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    Den Gedanken an Kinder für die gemeinsame Zukunft habe ich bereits abgelegt. Genau so wie eine Immobilie anzuschaffen.


    Ich kann wohl nur naiv hoffen, dass er sich seiner Pflicht bewusst wird

    Bekommst du eigentlich mit was du da schreibst ? Du weißt das du deine Zukunftspläne komplett und vollständig aufgeben musst wenn du mit dem Kerl zusammen bleiben willst. Was würdest du denn einer Freundin raten wenn die dir sowas erzählen würde ?

    Um ehrlich zu sein möchte ich gar keine Kinder - er hingegen schon. Ich habe zwar studiert, aber verdiene in meiner profession leider nicht sonderlich gut. Zudem lebe ich in einer teuren Stadt, welche kaum Raum für finanzielle Unbeschwertheit lässt. Kinder kann man sich hier als normalverdiener kaum leisten.


    Wünsche mir hingegen einmal jährlich Urlaub, eine schöne Wohnung zur Miete und mein Auto halten zu können.

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    Wünsche mir hingegen einmal jährlich Urlaub, eine schöne Wohnung zur Miete und mein Auto halten zu können.

    Wirst du haben können, wenn du es selbst verdienst..und wenn du willst dass er in den Uralub mitkommt, wirst du es eben noch mitverdienen müssen.


    Ich frage mich nur, warum du einen Thread eröffnet hast,um Meinungen bittest und dann gegen die einhellige Meinung aller hier mit ihm zusammen ziehen willst.


    Klingt für mich, wie mit Anlauf voll mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen!

    Es geht hier nicht um die Anschaffung eines Küchengeräts. Richtig oder falsch gibt es, meiner Meinung nach nicht, wenn es um zwischenmenschliches geht.


    Ich wollte lediglich Anregungen studieren und etwas diskutieren - ich nehme an, hierfür gibt es solche Foren wie diese.


    Dennoch, danke für deine Anregung.

    Na es gibt halt einfach Menschen die es entweder besser wissen (wel sie diese Erfahrungen schon machen mussten) oder objektiver an die Sache ran gehen und ne Katastrophe erkennen wenn sie sich anbahnt. Es würde mit Sicherheit helfen mehr darauf zu hören, niemand hier hat nämlich was davon wenn du dich trennst / nicht mit ihm zusammen ziehst und die Leute hier wollen dich bloß vor größerem Schaden bewahren.

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    Nun, dann scheint meine Lage demnach wohl aussichtslos zu sein.

    Niemand will Dich persönlich angreifen... sondern Dich nur noch mal bitten, Dir Dein Vorhaben genau zu überdenken... die Gefahr besteht, dass es sich Dein Freund im gemachten Nest gemütlich macht, und Du Dich abrackerst, einige haben diese Erfahrungen schon machen müssen und wollen Dich davor bewahren.


    Und wenn die entsprechenden Verträge erstmal unterschrieben sind, ist es schwierig, wieder rauszukommen...

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    Es geht hier nicht um die Anschaffung eines Küchengeräts. Richtig oder falsch gibt es, meiner Meinung nach nicht, wenn es um zwischenmenschliches geht.

    Wenn Du es rein auf die emotionale Ebene reduzierst magst es in Deinem Empfinden richtig sein, Deinem Freund "hilfreich" unter die Arme zu greifen. Die Frage dabei ist allerdings, wie lange die Gefühle dabei respektvoll und auf Augenhöhe bleiben. Dein Partner nimmt Dich irgendwann nur noch als erzieherische Nörglerin wahr, wird zu mehr Heimlichkeit neigen, um jedem Streit aus dem Weg zu gehen, wenn es um Finanzen geht.

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    Ich wollte lediglich Anregungen studieren und etwas diskutieren - ich nehme an, hierfür gibt es solche Foren wie diese.

    Du hast die Möglichkeit, dass für Dich wichtig und richtige an Argumenten mitzunehmen. Niemand möchte Dich hier zu Entscheidungen drängen oder überreden, die Dir nicht hilfreich erscheinen. Allerdings würden wir ein Forum wie Med1 für überwiegend sinnfrei erklären, wenn es nicht auch kritische und nachdenkliche Anregungen für Ratsuchende schreiben würden.

