• Freundin fliegt mit besten Freund in den Urlaub

    Hallo liebe med1-Mitglieder, ich brauche eure Meinung zu einem Thema, welches mich wirklich beschäftigt und ich im moment einfach ratlos bin. Wie der Titel schon sagt ist es so, daß meine Freundin, mit der ich seit kurzem zusammen bin (ca 2 Monate) jetzt mit ihrem besten (männlichen) Freund, den sie seit Jahren kennt, in den Urlaub geflogen ist. Für 3…
  • 179 Antworten
    Zitat

    So ist das Leben eben oft

    Nö!


    So verhalten sich in meinen Augen nur A******, keine echten Freunde.


    Menschen, die weg sind, nur weil sie gerade mal wieder eine "Beziehung" haben, sind keine Freunde.

    Aber sei doch mal ehrlich, denkst du ernsthaft, dass es dir weniger ausgemacht hätte, wenn sie den Urlaub mit ihrem besten Freund erst bucht, wenn ihr bereits 8 Monate zusammen wärt? :-/


    Ich war mit meinem Ex 4 Wochen zusammen, als ich für 3 Wochen nach Amerika geflogen bin. Wir haben uns zwar sehr vermisst, aber ich habe meinen Urlaub genossen und er hat halt zuhause sein Ding durchgezogen und sich auf meine Rückkehr gefreut x:)


    Entspann dich doch mal. Gönn ihr nen schönen Urlaub und stress sie nicht. Sie freut sich dann umso mehr wieder nachhause zu kommen ;-)

    Zitat

    So ist das Leben eben oft. Der beste Freund kann eben zum Zweitbesten werden, wenn irgendwo Liebe ins Spiel kommt. Ein guter Freund freut sich für die Liebe seiner Freundin und tritt charmant in den Hintergrund.

    Wie ich diese Leute hasse, die meinen, als Freund ist man plötzlich weniger wert, nur weil der andere plötzlich einen Partner hat... Das sind doch völlig verschiedene Ebenen! Aber mit der besten Freundin wäre das kein Problem, oder muss die auch automatisch dezent in den Hintergrund verschwinden?

    Wenn ich deine Freundin und sicher wäre, dass der beste aller Freunde wirklich nur ein platonischer Freund ist und bleibt, hätte ich ihn an ihrer Stelle nach langer Planung der Reise auch auf keinen Fall enttäuschen wollen. Das Weitere hängt sehr davon ab, wie man das mit dem neuen Partner bespricht und welche Alternativen man überlegt. Da waren wir nicht dabei.


    Aber mal von einer anderen Seite: Wenn ich dieser beste Freund von ihr wäre, hätte ich ganz sicher ihr gesagt, dass ich von ihr nicht erwarte, diese Reise noch zu zweit zu verwirklichen. Denn wenn ich wirklich so ein guter Freund wäre, würde ich ihr nicht zumuten, ihre frische Beziehung, in der noch keine Zeit war, Vertrauen aufzubauen, auf die Probe zu stellen. Dass ein ganz frisch verliebter Partner dabei ein mehr oder weniger unsicheres Gefühl hat oder traurig ist, ist keineswegs unwahrscheinlich. Das hätte ich ihr gewiss nicht zugemutet, wenn ich denn wirklich gut mit ihr befreundet bin.


    Ungeachtet dessen bin ich sehr dafür, dass Menschen vor allem in einer langjährigen Partnerschaft auch Freiräume haben. Ein (kurzer) Urlaub, beispielsweise um einem Sport oder Hobby nachzugehen, das nur einer von beiden hat, kann auch für die Beziehung gut sein.


    Abend in der Wohnung des Exfreundes: Ich hatte das Glück, nie eifersüchtige Partnerinnen zu haben; vielleicht weil ich ihnen immer ein sehr sicheres Gefühl geben konnte. Aber auf die Idee zu kommen, zu einer Ex nach Hause zu gehen, die mich auch noch betrogen hat, hätte ich mal bei irgendeiner meiner Partnerinnen machen sollen. Ich bin mir absolut sicher, dass die mich entweder sofort skalpiert oder wortlos vor die Tür gesetzt hätten.


    Ich habe übrigens in einer sehr ähnlichen Situation meine damalige Freundin zu ihrem Exfreund hingehen lassen, ohne ein Wort zu sagen. Dass sie ausgerechnet dorthin ging, hat mich nicht so sehr gestört. Aber dass sie ging, obwohl sie spürte, dass ich es nicht so gerne möchte, zeigte mir, dass wir eine andere Einstellung haben.


    Man kann das alles so oder so machen und dabei hängt sehr viel von den Akteuren, dem Vertrauen und der Kommunikation ab. Ich würde auch niemandem vorschreiben, was richtig zu sein hat. Aber in meinen Beziehungen hatte ich immer ein gegenseitiges Gefühl der Zusammengehörigkeit, aus dem heraus jeder von beiden solche Aktionen unterlassen hätte - und zwar ohne etwas zu entbehren.

    Tatsache ist ja wohl, dass dieser Urlaub geplant war, als Ihr Euch noch gar nicht gekannt habt. In den nächsten Urlaub wirst Du bestimmt einbezogen. :)z


    Hätte es Dich auch gestört, wenn sie mit einer Frau gefahren wäre?

    Missverständlich formuliert:

    Zitat

    --- aus dem heraus jeder von beiden solche Aktionen unterlassen hätte - und zwar ohne etwas zu entbehren.

    "Solche Aktionen" wie der Abend beim Exfreund. Die Urlaubsreise war zu lange vorher geplant. Einen wirklich guten Freund sollte man dann nicht versetzen.

