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    War mit "Sie" dann "die Liebe meines Lebens" gemeint, oder lebst Du mit einer Frau zusammen ?

    Inwiefern ist das eigentlich relevant? ":/ Interessiert mich nur mal, weil du nicht die erste bist, die nachfragt.

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    Ich wär jetzt auch fast soweit, obwohl ich das in 16 Jahren auch nie zulassen wollte.

    Die Formulierung finde ich interessant. Bedeutet "nie zulassen", dass das Bedürfnis im Laufe der 16 Jahre immer wieder mal aufkam und du so richtig dagegen ankämpfen musst(est)?


    Ich bin immer davon ausgegangen, einfach monogam veranlagt zu sein, denn ich hatte einfach nie das Bedürfnis mit anderen Frauen zu schlafen. Treu zu sein war also eigentlich gar keine Entscheidung, die ich getroffen hätte, sondern eher ein Gefühl. Ich wollte immer nur sie. Insofern war es eher irritierend für mich, als das Bedürfnis nach Sex mit anderen nach fast 20 Jahren dann nach und nach aufkam, eben weil mir Sex mit einem anderen Menschen schlicht fehlte, wobei ich gleichzeitig gespürt habe, dass es an meinen Gefühlen für sie nichts ändert. Früher dachte ich immer, dass das nur "passieren" kann, wenn es mit der Liebe nicht mehr so weit her ist...

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    dass eure von Dir so überaus positiv sexuell erfüllte Beziehung nur eine Seifenblase war, weil der objektive Vergleich gefehlt hat seit sie mit Dir in einer Beziehung lebt - was dann? Ehe von Stund an erledigt, die 30 Jahre plus ein Konstrukt, dass sich widerlegt hätte mit ihrer neuen Erkenntnis zum Thema erfüllter Sex?

    Meine Beziehung würde ich immer als sehr schön in Erinnerung behalten- egal was da kommen mag- und meiner Frau hat es ja auch gefallen. Und an den riesen "Wow"-Effekt über Vergleiche glaube ich nicht, dazu sind unsere menschlichen Organe und Denkweisen zu ähnlich. Wenn Menschen wirklich unzufrieden sind, dann merken sie es- ich glaube nicht, dass man das besonders stark über Vergleichswerte herausbekommt- ausprobiert haben wir ja eine Menge ...

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    einfach ein Anspruch den du an alle anderen Menschen stellst der so gigantisch groß ist, dass es mich ganz sprachlos zurück lässt.

    Was ist am menschlichen Willen, an seiner Ratio so gigantisch?


    Letztendlich ist menschlicher Wille sein Himmelreich.


    OK- Willensentwicklung ist etwas, was Menschen von frühester Kindheit an lernen können. Und ja, es gibt genug Menschen, die versuchen, das zu unterdrücken (Eltern, Lehrer, Ärzte, Psychologen, Politiker, Pfaffen, Imame, Arbeitgeber, ...) ...


    Und ja, menschlicher Wille hat auch viel mit Charakter zu tun.


    Menschlicher Wille ist nicht immer einfach, weil es öfter auch mit dem Einstecken vorübergehender Nachteile verbunden ist- Wille hat auch mit Kämpfen, mit sich Bemühen zu tun. Wer die Überwindung von Hürden scheut, braucht sich über sein Hamsterrad nicht zu wundern ...

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    Was ist am menschlichen Willen, an seiner Ratio so gigantisch?

    Die Tatsache das sie nicht absolut ist, dass Ratio immer von passenden Emotionen, Gefühlen begleitet sein sollte.

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    Letztendlich ist menschlicher Wille sein Himmelreich.

    Amen, Brother. :-/

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    OK- Willensentwicklung ist etwas, was Menschen von frühester Kindheit an lernen können. Und ja, es gibt genug Menschen, die versuchen, das zu unterdrücken (Eltern, Lehrer, Ärzte, Psychologen, Politiker, Pfaffen, Imame, Arbeitgeber, ...) ...

