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    Argh** also wenn ich hier Dinge wie:


    Amerikanisches Militär, Helden, Prestige, Ehre, Land verteidigen


    in einer Reihe lese dann krempeln sich bei mir wirklich die Fussnägel hoch

    geht mir genauso und ist im Grunde nur der Versuch, den Beruf schön zu reden........ich könnte keinen Mann auf Dauer lieben der sowas macht, und du kannst es anscheinend ebenfalls nicht.


    du musst aber selbst rausfinden ob du mit ihm zusammenbleiben möchest oder nicht.

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    Wie kann er sein Leben riskieren wollen für NICHTS?

    Wieso für nichts? Er bekommt doch sicher eine hohe Besoldung? Und nicht jeder US-Soldat landet schon in jungen Jahren auf dem Friedhof in Arlington.


    Ich kann aber Deine Bedenken verstehen, aber nicht wegen der Gefahren, die u.U. auf ihn lauern, sondern wegen des Soldatenberuf an sich. Wenn man den Job aus freien Stücken wählt, darf man als Soldat auch nicht zetern, wenn es mal losgeht.

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    Und ja, Berufsrisiko... Die Leute, die die Fenster an Wolkenkratzern putzen, können abstürzen, Flugzeuge stürzen ab, Autofahrer verunglücken jeden Tag auf der Strasse, Krankenschwestern und Ärzte

    Hm, kann man das wirklich so vergleichen? Angenommen, wir haben das Jahr 1940, und man "arbeitet" bei der Wehrmacht..

    Ich kann es einfach nicht verstehen..


    8 Jahren sind meiner Meinung nach schon eine sehr, sehr lange Zeit. Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Warum muss ich dann meinen, 20 Jahre dienen zu müssen? Jederzeit einsatzbereit, egal ob ich will oder nicht.


    Ich liebe ihn so sehr. Ich wünschte ich könnte meine Gefühle einfach abstellen :°(

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    Hm, kann man das wirklich so vergleichen? Angenommen, wir haben das Jahr 1940, und man "arbeitet" bei der Wehrmacht..

    Nein.. denn 1940 bestand die Wehrmacht wohl zum grössten Teil aus Wehrpflichtigen. Somit war da das Wahlverfahren recht eingeschränkt, möchte ich behaupten...


    Im Fall des Freundes der TE ja... denn er hat den Beruf des Soldaten gewählt, und somit ist er sich des Berufsrisikos des Soldaten bewusst. Wer den Beruf des Soldaten, Polizisten, Feuerwehrmannes, und Wolkenkratzenfensterputzers wählt.. weiss, dass sein Beruf Gefahren mit sich bringt.


    Aber das ist hier nicht der Punkt... der Punkt ist, dass die TE ja anscheinend Probleme mit der Berufswahl ihres Freundes hat.


    Da der Freund den Wahlberuf vermutlich nicht aufgeben wird, weil er sich den ja ausgesucht hat.. bleibt der TE nicht viel über.. aber die Wahl hat sie auch... sie kann lernen, damit umzugehen und die Berufswahl ihres Freundes akzeptieren oder sie sagt sich, ich kann und will das nicht und zieht die Konsequenzen.

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    ..sicher eine hohe Besoldung..

    Anakonda: 31.000 Soldaten


    http://www.welt.de/politik/ausland/article156020378/Russland-reagiert-gereizt-auf-Grossmanoever-in-Polen.html


    6000 Soldaten in Estland


    http://www.nzz.ch/newsticker/estland-grosse-militaeruebung-mit-nato-truppen-1.18296328


    Saber Strike, 10.000 Soldaten


    https://www.youtube.com/watch?v=jubxIxcATzI


    Oder zusammen gerechnet: Manöver mit insg. 47.000 Mann.


    Wenn dann was passiert: wir wussten ja davon gar nix. Es ist ja nur ein Beruf.

    Meiner Meinung nach ist das nichts, worauf man stolz sein könnte, bei der Armee zu sein. Man ist bereit, sich zu verpflichten, Menschen zu töten, die von der Regierung für böse erklärt wurden, egal, was die eigene Meinung ist, samt zivilen "Kollateralschäden". Man macht die Drecksarbeit für Leute, die permanent mit Leibwache und in gesicherten Gebäuden unterwegs sind.

    @ Ingefaera

    Deine Meinung änderst du sicher ganz Fix wieder wenn dein Land mal von einem externen Militär invasiert wird.


    Wer soll denn dann die Zivilbevölkerung schützen wenn nicht Soldaten? Rufst dann die 110 oder wie?

