• Frauen, die sich über Männer definieren

    Hallo @:) Aus gegebenem Anlass habe ich über die Thematik im Fadentitel nachgedacht. Der Auslöser war eine ehemalige Kollegin, die sich von ihrem Mann oder besser gesagt er von ihr getrennt hat. Natürlich wurde das ausgiebig im Kollegenkreis besprochen %-| (was ich sowieso nicht verstehe, dass man das am Arbeitsplatz breittreten muss, aber das ist ein anderes…
  • 104 Antworten

    gwendolynn

    Ist eine interessante Frage, und trotzdem, so sehr ich mir den Kopf zerbreche, ich kann nicht greifen, woher dies alles kommt.Das ich es abscheulich finde, dafuer wird man hier mich schon kennen.


    Nehmen wir das "Tier" Mensch.Wir brauchen die "Gemeinschaft".Wir sind soziale Tiere.


    Wir sind auch Zurueckzieher, wir brauchen das.


    Jemand muss in die Welt schreien, nur in einer "Zweierschaft" ist man gluecklich, nur das ist Lebensziel. Und genau hier sehe ich das "Uebel". Jeder Mensch sehnt sich nach dem geliebt sein, dem anerkannt werden als Mensch, den Zaertlichkeiten.


    Die "Partnerschaft" oder "Ehe" besagt ja nichts anderes, du hast nur diese eine Person im Leben. Deshalb fallen ja alle in ein Loch, wenn eine Ehe oder Partnerschaft wegfaellt.


    Man richtet sich im Leben immer aus nach der Suche fuer "einen" Menschen.


    Und schon empfinden sich Menschen als nicht "vollstaendig", wenn sie nicht den einen Menschen haben, bei Milliarden von Menschen.


    Man braucht nur hier im Forum zu lesen, woher die Meinungen Deiner Kolleginnen kommen. Da liest man Beitraege, wie..."Meine Schwester ist auf mich neidisch, da ich in einer Ehe bin.""Meine Freundin ist neidisch, da ich heiraten werde."...Wenn man keine Kinder will, war es nur nicht der richtige Mann oder Frau .


    An Laecherlichkeiten ist nichts zu ueberbieten, und das nur in diesen kleinen Forum.


    Gwendolynn, dieser "Irsinn" ist normal.

    Als langjähriger Single kommt man meistens nicht um Kommentare dieser Sorte herum:


    "Und als nächsten finden wir für dich einen Mann!"


    "Na, wie stehts mit der Liebe? Hast du etwa immer noch keinen gefunden?"


    "Jetzt wirds aber Zeit, wenn du irgendwann noch mal ein Haus und Kinder willst."


    "Du willst keinen Sex? Warum gehst du dann nicht ins Kloster?" :(v %-| ??Dieser saudumme Ausspruch macht mich jedesmal wütend.??


    Keine Ahnung warum die Leute einen damit nicht in Frieden lassen können.

    @ miri80

    Zitat

    Als langjähriger Single kommt man meistens nicht um Kommentare dieser Sorte herum

    Ich kann es mir schon vorstellen aber die Menschen verschonen dich auch nicht, wenn du kein Single mehr bist, dann kommen die Fragen. Wann heiratet ihr, wann gibt es Kinder ("langsam tickt die Uhr") usw. Das kann genauso nerven und meist sind das Frauen die es immer wieder fragen ...


    Locker bleiben. Ich wurde nie besonders von den Sprüche genervt aber wenn mir etwas nicht gefällt, dann sage ich es direkt und deutlich ob jemand nicht damit aufhören kann, weil es nervt. Das funktionier zu 99 %. Viele Leute machen sich eben keine Gedanken darüber was sie erzählen. :-X

    Zitat

    Es hängt halt in vielen Köpfen noch drin, dass Frauen ohne einen Mann nicht vollständig sind. Frauen brauchen doch jemanden um den sie sich kümmern können! Und wer beschützt eine Frau denn überhaupt? Wer trifft die (wichtigen) Entscheidungen?