    Und du glaubst, das Menschen, die einen freien, ungebändigten Willen haben, der NICHT von Eltern, Lehrern, der Kirche gebrochen ist, weniger fremdgehen? Im Gegenteil, der freie Wille so manchen Menschen wird so lange von diesen Einflüssen bearbeitet, bis er denkt, er MÜSSE das tun, was die Eltern, die Gesellschaft, die Kirche richtig findet. Glaub mir, wenn es nur nach dem freien Willen gehen würde, nicht nach Schwiegereltern-Eigentumswohnung-Dorfkirche-Was-sollen-die-Nachbarn-sagen-Ehegarttensplitting-Kitaplatz, dann gäbe es viel weniger monogam lebende Menschen als im Moment (bekannt).

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    Und ja, menschlicher Wille hat auch viel mit Charakter zu tun.


    Menschlicher Wille ist nicht immer einfach, weil es öfter auch mit dem Einstecken vorübergehender Nachteile verbunden ist- Wille hat auch mit Kämpfen, mit sich Bemühen zu tun. Wer die Überwindung von Hürden scheut, braucht sich über sein Hamsterrad nicht zu wundern ...

    Ich muss Dosis inhaltlich recht geben, was die Grautöne des Lebens betrifft und das die Erfahrungen, die man im Laufe des Lebens macht, einen offener, weicher, toleranter und nachgiebiger werden lassen. Normalerweise. Denn es gibt auch Menschen die sich vor allem Neuen verschließen, die ihr Weltbild mit 20 Jahren in Stein meißeln, danach Scheuklappen aufsetzen und im gestreckten Galopp durchs Leben rennen - immer ihr unveränderliches, allgemeingültiges Weltbild als Bildschirmschoner vor Augen, statt zu sehen, wie die Welt gerade jetzt, in diesem Augenblick, wirklich ist.


    Ich muss auch sagen, Sensibelmann, dass deine Predigten bei mir immer einen etwas schalen Beigeschmack hinterlassen. Es hat so was absolutes, sowas "Du sollst nicht..." "Ich weiß, wie man zu Leben hat"... "Der Wille des Menschen..."


    Du schreibst

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    Und ja, menschlicher Wille hat auch viel mit Charakter zu tun.

    und stellst damit wieder die wertende Behauptung auf, die so viele hier gerne bedienen: Wer fremdgeht, ist charakterlos. Wer keinen eisernen Willen hat und all seine Schwächen bekämpft, ist ein schlechter Mensch. Wer dick ist, ist selbst dran schuld. Wer arm ist, soll einfach mehr arbeiten. Das ist sehr schwarz/weiß, sehr "Ich habe die Lösung für alles parat".


    Ich beneide Menschen wie dich manchmal, denn es muss einen nachts sehr ruhig schlafen lassen, wenn man die Weisheit mit dem großen Löffel gegessen hat und das Lebens so einfach erklärbar ist. Dies ist gut, das ist böse. Wenn dies, dann das. Hörst du die Zwischentöne manchmal? Was rätst du deinem besten Freund, wenn er dich verzweifelt anruft, weil er zwischen zwei Frauen steht? Gibst du einem Bettler mal einen Euro, oder hätte er einfach Jura studieren sollen? Wie stehst du zur Flüchtlingskrise? Das würde mich tatsächlich mal interessieren.


    Weißt du, Helmut Schmidt z. B. war ein wirklich außergewöhnlicher, kompetenter Politiker und Mann, das würde wohl kaum jemand anzweifeln. Und doch hat er zeitlebens geraucht wie ein Schlot (Willensschwäche?!), hatte Affären (Charakterlos!) und ist dennoch bei seine geliebten Frau geblieben (Betrüger, Lügner, Ehebrecher!). Man kann über Helmut Schmidt viel sagen, aber charakterlos war er nicht.


