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    Wer lebt denn freiwillig einen Teil seines Lebens in Barracken...

    Tut man das?


    War selbst beim Militär und es ist nicht so als würd man seine ganze Verpflichtungszeit auf der Kaserne leben. Man ist Soldat, kein Gefangener im Hochsicherheitsgefängnis.


    War auch schon in Kriesengebiete im Einsatz, klar ist es Gefährlich und man riskiert ggf. sein Leben, aber dessen ist man sich ja beim Verpflichten bewusst.


    Das mag für den einen nicht verständlich sein warum man das tut aber muss es ja auch nicht. Nur muss man selbst dann auch damit rechnen dass eine potentielle Partnerin das nicht so akzeptieren kann.


    Soldat sein ist kein Beruf sondern Berufung, gibt nicht viele die so ein Leben toll finden. Aber die, die es tun gehen meist in dem Beruf unwahrscheinlich auf. ;-D


    Wenn man sein Land liebt und es auch in Falle eines Falles verteidigen will dann sind Risiken nebensächlich.

    oh, ich sehe gerade, dass es die US Army ist.


    In den USA ist es ein hoch angesehener Job. Die Leute sind alle Helden und es ist ein Prestige in der Army zu sein. Es gibt auch viele positive Seiten. Jeder zweite oder dritte hat da etwas mit Army zu tun. Nur in Deutschland wird es ziemlich verpöhnt und Du spiegelst genau dieses wieder. Wie gesagt, es ist die eigene Einstellung. Ich fände es sehr wichtig, wenn Du mit den Frauen der anderen reden würdest.

    Schon mal dran gedacht, dass die Army den Menschen eine Perspektive gibt? Ein sicheres Einkommen - ein sicheres Fortkommen (falls man sich nicht ganz blöd anstellt) Krankenversicherung und einige Vergünstigungen?


    Dazu kommt noch, dass die Army einem das studieren bezahlt...für viele Amerikaner ist es die einzige Möglichkeit überhaupt studieren zu können.


    Nicht jeder hat mal grade so 100.000$ oder mehr auf der hohen Kante liegen um damit das Studium zu finanzieren.


    Wenn er seinen selbstgewählten Beruf gerne macht - dann muss du dich fragen, ob er wirklich der zu dir passende Partner ist. Aus meiner Sicht eher nicht - du möchtest einen 9/5 geregelten Job mit 30 Tagen Urlaub (in den USA kann man da meistens nur von träumen) und die Sicherheit, dass "nix" passieren kann außer man wird auf der Straße überfahren oder bekommt nen Herzinfarkt.

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    Aber warum muss ausgerechnet mein Freund so einen Job haben?

    Den hatte er bestimmt schon, bevor du ihn kennengelernt hast :-)

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    Wer lebt denn freiwillig einen Teil seines Lebens in Barracken...

    sagt wer???

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    In diesen 20 Jahren die er machen will, wird er mit 120%ger Sicherheit mehr als 1 Mal weg sein.

    Meine beste Freundin hat es genau so 25 Jahre gemacht - alle 4 Jahre in ein neues Land gezogen - neue Freundschaften aufgebaut, neue Kindergärten und Schulen für die Kinder gesucht und viele neue Menschen kennengelernt. Ganz zu schweigen davon, was sie über die Kulturen und Sprachen gelernt hat.


    Wenn dein Nick auf dein Geburtsjahr anspielt - dann bist du jetzt 24. Du hast alle Zeit der Welt dir einen anderen Freund, der die o.g. Parameter erfüllt zu suchen und dich schweren Herzens zu trennen - um deinetwillen und um deines Freundes willen.


    Er wird sich nicht ändern - für ihn ist die Army sein Leben!!!

    Die US army.


    Das habe ich sogar schon mal probiert. Aber jetzt ohne böse zu wirken, das sind alles kleine Mäuselein, die alles tun was ihn ihr Mann sagt. Kommen nach Deutschland, arbeiten nichts, bekommen Kinder und sind einfach zu 100% abhängig von ihren Männern. Und wenn ich dann eine etwas andere Meinung habe, wurde mir gleich empfohlen, mich zu trennen und jemand anderes suchen und ihm die Chance zu geben, jemanden zu finden die ihn unterstützt.


    Ich stehe kurz vorm Abschluss meines Jura-Studiums. Ich hab keine Lust, das Anhängsel zu sein und noch dazu sind das alles auch nur oberflächliche Veranstaltungen/Kontakte, auf die ich keine Lust habe. Gleiches Boot hin oder her.


