• "Freundin" dreist, unverschämt und undankbar? Oder...?

    Mich beschäftigt etwas, was ich gerade nicht einordnen kann. Ich bin der Meinung meine "Freundin" verhält sich dreist und unangebracht – sieht es aber NULL ein – es sind immer die anderen an allem Schuld. Sie war lange Zeit nicht hier und ich habe hier hier zu einer Wohnung verholfen (wohnt jetzt unter uns). Wir haben massiv geholfen, sei es beim Umzug…
  • 56 Antworten

    Mein iPad hat meinen gestrigen Beitrag beim Abschicken gefressen, arrgh {:( Ich probier's nochmals:

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    Ich habe bereits auf meine seichte Art versucht, Grenzen zu setzen.

    Manche Leute verstehen "sanfte" Winke mit dem Zaunpfahl nicht. Da hilft nur eines: So deutlich sein, dass es nicht missverstanden werden kann. Und das dann auch durchsetzen.


    Als allererstes solltest Du sie von meine "Freundin" auf "meine Nachbarin" umtaufen.

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    Ich meine, wie deutlich muss man denn werden?

    So deutlich wie nötig ;-)

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    da ich nicht weiß wie man deutlich, aber dennoch angemessen sagt, daß man seine Ruhe will oder daß man eigentlich keine Lust hat

    Mache Sätze mit "ich will". Sprich laut genug und deutlich. Schaue ihr dabei gerade ins Gesicht. Unterstütze Deine Aussage mit Körpersprache und Handlungen (zur Tür gehen, die Tür für sie aufmachen, ihr den Weg blockieren). Entschuldige Dich nicht und begründe nicht, warum Du willst oder nicht willst. Bleib höflich, keine Beleidigungen und "anständiger" Tonfall. Stell Dir vor, dass Du Deinem Hund (ich hoffe doch, der gehorcht? ;-) ) Anweisungen gibst: Klar, unmissverständlich und nicht verhandelbar.


    Falls Du am Verhalten Deiner Nachbarin etwas ändern willst, solltest Du Dich unbedingt mit Deinem Freund absprechen, damit sie euch nicht mehr gegeneinander ausspielen kann. Falls es Dir nur darum geht, Dich abgrenzen zu lernen, spielt das keine Rolle.

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    Nach einem blöden Spruch ihrerseits ist mit der Kragen geplatzt und ich hab n paar Sachen losgelassen.

    Du solltest derartige Dinge sich nicht ansammeln und aufstauen lassen. Wenn Dir etwas unangenehm ist, hast Du das Recht, das zu sagen (deutlich!) und Dich bzw. euch abzugrenzen.



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    D.h. wenn sie quasi rausgeworfen wurde und "ausgeladen wurde" dann jammerte sie die nächsten Tage viiiel viel mehr wie einsam und ungeliebt sie doch ist.

    "Du solltest einem Verein beitreten, da bekommt man neue Kontakte. Schönen Abend noch!" ...oder das Thema wechseln. Oder gar nicht erst darauf eingehen.

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    Du ääähm das Essen ist schon seit 30 Minuten fertig und drüben wartet mein Freund, wir wollten eigentlich jetzt dann essen...

    "Du, wir wollen jetzt essen. Schönen Abend noch." Und sie dabei zur Tür begleiten, die Türe für sie öffnen. Falls das immer noch nicht reicht: "Ich will, dass Du jetzt gehst, damit wir essen können."

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    Ich sitze heulend da und habe eigene Probleme, und sage daß ich keine Lust habe jemanden zu sehen – sie will mich dann trösten, kommt trotzdem rein

    Türe schon gar nicht aufmachen. Oder klare Ansage: "Ich mag jetzt niemanden sehen. Schönen Nachmittag noch" und Türe wieder zumachen. Falls nötig, ihr den Weg versperren. Falls sie Dir darauf zu nahe rückt, klare Bitte: "Tritt bitte zurück, das ist mir unangenehm, wenn Du so nahe vor mir stehst."