    Man macht es sich sehr einfach, hier die Moralkeule über allen zu schwingen, die es nicht schaffen, sich mit 18 den passenden Partner zu suchen und bis zum Ende des Lebens ohne Umwege mit diesem Menschen glücklich zu sein, in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens zufrieden zu sein. Sei dankbar, dass es bei dir so ist, und urteile nicht über die, denen es nicht vergönnt war, dein Glück zu haben.

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    Wer die Überwindung von Hürden scheut, braucht sich über sein Hamsterrad nicht zu wundern ...

    Amen, Brother. %-| Praise the Lord.

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    Und du glaubst, das Menschen, die einen freien, ungebändigten Willen haben, der NICHT von Eltern, Lehrern, der Kirche gebrochen ist, weniger fremdgehen?

    Nein, du hättest meinen Text im Kontext lesen müssen, so hast du ihn vollkommen falsch erfasst. Mir ging es nicht um das Fremdgehen an sich, sondern um den Umgang einer Person, deren Partner/Partnerin fremdgeht. Niemand muss darüber zerbrechen, wenn der Partner oder die Partnerin fremdgeht- man kann damit durchaus selbstbewusst per rationalem Willen mit umgehen. Der Partner/die Partnerin ist eine freie Person, ich habe darüber keine Hoheheit und auch keinen Anspruch darauf. Man kann sich zwar bemühen, eine schöne Partnerschaft zu führen- das bedarf auch einer geeigneten Partnerwahl, die deutlich über die tolle Frisur, das "edle" Gehabe und Getue, die Schwärmerei hinausgeht- das geht weit über das Schwafeln hinaus und fängt erst beim täglichen Handeln an.


    Es gibt viele Unwägbarkeiten im Leben- damit kann man lernen umzugehen- man kann natürlich auch lernresistent bleiben und Fehler für Fehler wiederholen- und immer wieder potentielle Fremdgänger angeln (das Problem sehe ich gar nicht so sehr im fremdvögeln, sondern im heimlichen Betrug). Wer Fremdgehen nicht verträgt, muss da stärker bei der Partnerwahl drauf achten- und da gibt es viele Symptome für (und das beginnt mit Charakter).

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    Weißt du, Helmut Schmidt z. B. war ein wirklich außergewöhnlicher, kompetenter Politiker und Mann, das würde wohl kaum jemand anzweifeln.

    Ich halte und hielt ihn für einen Schwafler- typisches Politikergehabe ... Wo war das Außergewöhnliche?

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    Ich beneide Menschen wie dich manchmal, denn es muss einen nachts sehr ruhig schlafen lassen, wenn man die Weisheit mit dem großen Löffel gegessen hat und das Lebens so einfach erklärbar ist.

    Weisheit schöpft man nicht mit Löffeln- das kann man sich erarbeiten- das Verfahren dazu heißt Bildung- dazu kann man wissenschaftliche Erkenntnis anderer Menschen nutzen- man muss nur lernen wie.


    Und ja, man kann Vieles im Leben vereinfachen, wenn es gelingt, Dinge zu Verallgemeinern und verallgemeinerbare Dinge zu suchen und zu finden, ohne die Besonderheiten oder Einzelheiten aus dem Blick zu verlieren, wenn es gelingt, Dinge auf Wesentliches zu bringen und dieses von Unwesentlichem zu trennen.

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    Man macht es sich sehr einfach, hier die Moralkeule über allen zu schwingen,

    Ich schwinge überhaupt keine Moralkeule. Ich mache nur darauf aufmerksam, dass Menschen sich das Leben oft viel umständlicher machen, als es sein müsste. Ich habe im Übrigen kein Problem damit, wenn es Menschen gibt, die mit wechselnden Partnern leben wollen- sofern diese kein Problem damit haben, ist alles in Ordnung.

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    Und doch hat er zeitlebens geraucht wie ein Schlot (Willensschwäche?)