    Nein natürlich gibt es keinen Krieg der 20 Jahre dauert. Aber wäre doch schlimm genug, in den 20 Jahren 5 Mal deployed zu werden, oder? Bzw. jeden Tag die Sorge, es könnte das nächste anstehen?!


    Doch, er ist in der Reserve und möchte dort Karriere machen. Ich habe keine Ahnung wie das geht, er meinte mal, man muss die Dienstjahre sammeln und jedes Jahr freiwillig für einen Monat oder so zu nem Trainingslager gehen.

    @ tinkerbell2:

    Er kommt aus total gutem Elternhaus, sein Studium wurde ihm komplett finanziert, sein Bruder studier BWL und nur er, er muss natürlich was "Besonderes" machen.. Er erzählte mir, es war mit einem Freund mehr so eine "Spontanaktion" sich auf den Test vorzubereiten und gemeinsam machten sie das dann und verpflichteten sich nach dem Studium für die Army.


    Und o.g. Gründe sind ja warum ich mich so wundere. Er könnte jeden anderen Job machen.


    Und ja, in Amerika sind sie hoch angesehen. Aber sie zahlen auch einen hohen Preise.


    War letztes Jahr in Washington und war auf dem Militärfriedhof. Ich weiß nicht, ob es erstrebenswert ist, dort eines Tage zu liegen, als "Held" der für sein Land gekämpft hat.


    Helden sind für mich ganz andere.


    Ja, ich bin "erst" 24. Aber wie gesagt werde ich bald mit meinem Studium fertig, wollte dann eigentlich näher zu ihm ziehen und dann in ein paar Jahren an Familie denken, aber zur Zeit (vielleicht liegt es auch an meinem intensiven Prüfungsstress) bin ich einfach nur fertig, dass er so lange in der Army sein will.


    20 Jahre sind ewig.

    Es gibt natürlich auch nette Mädels dabei, aber ich sehe mich einfach nicht in einer ihrer Rollen.


    Wofür studiere ich denn 6 Jahre, wenn ich danach eh nicht meinen Job ausüben kann?


    Meine Eltern sind auch ziemlich gegen unsere Beziehung. Ich glaube, sie wollen mich einfach vor dem Leid, der sein Job mit sich bringt, schützen

    Vermutlich schon geschrieben worden, aber:

    Zitat

    Wie kann er sein Leben riskieren wollen für NICHTS?

    Für ihn ist es aber nicht nichts. Für ihn ist es der Beruf, den er (sein Leben lang?) ausüben möchte, sein Traum (General - kann man das in der Logistik überhaupt werden? Oder muss er dafür sogar zwangsläufig aktiver Soldat werden?), und vorallem: Es ist für sein Land. Ich weiß ja nicht, wie er sonst so eingestellt ist, aber die Amis sind ja ganz gerne patriotisch. Und ich nehme an, er hat sehr wohl irgendwo einen Eid o.ä. geleistet bzw. wird einen leisten, dass er im Zuge dieses Berufs sein Leben für sein Land geben würde. Je nach Einstellung ist sein Land sein höchstes Gut.


    Ich glaube ehrlich gesagt, der Knackpunkt ist eher: Willst/Kannst DU mit einem Soldaten liiert sein, oder willst du es nicht. An seiner Einstellung wird sich da vermutlich nichts ändern.

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    Bin ich naiv oder egoistisch, weil ich mir jemanden wünsche, der jeden Tag bei mir ist und um den ich mir keine (oder zumindest) weniger Sorgen machen muss?

    Nein, aber dann musst du dir vermutlich einfach auch nen anderen Mann suchen, der eben nicht bei der Army ist...

    Ergänzend:

    Zitat

    Ich weiß nicht, ob es erstrebenswert ist, dort eines Tage zu liegen, als "Held" der für sein Land gekämpft hat.


    Helden sind für mich ganz andere.

    Tja, das isses eben - für ihn halt vermutlich schon.

    Mit deiner Einstellung schaffst du das sicher nicht. Ich würde es auch nicht können, weil ich ein Sorgenmichel bin. Aber bei dir kommt ja noch das grundsätzliche Unverständnis dazu. Ich würde dir echt raten, die Beziehung mit ihm nicht weiter auszubauen.

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    Und wenn ich dann eine etwas andere Meinung habe, wurde mir gleich empfohlen, mich zu trennen und jemand anderes suchen und ihm die Chance zu geben, jemanden zu finden die ihn unterstützt.

