• Frauen, die sich über Männer definieren

    Hallo @:) Aus gegebenem Anlass habe ich über die Thematik im Fadentitel nachgedacht. Der Auslöser war eine ehemalige Kollegin, die sich von ihrem Mann oder besser gesagt er von ihr getrennt hat. Natürlich wurde das ausgiebig im Kollegenkreis besprochen %-| (was ich sowieso nicht verstehe, dass man das am Arbeitsplatz breittreten muss, aber das ist ein anderes…
  • 104 Antworten

    Verstehe ich das richtig? Sie hat von ihrer Trennung erzählt und die Frauen um sie herum haben das Thema gleich in die Richtung "wie findest du jetzt bloß wieder einen Neuen" aufgenommen?

    Also ich habe jetzt nur den Eingangsthread gelesen, aber es stimmt in der Tat, das es als Frau mit Kindern(je nach dem wie alt die Kinder sind) schon sehr schwer ist, und man als Mutter bestrebt ist wieder einen Mann zu finden....schon alleine was das Berufsleben angeht und so......ich bin alleinerziehung und meine Tochter ist bissl was über 2..ich habe in meinem Beruf kaum Chancen auf eine Teilzeitstelle.....habe niemanden, der sie abholen könnte, etc, etc...auf 2 verteielt ist das natürlich viel einfacher zu managen.....und auch so.....als alleinstehende Mutter OHNE Mann wird immer geredet, egal wohin du gehst.....ich kann das sehr gut verstehen, wie die Frauen da reagierten, dennoch würde ich nicht aus diesen Gründen einen Mann nehmen, den ich nicht liebe, nur damit ich dann besser ins Weltbild passe.....Als ich Single war(ohne Kind), war mir das völlig schnuppe....ich habe mich alleine versorgt, und mir war egal ob die Leute sage:schau mal die da, die is schon ewig ohne Mann.....was mit der wohl nicht stimmt...... %:|

    Zitat

    als alleinstehende Mutter OHNE Mann wird immer geredet,

    Auf der einen Seite rein, auf der anderen raus! Als Alleinerziehende-Alleinverdienende hat frau anderes zu tun, als sich das Gewäsch anderer Leute anzuhören.

    Zitat

    Z. B. las ich auch hier im Forum, dass eine sich darüber beschwert hat, dass ihr Freund von der Feuerwehrübung erst später zurück war als der Freund der anderen, und um mal ein greifhaftes Beispiel ohne Kinder zu haben:


    Das nenne ich "wenn Frauen sich über Männer definieren."

    Wenn das Problem nur das ist, dass der Freund später nach hause kommt als der Freund der anderen, läuft das bei mir eher unter Konkurrenzverhalten/Stutenbissigkeit ;-)


    Ich glaube übrigens, dass bei Frauen die Tendenz ein bisschen größer ist, sie als unvollständig zu charakterisieren, wenn sie keinen Mann an ihrer Seite hat, als das umgekehrt bei Männern der Fall wäre. Das liegt vielleicht auch daran, dass man Frauen weniger zutraut, ihr Leben beruflich und/oder mit Hobbys auszufüllen und dass bei einer Single-Frau eher eine sexuelle Flaute unterstellt wird.

    Zitat

    Ich meine, Frauen, die sich nur über Männer definieren, fallen sowieso früher oder später auf die Nase.


    Was meint ihr?

    Bei einigen funktioniert das sogar, ohne auf die Nase zu fallen. Manch ein Mann fühlt sich da ja geschmeichelt, wenn die Frau ihr Leben komplett auf ihn ausrichtet.

    @ kamillchen

    Zitat

    Verstehe ich das richtig? Sie hat von ihrer Trennung erzählt und die Frauen um sie herum haben das Thema gleich in die Richtung "wie findest du jetzt bloß wieder einen Neuen" aufgenommen?

    Ja, das hast du richtig verstanden. Und mich hat es auch ziemlich verwundert (um nicht zu sagen entsetzt) dass das Wichtigste zu sein schien kurz nach einer Trennung.

