• Frend, Exfreundin, Kind und ich

    Hallo Zusammen, Ich habe nun schon viel gelesen über diese Situation, aber allerdings gibt es keine genaue Antwort auf meine Frage :-( Ich habe seit Anfang Mai einen Freund, kenne ihn auch schon länger, deshalb wusste ich auch von Anfang an von seinem Kind (7). Er ist seit ca 2 Jahren getrennt. Ich hatte Anfangs auch überhaupt kein Problem damit. Die…
  • 47 Antworten

    Genau das selbe habe ich ihm auch gesagt. Ich habe gemeint, es sei noch zu früh, die kleine unter den umständen kennen zu lernen. Es ist aber so, dass ich sie schon vor beziehungsbeginn kennengelernt habe (aus zufall). Danach war es für mich einfach so, dass wenn sie anwesend war, wir nur freunde waren (wie vorher auch). ich habe ja keinen stress damit, aber er eben schon. Ihn nervt es, dass er es vor der kleinen nicht zeigen kann, hankherum erzählt er aber der Ex nichts und hört mir nicht zu, wenn ich sage "gucken wir zuerst, ob es funktioniert, bevor wir die kleine verwirren".


    Es ist ein riesen wirrwarr indem ich eigentlich nichts richtig mache/machen kann

    Oh. Wurde beim Schreiben mehrmals unterbrochen und inzwischen steht hier viel mehr als bei Schreibbeginn...


    Also nochmal neu.


    Ich finde, daß einige hier sehr klischeehaft denken: Ein Erwachsener MUSS eine Wohnung ohne seine Eltern bewohnen. Papawochenenden MÜSSEN in der Wohnung des Vaters stattfinden.


    Sicher ist es meistens so – aber das heißt doch nicht, daß es so sein MUSS. Und daß es nicht so ist, läßt auch erstmal keine weiteren Schlüsse zu!


    Es ist hier ja sozusagen Forumsfolklore, daß Erwachsenen, die mit ihren Eltern zusammenleben, Faulheit und Unreife unterstellt wird. Aber erstens kann man auch in der eigenen Wohnung faul und unreif sein. Zweitens ist "wohnen mit den Eltern" NICHT automatisch gleichbedeutend mit "Wohnen im Hotel Mama". Wie ist das denn – zahlt er seinen Eltern irgendwas? Beteiligt er sich an anfallenden Arbeiten? Ich möchte auch darauf hinweisen, daß es z.B. auf dem Land absolut normal ist, wenn Erwachsene im Haus der Eltern wohnen bleiben oder irgendwann dorthin zurück ziehen.


    Zu den Papawochenenden hatte ich oben ja schon geschrieben. Sie MÜSSEN nicht in der Wohnung des Vaters stattfinden. Das Kind möchte im eigenen Bett schlafen, das kann ihm ermöglicht werden, also warum sollte man es nicht tun? Einfach nur aus Prinzip, weil "man es so macht"? Wie gesagt, in diesem Fall ist die Mutter ja am Wochenende (bis auf nachts) außer Haus. Das ist eben NICHT dasselbe, als wenn er Kind und Mutter (!) übers Wochenende besuchen würde. Aber auch das wäre durchaus eine gute Möglichkeit, wenn alle Beteiligten damit zufrieden sind. Und die Beteiligten sind primär das Kind und seine Eltern, nicht die neuen Partner; die müssen sich in die bestehende Situation einfügen.

    Zitat

    Das Verhältnis ist glaube ich nicht sooo schlecht. Er sagt zwar immer, wie doof sie ist, ich glaube ihm das aber nicht. Ich möchte das halt einfach nicht und finde es dann auch doof, wenn ich als zicke dargestellt werde, obwohl das ja nicht der normale umgang mit der Ex sein sollte..

    Wie "sollte" der Umgang mit der Ex denn "normalerweise" sein? Sollten sie sich Tassen an den Kopf werfen? Würdest du dich dann wohler fühlen? Schon mal drüber nachgedacht, was das für das Kind bedeuten würde?


    Dein Freund hat zuallererst seinem Kind gegenüber eine Verpflichtung. Du bist zweitrangig. Wenn du das nicht akzeptieren kannst, mußt du dir einen Partner ohne Kind suchen. Ich finde dein Verhalten schon ziemlich "anstrengend". Ja, ich finde es auch seltsam und ärgerlich, daß er seiner Ex nichts von dir sagen will. Das zeigt aber auch, daß das verhältnis zwischen den beiden sehr viel angespannter ist, als du glaubst. Leider kommt es ziemlich oft vor, daß die Mutter in dem Moment, wo sie von der neuen Freundin erfährt, ausflippt und beispielsweise den Kontakt des Vaters zum Kind zu unterbinden versucht.


