Übrigens, meiner Erfahrung nach sind die Männer, die ständig von Alphas und Betas faseln, ziemlich bemitleidenswerte Geschöpfe. Ein selbstbewusster, ruhiger Mann hat es nicht nötig und schätzt sich, wie er ist, ohne in absurden Neid zu verfallen ob der ihm verwehrten Möglichkeiten ganz viel Sex mit ganz vielen attraktiven Frauen zu haben, weil er weiß, man kann im Leben auch nicht alles haben. Ich wäre auch gern Tochter von Millionären. Bin ich nicht. So ein Pech. Ja, Männer mit schönem Körper und gutem Aussehen sind umschwärmter als das Gegenstück dazu, und ja, ein schöner Schwanz ist ne Augenweide und deutlich besser als ein Mikropenis (mal verallgemeinernd gesprochen, es gibt immer Ausnahmen), Amen. So ist es nun mal. Gejaule wie scheiße Frauen sind macht weder den Schwanz größer noch einen selbst attraktiver. Heißer Tipp: es macht einen verdammt unattraktiv. Keine Frau will nen Jammerlappen. Genausowenig wie ein guter Mann einen weiblichen Jammerlappen will. Das Leben ist hart und ungerecht. :°_*:)

    ich würde das als evolutionäre Sache einstufen. Männer stehen vorrangig auf schmal-taillierte Frauen. Wie üppig dann der Rest ist, ist dann je nach Epoche unterschiedlich, aber die Taillen haben sich Frauen "schon immer" weggeschnürrt. Die Venus von Milo entspringt grob gesagt wohl dem Umstand, dass in Zeiten von Mangel Frauen mit viel Hüftgold am ehesten ein Kind austragen und es ernähren können. Darum ist das Schönheitsideal in afrikanischen Ländern großteils sehr verschobene und Frauen werden dort teilweise richtig gemästet um heiratswillige Männer zu gefallen. Halt die die jeweils die beste Gesundheits und den besten Nachwuchs verspricht - evolutionär unbewusst.


    Männer versprechen den evolutionär besten Nachwuchs wenn sie gute Versorger sind. Entweder gute Jäger, gute Bauer, finanziell gut dastehen.


    Es gibt Studien dazu, dass Frauen in unterschiedlichen Phasen ihres Zyklus Männer unterschiedlich attraktiv einschätzen. Kantige, stereotyp männliche Gesichter vorrangig während des Eisprungs, weiche Männer-Gesichter vorrangig nach dem Eisprung. Ich erinnere mich auch an eine BBC Doku auf Youtube. Die Männer wollten Frauen mit schmalen Taillen, üppigen Rundungen an den richtigen Stellen und jugendlicher Erscheinung. Frauen fanden Männer automatisch attraktiver wenn sie im Anzug erschienen (Vorher - Nachher Vergleich). Da kann man sich über seine Benachteiligung als übergewichtig, arm, Beta oder sonstwas aufregen, aber es ist wie es ist.

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    Aus den Mund der Männer, die ich wirklich als gute Partie (NICHT FINANZIELL) bezeichnen würde, habe ich dieses Begriffspaar (Alpha Beta) nie vernommen. Und auch nie Gejaule über böse Frauen.

    Naja, ich hab auch noch nie jemanden mit einer Festanstellung in Vollzeit darüber maulen gehört, dass der Hartz4-Satz zu niedrig angesetzt ist.

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    Naja, ich hab auch noch nie jemanden mit einer Festanstellung in Vollzeit darüber maulen gehört, dass der Hartz4-Satz zu niedrig angesetzt ist.

    Ich finde das durchaus. Und ich maule eher jetzt darüber, da ich gut verdiene, als früher, wo ich teilweise mit weniger als HartzIV ausgekommen bin.

    Alpha/Beta ist halt wirklich massiv zu kurz gegriffen und verkürzt und karikiert die Wirklichkeit arg, und verengt sie auch, macht etwas, das einer von vielen Aspekten ist, nicht nur zum Hauptaspekt, sondern zum alleinigen Aspekt. Das ist einfach ungeheuer verfälschend.

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    Ich finde das durchaus. Und ich maule eher jetzt darüber, da ich gut verdiene, als früher, wo ich teilweise mit weniger als HartzIV ausgekommen bin.

    ... :-D Äh, ja ... mein Punkt war der, dass es nicht weiter verwunderlich ist, wenn sich jemand nicht über Probleme mit Sachen beschwert, mit denen er keine Probleme hat.

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    Alpha/Beta ist halt wirklich massiv zu kurz gegriffen und verkürzt und karikiert die Wirklichkeit arg

    Ich seh's immer so, dass die PUA ja einen Markt "brauchen". Wenn sie da manchen Subjekten nicht einreden würden, dass sie arme Betas sind die die Hilfe eines PUA brauchen, würde da ja auch kein Geld fließen.

    Na, aber ganz viele Leute denken halt nicht so, das wäre dann so mein Punkt und war vielleichteventuellmöglicherweise auch der Punkt der Gereizten. Äh. Der Liebreizenden, mein ich natürlich.


