Wieso geht ihr eigentlich alle davon aus, dass sie ganz selbstverständlich rational handelt und dass hinter der Tatsache, dass sie zu dem Ex gefahren ist, irgendwas stecken muss? Vielleicht steckt dahinter wirklich nur, dass sie psychisch von dieser Exbeziehung sehr mitgenommen ist und irgendwie "abhängig" ist. Da macht man dann vielleicht auch so dumme Sachen wie die Drohungen des Ex-Kerls ernstnehmen usw.


    Jeder vernünftige Mensch hätte natürlich spätestens dann dem neuen Partner was erzählt, um solchen "ich erzähl dem dies und das"-Drohungen den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber wir wissen ja nicht, wie oft sie sowas vielleicht bei dem Kerl schon erfolglos versucht hat oder ob sie überhaupt selbst dran glaubt, dass das eine sinnvolle Möglichkeit wäre. Es kann schon sein, dass sie sich bestimmte ungesunde Handlungsmuster angewöhnt hat (Geheimhaltung, normal-tun, Verdrängung etc.) und eben einfach nicht anders handeln konnte, auch wenns objektiv betrachtet dämlich ist, so zu handeln. Vielleicht hat der Ex ja auch gute Seiten gehabt und konnte sie erfolgreich einlullen trotz der Tatsache, dass er ein Arsch ist. Es gibt total viele Frauen, die einen gewalttätigen Partner nicht verlassen... die machen ja auch so Zeug wo man sich an den Kopf fasst wenn man das mit ansieht. Und so Arschlochtypen beeinflussen ihre Partnerin ja auch absichtlich dahingehend, dass die alles brav so macht wie gewünscht. Wenn jemand über lange Zeit klein gehalten wird, dann fühlt er sich auch irgendwann klein, sieht seine Probleme nicht als so schlimm an, hat Probleme anderen zu vertrauen etc...

    Klar klingt es jetzt erstmal völlig unlogisch, dass Geodrives Freundin sich dem Ar*** ausgeliefert hat ohne sich wem anzuvertrauen. Aber Menschen sind nicht logisch. Wer weiß, wie die damalige Beziehung zwischen seiner Freundin und diesem Typ gelaufen ist und welche Knöpfe er noch bei seiner Ex drücken kann. Eins ist klar... sie hat sich nicht gut geschützt und es wäre sicher gut, wenn sie herausfindet, warum sie sich niemandem anvertraut hat und statt dessen schnurstracks in die Gefahr gerannt ist.

    [...]

    Zitat

    Das Opfer wird jetzt also zum Täter stilisiert, weil sie sich lieber hat krankenhausreif schlagen lassen als irgendwelche Geschichten aus der Vergangenheit zu erzählen?! ":/

    Entschuldige, aber: Quatsch. Das ist eine klassische Verdrehung, ein Durcheinanderbringen von zwei verschiedenen Ebenen.


    Ebene 1, der Ex, die Erpressung: Sie ist das Opfer des Exfreundes und dieser der Täter, ohne wenn und aber.


    Ebene 2, Geodrive, die Beziehung zwischen ihr und ihm, aber selbst hier ist sie keine Täterin.

    @ Rhelia

    Zitat

    Wieso wird hier nun das große Misstrauen gestreut? Das finde ich nun nicht angebracht, da zu viele Informationen fehlen.

    Deswegen habe ich auch lange gezögert was zu schreiben. Ich will kein Misstrauen streuen.

    @ Benetton

    Zitat

    ICH würde mich in dieser Situation nicht dazu treiben lassen, hier irgendwelche wilden Spekulationen ins Kraut schießen zu lassen, weil mir das ganze wie ein spannender Roman vorkommt und ich der schlaue Hinweisgeber seien möchte, der den TE vor dem Untergang bewahren möchte.

    Falls du auch mich damit ansprichst:


    Weder spekuliere ich wild, noch denke ich an einen spannenden Roman und vor allem will ich kein schlauer Hinweisgeber sein.


    Ich habe nur die hier beschriebene Situation genommen und gesagt wie ich (mich) in dieser fühlen würde. Und den Fadenersteller gebeten auf sich aufzupassen.

    @ mnef

    Zitat
    Zitat

    Ganz ehrlich? Mich würde das Verhalten der Freundin in gewisser Weise verunsichern. Ich weiß nicht ob ich eine gute Vertrauensbasis zu einem Menschen aufbauen könnte, der sich in einer solchen Situation so verhält.

    Naja, nach 2 Monaten hat man naturgemäß noch nicht 100 % Urvertrauen zueinander, das entwickelt sich ja erst. Mir wäre der Ex in erster Linie hochnotpeinlich gewesen, das erzählt man natürlich nicht sooo gerne ausgerechnet dem neusten Freund, was für einen Freak man vorher hatte.

    Ich habe jetzt die Aussage von mir nochmal mitzitiert, zum Verständnis.


    Wie du siehst, habe ich vom Aufbau einer guten Vertrauensbasis gesprochen. Sowie von ihrem Verhalten bezogen auf die Erpressung und damit nicht gesagt, dass sie ihm Alles hätte erzählen müssen. Es gibt auf jeden Fall sehr viele andere Alternativen mit solch einer Situation umzugehen als sich völlig nackt vor dem neuen Freund machen zu müssen.


    Aber ich möchte auch richtigstellen, dass ich hier die Freundin nicht anklage oder madig machen möchte! Ich sage nur, dass mich das Verhalten von ihr verunsichern würde. Sonst nichts!


    @waterli bringt ein sehr gutes Beispiel was ich damit meine:

    Zitat

    Vielleicht steckt dahinter wirklich nur, dass sie psychisch von dieser Exbeziehung sehr mitgenommen ist und irgendwie "abhängig" ist. Da macht man dann vielleicht auch so dumme Sachen wie die Drohungen des Ex-Kerls ernstnehmen usw.

    oder @tatua:

    Zitat

    Wer weiß, wie die damalige Beziehung zwischen seiner Freundin und diesem Typ gelaufen ist und welche Knöpfe er noch bei seiner Ex drücken kann.

    Genau sowas zum Beispiel. Dass die Freundin noch zu sehr in den Altlasten drinsteckt, als dass sie sich auf mich richtig einlassen kann.


    Solche Gedanken (Verunsicherung) meine ich. Kein "Die Freundin ist bestimmt böse, pass bloß auf" :|N

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    (...) [Bezug auf gelöschte Inhalte] Aber persönliche Erfahrung mit einem irren Stalker in jungen Jahren, der es fast geschafft hat, dass ich ein Absetzen ins Ausland ernsthaft in Erwägung gezogen habe.


    Übertrage mal die Spekulationen hier in das persönliche Umfeld der Freundin. Da ist der Ruf dahin, wenn einige ach so überzeugt sind, das sie schon ihren Teil dazu beigetragen hat. So erreicht der Stalker seine Ziele. Auch wenn sie die Situation nur unterschätzt hat und einfach nur alles dazu tun wollte, dass er sie in Ruhe lässt.

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    @ Rhelia

    Zitat

    Da ist der Ruf dahin, wenn einige ach so überzeugt sind, das sie schon ihren Teil dazu beigetragen hat.

    Das stimmt zwar, aber davon habe zumindest ich nichts gesagt.


    Ich kann mich nur wiederholen: Ich versetze mich in die Rolle des Fadenstellers und sage was ich in der hier beschriebenen Situation empfinden würde, dass ich mir Gedanken machen würde.


    Nicht mit einem Wort habe ich etwas in der Art gesagt, dass sie schon ihren Teil dazu beigetragen habe um so eine Behandlung zu verdienen.

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