    Dein Freund hat dir nun ein sehr gutes Angebot gemacht (am Wochenende zeitweise dabeizusein). Er will dich also NICHT aus seinem sonstigen Leben heraushalten. Du gehst nicht darauf ein. Tja, was soll man dazu noch sagen.

    Zitat

    Leider kommt es ziemlich oft vor, daß die Mutter in dem Moment, wo sie von der neuen Freundin erfährt, ausflippt und beispielsweise den Kontakt des Vaters zum Kind zu unterbinden versucht.


    Dein Freund hat dir nun ein sehr gutes Angebot gemacht (am Wochenende zeitweise dabeizusein). Er will dich also NICHT aus seinem sonstigen Leben heraushalten. Du gehst nicht darauf ein. Tja, was soll man dazu noch sagen.

    Gerade deshalb, weil ein "Ausflippen" befürchtet wird, sollte der Vater das Kind nicht als "Bote" oder "Überbringer" instrumentalisieren, durch das die Ex von der neuen Beziehung erfährt. daher finde ich es gut, dass sich die TE mit Vater-Kind-Unternehmungen zurückhält, bis der Vater die Ex über die neue Beziehung informiert hat.

    devilindisguise

    Zitat

    Er will dich also NICHT aus seinem sonstigen Leben heraushalten. Du gehst nicht darauf ein. Tja, was soll man dazu noch sagen.

    Sie hat abgelehnt als seine Partnerin dabei zu sein.

    Zitat

    Sie MÜSSEN nicht in der Wohnung des Vaters stattfinden.

    Natürlich nicht. Die Frage ist halt inwiefern die Trennung abgeschlossen ist und in welchen Punkten ggfls. noch nicht alles geklärt ist. Auf lange Sicht ist weder seine Wohn- noch die Betreuungssituation sonderlich praktikabel. Wobei die Wohnsituation natürlich davon abhängt, wie es genau ausschaut – also das von Krümi angesprochene Kinderzimmer oder eine Wohnung in dem Haus o.ä.

    devilindisguise

    Zitat

    Ich finde, daß einige hier sehr klischeehaft denken: Ein Erwachsener MUSS eine Wohnung ohne seine Eltern bewohnen. Papawochenenden MÜSSEN in der Wohnung des Vaters stattfinden.


    Sicher ist es meistens so – aber das heißt doch nicht, daß es so sein MUSS. Und daß es nicht so ist, läßt auch erstmal keine weiteren Schlüsse zu!

    Nö, es muss nicht so sein. Aber die TE hat selbst geschrieben, dass ihr Freund insbesondere aus Bequemlichkeit bei den Eltern wohnt, obwohl das Verhältnis zu ihnen nicht so wahnsinnig gut ist.

    Zitat

    Zu den Papawochenenden hatte ich oben ja schon geschrieben. Sie MÜSSEN nicht in der Wohnung des Vaters stattfinden. Das Kind möchte im eigenen Bett schlafen, das kann ihm ermöglicht werden, also warum sollte man es nicht tun? Einfach nur aus Prinzip, weil "man es so macht"? Wie gesagt, in diesem Fall ist die Mutter ja am Wochenende (bis auf nachts) außer Haus. Das ist eben NICHT dasselbe, als wenn er Kind und Mutter (!) übers Wochenende besuchen würde. Aber auch das wäre durchaus eine gute Möglichkeit, wenn alle Beteiligten damit zufrieden sind. Und die Beteiligten sind primär das Kind und seine Eltern, nicht die neuen Partner; die müssen sich in die bestehende Situation einfügen.

    Ich bin da in zwei Dingen konträrer Meinung. Zum einen ganz prinzipiell, dass der neue Partner sich eben nicht "einfügen" muss. Der neue Partner ist auch ein Mensch mit Bedürfnissen und Ansprüchen, und die dürfen genauso gelebt und gefordert werden wie die der Familienmitglieder. Zum anderen sehe ich die Papa-Wochenenden in der alten Wohnung deshalb als problematisch an - kann, nicht muss -, weil sie dem Kind ein falsches Bild suggerieren können. In der Wohnung hatten sie gemeinsam als Familie gelebt, und wenn Mama jetzt nicht da ist, ist Papa da, und letztendlich schlafen sie sogar noch gemeinsam im Bett. Es wäre für mich nachvollziehbar, wenn das Kind aus dieser Gegebenheit heraus mit neuen Partnern sehr viel mehr Probleme hätte, als wenn eine eindeutige Trennung vollzogen würde.

