Ich hab das Gefühl alle Antworten hier schon einmal gelesen zu haben...und das Gefühl, dass ihr nicht verfolgt was für mich heraus gekommen ist, also zitiere ich mich selbst:

    Und nein ich hoffe nicht dass er versagt, aber ich habe begründete Zweifel, weil er keine Integrale rechnen kann und für mich ein Studium mit mathematischer Beteiligung nicht infrage kommt, wenn man nichtmal Integrale versteht, aber das ist eine Entscheidung, die ich für mich gemacht habe. Und ich will ihm vor allem Integralrechnung nicht erklären. Denn dann müsste ich es selbst komplett erneut lernen und ich sehe darin keinen Sinn, wenn mir das nichts bringt. In der Zeit kann er es auch selbst lernen. Am Ende erkläre ich irgendwas falsch, weil es 9(!!!) Jahre her ist bei mir und ich versau ihm dann alles, weil ich was falsch erkläre? Nein danke...


    Schulrechenaufgaben krieg ich wohl noch hin, aber Studienaufgaben stehen auf einem andren Blatt.


    Und warum ist etwas schlimmes dabei, wenn ich denke ich bin angekommen? Ich will nicht studieren, ich arbeite praxisbezogen und lerne dadurch immer mal wieder was neues. Ich bin Chemielaborantin, lernfaul bin ich nun wirklich nicht. Ich habe Spaß dran neues zu erfahren, kann mich dabei aber nicht auf ein Gebiet festlegen, und nochmal jahrelang in einem Hörsaal zu sitzen ist nunmal nichts für mich. Ich habe während des Abiturs viel darunter gelitten alles nur theorethisch angehen zu können. Etwas praktisch zu beweisen, liegt mir mehr.

    Zitat

    Außerdem finde ich sehr unschön, wie du suggerierst, dass er es eh nicht packen könnte. Du wirst das nun abstreiten, aber genau das schwingt in den Aussagen à la "Ich habe Abi und würde den Matheteil nicht packen, er hat ja nichtmal Abi" drin. Was soll das sonst aussagen?


    Wenn du mit Mathe LK meinst intelektuell ein Studium mit Mathematik-Anteil nicht auf die Kette zu bekommen, liegt das an dir und hat nichts damit zu tun, wie er zurechtkommen wird.

    Ich habe nur meine Zweifel aufgrunddessen was ich schon für ihn rechnen musste für seine Lichtprojekte.


    Deswegen denk ich schon, ich hab nen groben Überblick, wie er so in Mathe ist...und ich bin realistisch, er hat da viel aufzuholen und ich kann mir halt auch vorstellen, wie SCHWER es ist das aufzuholen.


    Und ich weiß wie chaotisch und unfokussiert er sein kann...


    Zweifel ist ein Gefühl meinerseits. Ich habe ihn trotzdem immer in seinem Vorhaben unterstützt und ihm gesagt er soll es versuchen. Ich sag ihm auch er soll unbedingt die Gastvorlesungen besuchen um zu sehen ob er mit dem Inhalt klarkommt...


    Ich bin ein böser Mensch, weil ich Zweifel habe...Ich werde dafür hier an die Wand geprangert, weil ich meine Gedanken und Gefühle äußere...


    Ich bin so ein schlechter Mensch, weil ich ihn nicht einfach machen lasse, sondern auch meine Ansprüche an die Zukunft habe, ich werde für Dinge angeprangert, die ich vielleicht auch nur in gedanken gedacht habe und aufgeschrieben...


    Ich würde ihm nämlich nie ins Gesicht sagen "Du schaffst das doch eh nicht", sondern versuche ihn zu unterstützen... das heißt doch aber nicht, dass ich nicht auch irgendwo Zweifel haben kann...


    Tut mir leid, aber ich hab das Gefühl manche Menschen hier in diesem Forum sind totale Übermenschen.


    Sie zweifeln nie am Partner und dessen Entscheidungen, der Partner macht alles richtig, man selbst hat keine Ansprüche zu stellen, man hat doch gefälligst nur an das Wohl des Partners zu denken.


    Ich versuche das alles wirklich, aber ich hab auch einen eigenen Kopf zum denken, eigene Gefühle zu fühlen und die müssen wir nun entweder zusammenbringen, oder nicht...


    Aber ich hab es grade so satt mich hier immer wieder an den Pranger stellen zu müssen...


    Es waren im Grunde alles immer nur Gedanken, viele die ich auch revidiert habe oder ähnliches...