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    daß man eigentlich keine Lust hat, zum 10. Mal in der Woche am Dachboden nach etwas zu suchen, was sie sich unbedingt leihen muss

    "Ich will das nicht suchen gehen. Organisiere Dich anders / Kauf Dir selber eins."




    Mir fällt beim Lesen Deiner Beiträge auf, dass Du


    - Dankbarkeit erwartest, wenn Du etwas für jemanden tust. Das ist zwar menschlich, aber... Sollten wir nicht etwas für andere Menschen tun, weil wir es wollen, und nicht, weil wir im Gegenzug dafür etwas erwarten? Wenn Du Dir das bewusst bist, bist Du vielleicht weniger von Dank abhängig.


    - Du Dir sehr viele Gedanken um Deine Nachbarin, ihr Verhalten, ihren Charakter, ihre Probleme machst. Wieso? Sie ist Deine Nachbarin, weiter nichts. Ist sie wirklich so wichtig für Dich?


    - Dich als Opfer siehst, weil Du ausgenutzt wurdest. Sei Dir bewusst, dass Du Dich auch hast ausnutzen lassen. Grundsätzlich ist es für Dein weiteres Leben zielführender, wenn Du Dein Verhalten änderst als das der anderen.


    - die Welt offenbar in "Freund" und "Feind" einteilst. Es gibt auch noch Bekannte, Leute die man mal angetroffen hat, Fremde und Leute, die einen gar nicht interessieren. ;-)

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    Habe einige deiner Tipps aufgeschrieben und werde nochmals das Gespräch suchen.

    ich würde an deiner/eurer Stelle den Kontakt zu dieser Frau in Zukunft meiden. Wenn ihr euch zufällig draußen begegnet ein guten Tag und dann meiner Wege gehen.


    Oder hat dir ihr übergriffiges Benehmen noch nicht gereicht? Du solltest lernen es auszuhalten, dass dich nicht jeder mag. Wenn weiterhin Funkstille herrscht, hast du deine Wohnung, eure diversen Geräte, deine Familie, deinen Besuch wieder nur für dich! Und du hast deine Ruhe.


    Freu dich doch, dass du dich endlich zu diesem- zugegeben späten und radikalen Befreiungsschlag aufgerafft hast.


    Alles Gute für dich und deine Familie @:) :)*

    Lukas 420: Wow, DAS nenn ich mal konstruktiv. Ich habe beim Lesen total gemerkt WO genau mein Problem liegt und wieso ich mich definitiv falsch ausgedrückt habe. Du schreibst Antworten und Lösungen, die machbar sind. Und Aussagen die in dieser Deutlichkeit tatsächlich nötig zu sein scheinen. Natürlich muss man in der Lage sein, klare Anweisungen zu geben. Mein Hund gehorcht – da ich nicht etwa sage: Duu ääähm es wäre eigentlich cool wenn du dich hinsetzen könntest..." sondern weil ich sage: Sitz. Warum ich das bei ihr nicht geschafft habe? Keine Ahnung... daran kann ich jetzt arbeiten und es mir für die Zukunft hinter die Ohren schreiben. :)=


    Bambiene: Natürlich ist es schwer "so etwas" auf sich sitzen zu lassen. Die Funkstille herrscht – der Konflikt war unschön und meine letzten Worte mehr als deutlich. Im Grunde trage ich eine Mitschuld welche ich gerne eingestehen wollte. Aber bevor ich die vorherigen Ratschläge von Lukas nicht umsetzen kann, werde ich mich fernhalten. Es sollte nicht wieder genauso laufen wie vorher.


    Ich freue mich übrigens sehr daß ich an deiner Antwort herauslesen kann, daß es Menschen gibt die ganz genau lesen und auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen können. Deine Einschätzung kommt der Situation sehr nahe. Danke für deine Wünsche :)* @:)

    Floppy_whisk


    Meine Kristallkugel meint, deine "Freundin" ist ein Einzelkind. Da gehört ihr alles allein und Mama macht für sie ...


    Nun hat sie dich als Ersatz-Mama ausgewählt und du hast die Rolle angenommen. Du hörst zu, gibst ihr alles, übernimmst sogar ihre Kehrwoche. So wird die nie erwachsen. Es ist aber auch nicht deine Aufgabe, sie durch die "Pubertät" zu führen. Hast du ein Helfer-Syndrom?


