• Freundin oder Sohn, läuft es darauf hinaus?

    Mein Problem ist nicht neu und ich habe es hier unter verschiedenen Facetten hier auch schon diskutiert, allerdings spitzt es sich gerade zu und desahlb hätte ich gerne eure Meinungen hierzu. Ich muss leider etwas ausholen, versuche es aber kurz zu machen. Ich habe mich vor 1,5 Jahren von meiner Frau, nach 30 Jahren getrennt. Der Auslöser war meine…
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    Ich sehe das Problem nach wie vor eher im größeren Nähebedürfnis der Freundin, die eine intensivere Beziehung zum TE wünscht. Deshalb wäre es in meinen Augen wichtig diesen Punkt gemeinsam zu bereden, ob die beiden Lebensentwürfe, so wie sie jetzt stehen kompatibel für die Zukunft sind.


    Die Beziehung zum Sohn ist in meinen Augen eher der 'Stellvertreter-Kriegsschauplatz'.

    So schätze ich das auch ein. :)z

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    Die Schwierigkeit der Situation ist, dass der TE bisher nicht ganz geschrieben hat, ob der Sohn zb. vor der Trennung desöfteren oder überhaupt in die Konflikte seiner Eltern involviert gewesen ist. Oder, ob sich dies, (was Eltern zum Teil häufiger machen) eher hinter den Kulissen rein zwischen den Erwachsenen abgespielt hat.

    Wenn ich mich recht entsinne, hat der TE das geschrieben. Er hat vor dem Sohn alle Schwierigkeiten mit der Mutter abgeschirmt. Deswegen ist der Sohn auch umso überraschter gewesen, als er die Mutter verlassen hat. So glaubt er ihm im Moment noch nicht, dass er sowieso nur aus Pflichtgefühl an der Ehe festgehalten hatte. Ich denke, auch da wird die Zeit noch helfen, denn nachdem der Sohn jetzt direkt mit der Mutter konfrontiert ist, so wird er schon auch merken, dass sie nicht nur ein Engel ist. Ändert trotzdem nichts daran, dass der TE keinen klaren Schnitt gemacht hat, sondern erst der Freundin bedurfte, um die Ehe endlich zu verlassen.

    Mein allererste Gedanke dazu ist, dass man einen Menschen, den man angeblich liebt, nicht in eine entweder-oder Wahl drängen sollte, in der er sich zwischen 2 Menschen zu entscheiden hat, die ihm beide auf unterschiedliche Weise sehr wichtig sind. Das ist einfach nur schrecklich egoistisch und respektlos, sowohl von der Freundin, als auch vom Sohn.


    Meine Gefühle für eine Person, die mich in so eine schreckliche Lage bringt, bekämen wohl dauerhaft einen Knacks.


    Meine erste Reaktion wäre wohl, dass ich weder mit dem Einen noch mit der Anderen zusammen in Urlaub fahren wollte.


    Nein, ich habe keine Kinder und ja, ich stelle mir das bestimmt mal wieder viel zu einfach vor. Aber ich wollte mir sowas um's Verrecken nicht gefallen lassen.

    Das Urlaubsproblem ist doch ziemlich simpel, warum kommst du da nicht selbst auf eine Lösung?


    Einfach 2 Mal verreisen. Einmal mit der Freundin, einmal mit dem Sohn. Dann vielleicht zwei kürzere und nicht so teure Urlaube, aber so kommt jeder zu seinem Recht. Und mal woanders hin, nicht zu den Orten der Kindheitsurlaube.


    Dass der Sohn nicht mit der Freundin verreisen will finde ich absolut verständlich. Kein Mensch will mit Papas neuer Freundin den ganzen Tag zusammenhocken und auf Familie machen. Dass sie nicht ewig zurückstehen möchte kann ich auch irgendwie verstehen.

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    Insbesondere möchte er nicht, dass sie bei bestimmten Anlässen (Famileinfeiern) den Platz seiner Mutter einnimmt.

    Wird die Mutter nicht mehr eingeladen?

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    Meine Gefühle für eine Person, die mich in so eine schreckliche Lage bringt, bekämen wohl dauerhaft einen Knacks.

