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    und meiner Wahrnehmung nach sind die die in Alphas und Betas einteilen normalerweise auch die die in fickbar und nicht fickbar einteilen

    Ja, das glaube ich allerdings auch. Weshalb sollte so eine Wahrnehmung vor einem Geschlecht haltmachen? Daneben gibt es sicher noch welche, die dieses Alpha-/Beta-Zeug vorrangig auf sich selbst beziehen, das sind dann vermutlich überwiegend Leute, die sich selbst als Beta empfinden.


    Der Großteil der "Einteiler" aber hat einfach ganz generell so ein irrwitzig enges, verknapptes Menschenbild, und das ist ja dann auch selbstbestätigend. Leute, die nicht so denken, wollen mit ihnen vermutlich in den allermeisten Fällen nichts zu tun haben, und Leute, die genauso denken, sind nicht unbedingt geeignet, da mal frischen Wind reinzubringen. We are the Borg - resistance is futil.

    Es kommt ja auch immer auf den Umgang mit solchen Archetypen um. Ich zB glaube schon, dass es ... hm ... ich persönlich würde es nicht Alphas und Betas nennen, da das per se ja schon eine deutliche qualitative Unterteilung ist. Aber es gibt sie schon, diese Typen (also, Typ nicht wie Kerl, sondern wie Art) Die Machos, die Nerds, die Aufreißer, die Sportler. Und ja, ich glaube auch, dass bestimmte Typen tendentiell besser bei einem Großteil der Frauen ankommen als andere. Oder vielleicht nicht mal durch und durch besser ankommen, so auf lange Sicht, aber zumindest oberflächlich um ein lächerlich vielfaches begehrter sind als andere, was dann wiederrum dazu führt, dass die sich tendentiell leichter damit tun, mit Frauen in Kontakt zu kommen. Und nein, das eben nicht nur für Sex, auch für Beziehungen.


    Andererseits sind natürlich die wenigsten Menschen nur Sportler. Oder nur Macho. Oder nur Nerd. Und das ist halt das Problem. Weil eben gerade in der PUA-Szene alles formelhaft auf diese Typen heruntergebrochen und beschränkt wird - da dann eben Alphas und Betas - und dass dann den armen Kerlen, die sich davon mehr Erfolg bei Frauen erhoffen, als Lösung verkauft wird.

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    Was haben Frauen denn davon, wenn sie es leugnen?

    Frauen haben, soweit ich das sehe, heute nur ein sehr oberflächliches Selbstbewusstsein. Sie schützen sich als Gruppe gegenseitig, vor "Angriffen" von außen. Und als Angriff gilt alles, was irgendwie im Entferntesten negativ gedeutet werden könnte, selbst dann, wenn es gar nicht negativ gemeint ist.


    Wenn jemand also sagt, dass Frauen in jungen Jahren Alphas bevorzugen und sich erst später auf Betas einlassen, dann wird das von manchen Frauen als Angriff gewertet und somit sofort geleugnet. Wir leben in einer Gesellschaft in der die Frau als dem Mann moralisch durchweg überlegenes Wesen hochstilisiert wurde. Dieses Bild darf niemand ankratzen.

    Ich bemerke auch oft durchaus gewisse Tendenzen bei mir selbst. Zum Beispiel war mein erster Freund ein Riese. Und das fand ich gut - praktisch gesehen nicht, weil ganz oft Nackenstarre vom Küssen, aber es war enorm hormonförderlich. Ich mag es, wenn Männer groß sind, sehr sogar. Ich finde aber trotzdem ganz oft Männer toll, die nicht groß sind, dann eben aus anderen Gründen. Und ganz oft finde ich große Männer doof, aber nicht, weil sie groß sind, sondern aus anderen Gründen. Wenn ein Mann groß ist, sagt definitiv etwas in meinem Hirn: "Guck da mal hin, feine Größe, schnurrschnurr, taugt der Rest?" Und ich habe auch eine Affinität zu einer gewissen Aggressivität bei Männern. Das killodiert - huch? Schöner Vertipper, lass ich stehen ... kollidiert gewaltig mit dem, was ich menschlich gut und anziehend finde, aber hormonell kann das unter bestimmten Umständen durchaus meine Aufmerksamkeit wecken, dann sage ich meiner Hirnanhangdrüse, meinem Uterus oder was auch immer dafür so hyperaktiv verantwortlich zeichnet, genervt: "Alter, halt die Schnauze und sei nicht dumm." Ich habe schmutzige Phantasien, in denen Leute eine Rolle spielen, die ich in echt nicht in meinem Leben würde haben wollen (oder auch: die ich aus meinem Leben rausgeworfen habe).
    Für mich ist Sex vor allem interessant durch die Beziehung zu demjenigen, mit dem ich Sex habe. Das muss keine romantische Beziehung sein, keine Liebe, nicht mal eine gute Beziehung. Aber es muss eine interessante Beziehung sein, sonst finde ich den Sex nicht besonders interessant. Und interessante Beziehungen habe ich, huch, normalerweise nur mit Leuten, die mich interessieren. Mich in einer deutlich weiter gefassten Gesamtheit als "ich, die Hirnanhangdrüse und ihre reflexartigen Ausschüttungen". Und wenn ich jemanden, der anfangs einen #hypophysenaufschrei bei mir ausgelöst hat, bei genauerem Hinsehen nicht interessant finde, dann hören auch meine Hormone normalerweise nach einer gewissen Abregungsphase auf, den interessant zu finden. Dann zucken sie vielleicht ab und zu noch mal kurz, ja, aber das sind halt so Reflexe, und da überflutet mich auch nix mehr. Hingegen ist es durchaus schon vorgekommen, dass ich jemanden lange nicht bemerkt habe, und dann hab ich ihn näher kennengelernt, fand ihn zunehmend interessanter, und dann haben die Hormone das auch geschnallt, so ein bisschen verspätet, und haben sich dann urplötzlich derart ins Zeug gelegt, dass es mir fast sämtliche Hirnzellen aus den Ohren rausgespült hätte.


