• Freund ist ständig unterwegs

    Hallo, meinem Freund wurden nach seinem Studium verschiedene Stellen angeboten. Schon damals war klar, dass er in Job 1 sehr häufig auf Dienstreise wäre. Er fragte mich daher, ob ich ein Problem damit hätte und ich antwortete ihm ehrlich, dass es mir nicht gefallen würde, wenn er ständig unterwegs wäre. Er hat sich zwar schließlich für einen…
  • 44 Antworten

    Ich will aber von ihr hören, wieso er in Job 1 gelandet ist. Sie schrieb was von dummen Umständen.

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    Er hat sich zwar schließlich für einen anderen Job entschieden, ist dann aber aufgrund ziemlich dummer Umstände doch in Job 1 gelandet.

    Bisher kann ich die Aufregung nämlich nicht verstehen, weil er sich ja erst für den anderen Job entschieden hatte, was ja in ihrem Sinn war.

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    da kein Ende in Sicht ist.

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    dass er den Job unter Umständen noch zig Jahre haben wird,

    Heißt das, dass langfristig auch ein Jobwechsel keine Änderung bringen würde?

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    Ob der Job sein Traumjob ist, weiß ich nicht.

    Du sagst, ihr diskutiert oft über das Thema. Da wurde nie deutlich, warum er unbedingt diesen Job machen möchte? Das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. ":/

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    Auf der anderen Seite wäre es für ihn definitiv kein Problem einen anderen Job zu finden und ich bin auch der Meinung, dass er mit seinem Chef bzgl. der Häufigkeit der Reisen reden könnte, ohne gleich gefeuert zu werden

    Was sagt er zu deinen Argumenten?

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    Außerdem wurde mir vor ca. 1 Jahr während meines Studiums ein Praktikum im Ausland angeboten und gerade als ich den Flug buchen wollte, meinte mein Freund, dass wir uns jetzt trennen müssten.

    Wie jetzt? Habt ihr davor nicht miteinander gesprochen oder hat er nur nicht die Wahrheit gesagt, was er davon hält?

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    Auf der anderen Seite denke ich aber, dass chronische Unzufriedenheit in einer Beziehung sowieso zur Trennung führt

    Gewissermaßen gilt das für beide Seiten, falls er den Job aufgeben muss, nur weil du es willst.

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    Also ich seh meinen Partner zur Zeit so alle 3-6 Wochen. Aber ich denke nicht drüber nach, meinen Job hinzuwerfen, um ihn dann öfter sehen zu können. Auch wenn mehr Treffen natürlich schön wären. Is wohl Ansichtssache.


    Miss_Rohrspatz

    Ich denke, das hat nichts mit Ansichten zu tun, sondern einfach mit der Intensivität der Bindung. Wenn man den Job der Beziehung vorzieht, ist die Beziehung zum Job wohl intensiver als die zum Partner.

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    Dann müsste ich zBsp meinen Freund bitten was anderes zu studieren, sein Studium ist nämlich sehr zeitintensiv... Er würde mir was husten ;-D Und das heißt nicht dass er mich nicht genug liebt ;-)

    Ein Studium ist etwas anders als ein Job: Es sollte in 5 Jahren abgeschlossen sein. Arbeiten geht man ja bedeutend länger.

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    Ich bräuchte definitv keinen Job zu meiner Selbstverwirklichung. Ich kenne tausende Dinge, die ich liebend gerne tue (auch sehr produktive und kreative Dinge), ohne eine Bindung an einen Arbeitgeber. Ich hätte und hatte nie Langeweile.

    :)^ Eine der wahrsten und besten Aussagen seit Langem hier in diesem Forum.

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    Ich denke, das hat nichts mit Ansichten zu tun, sondern einfach mit der Intensivität der Bindung. Wenn man den Job der Beziehung vorzieht, ist die Beziehung zum Job wohl intensiver als die zum Partner.

    Ich würd Dich bitten, die Intensität meiner Beziehung nicht anzuzweifeln. Vielleicht is die Beziehung ja auch grade so intensiv, dass uns die Entfernung/Seltenheit der Treffen eben nichts anhaben kann? ;-)

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    Würden sich die vielen Reisen nur auf ein halbes oder ganzes Jahr beschränken, würde ich seine ständige Abwesenheit tolerieren, aber wenn ich mir überlege, dass er den Job unter Umständen noch zig Jahre haben wird, dann sehe ich darin ein großes Problem.

