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    Ja, DICH nicht, aber ist es so schwer zu begreifen, dass es die TE nunmal anders sieht??

    Naja. Nö, kann sie gerne behalten. Mit diesem Mann wird sie mit dieser Einstellung aber wohl gegen die Wand fahren, wenn das nach einem Jahr schon so auseinanderklafft. Da ich drauf tippe, dass sie die Beziehung nicht sofort wegwerfen will, würde es vielleicht schon helfen, ihre derzeitige Meinung nicht als optimal und unabänderbare Größe zu betrachten.


    Was soll immer dieses "Das ist meine(ihre/seine/wessenauchimmer Meinung"? Meinungen kann jeder haben, das heißt aber nicht, dass sie kontraproduktiv sind. Und wenn man die Auswüchse seiner Meinung so offenkundig sieht kann man sie ja auch mal hinterfragen, statt nur zu rechtfertigen. Das löst nämlich die Probleme am allerwenigsten.

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    (und bevor du noch ein Vorurteil auspackst, NEIN, ich bin keine und war nie eine Hausfrau)

    Merkt man auch gar nicht @:) ]:D


    Das Problem ist, und das scheinen hier viele Frauen zu haben in diesem Forum, dass einer beschriebenen Person Charaktereigenschaften hinzugedichtet werden, die selbst der/die TE nichtmal beschrieben haben, nur weil sie das Gelesene um drölfzich Ecken an einen pöhsen Verflossenen erinnert. Das führt dann zu diesen sehr schönen Auswüchsen, die offenbar dazu motivieren, andere als Dreck zu bezeichnen, als faul und weiß der Himmel.


    Mir persönlich ist das alles im Grunde scheißegal. Jeder soll machen wie er meint und glücklich ist.


    Nur drängen Frauen mit rosaroter Brille gerne den idealisierten Traummann in eine Standardbeziehung. Haus, Ehe, Kind, Baum etc. Aber sie beschweren sich nachher, wegen diesem Mann ihr leben vergeudet zu haben. Beispiele gibt es hier im Forum seitenweise.


    Karrierefrauen auf der anderen Seite scheinen zwanghaft (siehe Seite 1) andere runtermachen zu müssen, um sich selbst zu beweisen, was sie erreicht haben, und anderen. Sie müssen sich präsentieren und darauf rumreiten und dulden! geradezu keinen Mann, der unter ihnen rangiert – beruflich, intelektuell etc. Als wäre das etwas besonderes.


    Ich respektiere beides gleichermaßen, sowohl die Leistung der Frauen, die sich für eine Karriere im Beruf, als auch jene, die sich für eine Familienkarriere entschieden haben. Nur leisten Threads wie dieser der Emazipation sicher keinen Vorschub, im Gegenteil.


    Falls es dir immernoch nicht möglich sein sollte, aus meinem Sarkasmus die bedeutsamen Aussagen zu filtern, helfe ich dir gerne dabei, das ganze etwas differenzierter zu betrachten.


    Briefmarkensammlung? @:)

    Das war auch nicht auf dich bezogen, sondern auf die Mädels von Seite 1, hab missverständlich geschrieben, tut mir leid @:)

    Wenn man hier liest bekommt man das Gefühl, für viele gibt es nur schwarz und weiß.


    In einer guten Beziehung ist es wichtig, dass man einen gemeinsamen Weg findet und gemeinsame Ziele verfolgt.


    Eine ähnliche Einstellung zum Thema Arbeit ist da sehr hilfreich.


    Im beschriebenen Fall würde ich nicht sagen, dass der Mann einfach faul ist... er hat ja durchaus einiges erreicht.


    Möglicherweise hat er aber nicht die gleiche Einstellung zum Leben wie Kirschbaum, ist nicht so ehrgeizig wie sie, setzt andere Prioritäten....


    Ob das auf Dauer passt, können nur die beiden selbst entscheiden.


    Es spielt sicher auch eine Rolle, wie lange man schon zusammen ist.


    Wenn mein Mann arbeitslos würde und eine Durststrecke hätte, natürlich würde ich hinter ihm stehen, keine Frage.


    Und er würde das bei mir tun.


    Wenn ich allerdings ganz jung jemanden kennenlerne, der nie einen Job hatte, von der Hand in den Mund lebt usw.... das hätte einfach niemals zu mir gepasst.


    Wenn Kirschbaum im Moment an der Beziehung zweifelt, ist der Zeitpunkt für eine Heirat sicher nicht der richtige.


    Wenn ihr Partner Hartz 4 beantragt, wird er vermutlich nichts bekommen, wegen dem Haus und der Ersparnisse... und auch wegen Kirschbaums Einkommen.


    Klar... so langsam sollte er in die Socken kommen, sonst wird es sicher immer schwieriger, weil das Studium schon so lange her ist.