    Dann müssten aber zu allererst, seine Gefühle für sich selbst einen Knacks bekommen. ;-D Schließlich ist ER es, der sich in diese Situation hineinmanövriert hat, in dem der eine neue Beziehung angefangen hat, bevor er sich (sauber) getrennt hat.


    Und er ist es auch, der (aus mir unverständlichen Gründen) anscheinend immer wieder glaubt, dass es eine gute Idee ist, den beiden einen Urlaub zu dritt vorzuschlagen.


    Ich sehe die Reaktion der beiden gar nicht so sehr als echte Ultimaten, sondern eher als unmissverständlichen Ausdruck ihrer Abneigung gegen den Plan eines Urlaubs zu dritt.

    Hey,


    ich habe den Eindruck, dass der TE wohl nicht wirklich eine feste Meinung hat.


    Nun nehm ich mal seine Freundin in Schutz. Ist doch klar, dass die Stress macht, wenn sie das spürt und der TE vielleicht dann mauert und den Sohn sozusagen vorschiebt. Man könnte dem TE auch unterstellen, er würde keine klare Stellung beziehen. Auch die Art und Weise, wie seine Ehe beendet wurde spricht dafür. Seine Freundin hat sich vielleicht auch nicht richtig verhalten, ich z.B. neige dazu, bei entschlussschwachen Menschen in meinem Umfeld die Führung zu übernehmen - für andere kommt das übergriffig rüber. Wenn mal angenommen, der TE nun schwach argumentiert und sie ihn wirklich richtig übel liebt, ist doch klar, dass sie unsicher wird, manipulierend wirkt usw.


    Sie jetzt als (übertrieben) böse Hexe darzustellen finde ich echt etwas schräg, denn wir kennen nur SEiNE Version. Wie er ihr das selbstgemachte Dilemma verkauft, wissen wir nicht.


    Der TE scheint irgendwie nicht der Freund von klaren Ansagen, die er auch ehrlich durchzieht, zu sein. Rumeierei macht aber solche Konstellationen schnell zum Gau...


    Ich möchte dies nur zu bedenken geben... Mir drängen sich bei dem Lesen dieses Threads und nach Durchsicht der anderen Fäden solche Gedanken auf.


    Ich würde mich auch freuen, lieber TE, wenn Du darauf etwas eingehen könntest, damit ich einen besseren Blick auf die Sache bekäme...

    Ich verstehe Dich sehr gut. Du willst es möglichst jeden Recht machen, was aber einfach nicht geht. Sich allerdings nun die Pistole auf die Brust setzen zu lassen, undzwar gleich von beiden, das geht gleich garnicht.


    Jede/r denkt nur an seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche und wo bleibst Du dabei?


    Dieses entweder oder, ist ja mal gleich überhaupt nicht mein Ding. Jeder kann und niemand muss, lautet meine Devise, was auch Dein Sohn, als auch Deine Freundin beherzigen müssen oder sollten.


    Ansonsten gab es hier schon viele gute Lösungsvorschläge.


    Etwas konsequenter solltest Du künftig vielleicht schon werden, sonst tantzt man Dir immer wieder auf der Nase rum. Geh nach Deinem Gefühl, aber vor allem, setz Dich durch und bleib dann auch dabei.


    Ein 6 Augengespräch, sofern dies überhaupt möglich ist, wäre sicher auch nicht verkehrt, da dann jeder einzelne, Farbe bekennen muss, anstatt es stets bei Dir abzuwälzen.


    Die beiden haben ein Problem, nicht Du mit Ihnen. Denk mal drüber nach.


    Alles Gute für Dich. Du schaffst das schon ;-) *:)

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    dass man einen Menschen, den man angeblich liebt, nicht in eine entweder-oder Wahl drängen sollte, in der er sich zwischen 2 Menschen zu entscheiden hat, die ihm beide auf unterschiedliche Weise sehr wichtig sind. Das ist einfach nur schrecklich egoistisch und respektlos, sowohl von der Freundin, als auch vom Sohn.