    @ Außendienst

    Zitat

    Ich glaube übrigens, dass bei Frauen die Tendenz ein bisschen größer ist, sie als unvollständig zu charakterisieren, wenn sie keinen Mann an ihrer Seite hat, als das umgekehrt bei Männern der Fall wäre.

    Da hast du recht :)z deswegen habe ich auch den Fadentitel "Frauen, die sich über Männer definieren" gewählt und nicht einen Titel, der für beide Geschlechter passen würde.

    @ clairet

    Der Zusammenhang im Beispiel damit, dass der Freund der einen später heimkommt als der der anderen (habe vergesse, zu erwähnen, er kam wohl später, weil er noch was trinken war ;-) ), war so gemeint, dass es - also jedenfalls auf mich beim Lesen - so wirkte, als würde die TE dieses Fadens glauben, man müsse seinen Mann soweit im Griff haben, dass er gefälligst dann zu Hause zu sein hätte, wenn frau das erwartet. Wenn das nicht so läuft, dann hat frau was falsch gemacht (nicht meine Meinung).


    Aber vielleicht war das Beispiel auch nicht so gut gewählt.

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    man müsse seinen Mann soweit im Griff haben, dass er gefälligst dann zu Hause zu sein hätte, wenn frau das erwartet. Wenn das nicht so läuft, dann hat frau was falsch gemacht (nicht meine Meinung).

    Um den Zusammenhang mit der Definition zu erklären: Anscheinend glauben viele Frauen, einen Mann haben zu müssen, um sich erstens nicht unvollständig zu fühlen - wie Außendienst schon bemerkte - und zweitens, um etwas vorzeigen zu können, das so funktioniert, wie sie es sich quasi selbst "erarbeitet" haben.


    Hm ... vielleicht fällt mir noch eine bessere Erklärung ein, um zu verdeutlichen, was ich meine.

    Zitat

    Frauen, die sich über Männer definieren

    In deinem Beispiel wurde sie ja von den anderen darüber definiert, ob sie das selbst auch so sieht.. ? Ist es nicht Zufall, dass es in dem konkreten Fall um Männer ging? Wer nicht für sich alleine stehen kann, definiert sich über anderes: Schmuck, Auto, Männer, tolles dies und tolles das :-/ Dass die Frauen zwangsläufig auf die Nase fallen glaub ich nichtmal, die Wahrscheinlichkeit ist vielleicht größer. Und ob sie dann verstehen, woran es lag, steht auch in den Sternen. Wenn sie für ihren super Partner wirklich von anderen, die das soooo wichtig finden, angehimmelt werden, ist es nichtmal ein Wunder, dass sie meinen, dadurch aufgewertet zu sein :-/

    @ Versa

    Zitat

    In deinem Beispiel wurde sie ja von den anderen darüber definiert, ob sie das selbst auch so sieht.. ?

    Ich meinte auch nicht diejenige, sondern die anderen ;-)

    Zitat

    Um den Zusammenhang mit der Definition zu erklären: Anscheinend glauben viele Frauen, einen Mann haben zu müssen, um sich erstens nicht unvollständig zu fühlen – wie Außendienst schon bemerkte – und zweitens, um etwas vorzeigen zu können, das so funktioniert, wie sie es sich quasi selbst "erarbeitet" haben.

    Ich glaube ich weiß, was Du meinst. Sowas finde ich einfach nur schrecklich. Wenn ich sowas will, muss ich mir 'n Hund kaufen und den dressieren. %-|

    @ Lancis:

    ich finde das auch extrem nervig, wenn man bei allem, was man tut, von bestimmten Leuten immer nur auf die Partnersuche oder auf das Sexuelle hin festgenagelt wird. ":/ Ich habe es auch schon einige Male erlebt. :-/ Vor allem weil ich eben seit dreieinhalb Jahren single bin und derweil jede Menge belanglose Dates und zwei ONS hatte quasi. %-|

