Freund beruflich oft weg! Wie kriege ich das in den Griff?

    Guten Abend,


    mein Freund(40) und ich(27) sind mittlerweile ein Jahr zusammen und sehr glücklich! Seit 6 Monaten wohnen wir zusammen! Das gemeinsame Wohnen funktioniert super und ich hoffe das wir uns noch ganz lange so toll verstehen.


    Nun zu meinem "Problem": Problem Nr. 1


    Mein Freund ist selbstständig und deswegen sehr oft beruflich unterwegs. Das bedeutet, dass er meist zweimal im Monat jeweils eine Woche weg ist und meistens noch ein Wochenende. Beispielweise kann dies so aussehen: Er ist eine Woche weg, dann meistens eine Woche da , dann wieder eine Woche weg, dann wieder einige Tage da, dann steht das Wochenende an.Es gibt natürlich auch Zeiten, da ist er lange am Stück da ca. 3 Wochen und dann erst wieder eine Woche weg.Eigentlich sollte das gar kein Problem für mich sein, da ich beruflich ausgelastet bin und auch liebe Freunde habe mit denen ich mich gerne und häufig treffe, trotzdem versetzt es mir immer wieder einen Stich! Es ärgert mich selbst so sehr, dass ich mich benehme wie ein Kleinkind, dessen Mutter weg ist. :-( :-(


    Mein Freund und ich reden auch darüber, und ihm tut es oft noch mehr weh zu sehen, dass es mich verletzt! Das tut mir dann total leid, da er überhaupt nichts dafür kann und das nunmal sein Job ist. Ich ärgere mich dann noch viel mehr über mich selbst, dass er dann Angst bekommt, er könnte mich deswegen verlieren( Was definitiv nicht passieren kann)


    Ich liebe meinen Freund wirklich überalles, möchte das er glücklich ist und nicht das Gefühl hat, er hat eine total klammeraffige Freundin zuhause um die er sich auch noch kümmern muss. Es ist auch überhaupt nicht so, dass wir keinen Kontakt haben, im Gegenteil: Er meldet sich jeden Abend einmal telefonisch bei mir! Was ich total lieb finde und mich sehr freut! Trotzdem tut es mir immer wieder sehr weh wenn er fährt. Ich verstehe mich selbst überhaupt nicht, da es ja eigentlich nichts schlimmes ist. Was kann ich tun um diese Ängste in den Griff zu kriegen?


    Nr. 2


    Hinzu kommt, dass er grunsätzlich sehr viel arbeiten muss! Das bedeutet er hat auch Tagsüber manchmal Termine oder muss extrem viel Organisationszeug machen!


    Ich lasse ihm diesbezüglich alle Freiräume die er braucht und trotzdem erwische ich mich manchmal dabei, wie ich mich irgendwie etwas ärgere innerlich! Beispielweise hatte ich gerade Urlaub. Er war meinen kompletten Urlaub über Zuhause und muss erst kommende Woche wieder weg. Das war einerseits mega schön, da wir lange ausschlafen konnten, gemeinsam gefrühstückt haben und Abends schöne Filme angesehen haben. Trotzdem war ich manchmal unzufrieden, da ich mir gewünscht hätte ein paar Ausflüge zu machen, da er ja bald schon wieder sehr oft weg ist.


    Das ist wie ein kleiner unzufriedener Teufel auf meiner Schulter :(v der stichelt und meckert! Obwohl ich eigentlich keinen Grund dazu habe: Er hat ja Zeit! Abends ! Tagsüber arbeitet er komplett durch, aber ab ca. sieben/ Acht Uhr schauen wir immer einen Film.Ich schäme mich dann auch irgendwie dafür, dass es mich ärgert und ich kein Verständnis in dem Moment habe! Schließlich ist es sein Job. Es ist wichtig für ihn, es ist sein absoluter Traumberuf!


