• Freund will nichts zu Weihnachten schenken

    Ich bin mit meinem Freund seit 1 Jahr zusammen und gestern hat er mich gefragt ob wir uns eigentlich etwas zu Weihnachten schenken sollen... Er meinte es würde ja zum Geburtstag reichen und sonst würden ja irgendwann die Ideen ausgehen ... Mit den Ideen hat er schon Recht, aber das sehe ich eher auf mich bezogen. Ich meine, Männern etwas zu schenken ist…
  • 94 Antworten
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    Mich überrascht ehrlich gesagt immer wieder, dass es vielen so schwer fällt dem Partner ein Geschenk zu machen.

    Das hat doch nicht zwingend was mit "schwer fallen" zu tun.


    Es mag schlicht und einfach nicht jeder.


    Muss man seine Liebe "beweisen", indem man Läden abklappert und Gegenstände käuflich erwirbt?

    Jenny_lein

    Zitat

    Aber ich bin es nicht

    Dann sag ihm das.

    Zitat

    Mit den Ideen hat er schon Recht, aber das sehe ich eher auf mich bezogen. Ich meine, Männern etwas zu schenken ist doch schwieriger als einer Frau etwas zu schenken!

    Wenn schon Vorurteile bedient werden, wieso dann nicht vollständiger? Frauen ein passendes Geschenk zu machen ist so gut wie unmöglich. Frauen sind nämlich eh nie mit dem Geschenk zufrieden und finden immer etwas zum rumnölen.

    Nun, für mich ist das schönste Geschenk KEIN GESCHENK, weil ich nichts will und brauche und keinen Bock habe, mir zu überlegen, wo ich den ganzen Krempel wieder unterbringe.


    Weg mit den ganzen Zwängen – schöne Zeit verbringen bei leckerem Essen, guten Gesprächen & mehr, was will man sonst noch.....

    Zitat

    Das hat doch nicht zwingend was mit "schwer fallen" zu tun.


    Es mag schlicht und einfach nicht jeder.

    Darum ging es mir gerade nicht, also ich kann verstehen, wenn man etwas gegen feste Schenktage hat und deshalb nicht gezwungenermaßen am 24. Dezember etwas schenken möchte. Es stand aber auch die Aussage im Raum, dass einem die Ideen ausgehen und wie oft gibt es hier Fäden, in denen die Leute um Geschenkideen für ihre Partner bitten. Ich höre das sehr oft, dass Weihnachten für viele zum Krampf wird, weil sie irgendwas schenken "müssen" und nicht wissen was. Und das kann ich eben nicht ganz nachvollziehen, also dass es wirklich an Ideen mangelt :-/

    Zitat

    Muss man seine Liebe "beweisen", indem man Läden abklappert und Gegenstände käuflich erwirbt?

    Nein, damit kann man Liebe nicht beweisen, wie ich finde, aber was spricht dagegen einem geliebten Menschen eine Freude zu machen, in dem man ihm Dinge schenkt, die ihm gefallen? Darum geht es mir. Oder haben hier alle Partner ohne Interessen, die sich über nichts freuen würden, die keine Bücher lesen, keine Filme schauen, keine Hobbies haben etc.?

    Zitat

    Nun, für mich ist das schönste Geschenk KEIN GESCHENK, weil ich nichts will und brauche und keinen Bock habe, mir zu überlegen, wo ich den ganzen Krempel wieder unterbringe.

    Also kaufst du dir das ganze Jahr über selbst auch nichts? Keine neuen Klamotten, keine Bücher, keine DVDs, kein Parfum, kein Schmuck bzw. Accessoires, keine Sportsachen oder Hobbyzubehör oder unternimmst auch nicht viel, so dass ein Gutschein für ein Kinobesuch, Massage, Schwimmbadbesuch, Kurzurlaub etc. nichts wäre? ":/

    Zitat

    Haben manche einfach so wenig Interessen oder woran liegt es, dass es einige so schwierig finden, überhaupt ein Geschenk für den Partner auszusuchen?

    'Ne Frage der eigenen Kreaitivität. Manche haben nach einer Sekunde gleich eine Million gute Ideen im Kopf, Andere brauchen eine Million Jahre, um auch nur eine gute Idee zu haben. ;-)


    Ich finde, bei Weihnachten ist es gerade deshalb so schwierig, weil man da an mehrere Leute gleichzeitig denken muss und ich rgedwann darauf verzweifelt – ich zumindest.


    Aber gerade das wichtig gut an Weihnachten in einer Beziehung:

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    Aber wenn man mal drüber nachdenkt... es ist ja nichts anderes als eine Hin und Her-Schieberei von Geld.