    Ich kann auch noch mal paar geile Statements zum Besten geben. ;-)


    Ich werde das auch immer mal wieder so seltsam gefragt: "Wie, du trägst 6*1,5l Flaschen alleine nach Hause? Hast du keinen Freund, der das macht oder zumindest einen "friend with benefits"?" Ich habe zwar hin und wieder Kreuz – aber die Flaschen kriege ich gerade noch alleine geschleppt. lol


    Dann hat, als ich so 22, 23 war, meine damals beste Freundin, die mit einem totalen Dreckssack von Freund zusammen ist, der ihr quasi das ganze soziale Umfeld zerstört hat, zu mir gemeint: "Ich jedenfalls möchte nicht so enden, wie du und viele deiner Freunde."


    Ich war damals halt noch unberührt und sie ist mit ihrem seltsamen Typen hauptsächlich deshalb zusammen gekommen, um mal ihre ersten Erfahrungen zu bekommen. lol


    Bei mir im Umfeld gab es schon immer recht viele Leute, die in den 20ern oder 30ern so gut wie keine romantischen oder sexuellen Erfahrungen haben. Da hat sich meine exbeste Freundin wohl dann drüber auslassen müssen aus ihrer Sicht. lol


    Ferner wurde ich das von einem Wohnheimsbekannten auch schon gefragt, ob ich nach so vielen Monaten oder Jahren keinen Notstand hätte. So eine dreiste Frage.

    Zitat

    Ich glaube übrigens, dass bei Frauen die Tendenz ein bisschen größer ist, sie als unvollständig zu charakterisieren, wenn sie keinen Mann an ihrer Seite hat, als das umgekehrt bei Männern der Fall wäre. Das liegt vielleicht auch daran, dass man Frauen weniger zutraut, ihr Leben beruflich und/oder mit Hobbys auszufüllen und dass bei einer Single-Frau eher eine sexuelle Flaute unterstellt wird.

    Dabei weiß man doch:


    eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad. :-)

    Also, ich vermute, ihr findet, ich definiere mich über meinen Mann.


    Wir sind seit 8 Jahren zusammen, seit einem zusammen und ich rede sehr gerne von meinem Mann. Ich finde toll, was er beruflich macht, ich finde toll wie er ist und ich finde toll, das er mein Mann ist und nicht der von ner anderen.


    Ich mag, das er Löcher in die Wand bohrt. Sachen aufhängt etc., ich mag, das er sich freut, wenn ich für ihn koche und die Wohnung geputzt ist, wenn er heimkommt. Im Gegenzug mag ich, das er mehr bezahlt. Und ja, ich finde sogar seinen Job interessanter als meinen.


    Und ich spreche da auch gerne drüber.


    Und trotzdem, ich finde nicht, das ich mich über ihn definiere. Ich KANN Löcher in die Wand bohren, ich kann hämmern, sägen, schweißen, anstreichen, ich kann sogar LKW-Reifen wechseln. Aber warum sollte ich, wenn er es auch machen kann (außer streichen, das kann ich einfach besser).


    Ohne meinen Mann wäre ich totunglücklich und würde mich auch nach nem neuen umgucken (auch, wenn ich mir derzeit nicht vorstellen kann, nen tolleren zu finden). Ich finde es zu zweit einfach viel schöner als alleine.


    Andrerseits hab ich auch keine Angst, alleine zu sein. Ich hab auch nen Job in dem ich Geld verdiene, auch Hobbys, auch Freunde und ich kann nen ganzen Kasten Wasser alleine tragen;-D Also, ich bin mir sicher, das ich klarkommen würden, haben schon dümmere mit weniger Geld und weniger Sozialleben geschafft, aber ich möchte das einfach nicht. In 3 MOnaten kriegen wir ein Kind, ich hätte nichtmal Schiss, alleinerziehend zu sein. Aber ich MÖCHTE es einfach lieber nicht.


    Und was ich an dem Thread überhaupt nicht verstehe: Was findet ihr an der Definition über den Menschen den man liebt, schlimm?