• Frauen, die sich über Männer definieren

    Hallo @:) Aus gegebenem Anlass habe ich über die Thematik im Fadentitel nachgedacht. Der Auslöser war eine ehemalige Kollegin, die sich von ihrem Mann oder besser gesagt er von ihr getrennt hat. Natürlich wurde das ausgiebig im Kollegenkreis besprochen %-| (was ich sowieso nicht verstehe, dass man das am Arbeitsplatz breittreten muss, aber das ist ein anderes…
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    sondern, warum so viele Frauen glauben, Frau müsste unbedingt einen Mann haben.

    Meiner Erfahrung nach ist das keine Frage des Geschlechts, sondern eher des Alters. Je älter der Schnitt, umso häufiger trifft man die Meinung an, dass es das Lebenziel (oder zumindest eines der Lebensziele) sein muss, ein Person des anderen Geschlechtes dauerhaft an der Seite zu haben. Sie fangen an, wenn du zarte Zwölf bist und fragen mit einem hintergründigen Grinsen: "Und, hast du schon einen Freund?" Ab da geht es nur noch bergab. ;-D

    Sicherlich empfindet der Großteil der Menschen es als schöner einen Partner zu haben, aber mich hätten die Sprüche der Kolleginnen auch mächtig irritiert.


    Hört sich schon ein wenig so an, als sei einen Mann haben( möglichst bald wieder) absolutes Lebensziel und wehe der Frau, die vielleicht nicht mehr von jedem genommen werden wird.

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    Hört sich schon ein wenig so an, als sei einen Mann haben( möglichst bald wieder) absolutes Lebensziel und wehe der Frau, die vielleicht nicht mehr von jedem genommen werden wird.

    Genau so kam das Gerede bei mir auch an und deswegen hat es mich auch so irritiert.

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    Je älter der Schnitt, umso häufiger trifft man die Meinung an, dass es das Lebenziel (oder zumindest eines der Lebensziele) sein muss, ein Person des anderen Geschlechtes dauerhaft an der Seite zu haben

    Stimmt, auf ihrem nicht mehr ganz so jungen Alter wurde auch noch herumgeritten.

    Zitat

    Ist einfach ein angenehmeres Gefühl, wenn man von jemandem geliebt wird (und selbst lieben kann) als genau zu wissen, dass man niemandem so viel wert ist, weil da einfach niemand ist...

    Jetzt bin ich doch etwas verblüfft. Man ist sich selbst doch wohl etwas wert, findest du nicht?

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    Stimmt, auf ihrem nicht mehr ganz so jungen Alter wurde auch noch herumgeritten.

    Ich meinte nun eher das Alter der Personen, die solche Denkweisen hegen. Du kannst ein Teenager sein, und sie werden dich dauernd löchern, ob du schon einen Freund hast (niemals, wie deine Noten sind, ob du gute Freunde hast und wie dein Lieblingssport läuft), du kannst Student sein, und sie verstehen gar nicht, warum du an der Uni denn niemanden "findest" (weil eine Universität selbstverständlich in erster Linie eine Partnerbörse ist) und du kannst Mitte Dreißig sein und deinen faulen Nichtsnutz von Ehemann verlassen, und sie werden dich fragen, ob das wirklich klug ist – immerhin bist du nicht mehr ganz jung, so leicht findest du keinen Neuen mehr, und etwas zugenommen hast du auch. Egal, was du machst oder sagst, wie du aussiehst, welcher Arbeit du nachgehst, was du in deiner Freizeit machst: Alles, wirklich alles, hat in ihren Augen mit der Partnersuche zu tun.


    Gut, vielleicht übertreibe ich ein wenig. Aber ich mag dieses Verhalten wirklich nicht und kann es vor allem bei älteren Semestern feststellen, Frauen und Männern gleichermaßen.

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    Jetzt bin ich doch etwas verblüfft. Man ist sich selbst doch wohl etwas wert, findest du nicht?

    Doch natürich. ;-D Ich meinte niemand anderes.

    Zitat

    Aus gegebenem Anlass habe ich über die Thematik im Fadentitel nachgedacht. Der Auslöser war eine ehemalige Kollegin, die sich von ihrem Mann oder besser gesagt er von ihr getrennt hat. Natürlich wurde das ausgiebig im Kollegenkreis besprochen (was ich sowieso nicht verstehe, dass man das am Arbeitsplatz breittreten muss, aber das ist ein anderes Thema) und einhellig war die Meinung, dass sie es wohl schwer hätte, einen neuen Mann zu finden mit ihren Kindern usw. usw.


    Also nicht dass mich das jetzt irgendwie irritiert hätte, dass sie es eventuell schwer hätte, sondern dass die anderen das so wichtig genommen haben, ob sie auch ja wieder einen neuen Mann findet.

