• Freundin oder Sohn, läuft es darauf hinaus?

    Mein Problem ist nicht neu und ich habe es hier unter verschiedenen Facetten hier auch schon diskutiert, allerdings spitzt es sich gerade zu und desahlb hätte ich gerne eure Meinungen hierzu. Ich muss leider etwas ausholen, versuche es aber kurz zu machen. Ich habe mich vor 1,5 Jahren von meiner Frau, nach 30 Jahren getrennt. Der Auslöser war meine…
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    er hat mir daraufhin gesagt, dass er den Kontakt mit mir abbrechen wird, wenn dies passiert.

    Da würde ich ganz gelassen bleiben und sagen: "es würde mir Leid tun, wenn du den Kontakt abbrichst, aber ich lasse mich nicht erpressen und möchte meine Freundin in meinem Urlaub dabei haben- ich würde dich gerne mitnehmen, aber wenn du nicht willst, dann bleibst du zu Hause oder reist woanders (z.B. mit Freunden) hin." In der Regel wird die wachsende eigene Lebenserfahrung der Kinder diese wieder zu den Eltern zurückspülen- spätestens dann, wenn sie merken, dass sie falsch oder ungerechtfertigt gehandelt haben, irgendwann kehrt dein Sohn wieder zu dir zurück (... sofern die emotionale Bindung zwischen Vater und Sohn nicht total im Eimer ist).

    Je mehr Beitäge kommen, desto unterschiedlicher Sichtweisen. Es gibt Menschen/Eltern, denen das Glück der eigenen Kinder das höchste Gut ist. Die es als selbstverständlich ansehen, dass Interessen des Partners oder anderer Menschen dahinter zurück stehen.


    Es gibt andere Menschen, denen der Partner die 1. Person im Leben ist, weil man in der Perspektive, mit diesem (sofern es funktioniert) den Rest des Lebensweges geht. Ich persönlich bekam mal den Rat meiner Schwiegermutter in spe – halte zu Deinem Mann, egal was kommt, von Deinen Kindern hast Du später sowieso nichts mehr.


    Heute ist sie viele Jahre Witwe und es sind die erwachsenen Kinder und Enkel die sich kümmern und machen. Das zeigt mir wieder, Leben ist das was passiert, während Menschen völlig andere Pläne machen.


    Es gibt für mich da kein absolut richtig oder falsch. Dafür ist ein Menschenleben zu "ungradlinig" und nicht jeder Fall ist vorhersehbar und eindeutig, für jede Art von Zukunft.


    In meinen Augen gibt es ein hier und ein heute, dass Entscheidungen für die Bedingungen für das Jetzt nötig macht. Ob das für ein morgen, übermorgen oder in den nächsten Jahren immer noch richtig und ebenso gelöst werden kann/muss – bleibt eine unsichere Spekulation. Menschen ändern sich, Situationen auch.


    Ein 17 jähriger gleicht nicht dem anderen. Ebenso verhält es sich mit Bindungen zu Eltern oder anderweitig vertrauten Personen. Das alles bleibt ein Prozess des Wandels. Nur, weil ich zum Bsp. mit 16 aus dem Elternhaus ging, meine Ausbildung weiter weg gemeistert habe, muss dies nicht für jeden anderen Jugendlichen genauso laufen oder/und richtig sein. Deswegen werde ich diese meine Sichtweise für mich, nicht auf jeden anderen anwenden.


    Es ist sinnvoller nach den gemeinsamen Schnittmengen aller Beteiligten zu schauen, da wo man sich auf eine Ebene treffen kann. Ob der Sohn die Ablehnung der Freundin nachhaltig bei behalten wird, kann heute niemand wissen. Auch das ist ein Prozess des Wandels, er bleibt nicht immer 17.


    Zudem verlangt es auch der Freundin/Lebenspartnerin nicht das aller Schlimmste im Leben ab, 14 Tage ihres Lebens mal ohne den Liebsten oder einzelne Stunden bzw. Tage zu verbringen. Gleiches gilt für besondere Familienfeste o.ä. Sie wird sich denke mal auch nicht so besonders wohlfühlen, wenn sie weiß, dass eine zurück liegende Trennung nach 30 Jahren, (ein gutes Drittel eines Menschenlebens), nicht in 1,5 Jahren emotional "abgewickelt" ist. (bezieht sich auf die beiden Ex-Partner). Für den Sohn gilt selbiges, aber auf sein Lebensalter bezogen.


