• Freund hat soviel Stress und das wirkt sich auf uns aus

    Hallo liebe Community, ich schreibe euch, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Mein Freund ist zur Zeit sehr gestresst und darunter leidet unsere Beziehung sehr stark. Aber von vorne: Mein Freund (32) und ich (26) führen seit 2 Jahren eine sehr schöne Beziehung. Wir konnten über alles reden und und auch körperlich hat alles gepasst. Haben uns…
  • 48 Antworten
    Zitat

    Nicht eine aufreizende kalte Schulter, sondern jemand der leicht verfügbar und anspruchslos geben kann, wenn er dringend etwas braucht.

    Das wird nicht funktionieren, daher gerade nichts von ihr will oder braucht....


    Er geht doch auf Abstand!


    Das empfindet er nur als - umetikettiertes - hinterherrennen und bedrängen.

    Ehrlich? Es soll ihr ein gutes Gefühl geben, wenn ihr Partner von ihr bekommt, was er braucht, aber nur, weil er jemanden (und im Endeffekt ja "egal wen") braucht und nicht speziell sie, weil er sie liebt?


    Also, ich würde keinen Freund haben wollen, weil ich den einen Tag das unnahbare Kätzchen und den anderen die hingebungsvolle Aufopfernde für ihn spiele, ganz wie es ihm beliebt. Bei allem Verständnis dafür, was er sich beim Hausbau für Arbeit ans Bein gebunden hat, aber ich würde mich mal darauf besinnen, was ICH eigentlich will und brauche und dann mal damit abgleichen, was mein Freund mir derzeit davon überhaupt noch zu geben bereit ist. Auch die TE ist ein ernstzunehmender Part in der Beziehung und keine Variable, die mal a und mal b sein kann, ganz wie sie grad benötigt wird.

    Eure Situation ist derzeit etwas in Schieflage. Du bist sehr verunsichert, weil sein Verhalten für Dich keine Klarheit bringt. Nach den Ursachen zu forschen kann mühsam sein, und nicht immer gibt es DIE eine, die man schnell beseitigen kann. Wie es scheint, geht es euch wie vielen Paaren, die sich mit dem Hausaus-/umbau neben ihrer Arbeit zuviel aufgebürdet haben.


    So eine Überlastungssituation kann Gefühle unterdrücken, sie sogar abschwächen, weil eine Aufgabe, die Deinem Partner wichtig ist, nicht so erfüllt wie es vorgesehen war. Ja, es kann schwer sein, sich gleichzeitig beruflich und als Hausbauer zu profilieren, man überschätzt seinen eigenen Zeit- und Kräftehaushalt, sieht an allen Fronten nur Erwartungen und zu wenig Möglichkeiten, sie zeitgleich umzusetzen.


    Schwierig wird es dann, wenn zu diesem Zustand in der Kommunikation eine Störung eintritt, der Partner mit Rückzug reagiert, Gespräche der Partnerschaft einseitig nach außen verlagert, weil man sich bei jemand anderen besser verstanden fühlt. DAS kann bisweilen manchmal sogar gut sein, weil das Ganze natürlich nicht so emotional befeuert ist, wie in einer Paarbeziehung. So lange dies auf einer rein sachlichen Ebene passiert, um mit dem Blick von außen schauen zu lassen, an welcher Stelle es unrund läuft, (nichts anderes passiert hier auch im Forum, allerdings mit dem Unterschied sich nicht persönlich zu kennen), kann das manchmal Vorteile bringen.


    Allerdings sollte dies nicht dazu führen, dass Du damit innerlich unter Druck gerätst, dass es eine andere Frau im Leben Deines Partners gibt, die vermeintlich mehr "Blickweite" auf eure Situation bekommt, als Du sie derzeit hast.


    Weiteren Druck in die Situation zu bringen, wird nach meiner Erfahrung nicht viel bringen. Allerdings solltet ihr nach einer Atempause, eure "Baustelle" im wahrsten Sinne des Wortes, neu auszuleuchten. Es gibt ehrenamtliche "wer hilft wem" Aktionen oder ehrenamtliche Seniorberater, die Menschen helfen, wenn sich Probleme beim Hausbau einstellen. Es kann leicht passieren, wenn man sich unrealistische Ziele gestellt hat, Baumaßnahmen nicht so greifen, wie sie sollen, sich eine Lustlosigkeit einstellt, weil die Bauvorschritte hinter den eigenen Erwartungen zurück bleiben.


    Dann kann es durchaus Sinn machen, sich von bauerfahrenen Menschen einen Weg zeigen zu lassen, wie man Schritt für Schritt seine Planung auf einen realistischen Boden stellt. So kommt man aus der Drucksituation raus, und kann sich auf erreichbare Schritte konzentrieren, die eure Partnerschaft weniger anfällig für Überlastungen macht.


    Tipps gibt es in einigen Bundesländern über die Handwerkskammer oder in ehrenamtlichen Bürgervereinen bzw. Nachbarschaftshilfe-Vereinen etc. oder sich über Facebook informieren, ob es solche Initiativen in eurer näheren Umgebung gibt.


    Es kann ein Weg sein, euch aus dem derzeitigen Trott raus zu holen, in dem ihr offenbar feststeckt. Allerdings wird das nur Sinn machen, wenn Dein Partner daran interessiert ist, nach Lösungsansätzen zusammen mit Dir zu suchen, statt sein Heil nur in Gesprächen außerhalb eurer Partnerschaft zu finden.

    Milchmann

    danke... du hast ganz wudnervoll ausgedrückt, was ich im kopf seit einer stunde versuche zu formulieren @:)

    Zitat

    Im Gegensatz zu Intarsien bin ich nicht der Meinung dass du eine Show abziehen solltest ... Für eine schwer belastete Partnerschaft wie eure wäre das eher eine Zusatzbelastung, ist mein Eindruck. Eher sehe ich das Gegenteil als Lösung – mehr Einfachheit in eurer Beziehung statt einer komplizierten Verführungsshow ... Mag Pradox klingen... aber ich glaub wenn du wieder mehr von ihm willst, dann musst du vorübergehend weniger von ihm wollen.