    Wenn man bei den allerersten Initialzündung oder Nichtzündung sozusagen geistig und auch hormonell "stehen bleibt", dann kann man bestimmt auf solche Alpha-/Beta-Thesen kommen und die auch überzeugend genug finden. Aber das machen doch erwachsene Menschen normalerweise nicht? Also ... da stehen bleiben? Und die, die es tun, könnten bei mir so viel initialzünden, wie sie wollten, nach einer Weile würden auch meine Hormone jemanden, der diverse urtümliche Trigger bei mir auslöst, eher so bewerten: "Oh, guck mal ... ach nee, doch nicht, riecht lecker, schmeckt scheiße, irgendwie bedauerlich, aber was solls." Und sobald sie sich richtig eingegroovt haben, sogar: "Bäh."
    Ich finde aber auch Leute, die ich mag, immer zunehmend schöner, und Leute, die ich nicht mag, immer zunehmend hässlicher, keine Ahnung, ob das den meisten anderen ähnlich geht oder nicht?

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    Wenn jemand also sagt, dass Frauen in jungen Jahren Alphas bevorzugen und sich erst später auf Betas einlassen, dann wird das von manchen Frauen als Angriff gewertet und somit sofort geleugnet.

    Na ihr bevorzugt in jungen Jahren ja auch nicht grad die flachbusige mit Zahnspange oder?


    Ich finds irgendwie verrückt, wie alles auf Clichés runtergebrochen wird...


    Aber das Geschwafel von Alphas und Betas find ich total übertrieben. Das schiebt die Verantwortung von einem selbst auf anderes. "Wissenschaftliche" Ergebnisse, Gott, die bösen Frauen.


    Anstatt es eben auch bewusst selbst in die Hand zu nehmen etwas zu ändern. Was das geänderte ist, ist dabei sehr individuell.

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    Also nicht bei den vielseitig fickbaren Möglicherweisebeziehungstypen

    Um es mal fachlich zu formulieren: Häh ?

    Na, die da:

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    aber zumindest oberflächlich um ein lächerlich vielfaches begehrter sind als andere, was dann wiederrum dazu führt, dass die sich tendentiell leichter damit tun, mit Frauen in Kontakt zu kommen. Und nein, das eben nicht nur für Sex, auch für Beziehungen.

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    Frauen haben, soweit ich das sehe, heute nur ein sehr oberflächliches Selbstbewusstsein. Sie schützen sich als Gruppe gegenseitig, vor "Angriffen" von außen.

    Na komm, das hat doch nix mit "oberflächlichem Selbstbewusstsein" (was soll das überhaupt sein?) zu tun, das müsste doch einem PUAvian ganz unmittelbar einleuchten ... jedenfalls ist das auch bei sehr vielen Primaten eine ganz typische Sache. Die Frauensippen halten zusammen, um sich vor den körperlich stärkeren, aber von den Sozialbeziehungen her unterlegenen Männchen zu schützen. Ist doch alles total grunz und knurr, was daran ist dir denn ein Mysterium? Passt doch voll ins Konzept?

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    Na ihr bevorzugt in jungen Jahren ja auch nicht grad die flachbusige mit Zahnspange oder?

    Hier geht es aber doch um Frauen. Auch das ist doch wieder Relativierung: "Wir sind nicht schlimmer als Männer.".


    Hat auch niemand behauptet.

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    Ich finds irgendwie verrückt, wie alles auf Clichés runtergebrochen wird...


    Aber das Geschwafel von Alphas und Betas find ich total übertrieben. Das schiebt die Verantwortung von einem selbst auf anderes. "Wissenschaftliche" Ergebnisse, Gott, die bösen Frauen.

    Von "bösen Frauen" schreiben in solchen Diskussionen fast ausschließlich Frauen. Dass Frauen lieber Alphas haben, macht sie nicht böse. Ist ganz normal. Wozu braucht es da Rechtfertigungen?

    Wow, wie geil beschrieben!


    Und ja so Ähnlich geht es mir auch.


    Obwohl ich sagen muss, dass das mit den "schlimmen" Hormonzündungen bei mir jetzt im Alter *hust* 27 * hust* nicht mehr so extrem ist, wie als Teenager.


    Als Teenager bin ich doch tatsächlich nen halbes Jahr lang jemandem hinterhergeschmachtet, der mich immer gemobbt hat... Dumme Hormone, Böse Hormone... aber irgendwann haben sie zum Glück da mal Ruhe gegeben.

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    Na komm, das hat doch nix mit "oberflächlichem Selbstbewusstsein" (was soll das überhaupt sein?)

    Selbstbewusst wirken und bis zu einem gewissen Grad auch glauben es zu sein, aber letztlich beispielsweise bei kleinster Kritik unreflektiert reagieren. Die moderne Frau wirkt selbstbewusst, solange sie gar keinen Gegenwind bekommt.

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    zu tun, das müsste doch einem PUAvian ganz unmittelbar einleuchten

    Keine Ahnung. Ich habe mit PUA nun wirklich überhaupt nichts zu tun. All das, was ich beiläufig davon mitbekommen habe sieht für mich auch sehr >affig< aus.