• Freund ist ständig unterwegs

    Hallo, meinem Freund wurden nach seinem Studium verschiedene Stellen angeboten. Schon damals war klar, dass er in Job 1 sehr häufig auf Dienstreise wäre. Er fragte mich daher, ob ich ein Problem damit hätte und ich antwortete ihm ehrlich, dass es mir nicht gefallen würde, wenn er ständig unterwegs wäre. Er hat sich zwar schließlich für einen…
  • 44 Antworten
    Zitat

    wenn einer oder beide leidet

    nun für IHN ist es wohl nicht so schlimm und ich denke SIE hat das ganze nicht richtig ausgesprochen,denn mit einem "es wird mich schon stören" kann man ja nicht wirklich was anfangen als Mann ;-D der braucht sowas konkreter und vor allem kann man es ja auch erstmal probieren...so hat er sich das ganze wohl gedacht.und geld wächst auch nicht auf den bäumen...(und jetzt bitte nicht denken,dass ich meine geld wäre das wichtigste! %-| )


    wie gesagt kompromisse sind wichtig aber auch rücksichtnahme auf den partner-ganz klar

    Mein Freund und ich sind jetzt seit 6 Jahren ein Paar und waren in den letzten Jahren maximal 2 Nächte getrennt voneinander – nun hat auch er nach dem Studium eine Stelle begonnen, in der es erst hieß er müsse nur einmal 1 Woche weg.


    Nun ist es so, dass er drei Wochen im Monat Montag bis Freitag weg ist.


    Wir hatten uns das so auch nicht erträumt – und auch ihm passt die Situation nicht – aber es ist jetzt nunmal so. Er macht das ja nicht aus Spaß, sondern schlicht und einfach um ein Einkommen zu haben.


    Für uns wäre das auf Dauer auch nichts – es ist zum Glück nur einige Monate so geplant.


    Habt ihr schon gezielt darüber gesprochen? Vielleicht wäre es eine Alternative, wenn ihr euch jetzt erstmal damit arrangiert und er nebenher noch weiter nach einer anderen Stelle sucht und sich bewirbt?


    Ich denke mal, er hatte es sich auch anders vorgestellt.... Aber was soll er tun? Er ist sicher froh, einen Job zu haben – eigenes Geld zu verdienen und Berufserfahrung zu sammeln!


    Er ist der, der unter der Woche alleine einem sterilen Hotelzimmer sitzt. Weit weg von dir, seiner gewohnten Umgebung, Freunden, etc.... Er kann nicht eben einen Kumpel anrufen und mal ein Bierchen zwitschern oder einen Kaffee trinken gehen.


    Wenn ich traurig bin, weil er nicht da ist, führ ich mir das immer vor Augen.

    Ich denk man kann sich dran gewöhnen. Er hatte sich ja eh erst nach dir gerichtet. Arbeit ist nun mal verdammt wichtig (haha logisch) und man kann sich heutzutage nichts mehr aussuchen.


    Ich würd mit 2-4 Tagen klarkommen. Das wäre grob gesagt Mo-Do. Man kann sich auch mit sich selbst beschäftigen, ist beruflich meist auch eingespannt. Die Zeit vergeht schnell. Hauptsache man hat Kontakt. Aber ich war eh noch nie so eine, die ihren Partner jeden Tag sehen wollte ;-)

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    ...man kann sich ja auch mit der situation arrangieren


    klar ist es wohl anfangs schwerer wenn man eben sonst jeden tag zusammen war,regelrecht aufeinanderklebte(im positiven sinne)und dann eben getrennt ist


    bzw ist man ja nicht wirklich getrennt-man ist eben nur etwas weiter weg von dem anderen ;-)

    Zitat

    Arbeit ist nun mal verdammt wichtig (haha logisch) und man kann sich heutzutage nichts mehr aussuchen.

    ":/ Wo ist die Logik?


    Klar kann man sich das aussuchen, erst recht in Deutschland. Arbeit benötigt man als Einzelner in Deutschland nicht zwingend zum Überleben- in Deutschland ist die Arbeitsproduktivität dermaßen hoch.... Ich arbeite lediglich für einen gewissen Luxus, diverse Annehmlichkeiten und wegen einer netten Beschäftigung etwas mehr- aber nicht, weil es "verdammt wichtig" in meinem Leben wäre. Und die Arbeit wäre bei mir jedenfalls nie so wichtig, als dass ich dafür meine Beziehung verschlechterte. Ich möchte jeden Tag Frau und Kinder sehen, mit ihnen reden und Spaß haben (insbesondere mit meiner Frau).