    Grundsätzlich sehe ich das auch so, aber in diesem Fall habe ich Nachsicht mit dem Sohn. Er ist noch recht jung und aufgrund der ganzen Geschichte (kranke Mutter verlassen, Unehrlichkeit/ Betrug des Vaters) emotional zu sehr verwickelt um zu erwarten, dass er sich in der Sache zurücknimmt.

    Mir wären auch beide wichtig und ich würde mich auch schwer damit tun, aber dass ich mich entscheiden soll, obwohl ja Freundin und Sohn ein Problem haben, den Schuh würd ich mir nicht anziehen.


    Für den Sohn habe ich allerdings auch ein wenig mehr Verständniss.

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    Ich verbringe meine Wochenenden mit ihr, gehe mit ihr aus, fahre in Urlaub und und und.


    Sie will keine Kinder, aber dass ich sie genau so versorge wie meine Frau. Ich verdiene gut und sie hat einen eigenen Betrieb und kämpft dort wie viele kleine Unternehmen ums Überleben.


    Ich will aber eine gleichberechtigte Partnerin und niemand der versorgt werden will. Dieser Anspruch macht mich wahnsinnig. Ich wäre doch auch glücklich, wenn ich meine Frau nicht versorgen müsste, aber sie ist nun Mal nachgewiesner Maßen und auch sichtbar schwer krank.

    Diese Aussage des TE in einem anderen Faden, ist für mich nach wie vor das Kernthema.

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    Das sie Hausfrau wird ist für mich ausgeschlossen. Ich habe ihr deutlich gesagt, dass ich mir momentan nicht vorstellen kann nochmals zu heiraten und auch den "Versorgungsauftrag" nicht übernehmen werde. Das ist meine generelle Einstellung und hat nichts mit ihr persönlich zu tun.


    Sie sieht es als Zeichen mangelnder Liebe, weil ich das für meine Frau ja getan habe. Ich habe ihr daraufhin gesagt, dass ich ja gerade aus der Ehe mit meiner Frau etwas gelernt habe und deshalb das Alles so nicht mehr will.

    Das sind für mich die Baustellen, um die es wirklich geht. Die sich dann jedoch in anderen eher abstrakten Problemfeldern, wie Urlaub und Vater-Sohn-Zeit widerspiegeln.


    Wenn Du lieber TE ein Stück weit zu Dir ehrlich bist, weißt Du, dass dieses Konfliktpotential eine Dauerbaustelle bleiben wird. Du hast eine jüngere aktive lebenslustige Partnerin erwählt. Das dies nach einer 30jährigen Ehe, mit all ihren Hoch und Tief's erst mal etwas grundlegend neues und anderes ist, reizvoller etc. ist klar.


    ABER, Du kennt diese Einstellung Deiner jüngeren Partnerin, sie ist Dir nicht neu. Es mag Dir immer noch nicht ganz klar sein, nach Phasen von Harmonie und weniger Diskussionen, dies wird immer wieder auf den Tisch des Hauses kommen.


    Es sind zwei grundsätzlich verschiedene Lebensentwürfe, zweier Menschen, die unterschiedliche Bedürfnisse für ihr weiteres Leben sehen. Deshalb ist die Problematik mit dem Sohn eher ein Anlass, aber sicher nicht das wirkliche Kernthema.


    Deshalb lieber TE, so bitter das alles für Dich sein muss. Du wirst Deiner Freundin gegenüber noch mal klar stellen müssen, wo Deine Priorität in einer Beziehung liegt. Selbst, wenn sie derzeit keine Kinder haben möchte, ist es nicht gesagt, dass dies so bleiben muss.


    Wenn sie sich einen Partner wünscht, mit dem sie eine zeitnah enge Beziehung sucht, die über eine Ehe auch nach außen hin abgesichert sein soll, wirst Du noch deutlicher zeigen müssen, dass diesesVorhaben, mit Dir derzeit nicht zu verwirklichen ist.


    Deine Freundin hat dann die Wahl sich zu entscheiden, ob sie mit Deiner Vergangenheit, zu der auch Dein Sohn gehört/ebenso wie Trennungs/Scheidungsfolgen akzeptiert oder nicht.