    Manchmal komme ich mir dann wie eine verzogene Göre vor, die einfach nicht den Hals vollbekommt! Wir wohnen zusammen, er ist super lieb zu mir, einfühlsam und wir können immer überalles reden. Und trotzdem stören mich dann so Kleinigkeiten wie die Sache mit den Geschäftsreisen und dem Stdlangen Arbeiten. :-(


    Was kann ich tun um meine Ängste und Unzufriedenheit bezüglich der oben genannten Thematik in den Griff zu kriegen? Ich wäre euch unglaublich dankbar für Tipps! Ich weiß, es sind eigentlich keine großen Probleme, und trotzdem schwirrt es oft in meinem Kopf umher und ich finde keine Lösung!


    Ich danke euch schon jetzt sehr! @:)

  • 16 Antworten

    Wenn Dein Freund wegfährt, dann denke einfach daran, dass er ja bald wieder kommt. Also denke etwas Positives. Erinnere Dich an besonders glückliche Stunden.


    Wenn er unter tags arbeiten muss, unternehme etwas alleine oder zusammen mit einer Freundin.


    Ich weiss, wenn man erst 1 Jahr zusammen lebt, will man jede Stunde miteinander verbringen.


    Dieses Bedürfnis schwächt sich mit der Zeit etwas ab. Nicht aus Gleichgültigkeit sondern wegen dem tiefen


    Wissen, dass man zusammengehört auch wenn man im Moment getrennt ist.

    du brauchst ein projekt oder hobby, das dich so sehr fesselt, dass du alles darüber vergisst, auch ihn. dann freust du dich, wenn er kommt, bist aber ausgefüllt, wenn er weg ist. wofür interessierst du dich denn (außer ihm)?

    Wovor hast du Angst? Ich hatte starke Verlustängste, wenn mein Freund früher weg war. Das war mir allerdings gar nicht so bewusst. Seit ich es weiß und die Ursachen kenne, geht es mir besser damit. Mein Mann ist jede zweite Woche weg und klar vermisse ich ihn dann und hätte ihn lieber bei mir, aber es ist ok. Gehört halt dazu. Phasenweise kommt die Verlustangst noch mal kurz hoch, aber sie bleibt zum Glück nicht lange.


    Ich könnte mir vorstellen, dass auch du die Ursache für dein Unbehagen suchen musst, statt die Symptome zu bekämpfen...

    Ich denke erst Mal solltest du aufhören dich wegen deinen Gefühlen zu schämen und dich somit noch mehr runter zu ziehen .


    Irgend welche Gründe muss es ja für deine Gefühle geben vielleicht kannst du herausfinden an was es liegen könnte .


    Klar ist es schöner wenn man den geliebten Menschen jeden Tag um sich hat aber wie du schon geschrieben hast ist er selbstständig und muss daher halt eben häufiger weg sein .


    Der Mann meiner Freundin arbeitet seit über 20 Jahren als Bauleiter und ist sehr häufig unterwegs und dies teilweise sogar wochenlang .


    Sie lässt ihn ziehen obwohl es ihr manchmal auch schwer fällt aber sie sagt würde sie es nicht tun wären sie wahrscheinlich nicht mehr zusammen und sie sind mittlerweile über 30 Jahre verheiratet.


    Es ist machbar aber verlangt einiges an Vertrauen ,Stärke und die Fähigkeit den anderen loslassen zu können sonst funktioniert es glaube ich nicht .


    Dass ihr viel miteinander redet finde ich sehr wichtig vielleicht kann er dir damit auch ein bisschen Sicherheit vermitteln


    Meine Freundin redet mit ihrem Mann auch viel sie telefonieren tgl.und wenn er Zuhause ist kümmert sie such sehr intensiv um ihn . Sie haben bestimmte Rituale die sie auch nach 30 Jahren aufrecht erhalten .


    Vielleicht kannst du es ja auch mal so sehen dass eure Beziehung nicht so schnell langweilig wird und ihr euch sicher nach den Trennungen sehr aufeinander freuen könnt .


    Dies hält die Liebe jung und aufregend .