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    Nun, dann scheint meine Lage demnach wohl aussichtslos zu sein.

    Das ist eine Entscheidung, die nur DU allein für Dich treffen kannst. Dein Partner trifft seine in Bezug auf seinen Lebensstil. Ob dieser für euch beide passend und ein längerfristig harmonisches Zusammenleben ermöglicht, ist EURE gemeinsame Entscheidung.

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    Wünsche mir hingegen einmal jährlich Urlaub, eine schöne Wohnung zur Miete und mein Auto halten zu können.

    Wie sieht Dein Freund diese Wünsche? Habt ihr beide in den vergangenen 4 Jahren schon zusammen Urlaub/e verleben können?

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    Um ehrlich zu sein möchte ich gar keine Kinder - er hingegen schon.

    Wie wollt ihr mit diesem Thema als Paar umgehen? Es ist kein unwichtiger Punkt innerhalb einer Beziehung.

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    Zudem lebe ich in einer teuren Stadt, welche kaum Raum für finanzielle Unbeschwertheit lässt. Kinder kann man sich hier als normalverdiener kaum leisten.

    Es klingt nicht so danach, dass Kinder für Dich generell ein No-Go sind. Sondern eher dem teuren sozialen Umfeld geschuldet ist, dass Du zum Nein in Bezug auf Kinder tendierst.


    Wäre es für euch beide eine realitische Option weiter ausserhalb in den Landkreis der Stadt zu ziehen oder beruflich/privat die Region komplett zu verlassen, um den finanziellen Druck der auf euch lastet zu verringern?

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    Nun, dann scheint meine Lage demnach wohl aussichtslos zu sein.

    ja, so hart es klingen mag, ich sehe es leider so. Mit Deinen gut gemeinten Versuchen, ihn zu retten, wirst Du ihn nur immer tiefer in die Scheiße reinreiten (und damit wirst Du natürlich auch nicht glücklich).


    Aber selbst wenn ich Dich von meiner Meinung überzeugen könnte, wird es auch nichts ändern, weil da noch die Gefühle sind....

    Zusammen ziehen.. Ja, warum eigentlich nicht?


    Das ganz große finanzielle Desaster ist das nicht, einen Mietvertrag kann man auch wieder kündigen. Es ist etwas anderes als ein Hausbau oder eine Ehe.


    Langsfristig sehe ich die Beziehung als gefährdet an. Liebe braucht einen respektvollen Umgang, aber wie soll man jemanden respektieren, den man wie ein Kind bevormunden und erziehen muss in allen möglichen Dingen? Zumal hinter so einem Verhalten meist auch mehr steckt, eine gewisse Antriebslosigkeit, Planlosigkeit, die viele in den Wahnsinn treiben würde.


    Die Frage ist, warum man mit jemandem zusammen bleibt, wo schon jetzt erkennbar ist, dass das nicht gut geht. Aber dieses Stadium hat das offenbar noch nicht erreicht.

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    Briefe werden nicht geöffnet, Mahnungen bis zum Äußersten ausgesessen, Kontopfändungen, mietrückstand. Er hat zudem kein geregeltes Einkommen aufgrund seines Jobs. Insgesamt ist er unzuverlässig und schiebt seine Situation darauf, dass er aktuell keine großen Verpflichtungen hat.

    Nie im Leben würde ich mit "so einem" zusammenziehen. :|N :|N


    Miete gehört für ihn nicht zu den großen Verpflichtungen? :-o Na herzlichen Glückwunsch!


    Was hat er denn für einen Job?


    Das Einzige, was ich mir (für euch, für mich wäre das nichts) vorstellen könnte, ist quasi das "Hausmann-Modell". Du kümmerst dich um die Finanzen, er hält dir dafür den Rücken beim Haushalt frei (je nachdem, wie es bei ihm nun tatsächlich mit arbeiten aussieht) oder für doch evtl. mal Kinder. Das würde für ihn aber zumindest bedeuten, dass er Briefe und Mahnungen nicht ignoriert oder versteckt, sondern an dich weiter leitet.