    Natürlich darfst Du deine Meinung haben, aber die haben auch recht. In diesem Job brauchst Du jemanden, der den Partner unterstützt und nicht nur Vorwürfe und Unverständnis zeigt.


    Ich selber bin eine Army-wife. Ich habe schon durch die Army sehr viele tolle Sachen erlebt. so richtig Mäuselein, wie Du es sagst, habe ich noch nicht kennengelernt, aber bei mir sind es auch nicht Amerikanerinnen sondern Britinnen, da ist auch ein Unterschied. Es ist auch nicht immer einfach, aber es kommt immer drauf an, welchen Job der Partner macht. Ich habe nie meinen (guten) Job aufgegeben, aber dafür musste ich auch zwischendurch Fernbeziehung in Kauf nehmen. So ist es nun mal, wenn man jemanden liebt. Und ich muss sagen, dass es bei einigen Freunden auch auf Unverständnis stößt, mit genau den gleichen Argumenten wie deinen.


    dem Kommentar von Monika stimme ich zu.

    @ BlaueRose12 treffend gesagt!

    Ich war 15 Jahre activity duty spouse - wir sind inzwischen in Rente (Army is a young mans game lol ich bin also noch lange nicht 60). Mein Mann war etliche Male deployed zwischen 6 und 15 Monaten, er war nie plötzlich weg (wäre dann eher Special Forces ;-) ), die Orders geben einem einige Wochen.


    Ich hatte davor nichts mit "sowas" am Hut und war auch in unsere aktiven Zeit nie dicke mit den FRG Frauen, einige waren zwar solche "Mäuschen" aber bei weitem nicht alle (ich hatte allerdings den Vorteil wie BlaueRose den Großteil unserer Armyzeit meinen Job in D inkl Freundeskreis zu "behalten", aber selbst als wir dann in die US mussten, ging die Welt nicht unter und ja, ich war dann so ne graue stay at home mom, die allerdings online college kurse belegt hat (mein Uniabschluss gab mir nur Kredits "drüben" ... man wächst da irgendwie rein aber die Grundeinstellung muss stimmen.


    Welches MOS ist Dein Freund? Zum Thema Kaserne: die höheren Ränge bekommen idR off post Wohnungen in Deutschland, allerdings muss man immer damit rechnen, dass auch an freien Tagen der Mann wg irgendwelchen angerufen und für einige Std. zur Arbeit muss.

    Also dass du dich auf einen amerikanischen Soldaten einlässt finde ich sehr fragwürdig. Oder meinst du mit Army die deutsche Bundeswehr? Finde ich auch fragwürdig, aber nicht so sehr.


    Wenn du damit nicht leben kannst und er seine Meinung nicht ändern wird, warum machst du dir dein Leben dann so schwer und machst nicht schluss? Menschen die gerne in den Krieg ziehen / mit Waffen hantieren haben (fast) immer geistige Probleme. Ich sehe derzeit überhaupt keinen Grund sein Land verteidigen zu müssen. Das ist Fanatismus, nichts mehr. Lass dich nicht auf solche Menschen ein.

    Wenn du es nicht kannst, dann lass es. Mehr Optionen hast du nicht. Manchmal muss man im Leben eine fiese Entscheidung für oder gegen etwas treffen. Mein Partner musste sich für mich oder das Militär entscheiden, aber der war ja auch erst mit mir zusammen und dann kam das Militär. Bei dir ist die Entscheidung für das Militär bei ihm bereits gesetzt und damit bleibt die Wahl dann bei dir.

    Argh also wenn ich hier Dinge wie:


    Amerikanisches Militär, Helden, Prestige, Ehre, Land verteidigen


    in einer Reihe lese dann krempeln sich bei mir wirklich die Fussnägel hoch. Wie kann man so brainwashed sein? Die Menschen flüchten gerade zu Millionen aus den Ländern die von den Amerikanern "gerettet" worden sind und wo die amerikanischen Helden ihre "Ehre" erworben und gleichzeitig "ihr Land verteidigt" haben. Und die Menschen werden nicht von den Amerikanern versorgt sondern hauptsächlich von den Deutschen. Von daher finde ich solche Propaganda und die Bemerkung:

    Zitat

    Nur in Deutschland wird es ziemlich verpöhnt

    hier echt ziemlich taktlos. Ich sehe da keine Ehre - im Gegenteil.

    Zitat

    Krankenversicherung und einige Vergünstigungen

    Gibt es aber gottseidank. Naja... dann ist ja alles in Butter hm? >:(