    Den "unbeweibten" Männern geht es aber nicht viel besser. Spätestens Ende Dreissig sollten sie langsam unter der Haube sein. Aus dem einst bewunderten "coolen Junggesellen" wird dann ein bemitleideter "ewiger Junggeselle". Und mit denen stimmt etwas nicht. Entweder sind sie schwul. Oder sie sind sonst irgendwie traumatisiert. Wer schaut denn bei denen zum Rechten? Die müssen doch einsam sein und werden wohl ihr Elend heimlich im Alkohol ertränken... und wenn sie erst alt sind.... seufz... keine Frau und keine Kinder.....seeeuuufffz

    Zitat

    Ich kann es mir schon vorstellen aber die Menschen verschonen dich auch nicht, wenn du kein Single mehr bist, dann kommen die Fragen. Wann heiratet ihr, wann gibt es Kinder ("langsam tickt die Uhr") usw. Das kann genauso nerven und meist sind das Frauen die es immer wieder fragen ...

    Gut. Aber man sich auch überlegen, wie man reagieren würde, wenn Familie/Freunde "anti-Kind" oder "anti-Beziehung" eingestellt sind.


    "Ihr stellt aber hoffentlich keinen Nachwuchs in die Welt, oder?"


    " Was Du willst Kinder!?! Bei Deinem Lebenswandel!?!"


    "In Deinem Alter ist es eh zu spät für Kinder."


    "Was ihr wollt heiraten? Wieso denn? Ist doch überhaupt nicht nötig."


    "Heiraten kannst Du Dir sparen, in 5 Jahren bist Du wieder geschieden."


    Ist auch nicht wirklich toll... Auch wenn der Wind nun aus der entgegengesetzten Richtung weht.


    Im Grunde ist es einfach eine Grenzüberschreitung in höchstpersönliche Lebensbereiche. Es würde völlig reichen, wenn einem die Leute ihre Meinung kundtun würden, wenn man sie darum bäte (heisst das so? "bitten würde" ist gemeint)

    Zitat

    Ich kann es mir schon vorstellen aber die Menschen verschonen dich auch nicht, wenn du kein Single mehr bist, dann kommen die Fragen. Wann heiratet ihr, wann gibt es Kinder ("langsam tickt die Uhr") usw. Das kann genauso nerven und meist sind das Frauen die es immer wieder fragen ...

    Und ob das nervt...


    Bei mir (fast 40) wird die Frage inzwischen umformuliert: "Kinder wollt ihr jetzt aber nicht mehr, oder?" (Als ob ich je gewollt hätte...)

    @ Mayflower

    Oh ja, auch Deine zuletzt geschriebenen Fragen sind mir durchaus bekannt. Jetzt nicht unbedingt an mich gerichtet, aber im engsten Familienkreis… Wie man's macht, macht man's verkehrt, und macht man's verkehrt, isses auch nicht richtig. ;-)

    Die meisten Menschen möchten auf Dauer lieber in einer Partnerschaft leben und ein Kind zu zwei groß zu ziehen ist leichter als alleine. Deswegen kann ich die Arbeitskolleginnen schon nachvollziehen. Es ist mit einem Kind nunmal schwerer einen Partner zu finden. Es ist verständlich das man sich nicht unbedingt die Altlasten des anderen antun möchte.

    Zitat

    Ich persönlich bedauere solche Tratschweiber, die sich über das Leben anderer Gedanken machen. Zeigt nur, dass sie wenig eigenes Profil haben und sich lediglich über einen Partner definieren können.

    Ich finde es eher mitfühlend sich über das Leben der anderen Gedanken zu machen. Ich mache mir auch viel Gedanken um andere Menschen weil ich mich für sie interessiere

    Zitat

    Als langjähriger Single kommt man meistens nicht um Kommentare dieser Sorte herum:


    "Und als nächsten finden wir für dich einen Mann!"

    Zitat

    Den "unbeweibten" Männern geht es aber nicht viel besser. Spätestens Ende Dreissig sollten sie langsam unter der Haube sein. Aus dem einst bewunderten "coolen Junggesellen" wird dann ein bemitleideter "ewiger Junggeselle".

