Frage an (Ehe-)Männer: Affäre / nochmal Sex mit der Ex?

    Hallo,


    lese hier schon länger mit und hab jetzt mal eine eigene Frage ...


    Ich besuche demnächst meinen Ex. Ich war "nur" die Affäre und wurde vor einem halben Jahr von der nächsten "abgelöst" (die leider einfach näher dran war, Fernbeziehung). Mit seiner Frau läuft schon seit Jahren nichts mehr, aber er will sie nicht verlassen. Das war kein Problem für mich, ich führe seit 2 Jahren eine einvernehmlich "offene Ehe". Die Frau des Ex (die mit ihm aktuell auch nur eine Fernbeziehung hat) fiel allerdings aus allen Wolken, denn er gestand ihr "Affäre 2" da er sich sicher war, dass das was Ernsteres werden würde. Ende vom Lied: er hat sich kurz danach von Affäre 2 getrennt und will jetzt (mit grade mal Ende 50) wie ein Mönch wieder mit seiner Frau leben, um keine Frauen mehr unglücklich zu machen... es ist auch sicher, dass er mit seiner Frau nie mehr Sex haben wird.


    Ich hatte den Flug schon gebucht, bevor Schluß war und er hat auch nichts dagegen, dass ich bei ihm wohne - freut sich sogar drauf. Wir hatten auch nie Streit miteinander und in den letzten 6 Monaten immer mal sehr nett gechattet. Ich sehe das alles sehr pragmatisch & würde die "ab-und-zu-Sex-ohne-Streß"-Beziehung gerne wieder aufleben lassen (zumindest solange er sich noch auf seinem Auslandseinsatz befindet). Ich will ihn aber auf keinen Fall bedrängen, bzw. mich aufdrängen. Jetzt die Frage an die Männer hier, die sowas ähnliches schonmal erlebt haben: würdet ihr die Chance auf 10 Tage Sex (der *sehr* gut war) mit einer Frau, die keinen "Streß" macht, ungenutzt verstreichen lassen oder keusch bleiben und euch hinterher selbst gratulieren, dass ihr der "Teufel-Weib-Versuchung" so tapfer widerstanden habt??


    Würde mich über ehrliche Antworten, bzw. vielleicht auch ein paar Tipps, wie ich mich vor Ort am besten verhalten soll, wenn ich die minimale Chance auf Sex (die ich schon sehe, denn er fuhr körperlich halt schon ziemlich auf mich ab) nicht vermasseln will??


    Manchmal seid ihr Männer noch größere Rätsel für uns Frauen als umgekehrt, das kann ich euch sagen ;-)

  • 16 Antworten
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    Jetzt die Frage an die Männer hier, die sowas ähnliches schonmal erlebt haben: würdet ihr die Chance auf 10 Tage Sex (der *sehr* gut war) mit einer Frau, die keinen "Streß" macht, ungenutzt verstreichen lassen oder keusch bleiben und euch hinterher selbst gratulieren, dass ihr der "Teufel-Weib-Versuchung" so tapfer widerstanden habt??

    Das kommt ganz darauf an was er möchte, nur weil du Sex willst heißt es nicht das er das genau so haben möchte.

    Zitat

    Manchmal seid ihr Männer noch größere Rätsel für uns Frauen als umgekehrt, das kann ich euch sagen ;-)

    Gibt genug schwierige Personen, männlein und weiblein. Mir unterstellen viele Mädels ich wolle nur Sex obwohl ich ernste Absichten haben. Kann mir auch leider keine erklären warum das so ist.

    Zitat

    Ich will ihn aber auf keinen Fall bedrängen, bzw. mich aufdrängen.

    Ist auch mein persönlicher Vorschlag an dich.


    Entscheide selber, es ist wohl ne 50:50 Situation.


    Von 10 Tagen Sex auszugehen, obwohl er dir jetzt schon eher abgeneigt scheint wäre ich vorsichtig. Wenn du zu ihm gehst, nicht drängen aber einfach anbieten. Spiel den Ball ihm die Hände.


    Viel Glück.

    Schon klar, dass immer zwei dazu gehören.


    Ich hab vor ca. 2 Monaten (als klar war, dass mit der Affäre 2 auch Schluß ist) deutlich zu verstehen gegeben, dass ich an einer Fortsetzung interessiert wäre, bei meinem nächsten Besuch oder auch vorher wieder virtuell.