    Mein Arbeitgeber kann froh sein, wenn er meine Arbeitskraft in Anspruch nehmen kann- dazu habe ich aber auch konkrete Konditionen. Ich habe Arbeitgeber jedenfalls nie auf Knien darum gebettelt, meine Zeit, meinen Geist und meine Kraft unter jeder beliebigen Kondition in Anspruch nehmen zu können. Aber er kann sicher sein, dass ich meinen Job zu den vereinbarten Konditionen gut erledige- aber da stecken immer auch meine Konditionen (Zeit und Geld) mit drin.


    Das Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer kann und sollte nie allein vom Arbeitgeber definiert sein. Und meine Zeit lasse ich nie zu für mich unzumutbaren Bedingungen beanspruchen. Jobs mit viel Reisetätigkeit halte ich jedenfalls nur für Singles ohne Partnerin für geeignet.


    Wenn es nicht ginge, würde ich den Job/Arbeitgeber wechseln oder im Extremfall nicht arbeiten gehen.


    Nicht wenige Arbeitgeber gehen mit der Zeit ihrer Angestellten so um, weil die Angestellten es mit sich machen lassen... zudem bezweifle ich im digitalen Zeitalter in vielen Fällen die Effizienz der Reisetätigkeiten (auch wenn ich sie nicht als ganz überflüssig ansehe)- aber das ist wieder ein anderes Thema...

    Zitat

    Klar kann man sich das aussuchen, erst recht in Deutschland. Arbeit benötigt man als Einzelner in Deutschland nicht zwingend zum Überleben

    Um Deine Frau/Freundin mehr sehen zu können, wärst Du also im Zweifelsfall lieber freiwillig arbeitslos? :-o

    Zitat

    würde ich den Job/Arbeitgeber wechseln oder im Extremfall nicht arbeiten gehen.

    Ah, da steht's ja sogar :-/


    Ich finde auch, die TE und ihr Freund könnten sich nach nem Kompromiss umsehen, aber aus Deinem Post nimmt sie hoffentlich jetzt nicht mit, dass sie ihm ans Herz legen könne, lieber ohne Job zu sein, weil es ihr allein ohne ihn ja schlecht geht...

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    Liebe Thaella,


    ich kann dich gut verstehen, für mich wäre das auch nichts mehr. Ich denke, ehe du dich vorschnell trennst, solltest du aber wirklich mit deinem Freund mal ganz in Ruhe sprechen, ob es keine andere Möglichkeit für ihn gibt, sich einen anderen Job zu suchen.

    Zitat

    Um Deine Frau/Freundin mehr sehen zu können, wärst Du also im Zweifelsfall lieber freiwillig arbeitslos? :-o

    Ich hake mich da mal ein: Mein Mann geht nicht mehr arbeiten, weil wir uns dann wenig sehen würden. Ich arbeite von früh bis nachmittags, er hat immer von nachmittags bis abends gearbeitet. Auch wenn er meist gegen 21 Uhr daheim war, hatten wir auf diese wenige Zeit unter der Woche keine Lust und er hat schlicht gekündigt. Das muss man sich natürlich auch leisten können, aber Zeit mit meinem Mann ist mir kein Geld der Welt wert.

    Also ich seh meinen Partner zur Zeit so alle 3-6 Wochen. Aber ich denke nicht drüber nach, meinen Job hinzuwerfen, um ihn dann öfter sehen zu können. Auch wenn mehr Treffen natürlich schön wären. Is wohl Ansichtssache.

    Ich bin keine grundsätzliche Vertreterin von Beruf-vor-Beziehung.


    Ich weiß jetzt nicht ob das sein Traumjob ist den er da hat, aber man stelle sich mal vor es wäre der Traumjob. Soll ich da ernsthaft ihn bitten dass er den für mich aufgibt um dann einen Job machen bei dem er unglücklicher ist weil ich ihn gerne öfter um mich hätte?