    Wer sagt denn das er den Job noch zig Jahre haben muss? Mein ersten Gedanke war, das Ganze als Chance zu sehen, gut in den Beruf einzusteigen, Erfahrung zu sammeln etc und dann sich mit 3 Jahren Berufserfahrung aus einer ganz anderen Position heraus einen neuen Job oder eine neue Stelle innerhalb der Firma zu suchen. Wie lange arbeitet er denn jetzt schon da?


    Was mir allerdings noch nicht so ganz klar ist, ist wie dein Freund zu der Sache steht. Erst will er den Job wegen dir nicht annehmen, dann muss er ihn doch annehmen (die Umstände würden mich auch mal interessieren) und jetzt? Was sagt er dir wenn du sagst, dass du unglücklich bist? Wie ist seine Vorstellung von der Zukunft?

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    Außerdem wurde mir vor ca. 1 Jahr während meines Studiums ein Praktikum im Ausland angeboten und gerade als ich den Flug buchen wollte, meinte mein Freund, dass wir uns jetzt trennen müssten. Ich bin also zuhause geblieben...

    Diese Situation versteh ich auch nicht. Er wollte sich trennen weil du einige Wochen (?) ins Ausland wolltest? Das passt dann natürlich nicht wirklich zu seiner aktuellen Lebensweise. Aber zusätzlich stellt sich bei mir die Frage: Habt ihr erst im Zuge der Flugbuchung darüber gesprochen? Und vor allem: Damals hättest du kein Problem gehabt ihn länger nicht zu sehen?

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    Auf der anderen Seite denke ich aber, dass chronische Unzufriedenheit in einer Beziehung sowieso zur Trennung führt und ich bin nun mal nicht der Mensch, dem es reicht seinen Partner in unregelmäßigen Abständen zu sehen.

    Das ist eine klare Aussage. Und wenn du das so siehst dann können wir hier unsere eigenen Standpunkte fünfzig mal hin und her diskutieren. Entweder ihr kommt da auf einander zu, oder halt nicht... das Einzige was mir noch mehr einfallen würde wäre das was ich schon am Anfrang schrieb: Das der Job auf jeden Fall nur temporär sein wird... aber auch da muss natürlich die Bereitschaft von beiden Seiten da sein.

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    WAS kann ER dafür, dass er jetzt doch in Job 1 gelandet ist? War es SEINE Entscheidung oder kam das von OBEN?

    Die Annahme einer Arbeit welcher Art auch immer, ist immer eine freie eigene Entscheidung- es gibt da kein "von oben"- es sei denn, man degradiert sich zum Arbeitssklaven.

    Das sehe ich genauso!


    Im Endeffekt wurde ihm Job 1 von Bekannten empfohlen, aber natürlich war er deshalb nicht verpflichtet sich für diesen dann auch zu entscheiden. Und ich bin mir auch sicher, dass ich damals, als wir das erste mal über diesen Job geredet haben, gesagt habe, dass mir so eine Art von Bezieheung nicht gefallen würde.


    Und ja, wir haben das Thema schon sehr oft diskutiert und sehen beide nur eine Trennung als Lösung, falls ich mich mit der Situation nicht langfristig arrangieren kann. Ich versuche ja auch das ganze lockerer zu sehen, aber ich kann die Unzufriedenheit und die damit verbundenen Emotionen nur schwer unterdrücken. Mein Freund merkt das natürlich, sodass die Situation auch für ihn sehr anstrengend ist.


    Wir führen eine sehr enge Beziehung und auf beiden Seiten ist sicherlich auch eine gewisse Abhängigkeit vorhanden. Aber das hat uns bis jetzt keine größeren Probleme bereitet, bis auf die Sache mit dem Auslandspraktikum. Er hat damals dazu gesagt, dass er mich sehr vermissen würde, aber das war wohl nur die Spitze des Eisbergs. Das große Drama kam erst, als ich mich dann um die Flugbuchung gekümmert habe.


    So langsam habe ich wirklich das Gefühl, dass ihm sein Job wichtiger ist als diese Beziehung und das, obwohl wir uns schon seit ca. 10 Jahren kennen. Mir würde ja schon völlig ausreichen, wenn er mir sagen könnte, dass er nach einem Jahr versuchen wird die Häufigkeit der Reisen zu reduzieren...

    Also um es nochmal klar zu machen: Er ist nicht bereit in den nächsten jahren sich einen anderen Job zu suchen bzw zu versuchen die reisen zu verringern etc?


    Und er hätte sich getrennt, wenn du ne zeitlang weggegangen wärst, aber jetzt wo er öfter weg ist musst dud as schlucken?


    Tja da scheint er mit zweierlei Maß zu messen, es ist ja auch imemr einfacher, wenn man selber der istd er etwas erlebt, deswegen ist das auch imemr so ne sache wenn man sagt,d er andere der weg ist evrzichtet ja auch auf einen, ja aber der macht dann ja irgendwas tolles bzw. etwas was er nicht bereit ist aufzugeben für den partner.


