• Freund arbeitslos, langsam belastet es die Beziehung

    Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr habt ein paar Tipps für mein Problem. Mein Freund und ich haben uns vor einem Jahr kennengelernt. Er ist studierter Ingenieur und er war schon arbeitslos, als ich ihn kennengelernt habe. Er hat nun in diesem Jahr über 120 Bewerbungen geschrieben, wurde auch schon ein paar Mal zum Gespräch eingeladen, doch einen Job hat er…
  • 142 Antworten

    @ Kirschbaumzweig:

    Was denkst du denn, was ihn bisher davon abhält, eine Arbeit zu finden. Er hat mehr oder weniger regelmäßig Vorstellungsgespräche? Wird er oft abgelehnt, oder lehnt er selbst ggf. Angebote ab? Wenn ja, mit welcher Begründung? Wie lange hat er denn vorher gearbeitet und wieso wurde er arbeitslos?

    120 Bewerbungen im Jahr sind nicht "Nichts".


    Zumindest versucht er es... aber das spielt eigentlich keine große Rolle für die Beziehung.


    Achtung vor dem Anderen ist ein wichtiger Grundpfeiler jeder Beziehung. Wenn keine Achtung mehr da ist, dann ist das in meinen Augen der Anfang vom Ende.


    :)*

    Jemand, der komplett faul wäre, würde wohl kein Ingenieurstudium durchziehen können. Im übrigen finde ich es eigenartig, jemandem, mit dem man zusammen war, als "Stück Dreck" zu bezeichnen.

  • Anzeige

    @ Kirschbaumzweig

    Zitat

    Ich habe ihn gebeten, doch erst mal zu schauen, ob er nicht einen befristeten Job annehmen könnte, schließlich wirkt sich ja alles auf seine Rentenansprüche aus.

    Hat er denn ein solches Angebot in Aussicht, lehnt es aber ab? Oder bewirbt er sich auf solche Stellen gar nicht?

    Zitat

    Er möchte jedoch noch abwarten, ob sich nicht doch etwas tut, er war bei einem Bewerbungscoaching und hat in 14 Tagen wieder ein Vorstellungsgespräch.

    Finde ich bis dahin auch noch ganz vernünftig, falls daraus nichts wird, kann man ja in zwei Wochen weitersehen. Und so lange er finanziell abgesichert ist (so klingt es jedenfalls, Stichwort "Haus" und "Ersparnisse") kann ich auch verstehen, dass er sich nicht "unter Wert" verkaufen möchte bzw. weiter nach seinem "Traumjob" sucht. Da prallen natürlich zwei Lebenseinstellungen aufeinander. Manche wollten und könnten nicht so lange warten, brauchen einfach Beschäftigung und kämen sich auch schlecht dabei vor, wenn sie so lange "nichts tun" und andere wiederum können sich nicht vorstellen, irgendeinen Job anzunehmen, nur um Arbeit zu haben, sondern warten auf das richtige Angebot.


    Ich finde es immer ideal, wenn man in solchen Dinge in etwa dieselbe Einstellung hat, gerade wenn es auch um langfristige Familienplanung und Eheschließung geht.

    Vielleicht war er ja auch bisher immer beschäftigt (Schule, Studium, Beruf) und ist darum ganz froh, mal eine Auszeit zu haben. Vor allem, wenn man sie sich leisten kann und klar ist, dass das kein Dauerzustand sein soll.

    Ich find das unter aller Sau wie hier abgelästert wird! Leute, er hat fertig studiert und ist jetzt gerade mal ein Jahr arbeitslos und er versucht es ja! 120 Bewerbungen find ich ziemlich viel. Er hat Glück, dass er in einer Branche arbeitet wo man überhaupt soviele Bewerbungen schreiben kann, das ist doch nicht immer so!! Vorallem hat er ein Haus, er wird also nicht einfach so umziehen können und wollen, sprich er ist an das nähere Umfeld gebunden, denn wer will schon stundenlang rumfahren, grade bei den jetzigen Spritpreisen.


    Ich finde auch, dass man als Freundin mehr Achtung vor seinem Freund haben MUSS. Und du scheinst bestimmt auch was von dem Haus zu haben, das dein Freund von den Eltern bekommen hat, oder?