    Ich bin ja selbst alleine und das jetzt seit viereinhalb Jahren - und ich suche auch nicht, ehrlich gesagt kann ich mir im Moment keine Partnerschaft mehr vorstellen.


    Aber - ich war früher auch mal so drauf, dass ich mich zwar nicht über meine Partner definiert habe - aber ich hatte eine Heidenangst vor dem Alleinesein, vor dem Partnerlossein.

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    Die Frauen haben tatsächlich so getan, als wäre das das Wichtigste auf der Welt. Als ob man als Frau nicht auch allein klarkommen könnte oder noch krasser ausgedrückt, als würde man d. h. Frau sich nur darüber definieren, einen Mann zum Vorzeigen zu haben.

    Kann es nicht sein, dass sich einfach die meisten Menschen - egal ob Frauen oder Männer - eine gute Partnerschaft wünschen? Nicht um sich darüber zu definieren, sondern einfach um nicht alleine durchs Leben zu gehen?

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    Ich meine, Frauen, die sich nur über Männer definieren, fallen sowieso früher oder später auf die Nase.


    Was meint ihr?

    Stimmt absolut. Nur dass ich glaube, dass man einen Fehler macht wenn man glaubt, dass jeder, der sich einfach nicht vorstellen kann, alleine zu leben, dass dann macht weil er sich über den Partner definiert.


    Es mag diese Frauen (und Männer) geben, aber ich persönlich kenne eher die Menschen die einfach eine Wahnsinnsangst vor der Einsamkeit haben und die deshalb übereilt neue Beziehungen eingehen usw.

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    Und die damen amchen sich eben gedanken und alleine ein Kind großzuziehen ist eben auch kein Zuckerschlecken, da kenne ich wenige die sagen ach lieber alleine kind großziehen als zu zweit. Das heißt noch lange nicht das man sich über den Mann definiert bzw über den partner

    Stimmt genau.


    Ich bin ja alleinerziehend und ich finde es zwar schade, aber durchaus verständlich, wenn jemand der bisher ohne Kinder ist, dann sagt: Sorry, das kann ich nicht, ich fühle mich einfach nicht fähig mich auf diese Konstellation mit Kind einzulassen - das Kind mag ja ganz toll sein, aber ich kann das einfach nicht." Dahinter mag der Wunsch stehen, selbst leibliche Kinder zu bekommen - und kein Ersatzpapi zu sein - oder aber auch einfach simple Überforderung damit auf einmal ein großes Kind vorgesetzt zu bekommen....


    Das ist mir ehrlich gesagt bedeutend lieber, als wenn ein Mann erstmal sagt "Na klar, ich bin ja sooo kinderfreundlich" - der aber erst dann in der Partnerschaft zeigt, dass er damit simpel überfordert ist.


    Denn man muss sich denke ich als Alleinerziehende immer wieder bewusst machen: Man hat ja auch nicht von einem auf den anderen Tag ein vierjähriges - oder gar schon 12jähriges - Kind bekommen sondern hatte Zeit sich daran zu gewöhnen, in die Beziehung zu dem Kind reinzuwachsen, seiner Rolle gerecht zu werden... dass sich dann viele Männer (und Frauen) überfordert fühlen da schon so ein großes Kind "vorgesetzt" zu bekommen kann ich mehr als gut verstehen. Ich meine, ich bin ja wirklich "gewöhnt" mit meinem Sohn umzugehen und selbst ich komme da manchmal kräftig an meine Grenzen!!!


    Ob jemand perfekt zu jemandem passt... nun, ich glaube, das kann man sowieso nie so genau sagen - und zwar egal ob mit oder ohne Kind. Den einen Traummann, den man verpassen könnte, halte ich ehrlich gesagt für ein Gerücht ;-)


    Abgesehen davon: ich habe mir immer einen Mann gewünscht der sich eine Großfamilie wünscht, der der totale Familienmensch ist. Daher - ein "Traumpartner" wäre für mich nur jemand, der wirklich auch gut mit Kindern umgehen kann... sorry, das ist so und das war schon so, bevor ich ein Kind hatte....


    Insofern - verpassen kann ich meinen Traummann nicht - denn der würde sich eher noch freuen über das Kind dass ich mitbringe oder zumindest der Herausforderung gelassen entgegenblicken - möglichst, weil er selbst Kinder hat die bei ihm leben *lach* (und ja, es gibt doch so einige alleinerziehende Väter - sogar bei meinem Sohn in der Kindergartengruppe gibt es einen Jungen der ständig beim Papa wohnt)

    gwendolynn

    Es hängt halt in vielen Köpfen noch drin, dass Frauen ohne einen Mann nicht vollständig sind. Frauen brauchen doch jemanden um den sie sich kümmern können! Und wer beschützt eine Frau denn überhaupt? Wer trifft die (wichtigen) Entscheidungen? So wird es wohl niemand formulieren, aber das sind meiner Meinung nach immer noch Dinge die in den Köpfen drin stecken und die dann zu solchen Aussagen führen und zu dem Denken, dass eine Frau ohne Mann eigentlich nicht so recht funktionieren kann.