    @ doomhide

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    Gibt es aber gottseidank. Naja... dann ist ja alles in Butter hm? >:(

    wenn mann keine Ahnung hat....einfach mal F.... halten!!! Schon mal mitbekommen, dass es nicht selbstverständlich ist, eine Krankenversicherung zu haben die bezahlbar ist? zumindest in den USA...

    @ random_dawg

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    Menschen die gerne in den Krieg ziehen / mit Waffen hantieren haben (fast) immer geistige Probleme.

    Damit setzt du Polizisten dem gleich - die hantieren auch mit Waffen :-)

    @ just_me_92

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    Wofür studiere ich denn 6 Jahre, wenn ich danach eh nicht meinen Job ausüben kann?

    Wer sagt das denn? Hast du dich informiert? Meines Wissens nach kannst du einen Teil deines Studiums evaluieren lassen und setz einfach noch 1 - 3 Jahre drauf, dann hast du evtl. die Möglichkeit in den USA deinen Job auszuüben.

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    Meine Eltern sind auch ziemlich gegen unsere Beziehung. Ich glaube, sie wollen mich einfach vor dem Leid, der sein Job mit sich bringt, schützen

    Oh oh....das ist nie gut - wenn die Eltern nicht hinter einem stehen. ABER es ist dein Leben und mit 24 sollte man seine eigenen Entscheidungen treffen - egal was Eltern, Freunde etc. dazu sagen.


    Schützen können sie dich nicht.

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    8 Jahren sind meiner Meinung nach schon eine sehr, sehr lange Zeit. Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Warum muss ich dann meinen, 20 Jahre dienen zu müssen? Jederzeit einsatzbereit, egal ob ich will oder nicht.

    Na ich denke er will - sonst hätte er das ja nicht gemacht....Hast du schon mal dran gedacht, dass ihm der Job auch Spass machen kann? und es ist ja nicht gesagt, dass er ständig in Krisengebieten unterwegs ist. Ausgeschlossen ist es allerdings nicht.


    Die Hoffnung, dass er den Beruf des Soldaten dir zuliebe aufgibt solltest du schnellstmöglich aufgeben. Trage seine Entscheidung mit und lebe damit oder du musst wirklich die Beziehung beenden wenn es absolut unmöglich für dich sein sollte.


    ER wird sich nicht ändern.

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    Ihr seid seit 2 Jahren zusammen - habt ihr denn nie darüber gesprochen dass er das länger machen magst als du angenommen hattest?

    Danke. :(


    Nein, eigentlich nicht. Als wir anfangs gedatet hatten, war es natürlich alles noch so aufregend, so neu..


    Und er sagte mir, dass er noch 6 Jahre verpflichtet sei und aber eigentlich sowieso normal arbeiten wolle..


    Das macht man ja in der Reserve auch. Man hat einen zivilen Job, und arbeitet 2 Tage im Monat für die Army. Außer man wird einberufen, dann gehen diese Deployments zwischen 6 Monaten und einem Jahr oder so habe ich das verstanden..


    Und ich finde 20 Jahre eine sehr lange Zeit. Er könnte jederzeit einberufen werden. Und vor allem glaube ich, dass er das sogar wollen würde. Er hat sich mal beschwert und meinte, er sei einer der wenigen, der noch nicht in Afghanistan oder im Irak war. ??? ":/


    Wir hatten eigentlich nie wirklich darüber gesprochen, aber ich werde auch nicht gefragt. Entweder ich akzeptiere es, oder es macht "hald keinen Sinn". Zudem weiß er einfach nie was als Nächstes kommt. Wir hatten schon so viel geplant, und dann kam doch die Army wieder dazwischen.


    Er meinte gestern während unseres Gespräches, dass er hart arbeite und etwas dafür zurück bekommen will. Also eine große Rente in 20 Jahren, aber trotzdem. Ich werde (hoffentlich) später gut verdienen, er auch. Wir könnten uns auch so genug leisten. Dafür brauchen wir nicht abhängig zu sein von der Army..s


    Er wurde als Jugendlicher ziemlich gemobbt, vielleicht sind das auch Gründe warum er bei der Army bleiben will. Um es anderen Leuten zu "beweisen" dass er "es" geschafft hat, was so viele in Amerika wollen und nicht schaffen. Ich habe keine Ahnung.

    @ tinkerbell2:

    Das ist auch so ein weiterer Punkt. Eigentlich hatten wir gesagt, dass wir in Europa bleiben. Er endlich Deutsch lernt und hier einen Job findet. Er hat wirklich schon so viel Erfahrung in der Logistik, es dürfte ihm nicht allzu schwer fallen.


