fremdverliebt - und nun?

    mir selbst fällt es nicht leicht das zuzugeben...….


    meine Ehe - viele haben meine Beiträge vielleicht mitverfolgt - war noch nie einfach, ein ewiger Kampf mit vielen Beschimpfungen Beleidigungen usw. Dennoch war für mich Treue oberstes Gebot - trotzdem das er mich so behandelte. Für mich gab es nicht mal ein über den Tellerrand gucken - nein. Treue durch und durch. Ich selbst verurteilte Fremdgänger, Fremdflirter aufs tiefste.


    Und nun?


    mein Frust war zugegeben schon seehr hoch, die Tatsache das von ihm nur "weiß ich nicht" , was soll ich sonst machen is eben so" kommt - und ich Ziele vor Augen haben die mit solchen Aussagen einfach nicht vertretbar sind trieben mich dazu in einen alten Chatroom einzusteigen in dem ich vor fünfzehn Jahren zuletzt aktiv war - OHNE je reale Dates gehabt zu haben.

    Und so passierte es das mich jemand anschrieb, wir verstanden uns auf Anhieb, nach längerem Schreiben kam dann noch raus das er in der Nachbarortschaft lebt wo ich abstamme. Eine Woche ging das schreiben erstmal, dann gab es meinerseits einen aprupten Abbruch denn ich erinnerte mich an meine Prinzipien was Treue angeht. Da ich mit offenen Karten spielte wusste er das ich verheiratet bin und deshalb abbrechen wollte. Er akzeptierte das schweren Herzens - wie ich.

    Jedoch!! ging es mir in den darauffolgenden Stunden/Tagen echt schlecht, ich konnte nicht mehr essen (sowas kannte ich von mir selbst bis dato NIE) ich konnte nicht mehr schlafen war nicht müde, konnte mich auf nichts mehr konzentrieren, konnte den Haushalt nicht machen nichts, ich war zu nichts im stande hatte nur ihn im Kopf.

    Naja lange konnte ich nicht diesem innerlichen Kampf gegen das was da im entstehen war nicht wiederstehen. Ich schrieb ihn wieder an und es ging weiter über Waths App, Facebook. Er offenbarte mir viel und ich ihm, er ist kein Geheimniskrämer.

    Nach fünf Wochen schriftlichen stundenlangen täglichen Verkehr wechselten wir zu telefonieren und zu Videotelefon - auch das meist täglich - schreiben sowieso.

    Und kürzlich unser erstes Date. Dazu mein Gewissen, natürlich und ich frag mich was tust du hier eigentlich. Wir verbrachten einige wunderschöne Tage - sahen uns enfach nur an und schwiegen, als würde man sich schon ewig kennen, wenn jetzt die Frage kommen sollte ob ich die Ehe gebrochen habe - dann eher nein nicht vollkommend ;-D Wir wollen uns aber wiedersehen denn wir sind uns soo ähnlich und verstehen uns blind.

    Nun weiß ich nicht wie all das weiter gehen soll, eine nebenbei Beziehung will ich nicht damit könnt ich nicht leben und wäre unfair.

    Die Ehe nach so vielen Jahren aufgeben? Tut man das? Ab wann gibt man den Kampf auf? Ist es vergebens noch zu kämpfen? oder versucht man es doch noch mal?


    schon vor einigen Wochen bemerkte ich wie die Männerwelt auf mich wieder reagiert - ich weis nicht warum und wieso? Strahle ich irgendwas aus? Wenn dann ist das absolut unbewusst ich weis nicht mal was in mir den Schalter umgelegt hat? Die Tatsache innerlich vielleicht schon aufgegeben zu haben?


    ein schwieriges Dilemma was haltet ihr davon?

  • 24 Antworten

    Gemeinsame Verpflichtungen? Kinder? Haus? Schulden?


    Man kann sich entliehen, du hast dich offensichtlich von deinem Mann entliebt und entfernt.


    Nur du selbst kannst jetzt den Weg bestimmen, entliebst du dich von dem neuen Mann und näherst dich deinem Mann wieder an, oder lässt du dich auf den neuen man ein.


    Entscheide dich und sei so fair und spiele mit offenen Karten.

    Frühlingskind5 schrieb:

    Die Ehe nach so vielen Jahren aufgeben? Tut man das? Ab wann gibt man den Kampf auf? Ist es vergebens noch zu kämpfen? oder versucht man es doch noch mal?

    Ohne nun deine Hintergrundgeschichte zu kennen - zu sagen "aber man ist doch schon so lange zusammen" ist immer ein sehr trauriges und schlechtes Argument. Was euch mal verbunden hat, hilft euch in der Gegenwart nicht, wenn es nicht mehr da ist.


