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    die geschlossene Psychiatrie mit monatelangem Zwangsentzug vom Alkohol wäre ihm sicher

    Man sollte auf dem Teppich bleiben, sonst leidet der gebotene Ernst der Sache. Für eine solche Maßnahme - vor allem für die geschlossene Psychiatrie - sehe ich kein Indiz.

    Toller Beitrag von DieDosismachtdasGift, wie so oft. :)=


    Ganz generell von mir zum Thema Grenzen. Ich finde es wichtig:


    1.) Dass man seine eigenen Grenzen kennt und kennen lernt. Wo hört für dich der Spaß auf?


    2.) Dass man seine eigenen Grenzen auch tatsächlich durchsetzt


    Massive Beleidigungen sowohl als auch körperliche Gewalt stellen für die allermeisten Menschen eine Grenzverletzung dar. Man spürt sofort: das ist nicht OK für mich. Man ist jedoch vielleicht so überfordert, überrascht, perplex von dieser Grenzverletzung, dass man dann nicht gleich richtig handelt.


    Aber spätestens wenn die Wogen sich beruhigt haben, dann hat man Zeit nachzudenken. Und auch zu reden. Und dann MUSS man seine Grenzen dem Anderen gegenüber durchsetzen. Ihm klar machen dass er die Grenzen verletzt hat. Für viele Frauen wäre es nach so einer Grenzverletzung sofort zu Ende. Sie lassen sich so etwas nicht gefallen, egal von wem. Andere Frauen würden sagen: kommt das jemals wieder vor, auch nur ein einziges Mal, und sei's in 10 Jahren, dann bin ich endgültig und für immer weg. Und würden eine Entschuldigung und eine Verhaltensänderung (in dem Fall: das unkontrollierte saufen) fordern. Niemand muss unkontrolliert saufen. Meiner Meinung nach tun das nur Teenager und (erwachsene) Loser.


    Setzt du deine Grenzen, musst du sie auch durchsetzen. Wenn du eine Trennung aussprichst, musst du sie durchziehen. Wenn du eine Trennung bei Wiederholung aussprichst musst du sie dann durchziehen. Sonst weiß dein Partner dass deine Worte nur leere Drohungen sind. Dann weiß er er kann machen was er will. Und dann wird er immer wieder deine Grenzen verletzen. Immer wieder beleidigen. Immer wiede körperliche Gewalt anwenden. Lässt du es ihm ein einziges Mal durchgehen ist es noch Gnade. Lässt du es mehr als einmal durchgehen, erlaubst du ihm damit indirekt zukünftige Wiederholungen. Und die kommen dann ziemlich sicher. Weil die Dämme dann gebrochen sind.


    Bei euch sind die Dämme schon längst gebrochen. Dass er künftig seine eigenen Grenzen einhält (Alkoholmenge) und damit deine (Beleidigungen, Gewalt), das ist wenig realistisch. Dich mit der Gewalt arrangieren ist keine Option. Denn irgendwann wird sie auch schlimmer werden. Dann drohen blaue Flecke, Prellungen und sogar Knochenrüche. Vielleicht schubst er dich fest, und du fällst unglücklich. Armbruch, Rippenbruch, tiefe Schnittwunden von einem Glastisch, ... Wenn du euch überhaupt noch eine Chance geben willst, gib ihm eine allerletzte Chance. Aber wenn er je wieder so beleidigend wird oder gewalttätig, dann musst du gehen. Leider fürchte ich dass das passieren wird...

    Sehr geehrter Herr Comran:

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    § 126a StPO


    Sind dringende Gründe für die Annahme vorhanden, daß jemand eine rechtswidrige Tat im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit (§§ 20, 21 des Strafgesetzbuches) begangen hat und daß seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt angeordnet werden wird, so kann das Gericht durch Unterbringungsbefehl die einstweilige Unterbringung in einer dieser Anstalten anordnen, wenn die öffentliche Sicherheit es erfordert.

    "rechtswidrige Tat" wäre hier das Schubsen durch eine Glasscheibe (Körperverletzung), und die "verminderte Schuldfähigkeit" wäre die die Ausführung der Tat im betrunkenen Zustand, und die "öffentliche Sicherheit" ist in der Wiederholungsgefahr zu sehen, weil er unter Alkohol schon öfter gewalttätig gegen seine Partnerin geworden ist. Die persönliche Gesundheit und Unversehrtheit jeder Persön ist ein öffentliches Rechtsgut, bei deren Verletzung die TE das nächste Mal auch die Polizei rufen kann, statt zurück zu schlagen.

    Es würde ein Kontaktverbot und Hausverweis geben. Sicherlich keine Einweisung in eine geschlossene Psychiatrie. Wenn du die oben zitierten Paragrafen im StGB nachliest, erkennst du den Unterschied. Der Freund ist weder schwachsinnig noch krankhaft seelisch gestört. Nach deiner Interpretation würde jeder Kneipenschläger in der Psychiatrie landen. Das ist genausowenig der Fall.

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    Wie kann ich am besten dagegen vorgehn das dasaufhört?! ��


    Kathirusty

    antwort:


    Trennung? wohl in meinen augen die einzige logische Problemlösung


    (und zwar schnell :-/ )


    lese mir den faden heute abend durch muß den pc jetzt ausschalten


    p.s. das opfer welches geschlagen wird, hat NIE die schuld,


    nur der Täter hat die schuld daß er schlägt


    also rede dir nicht ein daß du schuld seist oder eine mitschuld hast


    verschwende keine zeit, Energie und nerven, es gibt millonen von männern da draußen die nicht schlagen also such dir so ein exemplar aus.

    @ :)

    Ihr spielt ein Spiel, an dem ihr beide beteiligt seid. Das eine geht nicht ohne den anderen. Durchbrich das Spiel oder euren "Tanz", wenn du dich nicht trennen willst (was ich längst getan hätte!), dann indem du einen Schritt zurück trittst und dich nicht provozieren lässt, aber auch selbst nicht provozierst.


    Distanziere dich innerlich, steig nicht auf sein Geschimpfe ein. Das geht auch ohne Trennung. Lass dich einfach nicht mehr in diesen Kreislauf von Provokation und Aggression einspannen.