte, ich habe mich da vertan. Das gilt nur für Verheiratete, weil du dann beihilfefähige Angehörige deines Mannes wärst. Wie das ist, wenn ihr nicht verheiratet seid, musst du tatsächlich selber erfragen.

    Zitat

    Allerdings sinkt doch mein monatlicher Beitrag deshalb nicht?

    Man passt seinen Versicherungsschutz doch dem Beihilfebeitrag an. Hat man 50 % Beihilfeanspruch, versichert man die restlichen 50 %. Hat man 70 % Beihilfeanspruch, versichert man natürlich nur die restlichen 30 % mit entsprechender Reduzierung des Beitrags. Das macht durchaus mal einen Hunderter aus, bei mir war das jedenfalls so.

    Ich hatte bisher immer getrennte Kassen mit meinen jeweiligen Partnern und sehe da mit Sicherheit nix symbiotisch ;-)


    Es ist nur eben so dass für mich wichtig ist dass in einer Beziehung wenn es bei einem knapp wird, dann durchaus der andere für ihn da ist. Das ist für mich Zusammenhalt und hat nichts mit Symbiose zu tun.


    Was ich tatsächlich tun würde wenn ein Baby kommt: ein gemeinsames Haushaltskonto anlegen. Zusätzlich zum eigenen Konto.


    Nur eine Sache: der Wert eines Menschen *ist* unabhängig von seinem Verdienst. Ganz unpathetisch.


    Das finde ich ist eher ein Einstellungsproblem - einige der wertvollsten Menschen die ich kenne werden nie im Leben für ihr eigenes Einkommen sorgen können. Und ja, sie können ihr Leben auch genießen ohne unabhängig zu sein.


    Mich erschreckt es ehrlich, wenn jemand den eigenen Wert vom Geld abhängig macht.

    Zitat

    Mich erschreckt es ehrlich, wenn jemand den eigenen Wert vom Geld abhängig macht.

    Ich verstehe das irgendwie schon, wenn man es gewöhnt ist, über sein eigenes Geld verfügen zu können, fällt es einem schwer, sich in Abhängigkeit zu begeben. Allerdings verstehe ich hier nicht, warum man das nicht vorher durchdacht hat, bevor man die Familienplanung in Angriff genommen hat.


    Wenn die Verwirklichung eines Kinderwunsches von beiden gleich stark ausgeht, sollte doch auch beiden ohne grße Diskussion klar sein, dass das nicht das Privatergnügen nur eines von beiden sein kann.

    @ gauloise

    :)^


    Genau so ist es! Das familiäre Situation ändert sich grundlegend und das muss EINMAL vernünftig abgesprochen werden, damit ganz klar ist wie es ab der Geburt geregelt ist.


    Denn es ist GRAUENHAFT, wenn jeden Monat neu verhandelt/gebeten oder gar rumgebettelt werden muss. :(v


    LG

    Hallo, rotlaub!


    Wie ich schon sagte, von außen kann man nur begrenzt gute /passende Ratschläge geben.


    Daher versucht man die Informationen die hier stehen zusammen zu basteln u d interpretiert dann...


    Ich hatte vorhin schon mal nach eurem Alter gefragt? Darf ich das wissen?


    Ihr klingt für mich eher jung.


    Ich interpretiere in deine Ausführungen hinein, dass die Zukunft als FAMILIE nicht so richtig gemeinsam geplant und besprochen wurde.


    Auf mich wirkt es so, als wenn jeder von Euch sein Ding macht beruflich und finanziell und es kein tatsächliches Wir-Gefühl gibt...


    Vielleicht irre ich mich...


    Ich will dich auch nicht anfeinden.


    Aber in euren Köpfen steckt irgendwie das Problem und definitiv nicht in Eurer Geldtasche. ;-)


    Denn Euer gemeinsames (!)Einkommen ist schon ordentlich.


    Ich bin selbst Beamtin in der Schule und kenne beide Seiten...


    Ich habe Eltern in der Schule, da lebt eine mehrköpfige Familie von kaum mehr als deinem TZ Gehalt.... :-/ Das ist dann wenig-Logo.


    Aber daran siehst du, dass du und dein Partner das ZUSAMMEN locker wuppen könnt. :)z


    LG

    Warum arbeitest du jetzt schon Teilzeit wenn das Kind im April erst kommt? So büßt du unheimlich Elterngeld ein.


    Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, nicht nur du bekommst ein Kind sondern er auch. Also hat er auch zu deinem Lebensunterhalt beizutragen. Miete 600 Euro für dich finde ich zu viel, hier könnte er mehr übernehmen. Warum bist du privatversichert und muss ein Auto wirklich sein oder lebt ihr auf dem Land?

    Zitat

    und welche wilden Spekulationen und Rückschlüsse hier gemacht werden...ist dies hier so an der Tagesordnung und üblich

    Meinstens passiert das dann, wenn die Diskutanten zu viel Raum für Spekulationen lassen ;-) . Darfst du nicht persönlich nehmen.

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    Danke erst mal, Comran, für den Einblick in Eure finanziellen Strukturen! Finde ich gut, wie ihr das managt!

    Zitat

    Ja, ich will gerne fair sein, und ich muss seinen Standard und seine Extras lassen. Gerade weil ich ihn liebe.