    Du schreibst, du fühlst dich als Fass, das übergelaufen ist und sie hätte das nicht erkannt. Kann sie ja gar nicht, wenn das Fass unendlich groß erscheint. Ein Fass läuft ja nur deshalb über, weil es Grenzen hat, du hast aber aus ihrer Sicht keine.


    Du solltest Dienstleistungen (z.B. Kehrwoche, Hunde-Sitting) tauschen, aber nicht ohne Gegenleistung machen. Wenn ich etwas verleihe, würde ich ein "Pfand" verlangen, das hilft beim Erinnern ]:D

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    Ich bin Mama

    Ist zwar nicht Fadenthema, aber hast du deinem Kind gegenüber auch so Probleme Grenzen zu setzen? Bist du da auch in der ständig-sich-kümmer-Rolle?

    Zum Thema, nicht ganz vergleichbar, da ich sie wirklich als Freundin bezeichne und auch behalten will, ich hab da auch so eine Spezielle, ständig Jammern und plapperdieplapper über sich selbst, überdreht und extro ohne Ende. Wenn es mir reicht, dann sage ich: A., es reicht, das ist zuviel für mich.


    A: Gut, daß du mir es (auch so deutlich) gesagt hast, ich merke es einfach nicht.

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    Du hast sie zu einem Sozialprojekt gemacht, über das normale Maß hinaus. Dass dann Groll entsteht ist schon fast mit im Gepäck. So schnell ändern sich Menschen nicht und deine Erwartungen waren vermutlich unrealistisch.


    Monika65

    Sehe ich auch so.


    Und jetzt bist du enttäuscht, dass sich das Sozialprojekt nicht im gewünschten Masse entwickelt.


    Ich denke aber, man kann andere Menschen nicht ändern oder ihnen helfen, wenn sie nicht wollen oder gar nicht nach Hilfe gefragt haben.


    Von daher finde ich den Beitrag von Lukas420 sinnvoll.


    Darüberhinaus ist es völlig gerechtfertigt, wenn dir der Kragen platzt und du solche Sachen sagst:

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    wenn sie schon lästern will, es bei Leuten machen soll bei denen sie NICHT jeden Tag vor der Türe steht und irgendwas will. Und daß es mich auch nen scheiss juckt wenn sie spät dran ist, denn wer zu jemandem kommt und etwas WILL, der hat auch "zuerst" Hallo zu sagen und freundlich zu warten, und nicht noch nen Spruch zu bringen wie: aber bitte schnell, ich habs eilig! Oder daß ich es nicht toll finde wenn sie anderen ausplaudert was ich gewählt habe und sich dann vor allen darüber lustig macht.

    Generell sollte man vermeiden, die Probleme anderer Leute zu seinen eigenen zu machen, sondern sich abgrenzen.


    *:)

    so batzig wie manche Leute hier reagieren, könnte man meinen sie wären die besagte Nachbarin und fühlen sich angegriffen!


    ;-D ;-D ;-D


    Angriff in 3,2,1!

    @ anders-als-andere:

    Woher weißt du das? Ja sie ist Einzelkind – aber ihre Mutter hat sich schon immer nen feuchten Kehrricht um sie geschert und das zeigt die Mutter ihr auch heute noch deutlich. Sie hat sich wahrscheinlich deshalb schon immer andere rausgesucht die diese Mutterrolle teilweise übernehmen. Das weiß ich auch daß dies Fakt ist/war. Bzw es wurde mir im Nachhinein bewusst. Und ja, ich habe wahrscheinlich ein Helfer Syndrom :/

    @ cirmezz:

    Mein Sohn ist 6,5 Monate alt und ich kümmere mich dem Alter angemessen um ihn. Wir als Eltern sind seine Welt und natürlich kümmere ich mich sobald er sich verlassen fühlt sofort um ihn – er ist ein Baby und hilflos, er BRAUCHT uns ja auch wirklich. Aber er kann auch gut und gerne mal einige Zeit alleine spielen und das finde ich auch wichtig :) Das mit dem klare Ansagen machen werde ich mir echt hinter die Ohren schreiben müssen. Irgendwie war mir nicht klar daß es so enden würde wenn ich immer auf die Vernunft und den Anstand des Gegenübers hoffe. Manche checken es halt einfach nicht und dazu muss man Ansagen machen. Da hast du völlig recht.