    Für den TE bleibt so schwer es ist, im Moment das HIER und JETZT, was gelöst werden muss. Vielleicht hat sein Sohn bald eine Freundin oder eine weiter entfernt liegende Ausbildung/Studium, so dass sich die Frequenz sich zu treffen weniger wird. Ganz sicher werden die Freiräume für ihn als Vater verändern, in Bezug auf den Sohn. Das kann unter Umständen sogar schlagartig passieren. Wichtig ist nur, dass er den Sohn nicht für seine Trennung "büßen" lassen sollte. Motto mein neues Leben, mein neues Glück.


    Denke in diesem Zusammenhang an die verpatzte Vater-Söhne-Beziehung von Ex-Kanzler Kohl. Auch, wenn das alles nicht vergleichbar ist, es zerbricht wenn man nicht aufpasst grundsätzliches Ur-Vertrauen. Ein Eltern-Kind-Band ist vielfach ein besonderes Band zwischen den Menschen, und prägt jeden für das Leben.


    Entweder – oder, hat in meinen Augen in zwischenmenschlichen Beziehungen etwas schwierig bedrohliches an sich. Es mag manchmal sinnvoll sein, bevor es zu schwammig wird klar zu entscheiden, Grenzen setzend. Aber das sollte man an die jeweilige Situation/Umstände knüpfen und daraus kein Dogma für alle Zeit machen.

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    Deine Ex-Frau ist durch ihre MS-Krankheit, durch den Rollstuhl nicht so flexibel, um sich um den heran wachsenden Teen zu kümmern. Dies wusste Deine Freundin bereits im Vorfeld, als sie Dich kennen gelernt hat.

    Ist das so? Wenn sie sich in einer Internetbörse kennengelernt haben, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass sie das im Vorfeld wusste. ":/ Dass man eine MS-kranke Ehefrau hat, die man gerne ersetzen möchte, schreibt man ja vermutlich eher nicht ins Profil. Es würde mich nicht überraschen, wenn er sogar seine Ehe im Profil verschwiegen hätte...

    Sie sind aber mit der Weile seit 1,5 Jahren ein Paar, an welcher Stelle und zu welcher Zeit der TE dies seiner Freundin umfänglich mit geteilt hat, weiß ich auch nicht. Aber in anderen Fäden von ihm, kam dies in hervor gehobener Art und Weise zur Sprache, dass dies eine Thematik für die Beziehungsdynamik zwischen ihm und seiner jetzigen Freundin war.

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    Bekomme selbst erstmal Kinder. Mir kommt es so vor auch in anderen Threads in denen es um Kinder und Jugendliche geht, das du Kinder und Jugendliche nicht besonders leiden kannst. Und wie du über den Sohn des TE schreibst ist die Höhe. So viel Arroganz und Respektlosigkeit erlebt man selten. Und ließ dir mal den Post des Users über dir durch. In Anbetracht einer schwer kranken Mutter die offensichtlich auf eine gemeine Art und Weise im Stich gelassen wurde und die sehr wahrscheinlich auch recht früh sterben wird, finde ich es um so verständlicher das man als einziges Kind an dem noch verbleibenden gesundem Elternteil sehr stark hängt. Der Vater sollte in dieser Situation seinem Kind weiterhin eine große Stütze sein.

    Dann kommt dir das falsch vor.


    Ich mag Kinder sogar sehr gerne, aber ich bin nicht dafür das alles nach deren Pfeife tanzen muss oder soll.


    Ich habe schon gelesen das die Frau schwer krank ist, trotzdem hat sich der TE dazu entschlossen sich zu trennen und hat wohl sehr, sehr lange vorher schon in einer Sackgasse ausgeharrt aus falscher Rücksichtnahme, auch ER hat nur dieses eine Leben und das er sich da ein schlechtes Gewissen einimpfen lassen soll sehe ich nicht ein.