    Ich würde mich natürlich nicht darüber freuen ihn scheitern zu sehen, aber ich hab das Gefühl er nimmt es auf die leichte Schulter.


    Er redet seit EINEM Jahr darüber zu studieren, aber es passierte einfach nicht wirklich viel...


    Ich denke sogar dass er frühestens nächsten Sommer anfängt... es zieht sich alles so in die Länge und er sagt, er weiß selbst, dass er ein Motivationsproblem hat.


    Von mir aus kann der Thread geschlossen werden


    Ich ertrage es nicht mehr, es verletzt mich mehr als dass es hilft... Die Hilfe die ich brauchte hab ich bereits bekommen in Vorschlägen, wie wir beides haben könnten.

    Ihr könnt das nur über ein Gespräch lösen. Dass du keine Lust hast ihm Mathe zu erklären ist absolut legitim. Sag ihm das und gut ist. Auch deine Zweifel kannst du ihm ja mitteilen, was er daraus macht, ist dann seine Entscheidung.

    Zitat

    Er redet seit EINEM Jahr darüber zu studieren, aber es passierte einfach nicht wirklich viel...

    Dann bring das zur Sprache und klärt, wie ihr die Kinderplanung bei seinem Studienwunsch berücksichtigen wollt.




    Viel Glück für dein Gespräch! Eine Rückmeldung wäre natürlich schön.

    Zitat

    m Ende erkläre ich irgendwas falsch, weil es 9(!!!) Jahre her ist bei mir und ich versau ihm dann alles, weil ich was falsch erkläre? Nein danke...

    Deshalb schrieb ich ja auch, dass du es bleiben lassen sollst. Als Nachhilfe ungeeignet, kann man ja nunmal ganz wertneutral so feststellen.

    Zitat

    Und warum ist etwas schlimmes dabei, wenn ich denke ich bin angekommen?

    Ich habe nicht gesagt, dass es schlimm ist. Aber ihr unterscheidet euch in diesem Punkt wie Tag und Nacht.

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    Ich würde ihm nämlich nie ins Gesicht sagen "Du schaffst das doch eh nicht"

    Nein natürlich nicht, aber manche Sachen über den Partner zu denken finde ich bereits fragwürdig genug.

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    Und nein ich hoffe nicht dass er versagt, aber ich habe begründete Zweifel, weil er keine Integrale rechnen kann

    Ja, nicht auf Anhieb. Na und? Er steigert sich ja bereits, wie du geschrieben hast. Begründete Zweifel sehe ich nicht, nur weil jemand natürlich nach so vielen Jahren etwas braucht, um wieder reinzukommen. Ich sehe weniger Zweifel als Hoffnung, dass er es nicht packt. Und das finde ich fies.



    Ansonsten brauchst du nicht gleich so ausflippen, weil eine Userin (=ich) dich fies nannte, dich nicht an den Pranger gestellt fühlen. DU wolltest Einschätzungen, du hast sie bekommen. Herrje.

    Nur, du bist nicht die erste die sagt, ich wäre "fies". Oder ich solle doch einfach meine Wünsche zurück stellen.


    Ich hab doch bereits mehrmals gesagt, dass ich mit ihm sprechen werde neutral und dass ich hier einige Wege gefunden hab unser beider Wünsche zu entsprechen.


    Ich fühl mich wie eine Spielplatte, die einen Sprung hat.


    Ich bin wahrlich nicht perfekt, aber FIES bin ich nun echt nicht.


    Und meiner Meinung nach sind Gedanken frei. Zweifel Gedanken sind das eine, ihm das ins Gesicht zu sagen und ihn vielleicht noch auszulachen weil er das nicht kann, DAS wäre für mich fies.


    Ich werde hier für GEDANKEN schlecht hingestellt als fies und indirekt als Monster hingestellt, weil ich Wege gesucht habe mit einer Situation klarzukommen, die mir nicht geheuer war...


    Ich will mal den Menschen kennenlernen, der so garniemals an jemandem oder einer Situation zweifelt oder einfach nur hilfesuchend ein paar Ratschläge sucht.


    Ich wollte keine Einschätzung meiner Beziehung a la "Der arme Freund" "Du bist fies, weil du zweifelst, dass ers schafft", sondern ich wollte Ratschläge mit der Situation umzugehen.