  • Anzeige

    Und ich finds lustig, dass vorallem Frauen ablästern.... mal ehrlich: meistens ist es doch andersrum, Mann hilft der Frau finanziell.. vorallem wenn Kinder da sind...


    jetzt gibts bestimmt Geschreie ]:D aber wisst ihr, ICH find es ganz normal, dass man sich in einer Beziehung gegenseitig unterstützt – egal ob Männlein oder Weiblein mal Hilfe – egal ob finanziell oder nicht – braucht. Wer da nicht gerne hilft, der sollte seine Beziehung mal ganz schnell überdenken, denn wenn man seinen Freund nicht helfen will, dann fehlt ja schon mal Vertrauen und in diesem Fall bestimmt auch Respekt.. und das ist nun mal wichtig in einer gut funktionieren Beziehung. Und so wie du denkst überhaupt von Heiraten zu sprechen... wenn du immer Angst hast dich mal um jemanden kümmern zu müssen... dann solltest du NIE heiraten.

    Ich habe nicht über den Freund von Kirschbaumzweig gelästert, oder über andere, sondern über einen ganz bestimmten Typ Mann. Und der lässt sich nicht anders beschreiben als mit der Art, wie ich es tat. Niemand, der sowas noch nicht erlebt hat, weiß was es bedeutet, mit sowas zusammen zu sein.


    Dass jemand, der ein Studium durchgezogen hat, nicht allzu faul sein kann, steht außer Frage.


    Ich rede von Langzeitarbeitslosen ohne jegliche Ambitionen aber dafür Machtkomplexen zum Abwinken.


    Aber ich wie auch oben schon schrieb – bei dem Thema bin ich ein wenig subjektiv. ;-)

  • Anzeige

    Ich find es echt daneben, wie die TE über ihren Freund spricht :(v Und die Ausage von manch anderen User ist auch unterste Schublade :(v


    Der Freund der TE bemüht sich doch. Wie kann man denn dann sagen, dass er dies nicht tut und faul ist und dann noch als Freundin? Ist schon schlimm, wenn man nur ein guter Partner ist, wenn man einen – am besten noch gut bezahlten – Job hat und als Arbeitsloser keines Blickes mehr würdig ist :(v

    Zitat

    Er hat sogar schon von Heirat gesprochen, aber ich muss Euch ganz ehrlich sagen, wenn er keine Arbeit hat – muss ich ja im Fall der Scheidung ja auch für seine Rente aufkommen – er verdient ja (noch) nichts.

    Wie kann man schon so weit denken? Wenn man sich liebt und heiraten möchte, dann denkt man doch nicht in gleichem Atemzug daran, was wohl wäre, wenn eine Scheidung ansteht und was mal mit der Rente wäre :-o Sorry, aber da kann es mit der Liebe echt nicht weit her sein. Trenn dich lieber von deinem Freund. Mir tut er jetzt schon leid. Nicht nur wegen seiner Arbeitslosigkeit, worunter er sicher auch sehr leiden wird, sondern auch, weil er so eine Freindin hat, der materielle Dinge, Erfolg und Ansehen im Leben wichtiger zu sein scheinen als alles andere.

    Es geht doch darum, ob es zu hart ist, von seinem Lebenspartner eine Erwerbstätigkeit zu erwarten, und nicht, welchen Maßstab man an die Menschheit an sich setzt. 120 Bewerbungen in über einem Jahr sind nicht soooo viele, die temporär Arbeitslosen, die ich kenne, haben das mitunter in einem Monat geschrieben.


    Jeder stellt sich für sein Leben und seine Zukunft nunmal etwas anderes vor und wir reden hier ja vom Beginn einer Beziehung. ist man schon länger zusammen, verheiratet, Kinder o.ä., stellt sich das ja ganz anders dar, da steht man füreinander ein, in guten und schlechten Tagen. Aber bei der Partnersuche wäre für mich auch wirtschaftliche Augenhöhe und der Drang, für sich selbst sorgen zu wollen ein Attraktivitätsmerkmal.


    Und Wohlstand, den man sich nicht selbst erarbeitet ist, zählt für mich subjektiv einfach weniger. (Haus und finan. Unterstützung der Eltern).


    Und weshalb er sich nicht auf befristete Stellen bewirbt, sollte man mal besprechen, denn je länger seine Arbeitslosigkeit andauert, um so unattraktiver wird seine Bewerbung für potentielle Arbeitgeber.