    Sicher ist da mal ein sehr ernstes Gespräch zwischen den beiden nötig.


    :)*

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    Wenn man hier liest bekommt man das Gefühl, für viele gibt es nur schwarz und weiß.

    Ja, ich denke auch, dass Pauschaläußerungen hier nicht greifen: Manchmal ist jemand gerade deswegen lange arbeitslos, *weil* er sehr genaue Vorstellungen von dem hat, was er machen möchte. Das gilt auch und gerade für Hochqualifizierte.

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    Und ja, solche Frauen sind nur eins: geldgeil. Hoffe, sie wundern sich dann nicht, wenn sie betrogen oder verlassen werden, wenn sie es mal nicht mehr "bringen" oder im Alter nicht mehr so knackig sind

    Was für ein Quatsch. in diesem Fall ist Geld seinerseits ja offenbar nicht das Problem. Aber es gibt tatsächlich Menschen, die es als Lebenszeitverschwendung sehen, wenn sie sich vorstellen, nur in den Tag hinein zu dümpeln und sich mit spaßigen Dingen die Zeit zu vertreiben. Für manche ist ein Job eben mehr als ein Mittel, Geld zu verdienen.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, du hast meinen Post überhaupt nicht verstanden ":/ ?


    Jedenfalls passt das, was du schreibst, überhaupt nicht zu dem, was ich meinte.

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    Und dann kommt auch der Spruch – ich habe studiert und da muss es dann auch schon etwas Anspruchsvolles sein.

    Wie gut ist denn sein Abschluss?


    Wenn er so lange arbeitslos ist, werden seine Aussichten – erst: auf was Anspruchsvolles, dann: überhaupt auf einen Job in seinem Fach – immer geringer. Nach meiner Erfahrung ist 1 Jahr Lücke im Lebenslauf, in dem man nichts anderes gemacht hat als Bewerbungen schreiben, schon höchst bedenklich.

    Noch etwas: Es ist ein großes Risiko, Stellen anzunehmen, für man überqualifiziert ist. Dadurch entsteht eine Abwärtsspirale, weil die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man danach noch einmal Stellenangebote erhält, die eine höhere Qualifikation erfordern. Zum einen macht sich eine Lücke im Lebenslauf besser als ein Jahr niedrigqualifizierter Arbeit, zum anderen wid man beim Arbeitsamt dann mit dieser niedrigen Tätigkeit geführt – sprich, sollte man mal in Gefahr laufen, Bezüge erhalten zu müssen, ist man gezwungen, diese niedrigqualifizierte Arbeit auch anzunehmen. Wenn man das nie getan hat, wird von dem ausgegangen, was man gelernt hat. Traurig, aber wahr.

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    Zum einen macht sich eine Lücke im Lebenslauf besser als ein Jahr niedrigqualifizierter Arbeit,

    Stimmt, aber dann sollte man die Lücke – und 1 Jahr nach Studienende keinen Job zu haben ist schon eine große "Lücke" – noch mit irgendwas außer Bewerbungen schreiben und zuhause rumsitzen füllen, zB mit einem Projekt, meinetwegen auch mit Australien (hat man früher gemacht, weiß nicht was heute in ist ;-) ). Es sollte halt nur nicht so ausschauen, dass man herumsitzt und keine Arbeit kriegt/ kriegen will.


    Und es mag schon sein, dass jemand, der es gewöhnt ist, von seinen Eltern alles zu kriegen, nicht so den Drive hat beim Bewerbungen schreiben wie zB jemand, der ein kleines Kind durchzubringen hat.

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    Zum einen macht sich eine Lücke im Lebenslauf besser als ein Jahr niedrigqualifizierter Arbeit

    ich kann nur sagen, wie ich Bewerbungsunterlagen bewerte: so wie von dir beschrieben ist das bei mir nicht. Wenn jemand arbeitsfreie Zeit im Lebenslauf hat, kommt es für mich darauf an, was er in der Zeit gemacht hat. War er für ein soziales Projekt im Ausland, hat er bei mir Pluspunkte, war er auf Auslandsreisen, "da man es später sowieso nicht mehr macht", wirkt das auf mich sympathisch, ebenso, wenn er in der gezwungenermaßen arbeitsfreien Zeit soziale/gemeinnützige Arbeit gemacht hat. Hing er nur zu Hause rum bzw. hat eben nichts "nützliches" oder "horizonterweiterndes" gemacht, hat es für mich einen Beigeschmack. Denn wer es aushält, nichts zu tun über einen längeren Zeitpunkt und nicht den Drang hat, irgendwas zu machen, anstatt nichts-selbst, wenn es nicht oder wenig vergütet wird, paßt von der Mentalität nicht in unser Team.