    Da saß bei ihm aber der Schock über die Reaktion seiner Frau offensichtlich noch so tief, dass er eben meinte, "er mag mich sehr gern, Beziehung aber nur noch platonisch" und "er will mit seiner Frau strikt monogam leben" ... naja, er ist ja erstmal noch knapp 2 Jahre lang 3/4 des Jahres jobbedingt 9000km von ihr (und mir) entfernt. Seither hab ich mich mit solchen "offenherzigen" Äußerungen zurückgehalten, um da nicht die totale Blockade auszulösen bei ihm.


    Alles nicht so einfach ...

    Sicher ist das verlockend, 10 Tage Sex zu haben mit jemanden, mit dem das bereits genossen hat. Aber vllt scheut er auch die beziehungsmäßigen Konsequenzen mit dir oder mit seiner Frau und denkt, dass ist der Aufwand nicht wert.

    Theoretisch ist der Gedankengang sicher so. Ich hab aber deutlich gemacht, dass ich ihn seiner Frau nicht wegnehmen will, sondern einfach ab und zu gemeinsam das erleben, was mit dem festen Partner halt nicht mehr läuft. Ohne sonstige Verpflichtungen.


    Die Frage ist eben, wie "ihr Männer" euch da dann real verhalten würdet. Schafft man es, da standhaft zu bleiben oder hat man den Kopf so voll mit Sex-Flashbacks, wenn die Ex plötzlich wieder leichtbekleidet vor einem sitzt und einen frech angrinst, dass das Hirn irgendwann abschaltet?

    Was würde dir mehr Sorge bereiten, wenn er Sex mit dir hätte, oder wenn er keinen Sex mit dir hätte?


    Irgendwie hab ich das Gefühl beim Durchlesen deiner Schilderungen, dass letzterer Fall das größere Thema darstellen würde. Er würde sich dir gegenüber autonom zeigen, dein "Teufelsweib-Status" wäre flöten, seine Frau hätte höhere Prioritäten, obwohl sie ihm das verweigert (Du machst keine Angaben, warum es so sicher sein soll, dass die beiden nie wieder Sex hätten miteinander), was Du qualitativ hochwertig (meine Interprätation deiner Beschreibung, dass der Sex *sehr* gut sei) anbietest.


    Wenn Du Sorge um ihn hast (irgendwie glaube ich das aber nicht), dass es ihm zusetzen würde, standhaft (also bei seiner Entscheidung) zu bleiben, wenn Du "leichtbekleidet und frech grinsend" dasitzt (und dein Angebot machst). Nun, wenn das für dich ein Problem wäre, dann lass es doch einfach. Geh in ein Hotel und triff ihn eben nur unter "unzweifelhaften" Umständen.


    Warum stellst Du ihm nicht einfach die Fragen, die Du hier gestellt hast? Hast Du Bedenken, dass er abspringt? Was wäre das für dich, wenn er das täte? Ich hab das Gefühl, dass Du dich irgendwie schwertust die Möglichkeit zu akzeptieren, dass Du deinen Spielpartner verloren hast. Ich glaube, er wird dir und deinem Angebot nicht erliegen. Und um deine ursprüngliche Frage zu beantworten. Ja, es gibt Männer, die nicht (nur) mit ihrem Schwanz denken. Und es gibt Männer, für die es Dinge gibt in ihrer Beziehung, die wertvoller als Sex sind. Das unterscheidet dann die Lebenspartnerschaft von einer Sexpartnerschaft, manchmal ausschließlich.

    Nein, das käme für mich nie in Frage, wenn's vorbei ist, dann ist es vorbei. Da gibts kein zurück mehr und bei dem Thema schon gar nicht. Sex ohne Gefühle für den andern funktioniert bei mir einfach nicht und bringt mir deshalb auch nichts. Ich hatte auch mal so ein Angebot so rein zufällig "durch die Blume gesprochen" von meiner Ex, die hätte es mal wieder nötig gehabt so schien mir. Hab dankend abgelehnt und war danach froh darüber, Kontakt ist eh keiner mehr und das ist auch gut so. Man sollte auch an das danach denken...

    Ich hatte "Teufel-Weib" geschrieben, nicht mich als "Teufelsweib" bezeichnet ;-)


    Ich hab ja mit ihm drüber gesprochen, aber sein ganzes Verhalten nur im letzten halben Jahr - Schluß mit mir, Schluß mit der Frau, Schluß mit der anderen Affäre, "Neustart" mit der Frau - lässt bei mir halt den Verdacht aufkommen, dass da einer gerade eigentlich nicht wirklich so ganz weiß, was er will.