    So können meine Freundin und ich uns einander was schenken, wofür wir sonst für uns kein Geld ausgeben würden oder es immer wieder nach hinten schieben. Weihnachten ist was dolles. ;-D

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    Und das kann ich eben nicht ganz nachvollziehen, also dass es wirklich an Ideen mangelt

    Doch. Weil heute jeder im Überfluss badet und bereits alles hat.


    Bei mir täte sich jemand auch schwer, mir was zu schenken – denn das was ich unbedingt will, kaufe ich mir sowieso selber. Und ich werde mit noch 148 Gegenständen mehr nicht glücklicher, eher im Gegenteil. Ich fühle mich von dem ganzen materiellen Kram sehr schnell erdrückt.


    Man macht mir Freude, indem man mir meine Freiheit lässt und insbesondere mit Geschenken auch nicht suggeriert, eine "Gegenleistung" dafür zu wollen. Ist alles viel zu kompliziert und in meinen Augen einfach sinnfrei.

    Color Copy

    Zitat

    Und das kann ich eben nicht ganz nachvollziehen, also dass es wirklich an Ideen mangelt

    Mein Eindruck was das angeht: "Angst" vor Wiederholung und die Denke, dass ein Geschenk etwas sehr persönliches zu sein hat.

    Zitat

    die Denke, dass ein Geschenk etwas sehr persönliches zu sein hat.

    Ein Geschenk sollte auch persönlich sein. Hier kam beispielsweise Parfum auf. Ja, ich trage Parfum. Du kannst jetzt natürlich in die nächste Parfümerie gehen und dir den neuesten Duft oder die alten Klassiker andrehen lassen. Dann stehe ich mit Shalimar oder dem neuen Creed da und kann damit nichts besseres anfangen, als den Kram zu verkaufen. Freudfaktor? Null. Wenn das Geschenk nicht trifft, halte ich es für besser, gar nicht zu schenken.

    Was mich ja mal interessieren würde bei den Viel-Schenkern und -Beschenkt-Werdern: Wird bei Euch eigentlich im Laufe der Jahre die Wohnung immer voller, oder haut Ihr Zeug in gleichem Umfang wieder raus wie es reinkommt?


    Wegwerfgesellschaft lässt grüßen.... Oder?


    Irgendwo ist die Welt schon verrückt: erst stresst man sich, dass das Geld irgendwie reinkommt, dann der Stress beim Ausgeben, und schließlich Stress dabei, das ganze Zeug zu verwalten und ggf. wieder loszuwerden.

    Lancis

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    Ein Geschenk sollte auch persönlich sein.

    Sicher, ein Geschenk sollte sich auf die beschenkte Person beziehen. Das meinte ich aber nicht mit "sehr persönlich". Ich meinte damit, dass in einigen Fällen bei mir der Eindruck entstanden ist, dass ein Geschenk erst dann als schenkenswert gesehen wird, wenn man sich Arme und Beine brechen lassen muss um dran zu kommen.

    fiamma

    Zitat

    Wird bei Euch eigentlich im Laufe der Jahre die Wohnung immer voller, oder haut Ihr Zeug in gleichem Umfang wieder raus wie es reinkommt?

    Weder noch. Meistens sind das Dinge, die man nicht lagern kann (Urlaube) oder Dinge, die verschleißen (Kleidung) oder sich verbrauchen (Schminkartikel), der Rest wie beispielsweise Bücher nimmt nun nicht so unglaublich viel Platz weg.


    Dumal


    Tja, das Edelweißdenken stirbt nie...

    Zitat

    Doch. Weil heute jeder im Überfluss badet und bereits alles hat.

    Lasse ich als Argument eigentlich nur gelten, wenn derjenige sich dann auch wirklich selbst nichts mehr kauft außer Nahrung zum Überleben. Fragt man genauer nach, ist es dann aber doch so, dass keiner alles hat und sich (selbst) doch immer mal wieder etwas kauft (ein neues Buch, neue DVD etc.).


    Aber klar, ich respektiere es auch, wenn mir jemand klipp und klar sagt, dass er absolut kein Geschenk möchte, weil ihn das irgendwie nervt/unter Druck setzt oder ähnliches. Finde ich dann trotzdem schade, weil ich selbst nicht schenke, um etwas zurückzubekommen, habe Geschenke noch nie aufgerechnet, sondern einfach Freude daran, jemandem etwas gemäß seiner Interessen zu schenken und wenn ich jemanden gut kenne, dann fällt es mir eigentlich ziemlich leicht, seinen Geschmack zu treffen. Seien es nur Blumen für diejenigen, die sich darüber freuen oder ein Gutschein zum Brunch, es muss ja auch nicht für jeden etwas rein Materielles sein. Nur dass man echt keine Idee hat, was man seinem PARTNER schenken könnte (Extrembeispiele von Leuten, die sich wirklich mit Händen und Füßen gegen Geschenke wehren, mal ausgenommen) finde ich schon ein bisschen traurig.

