Obeast, es gab hier doch nie ein Thema. Oder was glaubst Du, warum der Faden so lustig geworden ist?


    Ich werde es nie verstehen, wenn Männer sich über ihren ach so harten Job definieren müssen. Es gibt Leute, denen ich allen Respekt zolle, weil ICH das nicht arbeiten könnte, aber ich verteile keine Freilose mit Bewunderung für Leute, die sich größer vorkommen wollen als sie sind.


    Weißt Du, ich hab auch einen Job, wo ein Fehler meine Firma Millionen kosten kann. Wenn es ganz dumm läuft, kann ich auch jemanden mit einem Softwarefehler umbringen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering und alleine Schuld wäre ich ja auch nicht. Denn ich bin nur angestellt und so lange ich konzentriert arbeite, wird sowas a) nicht passieren und b) würde ich dafür nicht im Gefängnis landen.


    Klar, ich kann mir auch zu Feierabend gröhlend auf die Brust klopfen, was ich heute schon wieder Unmenschliches geleistet habe. Oder meinem Mann vorheulen wie unfähig meine ganzen Kollegen sind und dass die Firma ohne mich schon pleite wäre. Oder ein gepflegtes Burn Out kriegen.


    Stattdessen tue ich mein Bestes und was ich vom Tagespensum nicht schaffe, mache ich am nächsten Tag. Ich kann ja nicht unendlich Überstunden schieben, weil der Kindergarten nur bis 16 Uhr auf hat.


    Da fängt dann übrigens der harte Teil meines Jobs an. Ich muss mein Kind gesund groß kriegen und nebenher zu einem nützlichen Teil der Gesellschaft erziehen. Das ist mit unendlich viel mehr Verantwortung verbunden als der andere Job, für den ich bezahlt werde. Der nimmt auch nur 1/4 des Tages ein. Die restlichen 18 Stunden gehören der Familie.

    @ blucapart

    Zitat

    Ich werde es nie verstehen, wenn Männer sich über ihren ach so harten Job definieren müssen.

    Nicht Männer definieren sich über ihren Job, sondern Frauen definieren Männer über ihren Job. Will ein Mann eine attraktive Frau haben, muss er ordentlich Asche machen, sprich einen guten angesehenen Job haben. Welche Frau möchte denn schon einen Sozialpädagogen, der 1300€ netto im Monat verdient, als Vater ihrer Kinder... keine, jedenfalls keine, die sich "einen besseren" angeln kann.

    Sozialpädagogen haben im Durchschnitt 38772 EUR Jahresbrutto (Quelle Lohnanalyse.de), dass ist deutlich mehr als 1300 netto. Wie aussagekräftig diese Quelle ist, weiß ich nicht, da mein Jahresbrutto über 10000 Euro höher ist als das durchschnittliche Jahresbrutto in meinem Beruf.

    Zitat

    Nicht Männer definieren sich über ihren Job, sondern Frauen definieren Männer über ihren Job. Will ein Mann eine attraktive Frau haben, muss er ordentlich Asche machen, sprich einen guten angesehenen Job haben.

    Ach ja? Schön das du das so pauschal hinstellst.. Kleiner-Mann-Komplex lässt grüßen %-|

    Klar, wenn ich einen kennenlerne, der mir gefällt, dann frage ich erst mal nach dem Job... Schon klar.


    Daß aufgrund von solchen Kritereien aussortiert wird ist wohl eher der heutigen Zeit, der schönen neuen Online-Welt und Datenportalen etc. geschuldet. Dadurch, daß man so wahnsinnig viele Auswahlmöglichkeiten hat, sortiert man viel mehr aus.


    Ob das immer gut ist ist eine andere Frage. Bin froh, daß mir all das bisher erspart geblieben ist und ich hoffe sehr, daß es so bleibt.


    Wir waren damals beide nix (Schüler) und hatten (fast) nix. Und haben uns ganz analog kennengelernt, im wahren Leben nämlich. Ohne Auswahlkriterien. Hat sich bisher bewährt. Sollte man auch heute viel öfter machen. Statt immer nur vermeintlich besseren Frauen/Männern hinterherzujagen.

    Zitat

    Ich muss doch nochmal nachtreten:


    Es gibt Leute, die arbeiten am Hochofen, im Bergwerk oder in Schlachtereien. Andere sind im mobilen Pflegedienst, putzen Toiletten, sind Pflichtverteidiger für Mörder, arbeiten beim Rettungsdienst oder der Berufsfeuerwehr.


    Für mich fällt so einiges unter "harte Arbeit" und der IT-Bereich gehört ganz sicher nicht dazu.

    Jetzt unabhängig vom TE, nur weil man ihm noch mehr Luschigkeit als eh schon vorhanden unterschieben will, alle IT-Berufe (was genau er macht, ist ja nichtmal erwähnt worden) als lahmer als Hausarbeit abzuwerten ist nun auch sehr lächerlich.

    Zitat

    Ich werde es nie verstehen, wenn Männer sich über ihren ach so harten Job definieren müssen.

    Da gibts auch genug Frauen.... Du hast es im letzten Beitrag selbst getan ;-D Allerdings nach dem "uh-es-ist-so-hart-ABER-ich-beklage-mich-nicht"-Schema ;-D

    Wenn das so rüberkommen kam, war das nicht meine Absicht. Die Übertreibungen waren offensichtlich nicht weit genug überzeichnet. Gemeint war es eher so "Ich könnte jammern, weil <fiktive Gründe>,...(aber wieso sollte ich, wenn ich froh sein kann, einen guten Job zu haben)." Oder was hast Du gemeint? Ich empfinde meinen Job wirklich nicht als hart oder was meinst Du genau?


    Ich habe manchmal so den Eindruck, mit einem roten Nick darf man nichts vom Geldverdienen verstehen und mit einem blauen Nick weiß man nichts über Kinder.

    Ich finde auch, gerade heutzutage definieren sich sehr viele Frauen über ihren Job!


    Gerade unter den Frauen des Mittelstandes ist es manchen geradezu peinlich, sich als "nur" Hausfrau und Mutter zu "outen"....


    Ansonsten denke ich, Männer, die ein schönes Aushängeschild suchen, mit dem sie angeben können und Frauen, die nur auf das Bankkonto achten, die passen doch gut zusammen, oder nicht? :=o

    Hier sehe ich vor allem den TE in der Rolle, dass er zwar gerne die Vorzüge einer Ehe genossen hat, in der die Frau für den Haushalt alleine zuständig war, aber nun, da es ans Eingemachte geht, kritisiert er, dass sie sich nicht hälftig am Familieneinkommen beteiligt hat. Dadurch, dass er ihr die Familienarbeit alleine überlassen hat und sie sich nicht stärker im Berufsleben einbringen konnte, ist sie gezwungen, im Falle einer Trennung auf seine Altersversorgung zurückgreifen zu müssen (Versorgungsausgleich). Spätestens da geht bei den Männern wieder das Heulen und Zähneklappern los.

    Das is ja das witzige... anstatt im kindesalter zu sagen "ich geh 80% damit du auch 70% gehen kannst und wir teilen uns die Erziehung " meckern sie halt am ENDE rum, wenns ans geld geht.


    Am besten soll die frau 100% arbeiten, 100% kind kümmern und 100% putzen...


    Es gibt so viele Lösungen aber viele verharren in alten nustern und beschweren sich hinterher...