Also ich empfinde es als völlig normal, sich in der eigenen Wohnung frei (und das schließt komplett ohne Klamotten natürlich mit ein) und ungezwungen zu bewegen. Für mich ist das etwas absolut natürliches und selbstverständliches. Bei den jetzigen Temperaturen laufe ich in der Wohnung in der Regel nur mit String oder Pants herum, Oberkörper frei. Völlig nackt kommt auch oft genug vor. Mein Partner und ich haben da überhaupt keine Hemmungen (warum auch?); und auch das Bad teilen wir uns. Stehe ich gerade vor dem Spiegel, um mich hübsch zu machen und er muss dringend aufs Klo, na dann kommt er halt rein. Genauso wenn er unter der Dusche steht und ich muss mal fix für kleine Mädchen...duschen tun wir übrigens auch ab und an gemeinsam. Ist doch alles so viel schöner...und wenns plötzlich an der Haustür klingelt, kann ich mir immer noch meinen leichten Satinmantel überziehen oder optional auch einfach nicht aufmachen.

    Zitat

    Stehe ich gerade vor dem Spiegel, um mich hübsch zu machen und er muss dringend aufs Klo, na dann kommt er halt rein. Genauso wenn er unter der Dusche steht und ich muss mal fix für kleine Mädchen...

    Genaus DAS finde ich ausgesprochen befremdlich und absolut unästhetisch! Aber glücklicherweise kann ich mir meinen Partner selbst aussuchen.


    Was andere in ihren vier Wänden miteinander tun, kann ich akzeptieren, solange ich nicht Zeuge sein muss. Habe auch Bekannte, bei denen es so zugeht. Trotzdem nicht meine Welt! Für mich gehört zu einer Beziehung auch die Wahrung einer Privatsphäre und ein gewisser Respekt vor dem Partner, der sich auch in der Wahrung der Ästhetik zeigt.

    Die eigenen 4 Wände daheim sind für viele Menschen der einzige Rückzugsort ( Nudisten, FKK Liebhaber mal vernachlässigt), den sie als "hier bin ich, hier bin ICH Mensch, hier darf ich es sein – Ort sehen.


    Es gibt kein sich – ich muss funktionieren angepasst sein. Auch Kleidung wird mitunter als "Schutzhülle" des eigenen Ich's gesehen.


    Die man daheim "ungestraft" ablegen darf, ohne dafür bewertet und abgelehnt zu werden. Relativ unkompliziert ist das Ganze, wenn man allein lebt, und keine über reagierenden empfindsame Nachbarn hat, die aus moralischen oder feintaktischen Gründen ein Problem haben.


    Es gibt nicht wenige Menschen, die selbst Terrassen und Balkone für ihre "Befreiung" (klamottenfrei) benutzen.


    Es ist zum eigenen eine Frage der eigenen Einstellung, aber andererseits im Zusammenleben eine Form des Taktgefühls wie man sich den Mitbewohnern oder dem Partner gegenüber benimmt.


    Wer schon mal in einer WG/Internat gelebt hat, egal ob mit dem ausschließlich mit dem eigenen Geschlecht oder gemischt – kennt Situationen, die man nicht als Regieablauf planen kann.


    Das dringende "Bedürfnis" das spontan erledigt werden muss, die Badtür aufreißend, da steht oder sitzt schon jemand mehr oder weniger entblößt. Man betritt einen Raum, um kurz etwas nachzufragen während der im Zimmer verweilende sich gerade umzieht oder für sich entspannt auf dem Bett liegt, leicht bekleidet oder weniger.


    In einer Partnerschaft zumal in einer gemeinsamen Wohnung lebend, möchte man gleichermaßen die Fluchtburg aus realem Leben und andererseits warmen Nest des sich wohlfühlens/fallen lassen können haben.


    So gesehen wäre es vorteilhaft, wenn Bedürfnisse nach Intimität des Einzelnen nicht meilenweit von denen weg sind, wie der andere sie leben möchte.