    Soll er jetzt auf eine Frau die er liebt verzichten und um dem Sohn einen gefallen zu tun wieder unglücklich werden?


    Das die Mutter so krank ist ist traurig aber das ist für den Sohnemann kein Freifahrtschein um irgendwelche Forderungen an den TE zu stellen.

    temare

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    Mein Problem ist nicht neu und ich habe es hier unter verschiedenen Facetten hier auch schon diskutiert, allerdings spitzt es sich gerade zu und desahlb hätte ich gerne eure Meinungen hierzu.

    Wenn Du einen neuen Faden eröffnest, wirst Du wohl nicht mehr auf meinen Beitrag in Deinem letzten Faden eingehen. Vielleicht liest Du aber noch den Beitrag.

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    Ich habe einen Sohn (17) für den ich bisher Alles getan habe und der mit der Grund war, warum ich mich nicht schon früher getrennt habe.

    Was hat das Deiner Meinung nach Deinem Sohn gebracht? Um welchen Zeitraum handelt es sich da, dass Du Deine Frau nicht mehr geliebt hast und trotzdem alles gemacht hast, was sie mal so nicht wollte?

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    Mein Sohn lehnt meine Freundin ab. Er kennt sie nicht, aber aufgrund der Art und Weise, wie wir uns kennengelernt haben (über eine Internetbörse) und meinem unerlichen Verhalten (was ich auch bereue), möchte er nichts mit ihr zu tun haben. Insbesondere möchte er nicht, dass sie bei bestimmten Anlässen (Famileinfeiern) den Platz seiner Mutter einnimmt. Außerdem akzeptiert er nicht, dass sie mit ihm und mir gemeinsam in Urlaub fährt, da wir schon am gleichen Ort waren, als für ihn noch Alles in Ordnung war. Er sagt es sind Kindheitserinnerungen und die möchte er sich nicht kaputt machen lassen. Ich rede immer wieder mit ihm darüber, aber ich komme nicht weiter und es zermürbt mich.

    Wieso kannst Du seine Ansicht nicht respektieren? Es gibt viele Erwachsene, diese Meinung haben - ich z. B. auch. Auch ich würde unter solchen Umständen die neue Partnerin meines Vater sehr distanziert begegnen - es ist einfach auch eine Charaktereigenschaft, die sie somit hatl, sich mit einem verheirateten Mann einzulassen. Fertisch. Ich müsste aber auch keinen Kontakt zu ihr haben. Es geht um die Beziehung zwischen Vater und Kind.

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    In diesem Jahr fahre ich mit ihm allein in Urlaub, im nächsten Jahr wollte ich eben auch meine Freundin mitnehmen. Ich habe ihm das gesagt und er hat mir daraufhin gesagt, dass er den Kontakt mit mir abbrechen wird, wenn dies passiert.

    Verstehe ich nicht – ich meine Dich. Du selbst sagst doch, dass dieses Verhältnis durch Dein Fehlverhalten entstanden ist. Das ist nicht mehr zu ändern und ob Dein Sohn diese Sache jemals anders sehen wird, steht in den Sternen. Vielleicht bringt er in 5 oder 10 Jahren mehr Verständnis auf. Heute nicht. Wieso aber musst Du ihn so unter Druck setzen und ihn jedes Mal auch noch vor Augen führen, dass er Dich ganz verliert? Das ist doch ein völlig nebensächliches Thema. Es geht um Dich und ihn.

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    Sein Verhältnis zu mir hat sich im letzten Jahr wieder mehr verbessert. Er beschimpft mich nicht mehr, sagt auch ,dass er mich liebt und macht mehr mit mir. Aber in den oben genannten Punkten bleibt er einfach total stur.

    Wieso ist das "stur" und nicht schlicht seine Ansicht? Ja, damit macht er Dir Deinen Spagatversucht nicht leichter, aber er kann ja nichts dafür, dass Du etwas versuchst, was nicht geht.

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    Kommen wir zu meiner Freundin. Sie ist eine liebe Frau, die mir sehr viel Liebe gibt und ich empfinde viel für Sie. Aber mein Sohn ist und bleibt ein Reizthema. Sie sagt mir, dass ich ihn ihr gegenüber bevorzugen würde, fühlt sich in vielen Dingen (Nicht nur bei dem Thema mit meinem Sohn) benachteiligt und wir streiten oft deswegen.