    Nicht unbedingt. Es kann auch Gleichgültigkeit der eigenen Gesundheit gegenüber gewesen sein. Es war seine private Entscheidung- sofern er niemanden anderen damit beeinträchtigt, ist das in Ordnung. Nicht in Ordnung wäre es gewesen, hätte er über die Unschädlichkeit des Rauchens lamentiert- weil das eine Falschinformatio/Lüge wäre.

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    Es hat so was absolutes, sowas "Du sollst nicht..." "Ich weiß, wie man zu Leben hat"..

    Du liest meine Texte oberflächlich. Wo schreibe ich: "Du sollst nicht ...?"


    Vielmehr beschreibe ich mögliche Kausalketten (: "wenn du das machst, dann kann das eintreten ..."). Das hat mit meiner persönlichen subjektiven Meinung eher wenig zu tun.


    Und ich versuche, Möglichkeiten aufzuzeigen ...

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    Hörst du die Zwischentöne manchmal? Was rätst du deinem besten Freund, wenn er dich verzweifelt anruft, weil er zwischen zwei Frauen steht?

    Das ist sein Problem und ich kann es auch nicht zu meinem Problem machen- das wäre unehrlich: Ansonsten: Beide nehmen (sofern diese kein Problem damit haben) oder Münze werfen ... Eine Entscheidung von wenigen Sekunden ...

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    dann gäbe es viel weniger monogam lebende Menschen als im Moment

    Genau. Wenn Menschen sich dem Willen anderer Menschen ohne rationalen Grund beugen, passieren viele eigenartige Dinge. Und nochmal: Ich lebe nicht monogam, weil mir das die Gesellschaft aufschwatzt, sondern weil ich es als schön empfinde- ich habe es übrigens nie versprochen oder geschworen. Damit erhebe ich es aber nicht zum allgemeinen Lebensziel. Ich weiß nicht, wo diese Unterstellung immer wieder herrührt. Ich bin es doch nicht, der Probleme mit Fremdgehen hat. Ich bin es auch nicht, der Probleme mit der Wirklichkeit hat und sich versucht, in Scheinwelten zu flüchten (kann man ja machen und versuchen, dann soll man sich aber auch nicht wundern, wenn das noch schiefer läuft als mit Offenheit und Ehrlichkeit).


    Was die TE betrifft: Da sehe ich das Problem bei der Partnerin viel schwerwiegender als bei der TE selbst (Umganng mit Offenheit).


    Vermutlich wird die TE ohnehin bei ihrer derzeitigen Art der Partnerschaft mit heimlichem Fremdgehen bleiben- Also bleibt es beim Stand des Eingangsproblems.

    Genaugenommen lügen sich beide einen in die Tasche. Von wegen "wir haben eine Beziehung".


    Auch die Partnerin. Ist es die Angst vorm Alleinsein oder Besitzanspruch, Gewohnheit..,


    es ist nunmal so, wenn in der Beziehung keine körperliche Anziehung mehr da ist, ist schon mal ein Grundpfeiler, der zur partnerschaftlichen Liebe gehört, weg.


    Ich rede nicht davon, wenn ein Mann impotent ist, z.B.


    Aber die Partnerin weiß ja bestimmt, dass die TE den Sex vermisst und ist trotzdem nicht bereit, sich die "Mühe" zu machen, ihr die Zeit zu widmen dafür.


    Auch da frage ich mich, wie kommt die Frau dann dazu, darauf zu bestehen, weiter eine Beziehung zu führen, in der sie der TE aber einfach Sexlosigkeit zumutet und das dann in Ordnung für sie ist, wohlwissend, welche Bedürfnisse ihre Partnerin hat.


    Wie gesagt, Gewohnheit, Angst vorm Alleinsein.. können Gründe sein, eine Beziehung unbedingt erhalten zu wollen, ganz gleich, wie unwürdig das ganze ist.

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    Genaugenommen lügen sich beide einen in die Tasche. Von wegen "wir haben eine Beziehung".