    Männer sind von dieser Denke natürlich auch betroffen.

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    Ich sag auch nicht, dass so ein Mann schlecht ist – nur halt dann nicht der Passende. Wobei ich so naiv und träumerisch bin zu glauben, dass Liebe (fast) alle Hindernisse meistert.

    Dem kann ich zustimmen. Ich trauere keinem Mann hinterher der eventuell nicht für solche Beziehung geschaffen ist: Leben und Leben lassen. Es gibt so viele Männer auf der Welt :-D


    Grundsätzlich denke ich niemand ist dauerhaft allein wirklich glücklich aber lieber allein als mit einem Lückenfüller. ;-D

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    Grundsätzlich denke ich niemand ist dauerhaft allein wirklich glücklich aber lieber allein als mit einem Lückenfüller.

    :)^

    Zitat

    Als ob man als Frau nicht auch allein klarkommen könnte

    Klar kommt man alleine zurecht. Oft hat man gar keine andere Wahl.


    Man kann allein Löcher dübeln, man kann alleine Reifen wechseln, man kann alleine ins Kino gehen, alleine in eine Bar sitzen, alleine reisen, alleine Abende, Wochenenden und Feiertage verbringen. Man kann das auch alles mit Freunden machen. Und trotzdem bleibt wahrscheinlich in vielen Menschen der Wunsch nach einer festen (Liebes-)beziehung und/oder einer eigenen, kompletten Familie bestehen.


    Ich halte das für absolut normal und der menschlichen Natur entsprechend.


    Das Thema holt uns auch alle früher oder später ein. Je älter Menschen werden, umso grösser wird ihre Angst vor Verlust der Gesundheit und Einsamkeit. Das kommt nicht von ungefähr, denn beides trifft mit grosser Wahrscheinlichkeit ein. Darum ist vielleicht auch der Gedanke, dass man die jungen und gesunden Jahre wenn möglich nicht alleine verbingen sollte, so präsent.

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    Man kann allein Löcher dübeln, man kann alleine Reifen wechseln ...

    Ich kann auch Reifen wechseln aber ich lasse es in der Werkstatt machen und Löcher dübeln ...nein da reicht ein männlicher Freund, da braucht man keinen Partner.


    Ich finde manche Arbeiten soll man ruhig den Männern überlassen. ]:D

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    Ich finde manche Arbeiten soll man ruhig den Männern überlassen. ]:D

    Warum eigentlich?


    Ich finde es irgendwie besser wenn ich auch "Männertypisches" alleine mache, solange ich das auch irgendwie hinkriege....

    @ Lancisw

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    Egal, was du machst oder sagst, wie du aussiehst, welcher Arbeit du nachgehst, was du in deiner Freizeit machst: Alles, wirklich alles, hat in ihren Augen mit der Partnersuche zu tun.


    Gut, vielleicht übertreibe ich ein wenig. Aber ich mag dieses Verhalten wirklich nicht

    Ich mag das auch nicht. Ich versteh auch gut, was du meinst, und ich finde nicht, dass du übertreibst. Die Haltung meiner Arbeitskolleginnen hat mich wohl nur deshalb so erschüttert, weil mein näheres Umfeld und meine Freundinnen ganz bestimmt nicht so ticken und ich mir mal wieder auf Arbeit vorkam wie eine Außerirdische, die so ganz anders ist oder denkt oder beides.

    @ Dumal

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    Es hängt halt in vielen Köpfen noch drin, dass Frauen ohne einen Mann nicht vollständig sind. Frauen brauchen doch jemanden um den sie sich kümmern können! Und wer beschützt eine Frau denn überhaupt? Wer trifft die (wichtigen) Entscheidungen? So wird es wohl niemand formulieren,

    Du triffst es auch auf den Punkt. :)z

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    Warum eigentlich?


    Ich finde es irgendwie besser wenn ich auch "Männertypisches" alleine mache, solange ich das auch irgendwie hinkriege....

    Ich habe zu viel Arbeit dem Mann in meiner Ex-Beziehung abgenommen. Das mache ich nicht mehr, denn er hat sich schnell daran gewöhnt. Ein Mann ist kein Dekogegenstand, er soll einfach zeigen was wer drauf hat und mir auch helfen können.