    Ich finde auch, dass du dich nicht schämen solltest. Zum Einen kann man ja für seine Gefühle nichts und sich zu schämen macht es nur schlimmer. Zum Anderen kann ich auch total verstehen, warum du dich so fühlst.


    Eine Beziehung wie du sie beschreibst würde mich auch überhaupt nicht ausfüllen.


    Du siehst deinen Partner ja maximal 2 Wochen im Monat und das dann auch nicht jeden 2. Tag, sondern am Stück. Dieses ständige Annähern und Loslassen ist auch einfach extrem nervenaufreibend. Ich hatte eine Weile eine Fernbeziehung und bin emotional fast dran kaputt gegangen.


    Das ist auch allein hormonell gesehen schon schwierig. Hormonell sind wir Menschen darauf ausgelegt, mit den Menschen, die wir sehr mögen - oder in die wir sogar verliebt sind - ständig zusammen sein zu wollen. Ungewollter Abstand wirkt dann mitunter wie ein Entzug.


    Und wenn er dann da ist, hat er tagsüber ja praktisch nie Zeit für dich. Und abends schaut ihr dann nen Film. Klingt ein bisschen nach "altes Ehepaar" für mich. Ich kann total verstehen, dass du in deinem Urlaub auch mal tagsüber was mit ihm unternehmen wolltest. Ich zumindest will mit meinem Partner ja auch meine Hobbies und - einfach - mein Leben und meinen Alltag teilen. Wenn er tagsüber schon keine Zeit hat, sollte ja zumindest abends auch mal mehr drin sein als ne DVD rein zu schmeißen. Ihr könntet ja mal essen gehen oder gemeinsam Freunde treffen oder rausfahren und den Sternenhimmel beobachten, ins Planetarium gehen - was man halt so macht als verliebtes Paar ^^. Vielleicht wäre ja auch ein gemeinsames Hobby schön, irgendeinen Kurs am Abend oder so.


    Ich kann dich auf jeden Fall verstehen und auch wenn sein Job wichtig ist und es großartig ist, dass du ihn dabei unterstützt - auch du und deine Bedürfnisse sind wichtig und das ist alles keine Kleinigkeit. Nimm dich und deine Bedürfnisse auf jeden Fall ernst. Vielleicht könnt ihr ja langfristig eine Kompromisslösung finden? Z.B. könnte er an machen Tagen mehr arbeiten, sodass er 1 x die Woche auch tagsüber für dich Zeit hat? Oder vielleicht kann er ja auch seine Reisen reduzieren? Oder du findest die Möglichkeit, ihn mal zu begleiten?


    Sicher ist es auch wichtig, sich um sich selbst und seine Hobbies, seinen Job und seine Freunde zu kümmern. Aber trotzdem sollte man sich mMn auch fragen: Ist mein Leben so ausgefüllt oder stopfe ich eigentlich nur die Löcher, die eine unbefriedigende Beziehung hinterlässt? Auch an der Beziehung zu feilen muss nicht schlecht sein und du musst dich deswegen nicht schlecht fühlen.


    LG

    Zitat

    Und wenn er dann da ist, hat er tagsüber ja praktisch nie Zeit für dich.

    Normalerweise arbeitet ja auch sie tagsüber. Dass man nicht gemeinsam Urlaub hat ist schade, kann aber bei jedem anderen Job auch passieren. Wenn jemand jeden morgen ins Büro geht erwartet man ja auch nicht, dass er sich tagsüber immer mal frei nimmt, um sich um seine Freundin zu kümmern. Und solche Leute haben tagsüber auch keine Zeit für ihre Partner. Wenn jemand zuhause arbeitet verleitet das immer ein bisschen dazu, ihn als viel flexibler anzusehen und zu erwarten, dass man da doch auch einfach mal freimachen kann. Aber er arbeitet nunmal. Finde ich grundsätzlich völlig legitim.