    Und die Situation drückt wirklich auf meine Stimmung, da sie erst am Samstag geklärt werden kann, weil ich es persönlich machen will und nicht am Telefon oder sowas. Ja ich bin sehr gereizt wegen der Situation und dann immer wieder zu hören, was für eine beschissene Freundin ich doch bin (indirekt), ja das drückt nochmal zusätzlich auf einen bestimmten Nerv.

    @ Xirain

    Ich kann deine Haltung ehrlich gesagt verstehen, da du nach jetzigem Stand der Dinge diejenige bist, die dieses ganze Projekt zu kompensieren hat und zurückstecken muss.


    Außerdem kann ich es auch nicht leiden, wenn andere sich Luftschlösser bauen und dann mit fremder Hilfe irgendwo durchwursteln. Ob hier so ein Fall vorliegt, bleibt abzuwarten.


    In Anbetracht deiner eigenen Pläne, die du auch noch verwirklichen möchtest, würde ich auf jeden Fall als Bedingung stellen, dass er das Studium in Regelstudienzeit abschließt und sich mit der Integralrechnung selbst zu helfen weiß. Beides sind keine unangemessenen Forderungen und für ihn letztendlich nur eine Disziplinfrage.

    Zitat

    Und meiner Meinung nach sind Gedanken frei.

    ooh natürlich auch das. Aber auch freie Gedanken dürfen andere daneben finden.


    Im Übrigen hast du meine erste Frage ignoriert.


    Willst du einen Familienvater oder einen Zahlmeister?


    Denn mit Vollzeitjob plus Teilzeitstudiun oder plus Fernstudium (was für dich ok wäre) wird zwar nicht das Geld, aber vor allem die Zeit für den Nachwuchs knapp. Daher die Frage, als was du ihn willst.

    Zitat

    als Bedingung stellen, dass er das Studium in Regelstudienzeit abschließt

    Und wenn er doch 1,2 Semester drüber ist, soll er kurz vorher ohne Abschlusd hinwerfen und losbefruchten, weil das Bedingung war? Klingt nach großem Familienglück...

    @ mnef

    Zitat

    Und wenn er doch 1,2 Semester drüber ist, soll er kurz vorher ohne Abschlusd hinwerfen und losbefruchten, weil das Bedingung war? Klingt nach großem Familienglück...

    Es kommt wirklich darauf an, wann das passiert. Wenn einer von Beginn an Studienleistungen schiebt, ist das was anderes, als wenn die Abschlussarbeit länger dauert. Meine Erfahrung: Mann sollte alles terminieren, denn sonst rennt man den Leuten hinterher.

    er wünscht es sich, zu studieren. Du wünscht dir bald ein Kind. Beide Wünsche können klappen, beide Wünsche können scheitern, aber kei Wunsch ist wihtiger, als der andere. Aber ihr beide solltest es versuchen und den Partner in seinen Prioritäten ernst nehmen.

    Ich glaube, das verwirrende für die TE war, dass sich bis vor Kurzem BEIDE zeitnah ein Kind gewünscht haben. Jetzt möchte ER aber erstmal doch studieren, was wohl eine relativ neue und auch plötzliche Entwicklung war. Ich kann den Unmut und den Schock schon verstehen, hoffe aber auch für beide bzw. für ihre Beziehung, dass sie beides unter einen Hut bekommen können.

    Zitat

    Ich möchte dass mein Partner mitsamt Familie glücklich ist, aber auch ICH will nicht nur der Zahlmeister sein, verstehst du?


    Man kann alle Fragen herumdrehen...

    Ich habe keine Frage herumgedreht, sondern selbst eine gestellt, der du ausweichst.


    Vollzeitstelle und Studium (Fernstudium/Teilzeit) lasten voll aus. Wieso ist das ok für dich? Ich finde darauf keibe Antwort außer "Will Kind für mich und Geld dafür, ob er auch noch für eine dritte Baustelle im Leben Energie hat ist mir egal".


    Du glaubst doch nicht wirklich, wenn du schon das geplante Studium so kritisch siehst, dass Vollzeit arbeiten, Studium und Baby Zuhause eine bessere Lösung wäre, wann soll er sich bei dem Pensum um die Familie kümmern?


    Und wieso hegst du solche Zweifel am Erfolg eines Vollzeitstudiums, bei Fern- oder Teilzeitstudium aber nicht? Auch da fällt mir keine andere Antwort ein, dass dich bei der einen Variante einfach nur stört, dass er dann weniger verdient, nicht die Sorge über Studienmisserfolge...