    Und ich verstehe nicht, wieso Du ihr nicht klipp und klar sagen kannst, dass es – wenn es darum gehen sollte, natürlich Dein Sohn vorgeht? Sie ist nicht Dein Kind.


    Das mit dem Streit habe ich schon im anderen Beitrag erwähnt – wieso lässt Du Dich überhaupt darauf ein? Wieso setzt Du keine Grenzen? Ich hoffe, Du entschuldigst Dich nicht nach wie vor, wenn es solche Szenen gibt.

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    Sie hat mir gesagt, wenn ich auch im kommenden Jahr mit meinem Sohn in Urlaub fahre wird sie die Beziehung beenden.

    Was hast Du darauf geantwortet? Wenn sie das so sieht, so ist es ihre Entscheidung. Darauf hast Du ja keinen Einfluss.


    Ich muss sagen, auf so plumpe Erpressungsversuche würde ich sehr deutlich reagieren. Wie kommt sie dazu, Dich in eine Situation zu bringen, Dich für sie oder Deinen Sohn zu entscheiden? Das ist weniger als liebenswert.

    Zitat

    Ich muss dazu sagen, dass ich auch mit ihr wegfahre und auch in diesem Jahr schon mit ihr weg war.

    Eben – Du kannst keinen Spagat zwischen den beiden schaffen, vor allem, weil beide einander nicht akzeptieren. Somit bleibt Dir nur übrig, Deine Zeit auf sie aufzuteilen. Dass sollte doch jedem Kind eingehen, geschweige denn einer Erwachsenen. Außerdem trägst Du sehr wohl noch Verantwortung für Deinen Sohn, was Du für Deine Freundin nicht tust.

    Zitat

    Ich verstehe beide Seiten und möchte natürlich Beide nicht verlieren.

    Wie ich schon im anderen Beitrag schrieb, so sehe ich eher die Gefahr, dass Du Deine Beziehung zu Deinem Sohn aufs Spiel setzt. Du hast selbst geschrieben, dass er verunsichert ist und dass es mühsam ist, dass sich die Beziehung verbessert, weil er immer wieder abblockt. Aus meiner Sicht geht das immer vor, vor allem, da er ja mehr oder minder bei Deiner Ex in Deine Rolle nachgerutscht ist. Da braucht er erst recht endlich einen Vater, der mit Vorbild vorangeht, Grenzen setzt und Konflikte austrägt und sie aushält. Würdest Du Dich als konfliktfähig bezeichnen?

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    Ich möchte endlich eine dauerhafte Lösung ohne Angst vor dem nächsten Urlaub oder der nöchsten Famileinfeier zu haben, weil ich mit einem von Beiden immer Stress habe.

    Dann lass Dich doch nicht stressen und erpressen. Wenn Du keine Grenzen ziehst, wird Deine Freundin diese immer und immer wieder übertreten. Wenn Du ihr nicht sagst, das biete ich und das nicht, sondern immer wieder versuchst eine Lösung für beide zu finden, was schlichtweg nicht geht, reibst nur Du Dich auf. Dafür hast Du Dich ja nicht getrennt.

    @ Stuhlbein

    Ich stimme Happy Banana voll zu, was ak... da schreibt würde mMn nie und nimmer eine Mutter schreiben und es kommt tatsächlich irgendwie "kinderfeindlich" rüber, sorry. Mmn sollten die Kinder immer Priorität vor neuen Partnern haben, man ist mit ihnen eine lebenslange Verpflichtung eingegangen, ansonsten hätte man ja keine bekommen brauchen. Und ein 17jähriger braucht den Vater – je nach Reife – immer noch und sollte nicht an Freunde abgeschoben werden. Ich denke gerade wie ich mich in der Situation gefühlt hätte wenn mein Vater so reagiert hätte...ich wär mit 17 damit nicht gut klar gekommen und hätte mich verletzt gefühlt... :(v