    Ich wollte hier einfach nur mal männliche Sichtweisen zu dem ganzen hören. Weibliche kenn' ich mittlerweile zur Genüge ;-)


    Mein Mann sagt, er versteht ihn nicht. Für ihn wäre so eine heimliche Nummer sowieso nichts. Wir sind seit 28 Jahren verheiratet und es läuft nichts mehr seit 4, wir können aber gut und offen miteinander reden. Ich kenne das also schon auch, dass Sex halt am Ende des Tages nicht alles ist, sondern dass sich eine Partnerschaft auch anders halten kann. Wie gesagt, ich will ihm seine Frau ja auch nicht wegnehmen und die sozial-emotionale-Basis, die sie für ihn darstellt.


    Aber ich bin auch sehr wählerisch, was Männer angeht und sowas wie er ist mir in den letzten 10 Jahren nicht über den Weg gelaufen und mit Mitte 40 wird's halt auch ein bisschen "enger" was den Pool angeht ;-)

    Zitat

    so voll mit Sex-Flashbacks, wenn die Ex plötzlich wieder leichtbekleidet vor einem sitzt und einen frech angrinst, dass das Hirn irgendwann abschaltet?

    Das kommt halt auch auf die Situation an, in der man sich gerade befindet. Und auf den Hormonhaushalt und auf die Stimmung und auf überhaupt. Also ich wäre, hätte ich meiner Frau wiederum die Treue versprochen, wohl eher dazu geneigt, mein Versprechen zu halten. Dafür ist ein Verprechen ja erfunden worden.

    Zitat

    Aber ich bin auch sehr wählerisch, was Männer angeht und sowas wie er ist mir in den letzten 10 Jahren nicht über den Weg gelaufen und mit Mitte 40 wird's halt auch ein bisschen "enger" was den Pool angeht ;-)

    Ich würde sagen, er hat das Kriterium verändert, das er bisher an seinen engeren sozialen Kontakt zugrunde gelegt hat. Sex ist für ihn nicht mehr das wichtigste. Was es stattdessen ist, kann nur er sagen. Vielleicht weiß es dein Mann...


    Was den Pool angeht. Ich denke, der wird deshalb kleiner, weil Männer in dem Alter sich langsam entscheiden, was das Leitmotiv ist, wenn es um Partnerschaften geht, Lebenspartnerschaft Liebespartnerschaft, Sexpartnerschaft, Freundschaft, ... Gibt es Defizite, dann fallen Entscheidungen. Eine Ehe wird geschieden, Ehen werden geöffnet, oder man(n) entscheidet sich trotz einem Defizit für eine Partnerschaft, weil sich, wie oben schon gesagt, die Kriterienschwerpunkte verschieben. Männer werden erwachsen, manche früher, manche später, manche auch nie. Erwachsen werden heißt für mich bewusst und offen Verantwortung für Entscheidungen übernehmen zu können, mit allen entsprechenden Konsequenzen.


    Wenn er für die Entscheidung, bei seiner Frau zu bleiben und monogam leben zu wollen, bewusst die Verantwortung übernommen hat, dann wirst Du keine Chance mehr haben.

    Schon klar.


    In einem Monat bin ich schlauer und werde berichten, ob wir den körperlichen Teil der Beziehung "ad acta" gelegt haben und einfach Freunde bleiben, oder ob die Affäre auch einen Neustart bekommen hat.


    Ich mag ihn sehr und leben könnte ich mit beiden Szenarien. Dasjenige das Sex beinhaltet, wäre für mich aber aktuell definitiv das attraktivere. ;-)

    Du würdest ihn also aktiv und gezielt verführen wollen, auch wenn er das bei klarem Verstand (also alle Blutkörperchen hübsch im kompletten Körper verteilt, nicht nur in den unteren Regionen) nicht wöllte? Ist er nur als Liebhaber so besonders, dass Du auf die Freundschaft zu ihm verzichten würdest/wölltest, wenn das schief geht?


    Ich weiß nicht so genau, ob Du ihm einen Gefallen tun würdest, wenn er es hinterher mal so richtig bereut. Oder er erneut Schwierigkeiten mit seiner Ehefrau bekommt.


    Und falls er Dir widerstehen könnte (also vorausgesetzt, er packt nicht selbst den Stier aus, sobald Du in der Türe stehst ;-) ), könnte diese Freundschaft dann noch bestehen bleiben?

    Zitat

    Du würdest ihn also aktiv und gezielt verführen wollen, auch wenn er das bei klarem Verstand ... nicht wöllte?