    Ob eure Beziehung noch eine Chance hat, kann dir hier niemand sagen. Wenn du erzählst, dass dein Mann anscheinend auch nichts ändern will, sieht es vermutlich eher schlecht aus.

    Willst du denn, dass sich nochmal etwas ändert? Wie sieht es in dir drin aus? Es ist vollkommen legitim zu sagen, dass man eine Ehe nicht mehr möchte, dass die Gefühle nicht mehr ausreichen, man unglücklich ist. Du bist in dem Sinne niemandem Rechenschaft schuldig.

    Entscheiden muss du das selber was du machst, du bist ja schließlich 3 mal 7 Jahre alt.

    Ein Mann wird nach so vielen jahren sein Verhalten nicht ändern, das ist wie festgefahren und auch wenn er sagt "ich werde mich ändern" wird das vielleicht kurzfristig gehen aber nicht dauerhaft.

    Du hast wohl Schmetterlinge im Bauch, das läßt sich nicht abwenden, handel nach deinem Gefühl. Deine Ehe wird durch die neuen Gefühle nicht besser, tue das was du tun musst.

    Es wird dich innerlich zerfressen vor allem weil du schon geschrieben das du das Fremdgehen(hast du ja nicht) verabscheust. Du musst deinem Mann ja nicht erzählen was du momentan durchmachst bzw. erlebst.

    Nur mal so als Beispiel:

    Ein guter Freund war viele Jahre verheiratet und hat einen Sohn der über 30 ist.

    Sie hatten ein gemeinsames Haus, das sie verkauft hatten und den Verkaufserlös geteilt haben. Beide haben sich gutmütig geeinigt, er hat jetzt wieder sein eigenes Haus aber sie haben sich nicht scheiden lassen. Sie lebt ihr leben und er lebt sein leben, so geht es also auch.

    tim


    ich bin über zehn Jahre verheiratet und über 40 Jahre alt.


    joschi


    nein trennen ohne Scheidung kommt definitiv nicht infrage ich bin ein Mensch der klare Linien braucht. Wenn sich die Gefühle für den neuen NOCH verstärken was zu erwarten ist - dann - ja werde ich meinen Mann reinen Wein einschenken müssen.

    Zitat

    Wenn sich die Gefühle für den neuen NOCH verstärken was zu erwarten ist

    nur wenn du das zulässt ;-) man kann schon gezielt nach Fehlern suchen und sich selbst jemanden Ausreden, oder einfach den Liebeskummer durchleiden und sich die Tour selbst vermiesen. Die Frage ist nur für was, wenn du keine Zukunft mehr in deiner Ehe siehst...

    Das mit dem fremdverlieben kenne ich auch. In meiner ersten Ehe passierte es immer wieder (allerdings bis fast zum Schluss ohne Seitensprung). Es ist zunächst ein Alarmzeichen. Es stimmt etwas nicht, Dir fehlt etwas. All jene, in die ich damals verknallt war, entpuppten sich als Strohfeuer.


    Mein Rat: Trenne Dich von Deinem Mann, lebe eine Weile Dein eigenes Leben (ruhig auch mit sexuellen Kontakten) und schaue Dich erst später nach einem neuen Partner um. Aus einer schwierigen Partnerschaft gleich in eine neue Partnerschaft zu schlittern, geht nur selten gut. I.d.R. genießt man zunächst alles, was man in der alten Partnerschaft schmerzlich vermisst hat und nun bekommt. Außen vor bleiben zunächst so wichtige Dinge wie z.B. Lebensziele, Einstellungen, Geschmack oder Interessen, die später aber zu herben Reibungspunkten ausarten können. Da kommt man leicht vom Regen in die Traufe.

    Monsti


    ja der neue od Bekannte wollen auch nicht beide sofort eine Beziehung - sondern es ist dzt lediglich "Verliebtheit" mit dem Ziel jeder hat seine Wohnung und wir entdecken uns gemeinsam. Jedoch müsste ich mich erstmal trennen - oder auch nicht?? vor dem Schritt und der Entscheidung steh ich derzeit.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Beendigung einer Ehe sehr schwer fällt. Zuvor wägt man ewig ab, sammelt Pro- und Kontrapunkte ... In Deinem Fall würde ich allerdings sagen, dass die Trennung überfällig ist.