    Mit den abendlichen Filmen scheint sie ja einverstanden zu sein. Und für künftige Urlaube muss man sich dann eben vorher besser absprechen. Hast du ihn konkret drum gebeten, dass ihr mal was macht tagsüber? Oder hast du erwartet, dass er selbst anbietet, frei zu machen?

    hi sphinxxx

    ich kann dir leider (noch) keinen rat geben, da ich mich in einer ziemlich ähnlichen situation befinde und selbst noch nach lösungen suche, aber ich lese hier interessiert mit und werde mich sicherlich von zeit zu zeit zu wort melden. @:) *:)

    mein Freund ist beruflich quasi 5 Tage die Woche weg. Ich kann dir nur raten, such dir Hobbies und stopf deinen Alltag damit komplett voll, verwirkliche dich selbst und telefoniert abends, schreibt euch, das hilft :)

    ich habe in einer vergleichbaren situation gelebt und kann dir das gut nachfühlen. @:)


    mein expartner, mit dem ich zu dieser zeit zusammen war, ist soldat. unter der woche war er so weit auswärtig stationiert, dass der nur von freitag abend bis sonntag nachmittag nach hause kam. dazu kamen übungen, die zwischen ein paar tagen und ein paar wochen dauerten und - ja - eben auch auslandseinsätze.


    am anfang habe ich auch gelitten und war irgendwie überfordert damit, dass er nicht greifbar ist.


    unsere lösung waren zum einen unter der woche zwei telefonabende, die fix waren (ausgenommen übungen und einsätze, da kann man schlecht rechts ran und zwei stunden telefonieren) und - da hat er mich zum glück gut getreten - dass ich mir ablenkung organisiere. das sozialleben wieder mehr aufleben lassen, hobbys nachgehen, zeit einfach mal für mich zu genießen.


    zusätzlich habe ich mich auch ein wenig flexibler gemacht und bin dann bei schulungen, die übers wochenende gingen, auch einfach quasi mitgefahren, hab mir tagsüber die stadt angeschaut und nach feierabend hatten wir dann quasi einen speedwochenendtrip.


    was mir erst vor nicht allzu langer zeit gelungen ist, ist eben auch seine sicht einzunehmen, dass er ja nicht im bett liegt und sich die eier schaukelt, sondern eben kaputt heim kam, sein zeug in der zeit regeln musste und zusätzlich hobbys, freunde, familie, mich und auch zeit für sich finden musste. eine frühere einsicht wäre besser gewesen.


    ich kann dir daher sagen, dass du, wenn du deinen fokus auf dein leben weg von "er ist nicht da" richtest, da recht gut eine gewöhnung eintritt. wichtig finde ich noch immer die kommunikation, auch über banalen kram. nach einem halben jahr hatte ich selten das gefühl, wir wären getrennt, weil sich durch den austausch die verbindung so festigte, dass es war, als wäre er im anderen raum.


    was ihm gut tat, so sagte er, war, dass ich es nicht noch betonte, nicht immer wieder sein herz noch schwerer machte mit bekundungen, wie traurig ich doch bin, wie schwer es mir doch fällt, wie schlecht es mir doch ging oder welche angst ich doch hab. drüber reden finde ich wichtig, aber ein lächeln und ein "ich freu mich schon drauf, dass du am xx. wieder hier bist" tut wohler als ich "das wird so schlimm, warum kannst du nicht bleiben?"

    Hallo :-)


    erstmal vielen Dank für eure Nachrichten. Das schlimmste ist für ihn tatsächlich, wenn ich betone, dass es mir schwer fällt wenn er fahren muss. Da er dann selbst so hilflos wird und nichts ändern kann an der Situation. Manchmal kann ich das nur nicht unterdrücken.


    Es sind bei mir Verlustängste! Ich habe teilweise wirklich Angst wenn er weg ist. Obwohl es grundsätzlich keinen Grund dazu gibt --> er kommt ja wieder! Deswegen verstehe ich das selbst nicht so genau, warum mich oft heftig die Angst packt.