    Was ich verstehe ist seine Zurückhaltung, was die Beziehung von dir zu seiner Tochter anbelangt. Absolut nachvollziehbar.


    Dass er dich vor der Ex und seinen Freunden verheimlicht und jedes Wochenende dort verbringt, ist natürlich überaus praktisch für die Ex, denn sie wird ja optimal entlastet. Aber so kann man keine neue Beziehung aufbauen, dafür ist er nicht frei genug. An deiner Stelle würde ich mich zurückziehen, es sieht nicht danach aus, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.

    Also hier mal klargestellt: Ich will, dass er die Zeit, die er mit seiner Tochter hat, auch mit ihr verbringt. Das wird nicht zur diskussion gestellt. Aber muss ich alles akzeptieren, was da gemacht wird? Er lebt wirklich aus bequemlichkeit zuhause, es wird gewaschen, geputzt etc. Er zahlt dafür etwas (aber eben nur etwas). Das ich mich bei der Tochter zurückhalte kann mir ja keiner vorwerfen. Es ist nicht so, das ich nicht will, es ist nur so, dass ich die ganze Sach auch erst erleben muss.


    Nun ist es eben so, dass die Situation übers Wochenende so aussieht. Er sagt seiner Ex nichts, obwohl er es schon öfters vorhatte (was ja nicht zwingend heisst, dass die kleine gleich ins spiel kommt, nur dass jeder die Zeit hat, das sacken zu lassen (wenns denn etwas zum sacken lassen gibt), und man sich darauf vorbereiten kann). Und er sagt es ihr nicht, weil er nicht will, ganz einfach. Was mich natürlich nachdenklich macht...


    Er ist ja absolut nicht zurückhaltend, was seine Tochter anbelangt. Wenn ich nicht gesagt hätte, dass ich noch warten will, hätte die kleine wohlmöglich verwirrt zugeschaut, wie er mich abknutscht. Und auf mein wollen hin, uns als Freunde zu zeigen vor ihr, hatt er eher negativ reagiert.


    Also bin ich echt im Zwiespalt wie ich damit umgehen soll. Alles ist gut, aber bei der Ex hört der spass auf, obwohl mir gesagt wurde, dass es eine nette Frau sei.


    Und mir kann auch keiner vorwerfen, dass mich das stört, dass sie im selben Bett schlafen. Man hat andere möglichkeiten. Bei seinen Eltern tuts das Klappbett, aber das Sofa bei ihr geht nicht?

    Hm? Es hat dir doch auch keiner vorgeworfen, daß dich das stört. Wenn du mich meinst: Ich hatte ein mögliches Klappbett/Matratze erwähnt. Es kann doch sein, daß das SOFA tatsächlich unerträglich ist und eine andere Schlafgelegenheit BISLANG nicht da ist, dann kann man ja eine besorgen (siehe oben).


    Es hat auch niemand behauptet, du wolltest nicht, daß er die Zeit mit seiner Tochter verbringt. Aber es steht dir einfach nicht zu, in die jetzige Umgangsregelung einzugreifen, die eben so ist, daß der Umgang im Haus der Mutter stattfindet. Und zwar deswegen, weil das Kind sich damit wohler fühlt. Ich finde NICHT, daß man Kindern eine Trennung möglichst brutal vor Augen führen muß, damit sie verstehen, daß die Eltern getrennt sind. Daß der Vater seit 2 Jahren woanders wohnt, hat die Siebenjährige zweifellos bemerkt. Daß die Eltern immer noch sehr gut miteinander auskommen, ist GUT. Oder sollen sie einander die kalte Schulter zeigen, nur damit das Kind extra stärker belastet wird, so daß es "die Trennung auch wirklich versteht"? Ich finde immer noch, daß dahinter ein Klischeebild von "Trennung" steht: Es MUSS hart zugehen. Die Eltern MÜSSEN tief zerstritten sein und sie MÜSSEN den Kindern das vor Augen führen. Oft ist es so, ja – und gerade DAS macht Kindern Probleme.


    Wenn es dir darum geht, daß der Mutter die Nachricht von deiner Existenz nicht über das Kind vermittelt wird: Das verstehe ich sehr gut. Wenn dein Freund diese Mitteilung wirklich für so heikel hält, dann darf er das nicht dem Kind überlassen. Hast du ihn darauf hingewiesen? Wenn du nämlich so argumentierst wie weiter oben, dann kann es bei deinem Freund so angekommen sein wie bei mir, daß es einfach um deine Eifersucht geht und nicht ums Kind. Andere hier im Thread haben dich da besser verstanden als ich, aber man konnte es halt auch falsch verstehen.