    Da er jetzt vom Erspartem (seit 1 jahr) lebt gehe ich mal davon aus, dass er nach dem Studium schon gearbeitet hat, das wird ja wohl kaum sein Konfiormationsgeld oder sein Kindersparbuch sein.

    Kirschbaumzweig

    Zitat

    studierter Ingenieur

    Zitat

    in diesem Jahr über 120 Bewerbungen geschrieben

    Zitat

    ein paar Mal zum Gespräch eingeladen

    Zitat

    war bei einem Bewerbungscoaching

    Was soll er denn deiner Ansicht nach noch unternehmen?


    Er kann keinen Arbeitgeber zwingen, ihn einzustellen.

    Zitat

    Jetzt läuft das Arbeitslosengeld aus und er muss Hartz IV beantragen

    In nächster Zeit wohl kaum bei dem Vermögen ;-)

  • Anzeige
    Zitat

    Wie kann man schon so weit denken? Wenn man sich liebt und heiraten möchte, dann denkt man doch nicht in gleichem Atemzug daran, was wohl wäre, wenn eine Scheidung ansteht und was mal mit der Rente wäre

    Wie kann man nicht so weit denken? Ich habe in der letzten Zeit zwei Fälle miterleben dürfen, in der es bei der Scheidung um genau diese Sachen ging – und das nicht mehr nur in nettem Tonfall. Wer eine Hochzeit nur mit rosa Wölkchen und Herzchen betrachtet, bitteschön. Der wacht dann danach ggf. umso schmerhafter auf. Dann lieber vorher über genau so etwas nachdenken und auch unterhalten, damit beide wissen, woran sie sind. Das hat nichts mit fehlender Liebe zu tun. Eine Heirat ist nunmal ein Vertrag, den man vor dem Staat schließt und mit seiner Unterschrift besiegelt. Das sollte jedem klar sein. Wer dabei nur weiße Kleider und lachende Menschen im Blick hat... nun ja...

    Zitat

    Und ich finds lustig, dass vorallem Frauen ablästern...

    Auch gedacht, aber nicht ausgesprochen ;-)

    Wow - die Reaktionen haben mich ja doch überrascht.


    Die materiellen Dinge, Erfolg und Ansehen sind für mich wirklich nicht so wichtig, aber wenn ich jeden morgen um 5 Uhr aufstehen muss und ich sehe, dass mein Partner bis 10 Uhr schläft, dann den ganzen Tag am PC sitzt und spielt, dann hat das für mich schon einen komischen Beigeschmack.


    Wenn dann auch noch dazukommt, dass er jeden Abend auf die Rolle gehen will, während ich müde von der Arbeit nach Hause komme, dann bin ich erst recht gefrustet.


    Ich hätte mir da schon etwas mehr Engagement seinerseits gewünscht, aber er geht halt davon aus, dass ihm die passende Stelle schon noch unterkommt. Und dann kommt auch der Spruch - ich habe studiert und da muss es dann auch schon etwas Anspruchsvolles sein.


    Bislang ist ja alles gut gegangen, aber je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto gefrusteter werde ich.


    Ich habe im Übrigen erlebt, wie ein angeblich so glückliches Paar geschieden wurde, und ein Ehepartner durch die Ausgleichszahlungen ausgenommen wurde... also da wäre ich schon mal etwas vorsichtiger mit den Äußerungen, dass die Liebe über alles gehen sollte. Man sollte da auch nicht so blauäugig sein.

    Zitat

    120 Bewerbungen in über einem Jahr sind nicht soooo viele, die temporär Arbeitslosen, die ich kenne, haben das mitunter in einem Monat geschrieben.

    Wobei das auch sicherlich stark vom Profil und der jeweiligen Region abhängt. Da er ein Haus hat, wird er, wie bereits angemerkt wurde, wahrscheinlich zunächst im näheren Umfeld suchen und nicht deutschlandweit. Und im täglich erfahrbaren Umfeld (so dass es auch noch rentabel ist und man nicht die Hälfte des Lohnes alleine durch die Fahrtkosten wieder verliert) muss es ja überhaupt erst mal so viele Stellen geben, auf die man sich bewerben kann.

  • Anzeige