    Schon klar, alles Lüge. Wir sind füreinander da und lieben uns, sollten das gemäß § 1 des Partnerschaftsgesetzes nach Carly der I. aber nicht länger Partnerschaft nennen dürfen. Zur Kenntnis genommen...

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    Auch da frage ich mich, wie kommt die Frau dann dazu, darauf zu bestehen, weiter eine Beziehung zu führen, in der sie der TE aber einfach Sexlosigkeit zumutet und das dann in Ordnung für sie ist, wohlwissend, welche Bedürfnisse ihre Partnerin hat.

    Meine Partnerin besteht nicht darauf, die Beziehung weiterzuführen. Wir beide wollen die Partnerschaft weiterführen, weil wir uns lieben. Und das eben nicht wie gute Freundinnen, auch wenn dir das nicht in den Kopf gehen will, nur weil kein (schlaffer) Schwanz im Spiel ist.

    WAS bitte ist denn der Unterschied zu einer guten Ferundschaft bei euch?


    Platonische Liebe ist Freundschaft, warum gehst du nicht darauf ein, warum ihr euch unbedingt Beziehung nennen wollt?


    Es müsste überhaupt kein Betrug stattfinden.


    Und wie könnt ihr von partnerschaftlicher Liebe reden, wenn deine Freundin dich nicht mehr anfassen will?


    Die körperliche Liebe gehört nunmal zu einer Partnerschaft, wenn nicht einer krank oder steinalt ist. Oder BEIDE kein Bedürfnis danach haben mehr.


    Aber deiner Freundin ist es wurscht, dass du unbefriedigte Bedürfnisse hast, wie es dir wurscht ist, dass du sie betrügst.


    Und sowas nennt ihr Liebe. :|N

    Auch ich finde, dass Sex ein Grundbedürfnis ist und wenn das in einer Beziehung eben aus gesundheitlichen Gründen oder Ähnlichem von einem der Partner/innen nicht mehr erfüllt werden kann, ist auch meine Ansicht, dass die Beziehung ohne Sex fortgeführt werden kann und diese fehlende Komponente extern zu erfüllen.


    Ob das nun mit Wissen des Partners/der Partnerin geschehen sollte, muss jeder für sich entscheiden. Ich finde es legitim, wenn man sich sicher ist, dass es dem Anderen wehtun würde, dass man es lieber für sich behält.


    Und es ist doch ein Unterschied zu einer Freundschaft, wer das nicht unterscheiden kann, tut mir leid! Sex ist nicht der einzige Unterschied zwischen einer Beziehung und Freundschaft!

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    Und es ist doch ein Unterschied zu einer Freundschaft, wer das nicht unterscheiden kann, tut mir leid! Sex ist nicht der einzige Unterschied zwischen einer Beziehung und Freundschaft!

    Da dann noch wären? Angst vorm Alleinsein, Gewohnheit, Bequemlichkeit, man hat ja auch einiges angeschafft zusammen..


    Oder Erinnerungen an die guten Zeiten?


    Wo ist der Unterschied zu einer Freundschaft bei einer absolut sexlos gewordenen Beziehung?


    Bei einer Freundschaft hätte die TE es nicht nötig, ihre Partnerin anzulügen. Oder sie zu betrügen.


    Ich finde es auch wirklich lachhaft zu sagen "ich liebe dich, aber davor, dich nochmal anzufassen, graut es mich. Das will ich nicht. Aber sonst liebe ich dich schon".


    Lach.

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    WAS bitte ist denn der Unterschied zu einer guten Ferundschaft bei euch?

    Die Gefühle, die wir füreinander empfinden.

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    Platonische Liebe ist Freundschaft, warum gehst du nicht darauf ein, warum ihr euch unbedingt Beziehung nennen wollt?