    Natürlich wird jeder von Dingen vordergründig geprägt, wie es man es der Kindheit/Jugend von daheim kennt. Ging es dort streng normiert zu – sei am Tisch angezogen, und nicht "unanständig" in Boxershorts+Unterhemd, Tanga nur Slip und durchsichtiges T-Shirt als Gegenstück dazu.


    Wie empfindlich/abgestoßen man sich selbst von solchen Eigenarten des Partners fühlt, hat sicher mit zuvor gemachten Erlebnissen und Erfahrungen zu tun.


    Die "Gefahr", die ich bei dem "freizügigen" Umgang innerhalb der Wohnung sehe, wäre vielleicht eine zunehmende Gewohnheit am nackten Anblick des Partners, sozusagen eine stetige "Überreizung", die für den Sex irgendwann zu wenig Spannung übrig lässt.


    Ist aber sicherlich sehr individuell und keineswegs pauschal zu verstehen. Bei einigen Menschen wäre es so, bei anderen wiederum nicht. Es gibt keine Regel die für alle gilt, außer jene von Geburt und Tod. Alles andere ist wandelbar/veränderlich von Mensch zu Mensch.


    Wichtig wäre darüber zu reden, und vielleicht die goldene Mitte zu finden, manchmal ist weniger einfach mehr und ein wenig mehr ganz viel.


    Im engen zusammenleben ist es einfach unerläßlich, dass alle sich zuhause und wohlfühlen, sich aufgehoben und akzeptiert fühlen, in all ihren Eigenarten und "Spleens". Diese machen uns aus, und im besten Fall ergänzen sie sich hervorragend miteinander.


    Rede mit Deiner Freundin, ohne Zeigefinger, ohne komische Blicke – erzähl ihr von Deinen Empfindungen, mach es humorvoll und respektvoll, ohne das sie sich angegriffen oder reglementiert fühlt. Jede Beziehung besteht darin aufeinander zu zugehen, damit es wertig für beide bleibt.

    Zitat

    Genaus DAS finde ich ausgesprochen befremdlich und absolut unästhetisch! Aber glücklicherweise kann ich mir meinen Partner selbst aussuchen.


    Was andere in ihren vier Wänden miteinander tun, kann ich akzeptieren, solange ich nicht Zeuge sein muss. Habe auch Bekannte, bei denen es so zugeht. Trotzdem nicht meine Welt! Für mich gehört zu einer Beziehung auch die Wahrung einer Privatsphäre und ein gewisser Respekt vor dem Partner, der sich auch in der Wahrung der Ästhetik zeigt.

    Was heisst Wahrung der Ästhetik? Ich muss für meinen Partner nicht immer nur schön sein.


    Er wird wahrscheinlich dabei sein, wenn ich irgendwann unser Kind gebären werde. Da seh ich dann bestimmt auch nicht gerade ästhetisch aus.


    Bei denen es so zugeht? Wie wenn das was ausgesprochen Schlimmes wäre. ":/


    Und diese von dir angesprochene Privatsphäre steckt jeder für sich selbst fest. Das musst du nichtmal akzeptieren, weil es dich einfach nichts angeht. ;-)

    Ich gebe zu, ich habe noch nicht alles gelesen, aber ich will auch nur von mir erzählen, dh. dafür brauch ich im Prinzip auch noch nicht alle Beiträge gelesen zu haben.


    Vorab: Ich mache kein FKK, hab keinen (bekannten) Spleen oder sonst irgendwelche Neigungen in dieser Richtung. Ich bin auch nicht zufrieden mit meinem Körper, aber ich fühl mich trotzdem wohl in meinen 4 Wänden..


