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    Hm, wenn ein Mann jetzt einen ganzen Kopf kleiner wäre und dann auch noch zierlicher ist, würde ich das jetzt nicht so anziehend finden. Aber das müsste den meisten Männern ja auch so gehen oder?

    japp, geht mir auch so. ich denke den meisten männern und frauen geht es so, dass der mann der größere, schwerere und (körperlich) stärkere in der beziehung sein soll und sie sich ansonsten latent unwohl fühlen würden.

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    unterm strich denke ich, dass es sehr vielen frauen weniger um die körpergröße in absoluten zahlen geht als um die "stattlichkeit". also näherungsweise "höhe mal breite". und natürlich auch um die präsenz/ausstrahlung/haltung.

    Denke ich auch und Letzteres ist ja durchaus durch das eigene Handeln beieinflussbar, was ich in einigen Beiträgen erläutert habe. Und so kommt es, dass ich auch ein bisschen Erfolg habe, obwohl ich schlacksig bin (was m.E. das größte No-Go in dem Bezug für die meisten Frauen ist), ich sehr jung aussehe (auch nicht cool) und meinen spärlichen Bartwuchs im Moment stehen lasse, weil mein Rasierer kaputt ist. Aber trotzdem stelle ich mich den Momenten (und bin in jenen) und bringe eine gewisse Ausstrahlung, weil ich im Gegenzug auch von meinen Vorzügen weiß. Ich habe einen guten Verstand, den ich gerne nutze, kann mich gut unterhalten, mache einige gute Witze und man kann dementsprechend eine gute Zeit mir mir verbringen. Würdest du das auch von dir behaupten?

    "Dann solltest du ja keine Probleme haben"


    würden sich die meisten bartlosen Männer denken. Was nur wieder zeigt, dass es weniger um die objetikven Umstände geht, sondern um den Umgang (Interpretation und daraus abgeleitete Handlungen) mit ihnen. Z.B. die Interpreatiton keine Frau will einen Milchbubi mit "Schnauzbart" eines 14 Jährigen, weswegen ich es erst gar nicht probiere. Ich mache es trotzdem und es klappt ab und zu.

    es geht um das zusammenspiel aus objektiven umständen und umgang damit.


    wer aus richtig beschissenen voraussetzungen viel macht, hat am ende trotzdem nur unterdurchschnittliche erfolge. darauf dann mit "siehst du, wer nur etwas aus sich macht, ist auch mit richtig beschissenen voraussetzungen nicht chancenlos bei den frauen" zu antworten, geht irgendwie am kern des problems/frusts vorbei.

    Ich gebe zu, dass es manchmal nach Plattitüde oder Sekte klingt. Das liegt aber darin begründet, dass das schwierigste ist Dinge einfach zu lösen. Ein überkompliziertes Gestz kann jeder schreiben, der genügend Zeit investiert. Und das tun sie auch, indem sie eine bestimmte Geschichte der Wirklichkeit mit ihren inhärenten Gesetze (weiter)schreiben. Zum Beispiel die Gesetze des Partnermarktes bei dem jeder einen Marktwert hat und die Handlungen und Handlungsmöglichkeiten demensprechend interpretiert werden.


    Man kann sich diesen Quatsch ausdenken oder vielmehr gedankenlos übernehmen.


    Oder man kann sich Gedanken über die eigene Wahrnehmung, das Denken und die Handlungen, die man tätigt, machen. Diese Dinge sind essentiell für ein gesundes Selbstwertgefühl, das den eigenen Verstand gebraucht und vertraut, um sich diese Dinge bewusst zu machen.


    Die eigene Wahrnehmung, das Denken und die Handlungen sind engverknüpft, sie sind sowohl Vorrausetzung als auch Folge.


    Wir nehmen die Welt in Kategorien und Schemata wahr. Aber der Verstand erlaubt uns diese zu erfragen und zu hinterfragen.


    Wie wir die Welt wahrnehmen beeinflusst unser Denken und unser Denken beeiflusst die Wahrnehmung. Das Ziel des Selbstwertsgefühl ist Eigenständigkeit, d.i. auch Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von Geschichtsdeutungen der Wirklichkeit. Stattdessen nutzen wir unseren Verstand, um uns ein Bild von der Wirklichkeit zu machen und ein Bild davon wie sie sein sollte. Diese Werte versuchen wir anschließend in Handlungen umzusetzten bzw. unsere Handlungen konform unser Wertvorstellungen auszuführen. Werte werden ausschließlich durch Handlungen geschaffen. Unabhängigkeit ist deswegen mit Arbeit verbunden, da zur Unabhängigkeit auch der Selbsterhalt und die Lebensgestaltung gehört. Bis auf wenige körperliche Funktionen, die automatisch funktionieren, ist für jede Bedürnissbefriedigung Handlung notwendig.