    Total irrational und verrückt. Ich bin ja keine 12 mehr! Außerdem hatte ich zuvor eine längere Beziehung zu einem Mann, welcher auch sehr viel arbeiten musste. Oft war er unter der Woche erst um acht Zuhause, wollte dann nur noch seine Ruhe und am Wochenende war er auch manchmal eingespannt. Allerdings war er nie weg (Geschäftsreise oder so) . In dieser Beziehung hatte ich gar kein Problem damit.


    Manchmal habe ich auch total unerklärliche Ängste, dass er nicht anruft oder so?! Ich weiß das klingt total bescheuert, aber ich kann gar nichts dagegen tun. :°( Es ist mir auch sehr peinlich. Denn wie andere hier schrieben: Es gibt Frauen, deren Männer wochenlang weg sind.


    Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass es für mich sehr schwierig ist, wenn er erst da ist (ganz nah 1 Woche am Stück) und dann plötzlich 14 Tage weg etc. @Cinnamon4


    Das mit dem einen Tag pro Woche ist leider schlecht planbar für ihn. Allerdings dachte ich mir, dass ich ihn frage ob er im Sommer zumindest schauen kann, dass wir 1-2 Tage Nachmittags baden gehen und Abends kann er ja dann noch arbeiten oder seinen Hobbys nachgehen.


    Es ist sehr schwer planbar für ihn. Im Winter ist das alles gar kein Problem, aber im Sommer würde ich mich natürlich total freuen, wenn er auch Nachmittags Zeit findet, zumindest ab und zu!


    Manchmal geht es dann auch nur sehr spontan, was wiederum bedeutet, dass ich auch mit meiner Planung immer schauen muss.


    Oft habe ich auch das Gefühl, dass er selbst total überfordert ist, weil er einerseits mir alles Recht machen will, und Zeit mit mir verbringen möchte, aber die Arbeit hinzu kommt, und natürlich auch seine Freunde. :(


    Klar würde ich mich freuen, wenn wir auch mal andere Dinge machen, außer TV schauen, aber oft ist er einfach zu müde und das verstehe ich dann auch. Wobei ich im Sommer natürlich so hoffe, dass wir einen Kompromiss finden.

    Zitat

    Es sind bei mir Verlustängste! Ich habe teilweise wirklich Angst wenn er weg ist. Obwohl es grundsätzlich keinen Grund dazu gibt --> er kommt ja wieder! Deswegen verstehe ich das selbst nicht so genau, warum mich oft heftig die Angst packt.

    Ich hatte bei meinem Ex auch Angst. Wirklich Angst. Nicht dass er nicht wiederkommt, sondern weil ich alleine war. Ich habe fast nicht geschlafen nachts, weil ich immer sicher war, dass Einbrecher kommen. ich habe kein Auge zubekommen und bin dann entweder zu einer Freundin gegangen oder habe jemanden gesucht, der bei mir übernachtet. Das war natürlich belastend, weil er manchmal auch ein paar Tage am Stück weg musste.


    Nach ein paar Gesprächen mit einem Therapeuten haben wir schnell die Ursache für diese Ängste gefunden und seitdem geht es mir wirklich besser. Wie gesagt, ab und an gibt es kleinere Rückfälle. Zum Beispiel kurz nach der Geburt unserer Tochter, wahrscheinlich weil der Verlust zu diesem Zeitpunkt noch viel schrecklicher gewesen wäre als sonst und ich da natürlich hormonell auch ziemlich neben der Spur war. Aber nachdem ich wirklich bis Mitte 20 keine Nacht alleine irgendwo schlafen konnte, ist es inzwischen völlig problemlos.


    Mein Mann und ich haben immer viel Kontakt. Wir telefonieren jeden Abend, schreiben uns tagsüber. Manchmal ist es mehr, manchmal ein bisschen weniger, aber auf jeden Fall mehrmals täglich. Das klappt inzwischen schon seit über 6 Jahren und wir haben uns halt damit arrangiert.