    Und da stellt der Freund der TE sie ja vor die Wahl friss oder stirb auch nicht die feine Art


    Prinzipiell ist das hier wieder so ein Thread wo sich jewiels 2 Gruppen gegenüberstehen die die den Partner nicht oft sehen müssen und die für die der Partner eben nicht nur ne Freizeitbeshcäftigung ist und dann die 2 Gruppen Beruf vor Beziehung und Beziehung vor Beruf und logischerweise gibts da eher Übershcneidungen bei der Distanz und Berufsgruppe und der Nähe und Beziehungsgruppe und man steht sich jeweils mit Unverständnis gegenüber. Entscheidend ist da aber wie die TE tickt und dann ist sie nicht egoistisch oder abhängig bzw. jede menschliche Beziehung ist mit Abhängigkeit verbunden, sonst wäre der andere ja austauschbar und unwichtig.


    Und liebe TE wenn ihr oft drüber debattiert habt, solltets du es nochmal klar machen, also das er entweder versucht es anders zu machen, dann zwingst du ihn vielleicht aber irgendwie auch nicht du stellst es ja nur klar,w as er damals auch gemacht hat , oder meinst du er hat dich zum Aufgeben des Prakltikums gezwungen. Eigentlich gibst du ihm dann nur endgültig die Möglichkeit zu entscheiden, entweder er sorgt auf gewisse zeit für ne Veränderung oder du trennst dich, ich würde sagen du sagst ihm da sund gibst ihm Bedenkzeit. Und wenn er nicht zu Potte kommt, auf Zeit spielt etc dann kannst du dich immernoch trennen

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    Und ja, wir haben das Thema schon sehr oft diskutiert und sehen beide nur eine Trennung als Lösung, falls ich mich mit der Situation nicht langfristig arrangieren kann.

    Ja warum sieht er denn nur eine Trennung als Lösung? Weil du seine guten Gründe nicht akzeptierst? Ich werde das Gefühl nicht los, dass du etwas verschweigst. Du gehst überhaupt nicht auf Fragen ein und stellst ihn immer nur als den Bösen dar, dem der Job scheinbar wichtiger ist als die Beziehung. Antworten die das eben so sehen (ohne eure Situation zu kennen) sind Balsam für dich, aber bieten keine Lösung. Außer der Trennung.

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    bis auf die Sache mit dem Auslandspraktikum. Er hat damals dazu gesagt, dass er mich sehr vermissen würde, aber das war wohl nur die Spitze des Eisbergs. Das große Drama kam erst, als ich mich dann um die Flugbuchung gekümmert habe.

    Hm. Du wolltest also alleine weg

    er hat gesagt, dass er da nicht so gut mit um könnte. Du wolltest trotzdem nen Flug buchen und wärst auch gegangen wenn er dann nicht ein "großes Drama" gemacht hätte. Irgendwie seh ich da ziemliche Parallelen zu eurer jetzigen Situation...


    Ihr scheint da beide ein wenig so zu sein, dass ihr zwar Eure Freiheit bzw eure beruflichen Chancen nutzen wollt und der Partner die auch mittragen soll, im Gegenzug soll dieser aber immer "zu Hause auf euch warten".

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    Ich würd Dich bitten, die Intensität meiner Beziehung nicht anzuzweifeln. Vielleicht is die Beziehung ja auch grade so intensiv, dass uns die Entfernung/Seltenheit der Treffen eben nichts anhaben kann? ;-)


    Miss_Rohrspatz

    Ich zweifle nicht die Intensität deiner Beziehung an, die ich nicht kenne, ich ziehe nur Schlussfolgerungen aus deinen Äußerungen. Und wenn du den Job der Zeit mit deinem Partner vorziehst, setzt du deine Prioritäten selbst, das tu wohl nicht ich.


    Aber zurück zum Thema:


    Ich denke, wenn die Diskussion darum wirklich nichts bringt, solltest du eine Trennung ernsthaft erwägen. Man sollte sich schon einig sein, wie viel Zeit man miteinander verbringen sollte! Dass er mit zweierlei Maß misst, sehe ich auch so. Aber das wird dich im Endeffekt nicht weiterbringen, es geht ja um die Gefühlslage. Und wenn er seinen Job vorzieht, sieht es mau aus :-(

    Thallea

    Ich schließe mich gatos Fragen an und auch etlichen anderen Fragen, die gestellt wurden.