    Es geht darum sich diesen Handlungen bewusst zu machen, da doch viele eine Geschichtsschreibung der Wirklichkeit übernommen haben, wo sich unser Wert z.B. durch den beruflichen Erfolg, durch die Attraktivität oder sonstigem definiert wird. Da wird zum Beispiel Vielen bewusst, dass sie sich gar nicht so sehr über den beruflichen Erfolg definieren lassen wollen, sondern durch eigene Werte. So kann der Workaholic erkennen, dass er seine Familie eigentlich viel öfter sehen will und daraufhin sein Erwerbsverhalten z.B. in Form der Arbeitszeit, der Tätigkeit oder sonstigem ändern. Anderen wird bewusst, dass es keinen Marktwert oder Partnermarkt gibt, weil es unzählige Faktoren gibt, die zur Attraktivität beitragen können, diese verschieden gewichtet sind von Person zu Person und daher nicht sinnvoll in einem Wert abgebildet werden können. Wenn sie sich dem bewusst werden, dann merken sie, dass der Marktwert ein Produkt ihres Kopfes ist, weil er über die gedachte Meinung anderer definiert ist. So kann man sich von dem Ligadenken unabhängig machen und nach Menschen suchen, die aufgrund von rationalen Gründen mit einem kompatibel sind und nicht aufgrund eines erdachten Wertes. Wenn man sich von dem Marktdenken trennt, dann kann man in die Welt gehen und versuchen Menschen wirklich kennenzuerlenen, anstatt ein Produkt zu erwerben. Man kann sich auch hier Gedanken über die Wahrnehmung machen und Erkenntnis kommen, dass die Geschmäcker individuell sind (ja: vermeintliche Plattitüde, aber Realität), auch wenn man durchaus Merkmale ausmachen kann, die von der breiten Masse entweder befürwortet oder gar vorrausgesetzt werden. Menschen, die an ihren Verstand glauben, können durchaus Realitäten feststellen. Aber sie verzweifeln nicht an diesen Realitäten, sondern stellen sich ihnen.


    Storytelling ist ein wichtiges Element in unserem Leben, denn unser Leben ist eine Lebensgeschichte, die wir schreiben. Man kann das Glück nicht erzwingen und man kann (in den meisten Fällen) auch nicht dauerhaft im Glück leben, aber man kann ein zufriedenes Leben führen, das die Wahrscheinlichkeit von gelegentlichen Glücksmomenten erhöht. Dazu muss man aber Verantwortung übernehmen, nämlich die Verantwortung für das eigene Handeln mit dem wir unseren Selbsterhalt und die Selbstgestaltung erarbeiten und im Einklang mit unseren Wertvorstellungen steht.

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    Ich bin 30-40, jage im Bereich 40-50 und 1,60-1,80m. Und nun?

    Und nun? Ich bin raus. Schon zu alt. Das nun! ;-D ;-D ;-)

    Echt jetzt? Naja zum Glück kontrolliere ich beim Date weder den Perso noch bringe ich ein Maßband mit. ;-) Ich habe da ganz andere Kriterien auf die ich achte.

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    Nö, mein Bart wächst ganz ausgezeichnet.

    ;-D ;-D ;-D

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    wer aus richtig beschissenen voraussetzungen viel macht, hat am ende trotzdem nur unterdurchschnittliche erfolge.

    Ich weiß immer nicht so genau, wie man da "Erfolg" bemessen soll. Klar wird aus jemandem, der eher zurückhaltend veranlagt ist und optisch nicht dem Beuteschema vieler Frauen entspricht, höchstwahrscheinlich kein großer Aufreißer. Aber um beispielsweise eine glückliche Beziehung zu führen, muss man ja auch nicht pro Monat drei bis acht neue Leute aufreißen. Ist halt eben immer die Frage - gute oder schlechte Voraussetzungen für was genau?

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    Hast du das selbst geschrieben, Shojo?

    Nee, das ist aus "Marktwert berechnen. Partner finden. Ein Handbuch für wer mit wem und was auf gar keinen Fall und überhaupt wieso und wieso nicht" abgetippt. Der Rest des Buchs ist leider nicht weiter erwähnenswert. ;-D

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    Manchmal//? Siehst du, Humor hast du definitiv.

    Ich muss gestehen, dass ich den betreffenden Beitrag nicht lesen kann, ich scheitere schon im ersten Absatz zwischen dem ersten und dem dritten Satz aufgrund entsetzlicher Spontanermüdung. Muss mal meine Vitamin-D- und Eisenwerte überprüfen lassen, sicher liegts daran!

    Hm also die Idealgröße von Männern (=Pluspunkt) liegt für mich zwischen 1,70 und 1,85.


    Eher negativ ist, was darüber und darunterliegt. Wobei ich das jetzt für mich auch nicht prinzipiell ausschließen würde.


    An sich mag ich diese schlacksigen Männer ja (von denen das Forum hier immer behauptet sie hätten es so schwer) :=o Schlank gefällt mir halt gut, wobei ich auch mit Bäuchlein oder Muskeln leben kann, das hat keine Priorität.


    Das wichtigste ist und bleibt immer der Charakter. Ich will einen liebevollen, führsorglichen, tierlieben Mann, der mit Nähe umgehen kann, sie geniesen kann, aber nicht abhängig davon ist.


    Einen selbstständigen, erwachsenen Mann, der familienbezogen ist, mit sich und den anderen im Reinen. Ach ja und wenn er intellektuell mit mir auf einer Ebene ist, wäre das auch sehr gut ;-)


    Was ich jetzt nicht wollen würde ist, dass ich neben meinem Mann "massig" aussehe. Also ich würde nicht wollen, dass er deutlich dünner/schmaler/kleiner als ich ist. Das liegt dann nicht am Mann selbst, sondern daran, wie ich meine eigene weiblichkeit definiere. Mir selbst gegenüber bin ich viel oberflächlicher als anderen gegenüber. Ich ziehe leider viel zu viel Selbstbewusstsein aus meiner Optik und zu wenig aus den Charaktereigenschaften, die ich an mir schätze...