    Noch eine Frage, hätten die beiden den Urlaub denn überhaupt einfach so verschieben können? für sowas muss man ja normalerweise Urlaub einreichen und das dann wieder zu verschieben, Buchung hin oder her, ist ja gar nicht so einfach. Möglich auch, dass man in der Branche zu bestimmten Zeiten gar keinen Urlaub bekommt und und und.

    Zitat

    Das sind doch völlig verschiedene Ebenen!

    Nein, überhaupt nicht.

    Zitat

    Aber mit der besten Freundin wäre das kein Problem, oder muss die auch automatisch dezent in den Hintergrund verschwinden?

    Die Freundin rückt in der Prioritätenliste genauso einen Schritt nach hinten.

    Zitat

    langjährigen Partnerschaft auch Freiräume haben.

    Das läuft auf die Behauptung hinaus, der langjährige Partner würde die Freiräume behindern. An welcher Stelle behindert denn genau die Anwesenheit des Partners irgendwelche Freiräume?

    Zitat

    Menschen, die weg sind, nur weil sie gerade mal wieder eine "Beziehung" haben, sind keine Freunde.

    Deswegen ist man noch lange nicht weg. Freunde bleiben Freunde auch wenn irgenwann die Liebe mit einer anderen Person ins Spiel kommt. Nur steht man nicht mehr an vorderster Stelle in der Prioritätenliste.

    Zitat

    Die Freundin rückt in der Prioritätenliste genauso einen Schritt nach hinten.

    Dann führe ich eine sehr merkwürdige Ehe bzw. sehr merkwürdige Freundschaften. Meine Freunde (männlich wie weiblich) sind mir noch genauso wichtig wie zu Singlezeiten, warum auch nicht...

    Zitat

    Meine Freunde (männlich wie weiblich) sind mir noch genauso wichtig wie zu Singlezeiten, warum auch nicht...

    Verbringst du ernsthaft die gleiche Zeit und genauso häufig deine Zeit mir deinen Freundschaften wie zu Singlezeiten?

    Zitat

    Dann führe ich eine sehr merkwürdige Ehe

    vermutlich.

    Zitat

    An welcher Stelle behindert denn genau die Anwesenheit des Partners irgendwelche Freiräume?

    Nun, wenn ich es als meinen Freiraum betrachte zu einem Spiel zu gehen, selbst wenn der Freundeskreis sich in der ehemaligen Paarwohnugn von mir und einem Ex trifft, dann beschneidet das ein maulender Partner schon sehr. Ebenso, wenn erwartet wird, das meine Freunde plötzlich weniger wichtig sind. Da werden Ansprüche an meine Haltung zu Freundschaften gestellt, die vorher allein meiner Definition unterlagen. Ich für meinen Teil fände das sehr beschränkend und befremdlich.


    Ich habe eine mir liebe Person die es so handhabt und bei all meiner Liebe für sie, ist das genau der Grund aus dem unsere Beziehung in den letzten Jahren merklich an Distanz gewonnen hat. Immer wieder auf der Pririätenliste nach hinten zurücken ermüdet nämlich sehr und ausserdem wird das Gegenüber so unzuverlässig, sollte ich nämlich gerade Unterstützung brauchen und sie zeitgleich einen neuen Partner haben, so hab ich halt Pech.

    Was ihr immer alle mit eurem "Kopfkino" habt... ":/ Wenn ich unsicher bin, ohne dass mir der Partner einen Anlass dafür gegeben hat, dann weiß ich: das ist mein Problem. Und nein, Zeit mit anderen Menschen verbringen (egal wieviel und egal welches Geschlecht) ist kein!!! Anlass. Man ist doch nicht gerade aus dem Aspik getreten, wenn man sich kennenlernt.


    Der Exfreund gehört wohl offensichtlich noch zu ihrem Leben. Das kann man dann mit der Vorgeschichte gut oder schlecht finden (ich finde es im übrigen eher schlecht, wie sie nach so kurzer Kennenlernzeit von euch über ihn und ihre vergangene Beziehung erzählt). Die Frage ist doch eher, wie ihr euch gegenseitig in euer Leben integrieren könnt. und nicht, wie und wo ihr euch da gegenseitig beschneiden müsst. Ein Mann, der so besitzergreifend und mich-ändern-wollend eine Beziehung mit mir eingeht, der will vielleicht eine Beziehung, aber offensichtlich nicht mit mir. Und ich glaube, da liegt auch der Hase im Pfeffer, warum Du jetzt so fühlst, wie Du fühlst. Du distanzierst Dich ja jetzt schon wieder von ihr, weil es nicht nach Deinen Vorstellungen läuft. Das wird nichts langfristiges mit euch.


    Und was den Urlaub betrifft, nochmal: wo, zur Hölle, nehmt ihr alle dieses Kopfkino her. Ja klar, Menschen die gerade frisch verliebt sind und frisch eine Beziehung begonnen haben, sind natürlich bei der erstbesten Gelegenheit - die sie vorher völlig ignoriert haben - genau dann besonders gefährdert und besonders auf Freiersfüßen.. Das ist doch völlig widersinnig. Und wenn ich so über meinen Partner denke, dann kann ich meine und seine Zeit doch wohl besser sparen...

    Zitat

    Verbringst du ernsthaft die gleiche Zeit und genauso häufig deine Zeit mir deinen Freundschaften wie zu Singlezeiten?

    Ja. Ich treffe meine Freunde aber auch nicht jeden Tag, aber für mich steht völlig außer Frage, warum ich die plötzlich weniger treffen sollte...? Mein Mann ist dann oft dabei (nicht als "Aufpasser", aber es ist eben jetzt unser Freundeskreis und nicht nur meiner) und er macht auch mal einen "Männerabend", wo ich dann halt nicht dabei bin.