    Zugegeben, es ist sicher nicht leicht für die Freundin mit einem Mann zusammen zu sein, der bereits Kinder hat (und sich nicht einfach von ihnen lossagen kann) aber das muss ihr ja vorher bewusst gewesen sein...und ein solcher Egoismus und Unverständnis ihrerseits würde mich abschrecken :-/


    Ich denke der TE setzt auf das falsche Pferd, sollte er sich unverständlicherweise für seine Freundin entscheiden, wenn sie sich jetzt schon trennen will und offensichtlich nicht einmal versucht Kompromisse zu finden...Wie wird es erst wenn weitere (neue) Probleme dazukommen?...Glaube nicht, dass die Beziehung von Dauer sein wird auch wenn sich der TE gegen seinen Sohn entscheiden würde...

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    Mmn sollten die Kinder immer Priorität vor neuen Partnern haben

    Das ist eben deine Meinung, die aber nicht jeder teilt. Sensibelman schreibt z.B.:

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    (ich persönlich würde mich immer für meine Freundin oder Frau für den Urlaub entscheiden, wenn das Kind fast erwachsen ist- da sollten Eltern soundso ihre Kinder mehr loslassen- deswegen sind die Kinder ja noch lange nicht aus der Welt).

    Und der hat laut eigener Aussage "viele" Kinder. ;-D


    D.h., ob oder wieviele Kinder jemand hat, spielt keine Rolle für die Betrachtungsweise. Eigene Kinder qualifizieren nicht und keine Kinder zu haben, disqualifiziert auch nicht. Insofern bleibt die Aufforderung, erst mal eigene Kinder zu bekommen, blödsinnig.


    Was die "lebenslange Verpflichtung" angeht: der Sohn wird früher oder später sein eigenes Leben führen und wegen Ausbildung, Studium Beruf, Arbeit, Freundin... werweiß-wohin ziehen. Der Sohn ist dann weg und dir Freundin bleibt, wenn sie es bis dahin ausgehalten hat.

    Zitat

    Und ein 17jähriger braucht den Vater – je nach Reife – immer noch und sollte nicht an Freunde abgeschoben werden.

    Ihm zu sagen, dass die Zeit für Familienurlaube vorbei ist- vor allem, wenn die erkennbar unfriedlich verlaufen würden – ist kein Abschieben.

    Zitat

    Ich stimme Happy Banana voll zu, was ak... da schreibt würde mMn nie und nimmer eine Mutter schreiben und es kommt tatsächlich irgendwie "kinderfeindlich" rüber, sorry. Mmn sollten die Kinder immer Priorität vor neuen Partnern haben, man ist mit ihnen eine lebenslange Verpflichtung eingegangen, ansonsten hätte man ja keine bekommen brauchen.

    Ich frage mich wer da keine Mutter ist, vor allem der markierte Satz zeigt mir das du dir das alles sehr himmelgrün ausgemalt hast.


    Auch Kinder werden erwachsen und der Großteil würde sich von so vieler elterlichen "Liebe" erdrückt fühlen und auch Eltern haben noch ein Leben neben ihrem Elterndaein

    Zitat

    Und der hat laut eigener Aussage "viele" Kinder.

    Er ist aber auch mit der Mutter seiner Kinder zusammen, wenn es wahr ist. Allerdings sogar da, würde ich von einem Vater oder einer Mutter erwarten, dass die Kinder vorgehen, wenn es um einen festen Platz in ihrem Herzen geht. Nicht zu verwechseln, dass sie immer vorgehen, sondern wenn sich mal die Situation so ergibt – Frau oder Kind. Der TE teil ja jetzt seinen Urlaub gleichmäßig auf 50:50. Der Sohn akzeptiert das ja. Die Freundin ist es, die es nicht akzeptiert, wenn ich ihn richtig verstanden habe.


    Mein Vater z. B. hat auch immer gesagt: Meine Mutter geht vor, wenn es denn mal hart auf hart kommt, denn ich gehe nach 20 Jahren aus dem Haus und sie beide waren vorher zusammen und nachher.

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    D.h., ob oder wieviele Kinder jemand hat, spielt keine Rolle für die Betrachtungsweise. Eigene Kinder qualifizieren nicht und keine Kinder zu haben, disqualifiziert auch nicht. Insofern bleibt die Aufforderung, erst mal eigene Kinder zu bekommen, blödsinnig.