    Weil wir uns nicht platonisch lieben, sondern romantisch/erotisch. Wir führen beide freundschaftliche Beziehungen zu anderen Frauen und Männern und diese Gefühle, diese platonische Freundschaftsliebe, fühlt sich ganz anders an, als die Liebe, die wir als Paar füreinander empfinden, auch wenn du das nicht nachvollziehen kannst.

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    Und wie könnt ihr von partnerschaftlicher Liebe reden, wenn deine Freundin dich nicht mehr anfassen will?

    Wer behauptet denn sowas, außer dir? Wir pflegen einen zärtlichen Umgang miteinander. Wir können aus gesundheitlichen Gründen keinen Sex mehr miteinander haben, aber der körperliche Umgang ist durchaus erotisch geprägt.

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    Aber deiner Freundin ist es wurscht, dass du unbefriedigte Bedürfnisse hast, wie es dir wurscht ist, dass du sie betrügst.

    Es ist ihr nicht wurscht und ich verbitte mir, dass du sie unbekannterweise weiter so angehst. Mir kannst du von mir aus sonstwas unterstellen und an den Kopf werfen, denn ich kann hier darauf reagieren, aber über sie sprichst du bitte nicht länger so.

    Naja, ich habe hier auch genug meine Meinung geschrieben.


    Und über eure "romantisch-erotische" Beziehung, wo du mit einer anderen ins Bett steigst,


    gibt es ja nichts weiter zu sagen.


    Vielleicht bin ich auch so eingestiegen auf diese Thema, weil ich vor vielen vielen Jahren auch mal betrogen wurde und weiß, wie man sich da fühlt.


    Dann frohes Fremdgehen weiterhin in eurer romantischen Beziehung.

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    Die körperliche Liebe gehört nunmal zu einer Partnerschaft, wenn nicht einer krank oder steinalt ist. Oder BEIDE kein Bedürfnis danach haben mehr.

    Sagt wer genau oder legt das in Stein gemeißelt fest? Es ist, wenn zwei Menschen das monogam exclusive Bedürfnis füreinander zu empfinden sehr gut, wenn Libidostärke, gegenseitige Anziehung und leidenschaftlichenLustaustausch in der Beziehung ausgewogen gelebt wird. Aber wer hat das Recht für andere Menschen, die man nicht persönlich kennt starr fest, welche Nuancen innerhalb der Beziehung gelebt werden dürfen oder nicht? Und obenauf zu dieser Bewertung die Liebe gleich im Automatismus als verwirkt zu erklären. :-/


    Würde ja heißen, es ist keine tragende Verbindung sondern einzig von der gelebten sexuell erfüllten Komponente abhängig, ob das Projekt Liebe genannt werden darf oder nicht.


    Liebe, die einzig auf dem Faktum wir teilen Sex miteinander - beruht? Ganz ernsthaft so simpel ist das in der Erklärung mit dem Thema Gefühle und Liebe? Oh, da muss an mir eine Menge an Lebenserfahrung und Facettenreichtum vorbei gegangen sein (ist zum Glück nicht so), um das als Faktum anzuerkennen.


    Aber deiner Freundin ist es wurscht, dass du unbefriedigte Bedürfnisse hast, wie es dir wurscht ist, dass du sie betrügst.


    Auch hier, wer weiß das genau - was die Partnerin tief in sich denkt und fühlt? Sie kann genauso traurig und verzweifelt sein, dass eine tiefe Bindung die sich monogam über viele Jahre aufgebaut hat, durch sich ändernde Bedürfnisse belastet wird.


    Das passiert leider in vielen Beziehungen, und es wird versucht das was positiv und erfüllt gelebt werden kann für beide Partner zu erhalten.


    Ich weiß nicht, wer voo der stringenten Fraktion der Moralabteilung schon eine stabile Partnerschaft über Jahrzehnte geführt hat. Also wirklich real gelebtes Leben gegen die eigenen Glaubensgrundsätze setzen kann, und nicht nur die eigene idealisierte radikale Wunschvorstellung, nur so oder gar nicht.