    Klar habe ich mit ihm darüber gesprochen. ich habe ihm das auch verständlich gemacht. Er versteht es, es nervt ihn aber. Und ich verstehe dann nicht, warum man sich nervt, schliesslich geht es darum, alles unkompliziert zu machen. Und dazu gehört halt auch (da es ihm wichtig ist, alles möglichst schnell zu machen und ich halt da die spassbremse bin), mal das gespräch mit der Ex zu suchen.


    Was ich von der beziehung zwischen beiden halte: Ich denke die ist nicht schlecht (ich will auch nicht, dass es anderst ist), nur wenn das alles so freundschaftlich dargestellt wird (die machen ja auch viel zu 3.) und sie zusammen in einem Bett klar kommen, dann ist es doch wohl auch kein Problem sein ihr von mir zu erzählen?

    ehrlich?


    ich könnte keinen mann als meinen partner enrst nehmen, der seit 2 jahren mit über 30 jahren aus bequemlichkeitsgründen wieder zuhause wohnt. So habt ihr ja gar keine gemeinsame zukunft. oder wartet er, bis du in eine größere wohnung ziehst, wo er sich dann einnisten kann?


    und warum muss er in der wohnung der ex übernachten?

    Zitat

    Die Kleine wünscht sich halt zuhause ins Bett zu gehen, dass wird ihr gewährt. Und ich habe meine Probleme damit..

    wann kommt denn die mutter von ihrer arbeit nach hause? selbst wenn sie erst gegen mitternacht nach hause kommt, könnte er dann doch fahren?


    und dann noch im ehemaligen paarbett neben der ex?


    für mich klingt das eher nach einem völlig unselbstständigen mann, der bei mama wohnt und sein 2nest bei der ex noch nicht aufgeben will (deswegen sagt er ihr auch nix von euch). und woher willst du wissen, dass da doch nichts mehr läuft, wenn die beiden da so nebeneinander liegen? gelegenheit macht diebe, bzw. liebe etc.

    nitanita2

    Zitat

    Ich denke die ist nicht schlecht (ich will auch nicht, dass es anderst ist), nur wenn das alles so freundschaftlich dargestellt wird (die machen ja auch viel zu 3.) und sie zusammen in einem Bett klar kommen, dann ist es doch wohl auch kein Problem sein ihr von mir zu erzählen?

    Doch, gerade deshalb kann es ein Problem sein. Deshalb die Frage wie weit die Trennung auch wirklich durch ist?


    Wenn sich ehemalige Partner als Eltern gut verstehen, an einem Strang ziehen und vielleicht auch befreundet sind (also nicht "Wir finden und halt nicht scheiße!" befreundet, sondern befreundet...wie es Freunde nun mal sind), ist das toll. Es kann aber eben auch ein kniffliger Punkt sein, wenn das alles noch nicht so klar und schwammig ist: Dann kommt die neue Freundin und tut was? Richtig, Zeit und Raum einnehmen...Der vorher der Familie vorbehalten war.

    Seiner Aussage nach ist die Beziehung gegessen.


    Aber ganz ehrlich, wenn ich meinen eigenen Satz lese dass die beiden ein gutes Verhältnis haben etc, da werde ich schon traurig... Nich weil es so ist, sondern weil es einfach kompliziert zu sein scheint :-(


    Ich möchte ja, dass die ganze Sache funktioniert. Aber wie soll das ganze funktionieren, wenn ich meinen Teil nicht dazu beitragen kann (nicht auf die kleine gemeint, sondern aufs argumentieren). Wie gesagt, es wird alles wiederwillig akzeptiert, aber halt in mass... Und ich will doch nur das beste (auch für mich).

    Ich habe einfach ein Problem damit, weil alles gut zu sein scheint bei den beiden, es keine Probleme gibt, beide in einem Bett schlafen, aber er mir dann trotzdem sagt, dass sie nervt, doof ist, nichts gebacken kriegt...


    Da geht einfach etwas nicht auf...versteht man das?

    Rede mit der Kindesmutter so ganz offiziell hinter seinem Rücken.


    Die Frage " … und hast du eine Neue?" ist sicher mehr als einmal gefallen.

    nitanita2

    Zitat

    Seiner Aussage nach ist die Beziehung gegessen.

    Das ist nicht das was ich meine. Eine Beziehung werden die zwei immer haben – sie sind ja Eltern. Ist beiden aber klar, im Hirn, im Bauch, im Herz und im linken Zeh, dass sie eben getrennte Wege gehen werden und sich das gemeinsame Familienleben auch noch weiter ändern wird?

    Zitat

    aber er mir dann trotzdem sagt, dass sie nervt, doof ist, nichts gebacken kriegt...

    Das würde mir auch aufstoßen.