    Dann müsste ich zBsp meinen Freund bitten was anderes zu studieren, sein Studium ist nämlich sehr zeitintensiv... Er würde mir was husten ;-D Und das heißt nicht dass er mich nicht genug liebt ;-)


    Ok, es war nicht gesagt, dass es sein Traumjob ist, dennoch wissen wir nicht, ob noch Alternativen zu diesem Job da waren.


    Die Arbeitslosigkeit zu präferieren halte ich für vollkommen daneben.


    Dann macht man eben temporär diesen Job und sieht sich nebenbei nach was anderem um, wenns beide belastet. Man muss nicht / sollte nicht die Beziehung krampfhaft hintenan stellen, aber arbeitslosigkeit bevorzugen ??? Geht gar nicht.


    Ich würde einfach abwarten ob sich noch jobtechnisch was anderes ergibt – ich denke nicht dass er gezwungen ist bis zu seiner Rente dort zu arbeiten ;-)


    Aber zum Übergang...


    Ich schrieb auch was von "Wenn man sich liebt, dann packt man das", klar sollte man, wenn man sich liebt und das eben nicht der Traumjob ist und man sich lieber öfter sehen möchte zusehen dass es eine bessere Alternative gibt, aber wenn das für den Moment eben nicht geht...


    Mir ist die Zeit mit meinem Freund auch megawichtig, aber wenn ich aussuchen könnte zwischen wenig Zeit mit meinem Freund oder viel Zeit mit einem anderen Kerl, da nehm ich echt lieber die wenige Zeit mit meinem Freund, da muss ich gar nicht nachdenken ;-)

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    Klar kann man sich das aussuchen, erst recht in Deutschland. Arbeit benötigt man als Einzelner in Deutschland nicht zwingend zum Überleben

    Zitat

    Um Deine Frau/Freundin mehr sehen zu können, wärst Du also im Zweifelsfall lieber freiwillig arbeitslos?

    Ich würde jedenfalls keine Arbeit annehmen, bei der ich öfter weg wäre. Und arbeitslos wäre ich nicht lange. Ich sehe da nicht das große Problem. Ansonsten würde ich zusehen, mit meiner Frau auch in ein anderes Bundesland oder eine andere Stadt zu ziehen (das habe ich auch bereits so umgesetzt), wo die Arbeitsaussichten für beide besser sind.

    Zitat

    aber aus Deinem Post nimmt sie hoffentlich jetzt nicht mit, dass sie ihm ans Herz legen könne, lieber ohne Job zu sein, weil es ihr allein ohne ihn ja schlecht geht...

    Ich glaube schlicht nicht daran, das es keine Alternative zu einem Reisejob gibt. Und vorübergehend würde ich in der Tat die vorübergehende Arbeitslosigkeit einem Reisejob vorziehen. Ich will den reiselustigen Singlemännern ja nicht ihre Traumjobs wegnehmen, nur damit ich bei irgendeinem Job mit faulem Kompromiss lande.

    Zitat

    Die Arbeitslosigkeit zu präferieren halte ich für vollkommen daneben.

    Die wäre nur temporär.

    Zitat

    aber man stelle sich mal vor es wäre der Traumjob. Soll ich da ernsthaft ihn bitten dass er den für mich aufgibt um dann einen Job machen bei dem er unglücklicher ist weil ich ihn gerne öfter um mich hätte?

    Es käme mir nie der Gedanke, einen Traumjob als solchen zu bezeichnen, bei dem ich weiß, dass mir die Nähe zu meiner geliebten Frau fehlte und wo ich zudem wüsste, dass sie das auch noch belastete. Ich wiederhole mich gerne noch einmal: Ich bräuchte definitv keinen Job zu meiner Selbstverwirklichung. Ich kenne tausende Dinge, die ich liebend gerne tue (auch sehr produktive und kreative Dinge), ohne eine Bindung an einen Arbeitgeber. Ich hätte und hatte nie Langeweile. immerhin habe ich einen Job, in dem ich ziemlich viel eigene Kreativität und eigene Zeiteinteilung habe- somit kann ich mich immerhin doch zu beiderseitigem Vorteil (meinem und dem Arbeitgeber) arrangieren.


    Ich denke, wenn der Freund der TE weiter sucht, wird er auch fündig.