    Selbst in der einen oder anderen Situation angekommen, sehen einige Sichtweisen manchmal schnell ganz anders aus, weil Vorstellungen, Wünsche mit der Wirklichkeit nicht korrelieren.


    Aber vielelicht weiß man das auch erst jenseits der 40, 50 oder 60ziger Lebensjahre. Ich finde die Art der Vermessenheit anderen Menschen einen falschen Lebensstil und Lebensinn vorzuwerfen leider sehr einseitig in der Betrachtungsweise. Sei es drum, ich hoffe die TE weiß für sich, welche Sichtweisen für sie hilfreich sind. Ein gelebtes Leben per se ad acta legen, weil sich ein kleiner Bereich im Leben einseitig verändert hat, ja sicher ein schmerzlicher aber keiner der eine tiefe emotionale Verbundenheit völlig obsolet macht und sofort zur WG oder platonischen Freundschaft degradiert.

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    Und sowas nennt ihr Liebe.

    Ja, Treue ist weit mehr als Begriff, als ihn einzig an der sexuellen Monogamie festschreiben zu können. Darf jeder für sich selbst entscheiden, wie er/sie das sehen will für das eigene Beziehungs(Leben).


    Diese persönliche Meinung eigenen moralischer Werte anderen Leuten vorwurfsvoll über "helfen" zu wollen ist sehr einseitig betrachtet und in sich für mich nicht schlüssig. ":/ :(v

    Naja, diese Story mit der Liebe kannst du noch so lange weitererzählen, bis du dich mal in eine Affaire verliebst,


    und dann wird es auf einmal heißen "eigentlich haben wir schon jahrelang wie Schwestern miteinandergelebt"...


    Gesundheitliche Probleme, wo man sich nicht einmal mehr streicheln kann? Über Jahre???

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    Ich weiß nicht, wer voo der stringenten Fraktion der Moralabteilung schon eine stabile Partnerschaft über Jahrzehnte geführt hat.

    Keiner. Deshalb sind sie ja so verbittert. Sie haben es 20 Mal versucht, hat nur nie lange gehalten, weil sie den Anspruch haben, das ein einziger Mensch bitte alle ihre Bedürfnisse befriedigen soll. Und zwar die nächsten 50 Jahre lang, bitte. Sobald da irgendwas nicht mehr passt, es zur genüge ausdiskutiert ist, wird Schluss gemacht und das fröhliche Suchen nach Mr. oder Mrs. Perfect geht von vorne los. Irgendwo da draußen muss ER oder SIE doch sein, mit der alles einfach, leicht und unkompliziert ist, für die nächsten Dekaden. %-|


    Das nennt man serielle Monogamie. Ist auch eine Form der "Liebe", nur eben sehr auf die eigene Bedürfnisbefriedigung ausgelegt, weniger auf stabile, langjährige Partnerschaft.

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    Diese persönliche Meinung eigenen moralischer Werte anderen Leuten vorwurfsvoll über "helfen" zu wollen ist sehr einseitig betrachtet und in sich für mich nicht schlüssig. ":/ :(v

    Mir schon. Es geht den Moralisten nicht darum, der TE helfen zu wollen. Es geht um Traumabewältigung und Frust ablassen:

    Zitat

    Vielleicht bin ich auch so eingestiegen auf diese Thema, weil ich vor vielen vielen Jahren auch mal betrogen wurde und weiß, wie man sich da fühlt.

    :)z Ja, das wird es sein. Du drischst verbal auf den Mistkerl ein, der dich damals betrogen hat. Nur lass doch die TE damit in Ruhe, die kann nichts dafür. Schreib dem Kerl von damals einen bösen Brief, wirf ein paar Dartpfeile auf sein Foto, bastel dir ne Vodoo-Puppe, versuch, den Betrug für dich zu verarbeiten. Aber erkenne, dass du hier projizierst und die TE mit deinem Hass gegen fremdgehende Menschen nichts zu tun hat.