    Sehe ich auch so.

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    Was die "lebenslange Verpflichtung" angeht: der Sohn wird früher oder später sein eigenes Leben führen und wegen Ausbildung, Studium Beruf, Arbeit, Freundin... werweiß-wohin ziehen. Der Sohn ist dann weg und dir Freundin bleibt, wenn sie es bis dahin ausgehalten hat.

    Oder der TE. ]:D Ja, und wenn es normal läuft, ist das sicher auch kein Problem. Hier lief und läuft es aber nicht normal.

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    Ihm zu sagen, dass die Zeit für Familienurlaube vorbei ist- vor allem, wenn die erkennbar unfriedlich verlaufen würden – ist kein Abschieben.

    In dem Fall schon. Auch sind sie keine Familie. Sie ist die neue Freundin des Vaters, deretwegen er seine Mutter und ihn verlassen hat. Ich finde, dass ist schon ein klitzekleiner Unterschied. Der TE verschiebt immer wieder Termine mit ihm, weil die Freundin den Vater manipuliert und sich manipulieren lässt. Also ich würde als Kind deutlich spüren, dass ich keinen festen Platz bei ihm habe und gar nicht im Sinne von ich bin wichtiger als sie, sondern ich bin wichtig, wichtig genug, damit mein Vater mit mir Zweierzeit verbringt.

    Ich verstehe nicht wo das Problem ist, dass der Sohn des Tes nicht mit ihm und seiner neuen freundin zusammen verreisen will. Das ist doch vollkommen legitim, ein urlaub soll Enspannung etc. bedeuten, dementsprechend würde ich dann auch nicht mit jemandem verreisen, den ich nicht mag und auch überhaupt nicht kenne. Die Gründe mögen nicht ganz fair sein, aber so ist es nunmal. Es geht hier ja auch nicht um einen gemeisnamen Alltag wo gegenseitiges Akezptieren notwendig wäre, sondern um urlaub. Und die freundin des tes erwartet, dass sein Sohn sie akzeptiert und das der TE dafür sorgt und seinen Sohn irgendwie dazu bringt gemeinsam zu verreisen. Das finde ich bei allem verständnis übergriffig, man kann Niemanden dazu zwingen Jemand anderen zu mögen und Urlaub ist wie gesagt nicht Alltag.

    Ich finde, wenn alle Beteiligten gleichermaßen "mitmachen" würden, wäre das alles kein Problem:


    * Man kann niemanden zwingen, einen anderen Menschen zu mögen. Dass der Sohn die neue Freundin (mit der der Vater die Mutter betrogen hatte – war es so?) nicht ausstehen kann, ist halt so. Könnte sich, wenn die Freundin sich anders verhalten würde als sie es tut, beizeiten auch mal ändern.


    * Ich würde niemanden zwingen, mit irgendeinem anderen Menschen in den Urlaub zu fahren. Dass der Sohn nicht mit der neuen Freundin in den Urlaub fahren will finde ich total verständlich. Und dass er erst recht nicht an einen Ort mit schönen Familienerinnerungen fahren will, finde ich erst recht verständlich. Muss man irgendwelche Beteiligte hier denn noch absichtlich provozieren?!


    * Die Freundin ist nicht die Mutter des Sohnes, also wieso sollte sie bei Familienfeiern oder sonstwo den Platz der Mutter einnehmen? Finde ich total absurd und würde ich weder an Stelle des Sohnes noch an Stelle der Freundin (und schon gar nicht an Stelle der Mutter) wollen.


    * Ich finde es verständlich, wenn der TE sich freut, dass sein schon 17jähriger Sohn in dieser schwierigen Konstellation noch Lust hat mit ihm in den Urlaub zu fahren. Als Freundin des TE würde ich mir denken, dass damit sowieso bald Schluss ist und hätte kein Problem damit, wenn der TE seinen Urlaub zT mit dem Sohn und zT mit mir verbringt. Partner fahren auch mit älteren Kindern aus ihrer Ehe weg, so what. Und was die Zukunft bringt, kann man ja sehen, wenn eine gewisse Konsolidierung eingetreten ist.