    @ Goldtau:

    Sagen wir es so – Projek nenne ich es nicht – denn da möchte man ja manipulieren und etwas nach eigenen Vorstellungen "formen" – was ich aber definitiv nicht will oder jemals wollte. Ich kan vorher ohne sie super zurecht und daher ändert sich für mich nichts. Es ist nur enttäuschend daß die gebotene hilfe fast schon "miss"braucht wurde anstelle es als guten Start zu nutzen – was wiederum etwas wäre, was ich an ihrer Stelle aus der Situation definitiv herausgeholt hätte. Selbständigkeit ist wichtig.


    Probleme anderer Leute.. da hast du recht. Und genau deshalb hat es mich auch auf Dauerr innerlich schon genervt, da ich eigentlich recht zufrieden bin (hatte auch meine Tiefpunkte im Leben, so ist das ja nicht – habe aber an mir gearbeitet!) und mir täglich fremde Probleme reinziehen musste in einem Maß, daß mir der Kopf gebrummt hat. Das möchte ich mir nicht mehr antun – auch meinem Sohn zuliebe nicht. Und natürlich auch meinem Partner zuliebe. Wir haben genug alltagssituationen die bewältigt werden müssen wie wohl jeder andere auch. Da braucht man fremden Ballast eigentlich nicht. Was aber was anderes ist wenn sich eine gute Freundin "mal" ausheult – höre ich immer zu und gebe Ratschläge oder tröste einfach nur. Aber jeden Tag wegen jedem Käse? Nie wieder........ nicht mehr mit mir.

    @ schnabel:

    Hast gut aufgepasst, hihihi @:) Hab mir auch schon gedacht ich sei im falschen Film/Forum. Lese schon mehrere Jahre hier mit und hab seltenst erlebt daß man dermaßen auf einen TE einhackt :-DIm Gegenteil, es kamen meist gute und konstruktive Ratschläge oder einfach nur Beistand und Erfahrungen anderer zu den Themen. Daher hatte ich mich ja entschieden mein Thema hier anzusprechen. Es gab schon wesentlich krassere Themen wo dann komischerweise keiner so angekäst war. Kann man sich also denken, wie manche hier drauf sind. Ich sach dazu nix und fühl mich erstrecht nicht angesprochen. Meine Fehler hab ich eingesehen und versuche an MIR zu arbeiten – was auch dank eurer Beiträge echt gut klappt!


    DANKE euch allen :)*

    Wieso assoziierst du Projekt mit "manipulieren"? Mir wäre das nicht in den Sinn gekommen, ich bin auf diesen Begriff gekommen, weil du dich so dermaßen reingehängt und auch ein Ergebnis erwartest hast. Eigentlich die Arbeit eines Sozialpädagogen, bloß der wird dafür bezahlt. Meine Vermutung war, du hast diesen Groll entwickelt, weil diese übermäßige – und das Wort verwende ich bewusst – Beschäftigung mit ihr und ihren Problemen ihrerseits nicht gewürdigt wurde. Nach wie vor ist die Frage, vielleicht für dich wichtig, warum du dich soweit eingelassen hast, denn wenn du das weißt, weißt du auch, wie du in Zukunft anders handeln könntest.

    Ja stimmt... ich assoziiere das mit "manipulieren" zumindest ein Stück weit. Ein Projekt lässt man ja wachsen und so wie man es haben möchte. Ich habe bisher immer gegeben ohne direkt was zu erwarten – außer daß es irgendwann aufhört. Hab viele Hobbys und generell eher wenig Zeit, daher wäre so ein Side-project auch eher nix... kurzum: habe es nicht bewusst "gestartet".


    Der Witz ist ja, sie ist selbst Pädagogin :D