    Wenn das für euch beide ok ist, könnte es funktionieren. Dass er sich plötzlich ändert und nun doch mit dem Geld klarkommt, würde ich nicht erwarten. :=o

    Sieht Dein Freund denn sein Verhalten selbst als problematisch an? Oder findet er es ganz normal, wie er mit Geld umgeht?


    Ich finde es verständlich und legitim, dass Du wissen willst, wie viel er verdient und auch, ob er Schulden hat.


    Du bist in die Rolle einer "Aufsichtsperson" (Mutter) gerutscht und kümmerst Dich um Sachen, die er selber regeln müsste.

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    Ich finde es verständlich und legitim, dass Du wissen willst, wie viel er verdient

    Ich sehe das mit dem Wissen um den Verdienst des jeweils anderen ein bisschen anders. Geld ist nun mal für viele ein Thema, über das man nicht spricht. Das kann man, wenn es dem anderen wichtig ist, auch akzeptieren, finde ich. Davon abgesehen scheint der Partner von ManhattanLove ja auch kein fixes Einkommen zu haben, das macht das ganze nochmal schwieriger.


    Ich zum Beispiel kann von mir selbst auch nicht so genau sagen wieviel ich verdiene. Ich bin Freiberuflerin, momentan ist die Auftragslage eher ziemlich beschissen. Ich weiß selbst noch nicht wieviel ich diesen und die kommenden Monate verdienen werde :-/


    Was ich aber weiß: was meine Fixkosten sind und was meine variablen Ausgaben sind. Und welchen Spielraum ich da habe. Würde mein Freund mit mir eine gemeinsame, neue Wohnung suchen wollen und fragen wieviel ich verdiene, dann hätte ich darauf keine klare Antwort (wobei ich gerne eine hätte ;-D ).


    Ich weiß wieviel Geld ich monatlich im Durchschnitt ausgeben darf, um über die Runden zu kommen. Wobei ich eben auch nebenbei in guten Zeiten immer fleißig Rücklagen bilde, um in den schlechten Zeiten nicht finanziell unterzugehen.


    Anstelle der TE würde ich bei den Überlegungen zum Zusammenziehen deswegen nicht fragen was er verdient, sondern was er monatlich (fix und zuverlässig) beisteuern kann.


    Von dieser Basis aus kann sie überlegen wieviel sie monatlich zur Verfügung hat und für das gemeinsame Wohnen und Leben ausgeben möchte. Beides kann man dann zusammenaddieren und sich überlegen welche Wohnungen in welchen Gegenden man sich leisten kann.


    Wichtig fände ich es unter den gegebenen Umständen auch eine Regelung für den Mietvertrag zu finden. Zum Beispiel könnte eine Wohnung gesucht werden, die ManhattanLove sich notfalls auch alleine (nach einem möglichen Wiederauszug des Partners) leisten könnte. Ein Untermietvertrag (mit Kündigungsfrist) für den Partner halte ich für ratsam. >:(

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    Dass er sich plötzlich ändert und nun doch mit dem Geld klarkommt, würde ich nicht erwarten. :=o

    Das würde ich auch nicht erwarten, das halte ich sogar für relativ unwahrscheinlich. Es gibt nun mal Menschen, die haben es schlicht nie gelernt vernünftig mit Geld umzugehen.


    Zusammenziehen würde ich mit ihm übrigens erst dann, wenn er seine bisherigen Schulden und Mietschulden abbezahlt hat. Wenn sein Kontostand sich dann eingependelt hat, kann er erst mal herausfinden wieviel er durchschnittlich monatlich zur Verfügung hat (das kann man auch bei variierenden Einkünften). Und von dem Punkt aus kann man überlegen mit welchem Budget man das gemeinsame Leben gestalten kann.


    Wobei ich auch denke, dass du, ManhattanLove, dauerhaft die Finanzministerin in eurer Beziehung sein musst. Das kann durchaus funktionieren, aber man muss die Fronten von Anfang an klären. Aufgabenteilungen halte ich in Beziehungen nicht grundsätzlich für eine schlechte Sache. Eben weil unterschiedliche Menschen verschiedene Sachen gut können :-)