    Aber zwangsweise weg sein, nur weil der Arbeitgeber das so will oder das so braucht, wäre bei mir undenkbar.

    Zitat

    Ich bin keine grundsätzliche Vertreterin von Beruf-vor-Beziehung.

    Gedanklich bist du aber auf dieser Seite.

    Hallo,


    vielen Dank für die vielen Antworten!


    Als erstes möchte ich noch einmal klar stellen, dass mich die Situation so sehr belastet, da kein Ende in Sicht ist. Würden sich die vielen Reisen nur auf ein halbes oder ganzes Jahr beschränken, würde ich seine ständige Abwesenheit tolerieren, aber wenn ich mir überlege, dass er den Job unter Umständen noch zig Jahre haben wird, dann sehe ich darin ein großes Problem. Wie sieht es mit unserer gemeinsamen Zukunft aus? Was ist mit Kindern (er redet jetzt schon ständig davon)? Und abgesehen davon, dass ich mich im Stich gelassen fühle, bleibt natürlich auch die ganze Hausarbeit an mir hängen...


    Ob der Job sein Traumjob ist, weiß ich nicht. Unzufrieden ist er allerdings nicht. Er macht seine Sache anscheinend wirklich gut und bekommt auch Anerkennung für seine Leistungen. Das ist natürlich wichtig, vor allem wenn man sich als Berufseinsteiger etablieren möchte. Auf der anderen Seite wäre es für ihn definitiv kein Problem einen anderen Job zu finden und ich bin auch der Meinung, dass er mit seinem Chef bzgl. der Häufigkeit der Reisen reden könnte, ohne gleich gefeuert zu werden (zumindest nach einer gewissen Einarbeitungszeit).


    Verarscht fühle ich mich, weil mein Freund mich in- und auswendig kennt und daher genau weiß, dass ich nicht gerne über einen längeren Zeitpunkt hin alleine bin. Natürlich kann ich mich selber beschäftigen und ab und zu möchte ich auch alleine sein, aber im Großen und Ganzen bevorzuge ich Gesellschaft. Außerdem wurde mir vor ca. 1 Jahr während meines Studiums ein Praktikum im Ausland angeboten und gerade als ich den Flug buchen wollte, meinte mein Freund, dass wir uns jetzt trennen müssten. Ich bin also zuhause geblieben...


    Langfristig sehe ich daher nur eine Trennung als Lösung. Ich möchte ihm auf gar keinen Fall beruflich im Weg stehen, oder ihn drängen seinen Job aufzugeben. Wenn überhaupt, muss er aus eigenen Stücken das Gespräch mit seinem Chef bzw. eine neue Stelle suchen. Auf der anderen Seite denke ich aber, dass chronische Unzufriedenheit in einer Beziehung sowieso zur Trennung führt und ich bin nun mal nicht der Mensch, dem es reicht seinen Partner in unregelmäßigen Abständen zu sehen.

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    Noch mal die Frage:


    WAS kann ER dafür, dass er jetzt doch in Job 1 gelandet ist? War es SEINE Entscheidung oder kam das von OBEN?


    Wäre er arbeitslos, wenn er Job 1 nicht angenommen hätte? Wäre dir das lieber?


    Er hat sich doch DIR zuliebe für Job 2 entschieden, WIESO ist er doch im anderen Job gelandet? Und wieso fühlst du dich verarscht, wenn er gar nix dafür kann???

    Zitat

    Außerdem wurde mir vor ca. 1 Jahr während meines Studiums ein Praktikum im Ausland angeboten und gerade als ich den Flug buchen wollte, meinte mein Freund, dass wir uns jetzt trennen müssten. Ich bin also zuhause geblieben...

    Du kannst nicht erwarten, dass alle anderen das auch so sehen wie du.

    Zitat

    Auf der anderen Seite denke ich aber, dass chronische Unzufriedenheit in einer Beziehung sowieso zur Trennung führt

    So ist es. Dein Freund sollte wissen was er tut.

    Zitat

    WAS kann ER dafür, dass er jetzt doch in Job 1 gelandet ist? War es SEINE Entscheidung oder kam das von OBEN?

    Die Annahme einer Arbeit welcher Art auch immer, ist immer eine freie eigene Entscheidung- es gibt da kein "von oben"- es sei denn, man degradiert sich zum Arbeitssklaven.

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