    Zitat

    Ein Geschenk sollte auch persönlich sein. Hier kam beispielsweise Parfum auf. Ja, ich trage Parfum. Du kannst jetzt natürlich in die nächste Parfümerie gehen und dir den neuesten Duft oder die alten Klassiker andrehen lassen. Dann stehe ich mit Shalimar oder dem neuen Creed da und kann damit nichts besseres anfangen, als den Kram zu verkaufen. Freudfaktor? Null. Wenn das Geschenk nicht trifft, halte ich es für besser, gar nicht zu schenken.

    Das sehe ich auch so und würde nie einfach so ins Blaue hinein schenken. Ich meinte damit eher Lieblingsdüfte, über die freue ich mich jedes Jahr wieder, wenn sie mir mein Partner schenkt. Natürlich sollte man nicht einfach IRGENDWAS schenken, aber genau darum geht es mir ja, man sollte seinen Partner doch so gut kennen, um ihm (passende) Geschenke machen zu können.

    Ich finde es nicht verwerflich, wenn man zu einem speziellen Anlaß beschenkt werden will. Man verlangt ja kein Auto oder ein ganzes Haus ;-) Mir geht es da um die Geste mit der Konnotation "Ich hab an dich gedacht."


    Daher ist es mir eigentlich egal, was ich bekomme, bei mir zählt der Gedanke dahinter. Gut, bei uns ist es auch etwas schwieriger mit Weihnachten und Geburtstag, da einer von uns einen Tag vor Weihnachten und der andere genau an Weihnachten Geburtstag hat. An unseren Geburtstagen haben wir also nie Ruhe, weil uns ständig jemand wegen Weihnachten und/oder Geburtstag besuchen will. In dem ganzen Stress geht das dann schnell mal unter, dass man Zeit füreinander findet, die man in aller Ruhe genießen kann. Daher schenken wir uns zu Weihnachten/Geburtstag eine Kleinigkeit. Oft sind das Dinge, die man sich selbst nicht gekauft hätte oder man das iiirgendwann mal erwähnt hat und selbst nicht mehr daran gedacht hat, dass man das toll fände.


    Das Problem ist halt, dass Weihnachten und unsere Geburtstage (auch unser Jahrestag) alle in eine Woche fallen. D. h., uns steht nach dieser einen Woche ein leeres Jahr bevor ohne größere Events, da wir kein Ostern, Nikolaus oder sonstiges feiern. In dieser Zeit schenken wir uns auch nichts außer mal ein Eis oder so. Das hat aber keinen Schenkcharakter.


    Es fehlt dieses "Das hier ist speziell für dich, weil ich an dich gedacht hab und dir zugehört habe welche Wünsche und Bedürfnisse du hast." Im Jahresverlauf zeigen wir uns anders, wie wir an den Partner denken. Z. B. reden wir sehr viel miteinander.


    Ich verstehe auch nicht, warum manche das Schenken an gesellschaftlich etablierten "Schenktagen" als Schenkzwang ansehen und sagen, man solle immaterielle Werte stärker wertschätzen als materielle. Der Mensch ist ein Körper- und "Geist"wesen. Wir bestehen nicht nur aus immateriellen Werten sondern auch aus Fleisch und Blut. Wenn man da also beispielsweise eine schöne Massage geschenkt bekommt, dann ist das doch gleich was viel Schöneres, wenn man weiß, dass das Geschenk mit einem lieben Gedanken verbunden war (Geist) und gleichzeitig den Körper verwöhnt.


    Außerdem ist es doch für den Menschen nur natürlich, sich an Tages-, Wochen- oder Jahreszyklen festzuhalten. Das gibt uns Sicherheit und ein Gefühl von Wert für die jeweilige Zeit. Weihnachten würden sicher nur die wenigsten richtig toll finden, wenn Weihnachten an jedem Tag im Jahr wäre. Gerade die kurze Dauer im Jahr macht doch eine Zeit besonders. Ich bin kein Weihnachtsfan, aber ich hoffe es kommt raus, was ich sagen will. Wir alle haben Rhythmen im Leben an denen wir festhalten, einen entrhythmisierten Menschen gibt es nicht. Daher finde ich es schade, wenn man "gesellschaftlich größere" Rhythmen als Zwang versteht. Es bleibt ja jedem selbst überlassen an solchen Dingen teilzunehmen oder nicht. Man hat halt dafür andere Rhythmen.