    Ich kam auch damals auch vom Regen in die Traufe, die Freundin hatte sich getrennt(gemeinsame Wohnung mit dem Freund) und wir sind gleich zusammengezogen. Es waren drei Monate wo wir noch getrennt gewohnt haben, dann haben wir eine gemeinsame Wohnung genommen und Monate später fingen dann immer wieder kleine Auseinandersetztungen an. Letztendlich haben wir uns getrennt. Jetzt lebe ich alleine und sie hat eine eigene Wohnung, ob wir jemals wieder zusammenkommen steht in den Sternen. Die Beziehung ist beendet auch wenn wir uns gelegentlich mal sehen an einem neutralem Ort nur zum unterhalten. Es kommt immer wieder das Thema auf von neu zu beginnen mit einer Beziehung aber ich bin total unentschlossen ob ich das nochmal eingehen soll, zu tief sitzt der Schmerz von dem was vorgefallen ist. Sie und ich haben bis dato keine Beziehung neu angefangen, zu mal sie immer noch die Liebe zu mir eingesteht und mich immer noch wieder haben möchte aber ich drauf und dran bin mir eine neue Lebensgefährtin wenn es sich ergibt zu nehmen. Das würde sie nie verstehen aber das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert.


    Ich kann dir nur raten genau zu überlegen wie du im Fall einer Scheidung mit deinem "neuen"

    einen neuen Lebensabschnitt gestaltest.


    Neue Besen kehren gut.

    Zitat

    Ein guter Freund war viele Jahre verheiratet und hat einen Sohn der über 30 ist.

    Sie hatten ein gemeinsames Haus, das sie verkauft hatten und den Verkaufserlös geteilt haben. Beide haben sich gutmütig geeinigt, er hat jetzt wieder sein eigenes Haus aber sie haben sich nicht scheiden lassen. Sie lebt ihr leben und er lebt sein leben, so geht es also auch.


    So ähnlich ist meine Ehe vor fast 6 Jahren auch auseinander gegangen, nur haben wir nicht das Haus verkauft, es gehört uns noch beiden.

    Meine (noch nicht) Exfrau wohnt da mit den beiden Kids (beide noch schulpflichtig)


    Wenn man verheiratet bleibt, dann gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten, die man vielleicht nicht bedacht hat.

    Z.B. Erbschaft, Rente und auch Unterhaltspflicht, wenn z.B. Einer pflegebedürftig wird und das muss ja nicht nur durch das Alter passieren.


    Gerade Letzteres kann ziemlich teuer werden und wenn der Fall dann eingetreten ist, dann kommt man da auch durch die Scheidung nicht mehr raus.
    Da muss man einfach gegenrechnen, ob man das Risiko z.B. wegen der Steuervorteile eingehen will.

    (Bei mir sind es nicht nur die Steuervorteile, weshalb ich noch nicht geschieden bin, aber das geht dann zu sehr OT)

    sugarlove schrieb:
    Zitat

    Wenn sich die Gefühle für den neuen NOCH verstärken was zu erwarten ist

    nur wenn du das zulässt ;-) man kann schon gezielt nach Fehlern suchen und sich selbst jemanden Ausreden, oder einfach den Liebeskummer durchleiden und sich die Tour selbst vermiesen. Die Frage ist nur für was, wenn du keine Zukunft mehr in deiner Ehe siehst...

    Das sind wahre Worte! Auf der anderen Seite gebe ich zu bedenken, dass (auf Grund deiner sehr schwierigen Ehe) mittlerweile wohl selbst ein Sack Reis interessanter wäre. (Ohne das wertend zu meinen) Wenn du die EHE BEENDEST, dann nicht wegen einem neuen, sondern wegen DER EHE!

    Die Treue ist ein hohes Gut. Nicht umsonst scheint sie in den allermeisten Beziehungen das wichtigste zu sein. Mit dem Eheversprechen oder schon mit dem Beginn einer Beziehung gibt man sich das Versprechen, treu zu sein.


    Aber das ist keine einseitige Geschichte. Die Treue ist verbunden mit sehr viel mehr. Mit dem Versprechen, sich umeinander zu bemühen, füreinander da zu sein. Miteinander Sex zu haben. Wenn der Partner seinen Teil des Versprechens bricht, es weder Sex noch Zärtlichkeiten gibt, keine gemeinsame Zeit, keine Liebe, dann ist dieser Vertrag längst einseitig gekündigt. Du hälst mit der Treue an etwas fest, was es schon lange nicht mehr gibt. (Soweit ich das erkennen kann, allzuviel schreibst Du nicht zum Zustand Eurer Ehe.)