    Ich laufe den ganzen Tag in Kleidung rum. Komme ich nach Hause, zieh ich mir erstmal nur ein freizügigeres Oberteil an, evtl. eine bequemere Hose und hänge mir mein Jäckchen an die Haustür, falls noch jemand klingelt, ich schnell die Tür aufmachen kann..
    und dann warte im Prinzip nur, dass es endlich abends, 21 Uhr ist, dann kommt garantiert kein Nachbar oder Paketbote mehr und dann fliegen auch Hose, Shirt und BH komplett. Slip bleibt meist noch, bis ich duschen war (spätestens 22 Uhr), danach dreh ich mich in mein Badetuch, meist noch mit meiner Bettdecke und setz mich an den Rechner oder aufs Sofa zum TV gucken und lasse mich in Ruhe trocknen.


    Wenn ich dann zwischen 0-1 Uhr ins Bett gehe, lasse ich nur das Handtuch fallen und leg mich mit meiner Bettdecke ins Bett und so bleib ich, bis ich morgens aufstehe und mich, leider Gottes, wieder anziehen muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Winter oder Sommer ist.


    Meinen Ex hat es die 5 Jahre, die wir zusammen waren, nicht gestört. Er selbst hatte aber immer Shorts und/oder ein T-Shirt an.. jeder, wie er es mag..


    Das sollte ich bei der neuen Partnerwahl evtl. noch vorher abchecken.. *mitaufmeineListesetz* mir war nicht bewusst, dass es Menschen/Partner gibt, die das stören könnte bzw. es befremdlich finden könnten.. :-o :-X

    Zitat

    Genaus DAS finde ich ausgesprochen befremdlich und absolut unästhetisch! Aber glücklicherweise kann ich mir meinen Partner selbst aussuchen.


    Was andere in ihren vier Wänden miteinander tun, kann ich akzeptieren, solange ich nicht Zeuge sein muss. Habe auch Bekannte, bei denen es so zugeht. Trotzdem nicht meine Welt! Für mich gehört zu einer Beziehung auch die Wahrung einer Privatsphäre und ein gewisser Respekt vor dem Partner, der sich auch in der Wahrung der Ästhetik zeigt.

    hihi, bei solchen Aussagen muss ich mir euch beide beim SV vorstellen. Beide haben Augen verbunden, denn man könnte ja was viel unästhetischeres sehen... den Ursprung allen Übels... ]:D


    Ganz ehrlich, wer einen Partner hat, den dürfte so ziemlich nix überraschen. Gut wer seine Privatsphäre braucht ok. Die braucht man ja auch mal, wenn man nicht gerade am Klo ist. Aber anderen Unästhetik vorwerfen, wenn man selbst (objektiv betrachtet) womöglich viel unästhetischere Dinge macht, dann fällt es mir schwer ein Schmunzeln zu verkneifen.

    Ich glaube, ich würde den Reiz an der Nackheit meiner Partnerin verlieren, wenn sie den ganzen Tag daheim ohne Sachen rumläuft. Wo bleibt da das schönegegenseitig ausziehen? :-) Mit ein Grund, warum es mich glaube ich stören würde. Und abgesehen davon: Ich habe einfach keine Lust, meine Partnerin immer nackt zu sehen *no offence*. Das hat auch nichts mit ihr speziell zu tun. Aber wie gesagt, irgendwie ginge da der Reiz verloren.

    @ Schokalade85:

    Genau so ist mein Beitrag gemeint!


    Wenn ich Sex mit meinem Partner habe, sollte die Situation erotisch und reizvoll sein. Laufen Partner dagegegen den ganzen Tag nackt herum, herrscht eher eine burschikose Sportumkleidekabinenatmosphäre – und DAS ist alles andere als sexy.

    lol, also wir laufen hier in Unterwäsche und auch mal nackt herum, weil man es anders nicht aushält (Wärme), aber eine "burschikose Sportumkleidekabinenatmosphäre" herrscht hier nicht.


    Sex leidet darunter auch nicht und es gibt immer noch Gelegenheiten, sich gegenseitig auszuziehen. Wir machen den Reiz an Sex aber nicht nur an Nacktheit fest...