Übrigens würde mir an deiner Stelle dieses zwanghafte Planen Bauchschmerzen bereiten. Man kann das Leben nicht planen.


    Am Ende kann alles ganz anders kommen und du wirst überhaupt nicht schwanger, weil du zum Beispiel steril bist wegen einer abgelaufenen Chlamydieninfektion oder dein Partner hat nicht ausreichend bewegliche Spermien oder oder oder.


    Alles und nichts ist möglich. Wenn du zu genau planst, dann gibt es kein Alternativmodell und es besteht die Gefahr, dass man aus seinen eigenen starren Plänen nicht mehr aussteigen kann und daran zerbricht.


    Natürlich kannst du es dir wünschen, aber gehe nie davon aus, dass es zu 100% so funktionieren wird. Alles kann, nichts muss. Man sollte immer die Option im Hinterkopf behalten, dass am Ende alles ganz anders kommt.

    Zitat

    Freund will studieren, ich will Zukunft planen...

    ... und ich bin der Meinung es geht beides. Vor allem weil du noch jung bist und einen gut bezahlten Beruf hast.


    An deiner Stelle würde ich ihn unterstützen, dass er sein Studium so schnell wie möglich durchzieht. Wenn du ihn jetzt zu sehr mit deinen eigenen Familienvorstellungen "ausbremst", könnte das eure Liebe arg belasten. Ihr wohnt noch nicht zusammen, hattet noch wenig Beziehungsalltag. Er will beruflich weiterkommen. Du bist schon "angekommen".


    Hattet ihr schon konkrete Pläne für eine gemeinsame Wohnung? .... und Heirat? ... oder war von euch bewußt erst das Kind geplant? So wie ich dich einschätze, wohl kaum. Wie ernst war ihm seine Aussage, dass er noch vor dem 30-ten Geburtstag Vater werden möchte? Will er das wirklich, oder würde er lieber bis nach dem Studium warten wollen? Könntest du damit leben? Wie wichtig ist dir deine Mutterschaft vor deinem 30.ten Geburtstag?


    Das sind alles Fragen über die ihr euch beide einig sein solltet. Unanbhängig von Studium oder Lottogewinn. Und dann kommt noch die Klärung deines Gesundheitszustandes.


    Ich könnte mir vorstellen, dass ihr euren Kinderwunsch noch ein zwei Jahre hinauszögert. Wenn ihr während seines Studiums heiratet, würde das auch noch eine Menge Geld sparen, weil du dann in eine günstigere Steuerklasse kommst. Mit der "aktiven" Kinder-Planung könnt ihr auch noch während seines Studiums beginnen und das Baby könntet ihr schon in seinem letzten oder vorletzten Studienjahr bekommen . Wenn du gut verdienst, würde dein Elterngeld auch dementsprechend hoch ausfallen. Also könntest du das 12 Monate lang ausschöpfen. Oder du entscheidest dich je nach Situation für ElterngeldPlus.


    Kannst du nicht jetzt schon jeden Monat ordentlich was für die Erstausstattung und den Bedarf für's erste/zweite Lebensjahr eures Baby's beiseite legen? Paralell dazu kannst du nach gebrauchtem Kinderwagen, Wickelkommode, Kindersitz, Babykraxen und diversen anderen brauchbaren Sachen Ausschau halten.


    Das waren nur so ein paar Gedanken. Ich bin mir sicher, das Studium deines Freundes wird sich später mal lohnen und es ist kein Hinderungsgrund für eure Familienplanung. Wenn ihr an einem Strang zieht, wird es auch klappen!


    Alles Gute @:) :)*

    ich habe auch 11. Semester für den Bachelor in Informatik gebraucht, da ich ab dem 6.Semester arbeiten gehen musste. ":/ Ich dachte immer die Zeitbeschränkungen gäbe es nur an den FHs? Die machen aber auch nur die Hälfte von dem, was an den Unis in Informatik erwartet wird. Alleine für den Schein in Grundlagen der Theroetischen Informatik habe ich einen 4 Monate inesteieren müssen. Also vier Monate nur für diese Prüfung gelernt.