    Die Leute meinen es ja nur gut. Denn der Großteil ist in einer Partnerschaft glücklicher als ohne und deswegen wird es gesellschaftlich dann als Last angesehen wenn man lange alleine ist.

    Zitat

    Denn der Großteil ist in einer Partnerschaft glücklicher als ohne und deswegen wird es gesellschaftlich dann als Last angesehen wenn man lange alleine ist.

    Also ich für meinen Teil finde es "normaler" und dem menschlichen Wesen eher entsprechend, in einer Partnerschaft zu leben als ein ewiges Single-Dasein zu frönen. Sicherlich gibt es "Beziehungsgeschädigte", und bei jenen ist es sicherlich auch besser, wenn sich für sich bleiben. Aber generell finde ich es auch für die persönliche Entwicklung besser, wenn man eine Gegenüber hat. Ich kenne einige Frauen, die jahrzehntelang allein sind und auch allein sein wollen, weil sie ihre Freiheit lieben. Aber gleichzeitig ist mir auch aufgefallen - zumindest bei diesen - dass sie durch ihr langes Alleinsein auch verlernt haben, Rücksicht auf andere zu nehmen bzw ihr Ding durchziehen ohne sich grossartig um andere zu scheren, auch wenn diese davon tangiert werden. Und das wiederum finde ich nicht in jedem Fall so toll.


    Wenn Kinder mit im Spiel sind, das stelle ich mir für Alleinerziehende schwer vor. Es ist eine große Entlastung, wenn zwei Erwachsene gemeinsam erziehen (vorausgesetzt, sie harmonieren miteinander und mögen auch beide das Kind). Und für das Kind ist es auch besser, weil sich dann nicht ein Erziehungsberechtigter absolut stellt sondern durch einen anderen Part auch relativiert wird.

    Zitat

    Den "unbeweibten" Männern geht es aber nicht viel besser. Spätestens Ende Dreissig sollten sie langsam unter der Haube sein.

    Erst mit Ende dreißig? Yippie :)= ;-D

    Zitat

    Gwendolynn, dieser "Irsinn" ist normal.

    Gut, dann liegt es wohl an mir. Aber ich weiß ja auch, dass ich nicht normal bin ;-)


    Die meisten Beiträge sind leider an dem Thema vorbeigegangen, vermutlich habe ich das EP zu schlecht formuliert, um das auszudrücken, was ich ausdrücken wollte:


    Warum haben manche Frauen es nötig, sich über Männer zu definieren?


    Z. B. las ich auch hier im Forum, dass eine sich darüber beschwert hat, dass ihr Freund von der Feuerwehrübung erst später zurück war als der Freund der anderen, und um mal ein greifhaftes Beispiel ohne Kinder zu haben:


    Das nenne ich "wenn Frauen sich über Männer definieren."

    Zitat

    dass ihr Freund von der Feuerwehrübung erst später zurück war als der Freund ihrer Freundin,

    sollte es heißen

    Nach 5 Jahren Beziehung mit dem Vater meiner Kinder und nach 2 Monatigen Beziehung mit meinem jetztigen Freund, weiss ich, ich bin besser dran ohne Mann.


    Ich möchte kein Mami-Ersatz sein, ich möchte nicht den Haushalt der Männer schmeissen, ich möchte nicht die Männer bekochen, ich möchte in einer Beziehung gleichberechtigung und keine abhängikeit.


    Ich erhoffte mit meiner neuen Beziehung einen Mann auf eigenen Beinen, leider bin ich auf die Nase gefallen und habe noch ein grösseres Kind als mein Ex.


    Jetzt schnell Schluss machen und mein Leben alleine geniessen. ich finde mann soll wircklich nicht abhängig sein, von einem anderen Menschen.

    Zitat

    Z. B. las ich auch hier im Forum, dass eine sich darüber beschwert hat, dass ihr Freund von der Feuerwehrübung erst später zurück war als der Freund der anderen, und um mal ein greifhaftes Beispiel ohne Kinder zu haben:


    Das nenne ich "wenn Frauen sich über Männer definieren."

    Den Zusammenhang versteh ich nicht. ":/