    Zitat

    Normalerweise arbeitet ja auch sie tagsüber. Dass man nicht gemeinsam Urlaub hat ist schade, kann aber bei jedem anderen Job auch passieren. Wenn jemand jeden morgen ins Büro geht erwartet man ja auch nicht, dass er sich tagsüber immer mal frei nimmt, um sich um seine Freundin zu kümmern. Und solche Leute haben tagsüber auch keine Zeit für ihre Partner. Wenn jemand zuhause arbeitet verleitet das immer ein bisschen dazu, ihn als viel flexibler anzusehen und zu erwarten, dass man da doch auch einfach mal freimachen kann. Aber er arbeitet nunmal. Finde ich grundsätzlich völlig legitim.

    Naja... wenn dann aber abends nur "Film gucken" bei rausspringt... Flexibler ist der Mann sicher nicht, was die Gesamtarbeitszeit angeht; aber vielleicht kann er es der TE zu Liebe ja wirklich mal anders über den Tag verteilen. Dann kann die TE ja auch mal mit ihm an den See fahren, wie sie selber schreibt.


    Man muss sich halt auch verstellen, dass er meist nur 1 Wochenende im Monat da ist. Das ist schon blöd für eine Beziehung.

    Zitat

    Mit den abendlichen Filmen scheint sie ja einverstanden zu sein. Und für künftige Urlaube muss man sich dann eben vorher besser absprechen. Hast du ihn konkret drum gebeten, dass ihr mal was macht tagsüber? Oder hast du erwartet, dass er selbst anbietet, frei zu machen?

    Ist sie offensichtlich nicht, sonst würde sie hier ja nicht schreiben...

    @ TE

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es das On/Off ist, eine Woche so, eine Woche anders. Gut wäre es, wenn er es schaffen würde, sich in der Zeit, wo er da ist, wirklich viel Zeit für dich zu nehmen und auch mal Kompromisse zu machen. Das gibt dir dann vielleicht Sicherheit.


    Ich glaube allerdings auch, dass es die vielleicht weniger um Sicherheit geht und mehr um Beständigkeit? Kann das sein?


    LG

    Zitat

    Naja... wenn dann aber abends nur "Film gucken" bei rausspringt...

    Deswegen fragte ich ja nach, ob sie denn selbst was anderes angeregt hat. Das blieb ja unbeantwortet.


    Klar ist es nicht ideal so. Aber mir ist noch nicht ganz klar, inwieweit sie hofft, dass er alleine eine Lösung für die gemeinsame Zeitgestaltung anbietet und inwieweit sie selbst aktiv was zu ändern versucht.

    Irgendwie finde ich deine Vorstellung von Arbeit sehr merkwürdig.

    Zitat

    Hinzu kommt, dass er grunsätzlich sehr viel arbeiten muss! Das bedeutet er hat auch Tagsüber manchmal Termine oder muss extrem viel Organisationszeug machen!

    Zitat

    Tagsüber arbeitet er komplett durch, aber ab ca. sieben/ Acht Uhr schauen wir immer einen Film.

    Zitat

    Stdlangen Arbeiten.

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    Das mit dem einen Tag pro Woche ist leider schlecht planbar für ihn. Allerdings dachte ich mir, dass ich ihn frage ob er im Sommer zumindest schauen kann, dass wir 1-2 Tage Nachmittags baden gehen und Abends kann er ja dann noch arbeiten oder seinen Hobbys nachgehen.

    Das ist doch völlig normal, dass man "tagsüber komplett durcharbeitet", wenn man einen Ganztagsjob hat, ganz egal ob man selbständig ist. Ich arbeite auch "stundenlang". Und was ich dann "tagsüber" mache, ob ich Organisationszeug machen muss oder nicht ist für meinen Freund völlig irrelevant. Ich ARBEITE eben. Weil du irgendwelche irrationalen Ängste hast (denen solltest du mal nachgehen) soll er sich 1 - 2 Nachmittage pro Woche freinehmen und dann Abends weiterarbeiten?! Glaubst du, dass man als Selbständiger sich seine Zeit frei einteilen kann? Da ist eher das Gegenteil der Fall.