    @ TE:

    Am Anfang deiner Threads hier kamst du für mich eher kaltschnäuzig und egoistisch rüber. Aber mittlerweile denke ich, in dieser schwierigen Konstellation ist deine Freundin das Problem.


    Genau deine Konstellation (Mann hat sich von Frau getrennt, die MS hat, sie haben Kinder zusammen, es gibt eine neue Frau, die sogar ihrerseits Kinder hat) kenne ich aus der "Praxis". Weil alle Beteiligten soweit möglich Rücksicht aufeinander genommen haben, klappte das auch. Bei dir klappt es nicht, und zwar, wie ich mittlerweile denke, nicht weil dein Sohn dauernd querschießt, deine Ex ja offenbar auch nicht, sondern weil deine Freundin anscheinend relativ unselbstständig und wenig selbstbewusst ist und mit dieser Konstellation daher überhaupt nicht klarkommt und anscheinend auch nicht klarkommen will.

    Die Schwierigkeit der Situation ist, dass der TE bisher nicht ganz geschrieben hat, ob der Sohn zb. vor der Trennung desöfteren oder überhaupt in die Konflikte seiner Eltern involviert gewesen ist. Oder, ob sich dies, (was Eltern zum Teil häufiger machen) eher hinter den Kulissen rein zwischen den Erwachsenen abgespielt hat.


    Dies könnte, event. mit dazu geführt haben, dass insesondere der Sohn deshalb so massiv gegen die neue Freundin des Vaters eingestellt ist, weil eine für ihn "heile" Welt kaputt gegangen ist.


    Aber mit der hier und heute Situation hat das nichts mehr gemein. Er ist nicht der erste Sohn bzw. Kind/Jugendlicher, der sich gegen die Veränderungen im Elternhaus massiv sträubt. Viele getrennt lebende Elternpaare werden dies vom eigenen Nachwuchs kennen, völlig unabhängig vom Alter der Kinder.


    Warum sollte ein 17jähriger, der ohnehin schon negativ eingestellt ist, als Anstands-Wau-Wau mit in den Urlaub fahren. Das wird für niemanden eine erholsame Zeit. So wirklich akzeptieren tut die Freundin des TE den Sohn auch nicht. Sie nimmt ihn als vorhanden zur Kenntnis, so entnehme ich es den Schilderungen der Threads. Akzeptanz ist für mich schon noch etwas anderes. Ihr selbst müsste klar sein, dass dieser Junge nicht auf Ewigkeiten, diese noch aktuelle intensive Vaterbeziehung braucht und sich mit zunehmender Beziehungsdauer zu ihren Gunsten weiter verschieben wird.


    Der TE und seine Freundin verbringen deutlich mehr Zeit zusammen, als 1 Tag in der Woche. Sie hat ihre Pferde, die ihr auch wichtig sind und für die der TE Kompromisse eingeht. (Veränderungen von Zeitabläufen, Terminen). Klar gibt es bei einer Fernbeziehung von 130 km andere Probleme, als wenn man z.B. zusammen in einem Haushalt lebt.


    Ich sehe das Problem nach wie vor eher im größeren Nähebedürfnis der Freundin, die eine intensivere Beziehung zum TE wünscht. Deshalb wäre es in meinen Augen wichtig diesen Punkt gemeinsam zu bereden, ob die beiden Lebensentwürfe, so wie sie jetzt stehen kompatibel für die Zukunft sind.


    Die Beziehung zum Sohn ist in meinen Augen eher der 'Stellvertreter-Kriegsschauplatz'.

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    Genau deine Konstellation (Mann hat sich von Frau getrennt, die MS hat, sie haben Kinder zusammen, es gibt eine neue Frau, die sogar ihrerseits Kinder hat) kenne ich aus der "Praxis".

    Ich finde nicht, dass das genau die gleiche Konstellation ist. Dadurch, dass die neue Frau auch Kinder hat, ist es doch von Anfang an schon viel gleichgewichtiger. Ist doch logisch, dass das dann viel besser klappt, als die Konstellation hier, wo sie gerne eine verbindlichere Beziehung möchte als der TE das will.