    Das soll jetzt kein Aufruf sein, untreu zu sein, aber Du solltest mal aufwachen und Dich fragen, was Du so vom Leben erwartest. Ist es Dein Lebensziel, in einer Ehe gefangen zu sein ohne Liebe, ohne alles, nur weil Du mal "ja" gesagt hast auf die Frage "bis das der Tod und scheidet"? Eine irrsinnige Frage, wer weiß schon, wie er/sie oder man gemeinsam in 30..40 Jahren tickt. Du bist ein freier Mensch, Du kannst allein für Dich entscheiden, wie es weitergeht im Leben.


    Wenn Du an Deinen moralischen Vorstellungen festhalten möchtest, dann sei so ehrlich zu Deinem Mann und trenne Dich, bevor Du Dich in neue Abenteuer stürzt. Aber: Mitunter braucht es erst dieses neue Feuer, um zu merken, was man jahrelang schmerzlich vermisst hat. In diesem Sinne war es wohl etwas voreilig von Dir, andere Menschen kategorisch für's Fremdflirten zu verdammen...

    Zitat

    >>Fremdverliebt - mir selbst fällt es nicht leicht das zuzugeben<<

    Egal, aber du hast es zugegeben und ausgesprochen (geschrieben). Damit ist es für dich Fakt und du wirst nun mit diesem Fakt umgehen müssen.

    Zitat

    >>meine Ehe - viele haben meine Beiträge vielleicht mitverfolgt - war noch nie einfach, ein ewiger Kampf mit vielen Beschimpfungen Beleidigungen usw. Dennoch war für mich Treue oberstes Gebot - trotzdem das er mich so behandelte.<<

    Ich habe nicht alles gelesen. Von Beschimpfungen und Beleidigungen wusste ich nichts. Aber dass er sehr ungepflegt ist, sich gehen lässt und auf schlechtem kurzem Sex steht. Beschimpfungen und Beleidigungen wären aber ein sehr wichtiger Grund, über eine „Sanierung“ der Beziehung oder eine Trennung nachzudenken.

    Zumindest hat diese neue Verliebtheit schon mal die Funktion, dass du das jetzt ernsthaft tust und nicht einfach nur weiter aushältst. Das ist nämlich die schlechteste Lösung, bzw. gar keine Lösung.

    Zitat

    >>Für mich gab es nicht mal ein über den Tellerrand gucken - nein. Treue durch und durch. Ich selbst verurteilte Fremdgänger, Fremdflirter aufs tiefste.<<

    Das tun fast alle, bis sie sich selber verlieben. Dann sind sie erschüttert und ratlos (wenn sie es zugeben können)

    Zitat

    >>Und nun?<<

    Du hast es zugegeben, du wirst im Laufe dieser Forumsbeiträge vermutlich erkennen, dass es da kein schnelles Zurück mehr gibt. Du wirst immer mehr den Ernst der Sache begreifen und dann auf eine Entscheidung hin arbeiten. Allerdings bedeutet des Begriff „Entscheidung“ immer auch, dass es zwei Möglichkeiten gibt, zwischen denen man sich entscheiden kann. Ich empfinde deine Beiträge so, dass es in Bezug auf deine Ehe gar keine ernsthaften Überlegungen mehr gibt, sie zu „sanieren“ und mit Hilfe deines Mannes in einen Zustand zu versetzen, in dem beide glücklich damit sein können.

    Es wäre also deine erste Aufgabe, genau das zu tun: Herausfinden, welchen Weg es gäbe, die Ehe zu „heilen“, deinem Mann den Ernst der Lage zu vermitteln und die Bereitschaft, zunächst alles in deinen Kräften Stehende zu tun, sie zu verbessern und zu erhalten. Wenn du das ausschließt, ist die Trennung nicht mehr zu verhindern – und das sogar unabhängig von der neuen Verliebtheit. Die ist dann nur ein Symptom und hat eine Funktion. Ob sie als Beziehung überhaupt eine Chance hat, steht in den Sternen und kann sogar unwichtig sein.

    Zitat

    >>mein Frust war zugegeben schon sehr hoch, die Tatsache das von ihm nur "weiß ich nicht" , was soll ich sonst machen is eben so" kommt - und ich Ziele vor Augen haben die mit solchen Aussagen einfach nicht vertretbar sind trieben mich dazu in einen alten Chatroom einzusteigen …<<

    Ich denke, zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass die Trennung für dich eine ernsthafte Option ist. Heute mag seine Reaktion anders ausfallen.

    Zitat

    >>Und so passierte es das mich jemand anschrieb, wir verstanden uns auf Anhieb, (….)