    Das klingt so bisschen nach 2-Klassen-Beziehung. Interessanterweise fandest du es trotzdem gut, wie wir das gelöst haben. Du möchtest es aber nicht selbst ähnlich lösen, denn gerade das Beispiel der unsymmetrischen Investition zeigt ja, dass man sich auch als Paar im Weg stehen kann, wenn man sich nach dem kleinsten Nenner richtet. Wenn meine Frau so denken würde wie du, hätte sie ihr ganzes Vermögen in dieses Haus stecken müssen und keine eigenen Rücklagen für eigene Wünsche mehr gehabt. Ich glaube nicht, dass sie damit glücklich geworden wäre. Und ich wäre nicht glücklicher gewesen, wenn ich dadurch einen irren Lebensstandard hätte verwirklichen können, indem ich das ganze übrige Geld dann für mich irgendwie verprasse.


    Ein Kind ist auch eine Investition, es gehört zum Lebensmodell genauso wie alles andere.

    Zitat

    Ich finde das nicht happig, sondern völlig o.k.


    Brauche als Berufspendler ein gutes, zuverlässiges und sicheres Auto. Diese Posten sind nicht verhandelbar.

    Das mag alles sein und man gewöhnt sich auch an Lebensstandards. Aber das ist der Grund, warum hier auch einige biestige Bemerkungen gegen dich fallen. Du schreibst hier von Selbstverständlichkeiten wie hohe Wohnansprüche, Haushaltshilfe, Neuwagen-Leasing usw. und klagst darüber, dass du nicht genügend dazu beisteuern kannst. Wie mag das auf die Leute wirken, die weniger Geld haben, weniger Wohnraum, sich selbst um den Haushalt kümmern, auch jeden Tag ein zuverlässiges Auto benötigen, ein Kind groß ziehen und trotzdem nicht klagen? Versetz dich mal in deren Lage. Aus Haushaltssicht ist es ein reines Luxusproblem - ihr habt mehr als genug Geld. Aus deiner persönlichen Sicht ist es ein mentales Problem, weil du dir nicht eingestehen willst, ein Stück weit abhängig zu sein. Entweder von den Lebensansprüchen, oder halt vom Geld deines Partners. Suchs dir aus - beides gleichzeitig geht nun mal nicht. Aber das ist weder besonders exotisch noch tragisch. :)z

    @Allg zum Thema " Finanzielle Unabhängigkeit"


    Meine Mutter war leider finanziell abhängig, da sie keinen Beruf hatte. Dafür hat sie sich stets aufopfernd um die Familie gekümmert bzw zu Hause alles gemacht, der Partner musste "nur" arbeiten und sich daheim um nix kümmern. Die klassische Rollenverteilung eigentlich wie sie damals in Westdeutschland üblich war. Erst einmal ist das ja kein Problem. Beide Partner haben ihre Aufgaben und gut ist...eigentlich... ":/


    Denn leider ließ der Ex-Mann meiner Mutter sie das spüren... Sie musste nach Geld fragen, heimlich im Internet bestellen weil es sonst Ärger gab... :(v


    Absolutes no-Go aus meiner Sicht!


    Ich finde es völlig klar, dass bei Familiengründung einer beruflich kürzer tritt oder erst mal aussteigt( meist die Frau) und sich schwerpunktmäßig um Kind und Heim kümmert. Allerdings nicht zu 100%, Papas dürfen auch in Erscheinung treten. ;-)


    Das Meiste wird aber ja logischerweise von der Frau gewuppt, wenn sie entsprechend daheim ist.


    Für den Mann ja auch nur gut, so muss er beruflich nicht kürzer treten und er wollte schließlich ja auch Kinder.


    Folglich sollte es einfach klar sein, dass der besser verdienende/ oder der Alleinverdiener das Gros der Finanzen übernimmt ohne Wenn und Aber.


    Bei uns war es so:


    Wir bekamen unsere 2 Kinder und ich war 5 Jahre Vollzeit für die Familie zu Hause.


    Es war gar kein Gespräch nötig über die finanzielle Orga...es war ohne Worte klar.


    Nach 5 Jahren bin ich wieder eingestiegen, da unsere Kids noch jung sind, arbeite ich TZ, mein Mann ist mittlerweile selbständig/Geschäftsmann.


    Auch wenn es damals bei uns keine Probleme gab, weil ich nix verdiente, ist es jetzt doppelt schön, dass ich mein Gehalt habe.


    Denn erstens ist es für ihn als Selbständiger ein Puffer in schlechten Zeiten...würde es bei mir mal schlecht laufen, muss ich meine Stunden nur hochstufen u kann mit meinem Gehalt die Familie alleine ernähren. Und zweitens sichert es mich und die Kids ab...


    Es können viele unschöne Dinge passieren, die keiner möchte wie Berufsunfähigkeit seinerseits, Scheidung...trotzdem könnte ich die Kids und mich alleine ernähren.


    Daher: Wenn man gewisse Zeit raus ist oder nur wenig arbeitet wegen der Kinder, sollte das kein Thema sein. Aber irgendwann für unerfreuliche Veränderungen gewappnet zu sein ist auch gut und wichtig.


    LG