    Nein. Ich werde sicher nicht über ihn herfallen - ich hab schon auch meinen Stolz ;-)


    Ich habe deutlich gesagt, dass ich an einem "reload" interessiert wäre - er hat das bislang abgelehnt und wenn er während dem Besuch seine Meinung ändern sollte, muß er schon auch den ersten Schritt machen.


    Aufgrund der Temperaturen dort, ist es aber so, dass ich da zwangsläufig ziemlich leichtbekleidet sein werde und ich gehe sicher auch nicht absichtlich in "Sack und Asche". Er hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt zu sagen "Ich glaube es ist keine allzu gute Idee, wenn du bei mir wohnst, vielleicht gehst du doch lieber nebenan ins Hotel und wir treffen uns zum Essen gehen etc." ... hat er aber nicht. Also muß (oder evtl. will?) er da eben durch.


    Wir sind im halben Jahr seit Schluß ist in Kontakt geblieben und verstehen uns nach wie vor gut. Wie gut/erhaltenswert eine Ehe ist, die seit 7 Jahren in sexueller Hinsicht nur noch auf dem Papier besteht und in der der Partner mehreren Jahren Fernbeziehung zugestimmt hat, ohne selbst mit ins Ausland zu gehen (was problemlos möglich gewesen wäre) und dort maximal einmal im Jahr auf Besuch hinfährt, kann hier ja auch jeder mal für sich überlegen.

    Zitat

    Wir sind im halben Jahr seit Schluß ist in Kontakt geblieben und verstehen uns nach wie vor gut. Wie gut/erhaltenswert eine Ehe ist, die seit 7 Jahren in sexueller Hinsicht nur noch auf dem Papier besteht und in der der Partner mehreren Jahren Fernbeziehung zugestimmt hat, ohne selbst mit ins Ausland zu gehen (was problemlos möglich gewesen wäre) und dort maximal einmal im Jahr auf Besuch hinfährt, kann hier ja auch jeder mal für sich überlegen.

    Ich denke, gerade das sollte nicht Gegenstand deiner Überlegungen sein, und zwar aus zwei Gründen.


    Zum einen lebst Du differenzierte Beziehungen, so z.B. eine (vermutlich im Schwerpunkt) Sexbeziehung mit deinem "Fernbeziehungsfreund" und eine weitere Lebenspartnerschaft mit deinem Ehemann. Ich denke, dass Du diese beiden Beziehungen ganz bewusst gestaltet (Spielregeln, Ansprüche, Bedürfnisbefriedigung, ...) und gelebt hast bzw. es noch tust. Das sind dann Kommitments zwischen dir und den entsprechenden Partnern. Warum soll jetzt die Diskussion auf die Ehefrau deines Freundes ausgeweitet werden? Sie spielt doch in deinen Überlegungen (hoffentlich) keine Rolle. Ich gehe nicht davon aus, dass Du sie und ihr Verhalten als Rechtfertigung brauchst, um Sex mit deinem Freund haben zu "dürfen". Du hast mit deinem Mann das Kommitment, dass Du sexuelle Partnerschaften eingehen kannst, ohne dass eure Lebenspartnerschaft infrage gestellt wird. Das sollte doch reichen. Wenn sie Teil deiner Überlegungen sein soll, dann muss sie auch Teil deines Kommitment werden. Nach dem was Du aber erzählt hast, können wir wohl ihre Bereitschaft dazu, noch zudem in deinem Sinne, ausschließen. Und einen moralischen Ansatz ins Felde zu führen, nun, ich denke, dass das hier nicht wirklich hilfreich wäre. Frei von Konventionen heisst für mich frei von Moral (damit meine ich die unreflektierte öffentlich-normative Moral, die einem von aussen aufgenötigt wird), aber auch gleiches Recht für alle.


    Zum anderen lebst Du selbst ja ein relativ unkonventionelles (Beziehungsweise)Leben. Also warum jetzt konventionelle Ansprüche an die Frau und die Beziehung deines Freundes stellen? Wenn unkonventionell, dann für alle Beteiligten. Sich dazu zu entschließen, eine sexlose Beziehung, aus welchem Motiv heraus auch immer, zu führen, ist in meinen Augen nicht mehr und nicht weniger unkonventionell, als sich für eine offene Beziehung mit Nebenbeziehungen zu entschliessen. Ich gehe davon aus, dass jede Spielart in ihrer ganz individuellen Ausprägung ein tieferes Bedürfnis befriedigt. Einzige Bedingung dabei ist für mich nur, dass alles einvernehmlich und bewusst, freiwillig und für alle ohne Schaden abläuft. Ich denke, das nennt man dann verantwortungsvoll.