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    So langsam habe ich wirklich das Gefühl, dass ihm sein Job wichtiger ist als diese Beziehung

    ":/ Was soll er deiner Meinung nach jetzt ganz konkret tun? Was möchtest du ganz konkret von ihm?

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    Mir würde ja schon völlig ausreichen, wenn er mir sagen könnte, dass er nach einem Jahr versuchen wird die Häufigkeit der Reisen zu reduzieren...

    Was sagt er denn bei euren vielen Diskussionen? s. gatos Beitrag.

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    Ich zweifle nicht die Intensität deiner Beziehung an, die ich nicht kenne, ich ziehe nur Schlussfolgerungen aus deinen Äußerungen. Und wenn du den Job der Zeit mit deinem Partner vorziehst, setzt du deine Prioritäten selbst, das tu wohl nicht ich.

    Weil das hier nicht mein Faden ist und es nicht um meine Beziehung gehen soll, lass ich das mal so stehen, auch wenn Dein Beitrag (so wie er "klingt") meine Ansicht und meine Prioritäten nicht so darstellt wie sie sind ;-)


    ??Ich würde auch lieber mehr Zeit mit ihm verbringen und jeden Tag ausschlafen statt um 5.30 aufzustehen etc, aber mein Partner zahlt später weder meine Rente, noch sorgt er dafür, dass ich das gute Gefühl habe, meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten etc??

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    Inwiefern verbringt man eigentlich mehr Zeit miteinander, wenn man sich trennt?

    ;-D

    Okay, ich versuche mal alle Fragen zu beantworten.

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    Ja warum sieht er denn nur eine Trennung als Lösung?

    Weil er anscheinend nicht bereit ist einen Kompromiss einzugehen (-> zeitlich begrenzte Phase).

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    Ich werde das Gefühl nicht los, dass du etwas verschweigst.

    Naja, ich werde hier nicht meine gesamte Lebensgeschichte breit treten. Fragen beantworte ich natürlich gerne (falls ich sie nicht gerade überlese).

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    Du gehst überhaupt nicht auf Fragen ein und stellst ihn immer nur als den Bösen dar, dem der Job scheinbar wichtiger ist als die Beziehung. Antworten die das eben so sehen (ohne eure Situation zu kennen) sind Balsam für dich, aber bieten keine Lösung. Außer der Trennung.

    Natürlich stelle ich hier nur meine subjektive Meinung dar. Objektiv kann ich die Situation schon lange nicht mehr bewerten. Daher habe ich mich ja auch entschieden hier zu schreiben. Ich versuche das, was mein Freund dazu sagt hier wiederzugeben, aber natürlich interpretiere ich seine Aussagen und sein Verhalten ebenfalls subjektiv (-> Deutungsfilter).

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    Ihr scheint da beide ein wenig so zu sein, dass ihr zwar Eure Freiheit bzw eure beruflichen Chancen nutzen wollt und der Partner die auch mittragen soll, im Gegenzug soll dieser aber immer "zu Hause auf euch warten".

    Vollkommen richtig! Wir blockieren uns gegenseitig und das ist mir (uns?) auch bewusst.

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    Was soll er deiner Meinung nach jetzt ganz konkret tun? Was möchtest du ganz konkret von ihm?

    Einen Kompromiss! Und dass ich die gleichen "Rechte" habe.

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    Inwiefern verbringt man eigentlich mehr Zeit miteinander, wenn man sich trennt?

    Naja, die jetzige Situation ist sehr anstrengend und frustrierend für uns beide und ich fühle mich momentan nicht wohl in dieser Beziehung. Würdest du denn eine unglückliche Beziehung endlos weiter führen wollen? Oder würdest du hoffen, dass du evtl doch noch einen Partner kennen lernst, mit dem du eine zufriedenstellende und glückliche Beziehung führen kannst?


    So, ich hoffe, dass ich keine wichtigen Fragen vergessen habe ;-)

    Thallea

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    Einen Kompromiss! Und dass ich die gleichen "Rechte" habe.

    Bist du bei deinem Freund auch so unkonkret? Er bei dir?

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    Naja, die jetzige Situation ist sehr anstrengend und frustrierend für uns beide und ich fühle mich momentan nicht wohl in dieser Beziehung. Würdest du denn eine unglückliche Beziehung endlos weiter führen wollen?

    Öhhh, die Situation ist seit ~ 2 1/2 Monaten so. Wieso redest du also nun von "endlos"? Tschuldige wenn ich das so knallhart sage: Aber ganz sicher, dass ihr euch seit 10 Jahren kennt und ihr liegt euch am Herzen? Wollt -eigentlich- euer Leben miteinander verbringen? Durch dick und dünn gehen? ":/