    Ich hab so ein bisschen überlegt, ob ich Alphas und Betas kenne. Und das einzige, wo es für mich so ein bisschen hinhaut, ist die Schulzeit, wo es halt ganz angesagte Leute gab und welche, die gar nicht angesagt waren. Maximal übersteigert in amerikanischen Filmen, ich will aber nicht ausschließen, dass es auf amerikanischen Highschools tatsächlich oft so läuft.
    Einer, der in der Schule ganz schön angesagt war, der wohnt zwei Straßen weiter, dem geht es nicht gut. Er ist echt übel abgestürzt und berappelt sich nicht so richtig. Ist er nu ein ehemaliger Alpha, der jetzt ein Beta geworden ist? Für mich ist er ein ehemaliger Mitschüler, der mir immer zu doll Partytyp war, aber im Grunde ein lieber Kerl. Es macht mich traurig, wenn ich sehe, wie es ihm jetzt geht, er war immer so ein unfassbar lebendiger Typ mit knallblitzblauen Augen, und jetzt blitzt da gar nichts mehr, und er ist völlig ausgebrannt und schleppt sich so durch. Er war niemals ein "Alpha" für mich, sondern jemand, der in seinem damaligen Umfeld zumindest an der Oberfläche super klarkam, und irgendwann ist er lang hingeschlagen und ist nicht wieder aufgestanden. Und er ist jetzt für mich kein "Beta", sondern jemand, dem irgendwie alles, was mal zumindest von außen vielversprechend aussah, durch die Hände geglitten ist, den irgendein Schmerz erwischt hat, das Gefühl, sein Innen und sein Außen hauen nicht hin, und die Welt mal eh nicht, dazu halt viel zu viel gekifft und leider auch anderes Zeug dazu. Er ist immer noch ein lieber Kerl, aber er ist so unfassbar weit weg. Mit "Alpha" oder "Beta" wird man ihm doch überhaupt kein Stück gerecht?
    Nachbarn von uns - wunderschönes Paar, sie Mitte, er Ende 40, sieht man ihnen nicht an, beide so unglaublich ... ja, irgendwie so, wie das vielleicht gedacht ist mit dem Schönsein? Alles an ihnen schön, Wohnung schön, Kind schön, Jobs schön, Einkommen schön, Beziehung auch schön, glaube ich, Selbstbewusstsein schön, ich glaube, sie leben sehr gern so, wie sie es tun, und ich freue mich, wenn ich sie sehe, weil sie total nett sind. Mehr als sehen muss ich sie aber nicht, da connected irgendwie nix, wenns übers Grüßen und ein bisschen nachbarschaftlichen Smalltalk rausgeht.
    Sind das Alphas? Beziehungsweise ist er ein Alpha (was wäre eigentlich das weibliche Gegenstück?)? Ich finde ihn sehr hübsch, aber er interessiert mich als Mann nicht die Bohne. Bin ich als Weibchen kaputt, müsste er mich interessieren, wenn er doch groß und hübsch und sportlich und erfolgreich und älter als ich ist und so? Für mich sind das nette Leute, die beide auffallend hübsch sind und gut klarkommen, die aber keinen für mich erkennbaren morbiden Humor haben, keine dreckige Lache und keine komischen Sachen in der Bude, keine langen Bücherregale/DVDs, die irgendwie sehr wenig abseitig sind und so. Sind bestimmt viel interessanter, wenn man sie besser kennt, ist ja eigentlich jeder, aber mich lockt da halt nix, weil irgendwie ... keine Verbindung? Wenn sie genau so hübsch und alles wären, sich aber zudem total für Zombiefilme begeistern/Hunde lieben/nachts Graffiti sprühen/supergern auf eine mich ansprechende Weise rumblödeln würden, dann wäre das schon was anderes, aber so ... hm. Ist halt für mich nicht so interessant?


    Ich hab halt nicht den Eindruck, dass dieses Alpha-/Beta-Prinzip mir irgendeinen bisher für mich rätselhaften Teil der Welt zugänglicher machen würde. Ich habe stattdessen aber das deutliche gefühl: Wenn ich dieses Prinzip als Gedankenkonstrukt zugrundelege, verstehe ich die Art, auf die manche Leute nicht gut mit anderen klarkommen. Es ist ein psychologischer Schlüssel - ich kann mir sehr gut vorstellen, welche zwischenmenschlichen Probleme ein Mensch hat/entwickelt, der sich auf diese Weise die Welt erklärt. Das passt dann alles ziemlich gut zusammen. Ich frage mich nur, weshalb man das will und tut, DAS erschließt sich mir nämlich nicht.

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    Sind das Alphas? Beziehungsweise ist er ein Alpha

    Müsste man wohl mit Ja beantworten.


    Meines Wissens geht es bei Alphas und Betas um gruppendynamische Rangstrukturen. Die Selbstbewussten "führen" an, ihre Meinung nimmt man ernst, man hört ihnen zu. Ja, in der Schule aber auch im Erwachsenenleben. Ein Alpha hat einen hohen Status in der Gesellschaft. Das kann man als Mann durch Geld, gutes Aussehen, Selbstbewusstsein oder eine Kombination dieser erreichen. Es enthält schon einen Kern Wahrheit meiner Meinung nach, ohne den Kern kann man normalerweise auch schlecht eine Theorie verkaufen. Ich halte nix davon alle Männer in Alphas und Betas einzuteilen. Das ist als würden Männer alle Frauen nur in fickbar oder nicht fickbar einteilen, was ja niemals ein Mann tun würde. Naja das manche Männer solche Kategorien nun auch für ihr eigenes Geschlecht gefunden haben - und meiner Wahrnehmung nach sind die die in Alphas und Betas einteilen normalerweise auch die die in fickbar und nicht fickbar einteilen. ":/