    Dir bleibt dann erspart mit ihr weiterhin Grundsatz-Diskussionen zu führen, zu denen bisher fast jeder Anlass recht war bzw. ist. Um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, müsstest Du Deine obig gemachten Aussagen komplett ins Gegenteil verkehren. Bist Du dazu wirklich ehrlichen Herzens bereit ?

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    Was ich will? Eine harmonische Beziehung mit gleichberechtigten Partnern, in der Beide Platz für ihre Hobbies haben. Mein Sohn sehen, wann ich will und einfach ein normales Verhältnis mit meiner Frau haben (wie man es mit Ex-Partnern bestensfalls hat).

    Ist es auch DAS, was Deine Freundin mit Dir so leben will ?

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    Meine erste Reaktion wäre wohl, dass ich weder mit dem Einen noch mit der Anderen zusammen in Urlaub fahren wollte.

    :)^ genau, ich würde unter diesen Umständen mit keinem von beiden verreisen. Sohn und Freundin buhlen um die Gunst des TEs. Aber egal wie er sich entscheidet, es wird keine Gewinner geben. Und die Ferien würden sich aufgrund der Streitigkeiten im Hintergrund wahrscheinlich auch nicht toll anfühlen.


    Ich kann übrigens beide verstehen, Freundin und Sohn.

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    Ich stimme Happy Banana voll zu, was ak... da schreibt würde mMn nie und nimmer eine Mutter schreiben und es kommt tatsächlich irgendwie "kinderfeindlich" rüber, sorry. Mmn sollten die Kinder immer Priorität vor neuen Partnern haben, man ist mit ihnen eine lebenslange Verpflichtung eingegangen, ansonsten hätte man ja keine bekommen brauchen

    hier ist eine Mutter, die so schreiben würde.


    ich liebe meine Kinder und sie sind mir immens wichtig, aber ich würde mich von ihnen nicht erpressen lassen.


    Die Paarebene geht meine Kinder wenig an, das ist meine Sache.


    Der Sohn braucht die neue Partnerin gar nicht lieben, aber einen vernünftigen Umgang würde ich nach einer gewissen Zeit erwarten.


    Dazu gehört allerdings kein gemeinsamer Urlaub, den ich von meinem annähernd ewachsenen Sohn auch gar nicht erwarten würde.


    Dies Rumgeeier, ich hätte dazu keine Lust. Ich kann Vorbehalte der Kinder nachvollziehen, aber irgendwann sollten sie doch in der Lage sein, auch dem Elternteil, das gegangen ist, sein Glück zu gönnen.


    Und der Freundin würde ich ganz deutlich sagen, wohin sie sich ihr Ultimatum schieben kann

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    Ich finde nicht, dass das genau die gleiche Konstellation ist. Dadurch, dass die neue Frau auch Kinder hat, ist es doch von Anfang an schon viel gleichgewichtiger. Ist doch logisch, dass das dann viel besser klappt, als die Konstellation hier, wo sie gerne eine verbindlichere Beziehung möchte als der TE das will.

    OK, das kann man nun entweder so sehen, dass noch mehr Kinder noch mehr Gefühls- und sonstige Koordinierungs-Probleme ergeben, oder auch weniger solche Probleme, weil jemand, der selber Kinder hat (so wie in meinem Beispiel die neue Frau), gewohnt ist, Rücksicht auf andere zu nehmen, was eine Single-Frau (wie die Freundin des TE) nicht gewöhnt ist und eben auch nicht jedem gegeben ist. Mit Verbindlichkeit hat das noch nicht mal was zu tun. Ich zB hab keine Kinder, hab eigene Hobbies usw und kann sogar eine sehr verbindliche Fernbeziehung führen.


    Gut dass DieDosis nochmal diese Zitate aus dem alten Thread ausgegraben hat. Ich finde, dass die Freundin Vorstellungen hat, die mit der Situation/ Konstellation nicht kompatibel sind.

    @ temare,

    an wen -männlich, weiblich, beides – ist die Frage:

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    Was würdet ihr tun, bzw würdet ihr mir raten?

    gestellt?! Aus welcher Sicht: deine – Freundin – Sohn sollte geantwortet werden?