    In sechs Semestern Bachelor in Informatik schaffen doch nur die, die seit ihrem zehnten Lebensjahr von Pappi für diesem Weg getrimmt wurden... Natürlich mit Nachhilfen und allem pipapo...

    Zitat

    Man sollte immer die Option im Hinterkopf behalten, dass am Ende alles ganz anders kommt.

    Stimmt auch wieder. Trotzdem halte ich eine gewisse vorausschauende Planung nicht verkehrt. Dass es dann nie zu 100% aufgeht...... :=o ":/

    Zitat

    Aber selbst einfache integralfunktionen konnte er bisher nicht lösen, ohne Hilfe...

    ??? wenn er etwas technisches studieren will, sollte er sich unbedingt die Skripte vorher anschauen! An der Uni werden Integralesätze bewiesen, aber ganz bestimmt keine Integrale mehr berechnet. Das sind triviale Spezialfälle. ;-D

    Zitat

    An der Uni werden Integralesätze bewiesen, aber ganz bestimmt keine Integrale mehr berechnet.

    Verdammt, dann mache ich gerade etwas falsch. In meinem Mathegrundlagenpflichtmodul muß ich nämliche Integrale berechnen. Kam auch in den Klausuren der letzten Semester jedes Mal dran.


    So: 'Strom fließt hin, und her, in schwankender Stärke, wieviel ist insgesamt geflossen?'


    btt: Es gibt viele Modelle, wer von euch wie wann arbeiten geht. Es gibt keine Universallösung.


    1VZ Job+ 1VZ Studium geht, aber Zeit für die Familie bleibt da nicht. Oder, er macht 1VZ Studium und nur 1/2 Job, dann hat er auch noch 1/2 Zeit für die Familie. Mit TZ Job und TZ Studium etc. natürlich äquivalent mehr Zeit für die Familie.


    Ihr solltet euch wirklich mal zu zweit hinsetzen, und alles durchkauen. Denn wenn du zB arbeitest, er studietr, und seis nur TZ, wer ist dann beim Baby in der Zeit wo er in der FH ist?

    Zitat

    Verdammt, dann mache ich gerade etwas falsch. In meinem Mathegrundlagenpflichtmodul muß ich nämliche Integrale berechnen. Kam auch in den Klausuren der letzten Semester jedes Mal dran.


    So: 'Strom fließt hin, und her, in schwankender Stärke, wieviel ist insgesamt geflossen?'

    was studierst du denn? bwl oder medizin? :-/

    Wirtschaftsinformatik, aber der Kurs ist studiengangübergreifend. Hab grad extra noch auf Seiten von verschiedenen FHs geguckt, die haben dort ähnliche (Pflicht) Grundkurse in Mathe für Elektrotechnik.

    du studierst an einer FH?


    Die Wirtschaftsinformatiker bei uns an der Uni hatten damals im ersten Semester die gleiche Mathematikvorlesung wie wir Informatiker. Und da gab es keine Integrale, sondern hauptsächlich Beweise.

    Ich bin an ner normalen Uni.


    Der Freund der TE würde wenn an der FH studieren, deshalb habe ich geguckt, ob es da irgendwelche nennenswerten Unterschiede in der Struktur gibt.


    Aus der Klausur vom März: "Berechnen Sie obenstehendes Integral und geben Sie das Ergebnis in Dezimalschreibweise an."


    Wie dem auch sei, Mathe ist wichtig, ja, aber es ist auch lernbar. Solange der Freund keine Dyskalkulie hat, und sich da rein hängt, sollte das nicht das Haupthindernis sein.

    dann scheint es ja echt große Unterschiede zwischen den Unis zu geben. :-o


    Bei unserer ersten Matheklausur kamen Sachen wie "Zeigen sie, dass die Relation ... eine Äquivalenzrelation ist" dran. Die einzigen Zahlen bei der Klausur waren bei uns die Seitenzahlen. :-D Ansonsten alles immer allgemein und abstrakt. Also mit Variablen.