    Ich will gar nicht nach Amerika. Es ist schön zum Urlauben aber leben möchte ich dort nicht.

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    Na ich denke er will - sonst hätte er das ja nicht gemacht....Hast du schon mal dran gedacht, dass ihm der Job auch Spass machen kann? und es ist ja nicht gesagt, dass er ständig in Krisengebieten unterwegs ist. Ausgeschlossen ist es allerdings nicht.

    Klar macht es ihm Spaß. Er redet ausschließlich über seinen Job und was dieser und jener schon alles erreicht hat und dass er dann eines Tages auch an der Spitze ist usw.. Wofür.. Muss ich da unbedingt mein Leben riskieren?


    Ja klar hat ein Dachdecker auch ein Berufsrisiko. Aber er geht heim abends und ist keine 9 Monate 24/7 in Lebensgefahr.

    Hat mich immer schon gewundert, welche Art Frau sich einen Mann sucht, welcher freiwillig in völkerrechtswidrigen, ökonomisch motivierten Angriffskriegen teilnimmt und unter vorgeschobenen Argumenten andere Länder überfällt und dort auf Jahrzehnte Chaos verursacht.


    Mein Beileid zu deinem Männergeschmack. Was deinen Freund angeht, für den habe ich nur Verachtung übrig.


    Kennst du den Spruch "Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin" ?


    Dein Freund GEHT hin. Und du unterstützt das ganze noch indirekt. Bäh.

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    Damit setzt du Polizisten dem gleich - die hantieren auch mit Waffen

    Die Polizisten, schützen ja die Bevölkerung. Die amerikanischen Soldaten – eher umgekehrt. Zumindest da, wo die im Einsatz waren. Iraq, Afganistan, früher in Vietnam.


    Und wenn die jetzt in den nächsten Jahren, den Feldzug nach Moskau planen – da gibt es bestimmt extra Bonus. Sonderzulagen. Und das wegen einer Krankenversicherung..


    Aber gut, jeder hat sein Schicksal, und seine Gründe – warum er dies oder jenes gemacht hat.

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    Eigentlich hatten wir gesagt, dass wir in Europa bleiben. Er endlich Deutsch lernt und hier einen Job findet. Er hat wirklich schon so viel Erfahrung in der Logistik, es dürfte ihm nicht allzu schwer fallen.

    ...hattet ihr gesagt..... :-)


    Deutsch zu lernen ist für einen Amerikaner schwer - die meisten geben einfach auf, weil sie mit englisch überall zurecht kommen. Um einen Job in Deutschland "ergattern" zu können muss er gut deutsch sprechen und verstehen.


    Die Amis sind leider - wie ich aus eigener Erfahrung weiß - sehr bequem und "lernfaul" was Sprachen angeht. ;-D


    Eine entfernte Bekannte von mir ist mit einem Amerikaner seit 16 Jahren verheiratet. Sie haben zusammen eine Tochter die jetzt 15 ist.


    Vor 2 Jahren bekam er die Orders wieder zurückzugehen in die USA (er ist ebenfalls Logistiker - spricht aber so gut wie kein Deutsch...wozu auch??? ) Auf meinen Einwand hin, dass sie ein Visum braucht kam zurück: Nein, da ich mit einem US-Bürger verheiratet bin und einen gemeinsame Tochter habe wäre das alles kein Problem. Laut Army ]:D


    Ende vom Lied war: Alles in D aufgegeben, Job gekündigt, Möbel verkauft und Flüge gebucht. Bei der Einreise wurde sie prompt zurück geschickt - Mann und Kind durften einreisen. Ihr wurde unterstellt sie wolle illegal arbeiten und einreisen.


    Sie ist jetzt wieder bei ihren Eltern eingezogen ...und wartet :-o


    Ihr Mann musste aus den USA das Visum für sie einreichen - sie wartet jetzt seit über 2 Jahren darauf....und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Immer wieder fehlen Unterlagen etc.


    Dies nur mal als Anmerkung...

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    Ich will gar nicht nach Amerika. Es ist schön zum Urlauben aber leben möchte ich dort nicht.

    Du entscheidest schon ganz schön viel....finde ich....und erwartest, dass dein Freund dir zustimmt. Bei einer Beziehung zwischen zwei unterschiedlichen Nationalitäten bleibt zwangsläufig einer auf der Strecke...oder muss sich zumindest darauf einstellen, sein Heimatland zu verlassen.... für lange Zeit (wenn nicht gar für immer) :-)