    Jedoch!! ging es mir in den darauffolgenden Stunden/Tagen echt schlecht, ich konnte nicht mehr essen (sowas kannte ich von mir selbst bis dato NIE) ich konnte nicht mehr schlafen war nicht müde, konnte mich auf nichts mehr konzentrieren, konnte den Haushalt nicht machen nichts, ich war zu nichts im stande hatte nur ihn im Kopf.<<

    Okay, das sind nun mal die völlig normalen Symtome einer hohen Hormonausschüttung beim Neuverlieben. Da nehmen fast alle signifikant ab. Das allein sollte einen aufmerksamen Partner schon hellhörig machen.

    Zitat

    >>Und kürzlich unser erstes Date. Dazu mein Gewissen, natürlich und ich frag mich was tust du hier eigentlich. Wir verbrachten einige wunderschöne Tage - sahen uns enfach nur an und schwiegen, als würde man sich schon ewig kennen, wenn jetzt die Frage kommen sollte ob ich die Ehe gebrochen habe - dann eher nein nicht vollkommend…<<

    Ich halte das für Nonsens. Würdest du – wenn du wüsstest, dass dein Mann genau dasselbe mit einer anderen Frau gemacht hat – das nicht als Fremdgehen, Ehebruch oder Vergleichbares ansehen? Die Vereinbarungen, was innerhalb einer Ehe oder Beziehung erlaubt ist, sind fast immer unausgesprochen, aber trotzdem gut definiert. Da hilft es dir wenig, das Geschehene zu verharmlosen. Außerdem geht es ja weiter.

    Zitat

    >>Nun weiß ich nicht wie all das weiter gehen soll, eine nebenbei Beziehung will ich nicht damit könnt ich nicht leben und wäre unfair.<<

    Ja, ist es. Es „wäre“ nicht, es IST unfair. Und darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, darüber nachzudenken, ob eine Entscheidung schon möglich ist und ob vor diesem Hintergrund schon alles Denkbare FÜR die Ehe/Beziehung getan wurde, damit es auch eine ENTSCHEIDUNG sein kann. Noch mal. „Entscheidung“ bedeutet, dass zwei Wege vor dir liegen, von dem du einen gehst. Wenn es den zweiten Weg eh nicht gibt und er immer nur im Dunklen liegt, ist es keine Entscheidung.

    Zitat

    >>Die Ehe nach so vielen Jahren aufgeben? Tut man das? Ab wann gibt man den Kampf auf? Ist es vergebens noch zu kämpfen? oder versucht man es doch noch mal?<<

    Die Sache mit dem „Kampf“ klingt immer sehr nach „Krampf“. Es geht doch darum, ob du noch ernsthaft etwas FÜR deine Ehe tun willst und kannst.

    Zitat

    >>schon vor einigen Wochen bemerkte ich wie die Männerwelt auf mich wieder reagiert - ich weis nicht warum und wieso? Strahle ich irgendwas aus? Wenn dann ist das absolut unbewusst ich weis nicht mal was in mir den Schalter umgelegt hat? Die Tatsache innerlich vielleicht schon aufgegeben zu haben? <<

    Ja, genau danach sieht es aus. Du wirst Signale aussenden, die so gedeutet werden, dass du „zu haben bist“, bereit bist für ein Abenteuer oder dass du gerne Zuwenung erleben möchtest (weil es die in deiner Beziehung offensichtlich nicht mehr gibt.)

    Zitat

    >>ja der neue oder Bekannte wollen auch nicht beide sofort eine Beziehung - sondern es ist dzt lediglich "Verliebtheit" mit dem Ziel jeder hat seine Wohnung und wir entdecken uns gemeinsam. Jedoch müsste ich mich erstmal trennen - oder auch nicht?? vor dem Schritt und der Entscheidung steh ich derzeit.<<

    Dazu gehört vor allem auch das Zu-Ende-Denken dessen, was in deinem neuen Leben Realität sein wird. Welche Freunde verlierst du? Wie wird sich dein Alltag ändern? Wie kommst du finanziell klar? Wo wirst und kannst du wohnen? Was geschieht mit Wohnung (Haus, Kindern oder anderem, das du hier noch nicht offen gelegt hast)? Das muss sehr sorgfältig durch gedacht werden, und zwar auch dann, wenn es richtig weh tut. Und dazu gehört auch die mögliche Reaktion deines Mannes, denn du kennst ihn sehr gut und es ist nicht unmöglich, seine Reaktion einzuschätzen.

    Mach das also alles langsam. Versuche vor dieser Entscheidung so wenig wie möglich an Fakten zu schaffen, die man dann nicht mehr ändern oder ausräumen kann. Versuche dein Leben und deinen Alltag wieder so zu ordnen, dass du morgens der Frau im Spiegel noch aufrichtig ins Gesicht schauen kannst. Und lass dir etwas Zeit.