    Zitat

    Wie dem auch sei, Mathe ist wichtig, ja, aber es ist auch lernbar. Solange der Freund keine Dyskalkulie hat, und sich da rein hängt, sollte das nicht das Haupthindernis sein.

    klar ist Mathe lernbar. Die meisten unterschätzen aber massiv!!! das Niveau der Hochschul-Mathematik. Selbst das Mathe-LK Abitur ist meilenweit entfernt von dem, was bei uns im ersten Semester abging. Die 80% Abbrecherquote hat ja auch seinen Grund. Informatik, Mathematik und Physik studiert man eben mal nicht so einfach in der Regelstudienzeit wie es in Fächern wie BWL der Fall ist. Ich befürchte, dass ihr Freund den Anspruch der Uni sehr stark unterschätzt. Zumal er ja nicht einmal Abi hat...


    Darum unbedingt die Skripte anschauen und ehrlich zu sich sein, ob man die kryptischen Dinger dort jemals in den Kopf bekommt. ;-D möglich ist es, aber man muss sich am Anfang sehr stark reinhängen. Danach geht es dann.

    Nie wieder wird dein Kind günstiger sein als in den Babyjahren. ]:D


    Aber vielleicht... nun ja, wenn du die Ökomama bist oder dein Kind mit Prestige- und Edelmarken eindecken möchtest, dann aber wiederum sind die späteren Jahre ja trotzdem teurer.


    Teuer wird es dann in den Zeiten wo sie zur Schule gehen und du der Pflicht erliegst Bücher für mehrere Hundert Euro zu kaufen, das Kind passend ausstaffierst, Klassenfahrten kommen. Das wird mit jedem beschissenem Jahr teurer.


    Die Haare vom Kopf fressen sie dir die so ab der Pubertät. Und glaub bloß nicht das Mädchen zwangsläufig weniger essen.


    Bis zu den Zeiten jedoch ist das alles ziemlich unkontrollierbar, wie halt das Leben so ist.


    Möchte dir nur sagen dass du die Babyjahre mehr oder weniger im Griff hast, was die Kosten angeht.


    Da sind die Minimum an 300 Euro ziemlich ausreichend für das Baby. Du hast zwar anfangs einen Posten, weil du zum ersten Mal alles kaufen musst weswegen dir das teuer vorkommt, doch wenn du das Gerümpel erst einmal hast, dann sind die "Fixkosten" auf Windeln und evtl. Milchnahrung beschränkt sowie Kleidung, aber da liegt es an dir. Die Babys und Kleinkinder brauchen nicht so viel.


    Die Betreuung hingegen kann sich wieder ziemlich deftig niederschlagen. Kann, muss nicht (regionale und familiäre Unterschiede sind zu groß). Es gibt Möglichkeiten der finanziellen Erleichterung was die Betreuungskosten angeht.


    Studium und Babys bekommt man hin. Alleine, aber auch als Paar. Du wirst auch nie wieder so viel Unterstützung finden können wie zu den Babyjahren.

    Du könntest auch jetzt schon mal die Pille absetzen, dann schauen, wie die Schilddrüse zurecht kommt, dich in Ruhe richtig einstellen lassen und deinen Körper kennenlernen (NFP z.B.). Und wenns dann soweit ist, könnt ihr gleich super vorbereitet loslegen und du hast nicht mehr so Angst, evtl. ewig nicht schwanger zu werden. Und wenns dann ein oder zwei Jahre länger dauert bis es losgeht ist dann ja auch nicht mehr so schlimm ;-)


    Mein Mann studiert auch noch und wir werden mit der Kinderplanung definitiv warten, bis er fertig ist. Einerseits wegen des Geldes, andererseits aber auch deswegen, weil man für ein Studium ja auch Ruhe und Konzentration braucht. Was, wenn er eine wichtige Klausur schreibt und nicht schlafen (oder richtig lernen) kann, weil das Kind die ganze Nacht brüllt? Das wäre uns persönlich zu unsicher... Wenn er normal arbeiten würde, wäre er zwar auch mal unausgeschlafen, aber in einem Studium bist du ja auch viel zum Nacharbeiten und Lernen zu Hause...