• Freundin oder Sohn, läuft es darauf hinaus?

    Mein Problem ist nicht neu und ich habe es hier unter verschiedenen Facetten hier auch schon diskutiert, allerdings spitzt es sich gerade zu und desahlb hätte ich gerne eure Meinungen hierzu. Ich muss leider etwas ausholen, versuche es aber kurz zu machen. Ich habe mich vor 1,5 Jahren von meiner Frau, nach 30 Jahren getrennt. Der Auslöser war meine…
  • 314 Antworten
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    Er hat jetzt Führerschein gemacht und sich von mir auch ein kleines Auto erhofft. Ich habe ihm gesagt, dass es zum Einem jetzt noch zu früh dafür ist und ich zum Anderen es nicht einsehe, ihn zu belohnen, wenn er mir das Leben in gewisser Art und Weisse schwer macht.

    Ist dir bewusst, dass Du ihm durch diese Aussage indirekt materielle Vorteile in Aussicht gestellt hast, wenn er deine Freundin akzeptiert? Es gitb sicherlich nicht wenige Menschen, die durch so eine Aussage (jedenfalls unterbewusst) noch wütender werden würden.


    Im Übrigen wird sich hier im Thread sehr viel auf den Umstand gestürzt, dass dein Sohn eben noch nicht erwachsen sei. Ich stelle mal ganz dreist die Frage in den Raum, ob deine Freundin (damit meine ich nicht vom Alter her) denn überhaupt schon erwachsen sei. Zu dieser Frage führt mich einerseits ihre hier in Teilen geschilderte Streitkultur, andererseits Aussagen wie:

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    Meine Freundin war an Ostern dabei. Was mich jedoch dann genervt hat, war die Tatsache, dass sie mir vor, während und nach der Feier sagte, dass es ziemlich anstrengend für sie sei den ganzen Tag rumzusitzen ( ist nun mal so bei Feiern) uns sie Schmerzen dabei hat. Solche. feiern seien in dieser Art nicht so ihr Ding. Ich interpretiere es so, dass für sie nur wichtig ist, dass ich sie mitnehme und nicht ausschliesse.

    Der Umstand, dass Du da etwas interpretieren musst, zeigt ja schon, wie wenig wirklich offen kommuniziert wird von ihrer Seite. Das mit den Schmerzen vom Sitzen klingt wie eine erkennbare Ausrede – Du hättest sie ja mal fragen können, ob sie die Art von Schmerzen auch bei ihren Familienfeiern hat (oder wenn sie sich mit Freunden trifft – da sitzt man nun einmal meist, auch länger) hat.


    Ich übersetze dir mal, was ihre Beschwerden vor, während und nach der Feier bedeuten:


    vor der Feier = Müssen wir da wirklich hin?


    während der Feier = Können wir jetzt endlich gehen?


    nach der Feier = Beim nächsten Mal gehen wir da ganz sicher nicht mehr hin, das weißt Du, oder?


    Ich finde, durch so ein Verhalten begibt sich deine Freundin auf Konfrontationskurs gegenüber deinem Sohn. Sie hat eigentlich überhaupt keine Lust, mit auf die Feier zu kommen – weiß aber, dass dein Sohn wohl absagen wird, wen sie mitkommt. Du kannst dich ja auch mal fragen, ob deine Freundin sich auf der Feier mit irgendwem wirklich interessiert unterhalten hat.


    Von einer erwachsenen Frau würde ich an deiner Stelle erwarten, dass sie einen 17-Jährigen nicht als Konkurrenten betrachtet, den man bekriegen muss. Auch wenn er sie (noch?) komplett ablehnt – jede Form von Verständnis ihm gegenüber zu verweigern, finde ich schwach. Denn so trägt sie entscheidend dazu bei, dass es auch keine Annäherung zu ihm geben können wird.


    Als Selbsttest würde ich mich auch mal fragen, wie deine Freundin dir gegenüber über deinen Sohn so redet. Zeigt sie beispielsweise Interesse, wenn Du von Dingen wie seinem vermeintlichen Ausraster am Vatertag erzählt?

    temare

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    Im Nachhinein wirft er mir vor, ich hätte ihn am Heiligabend allein gelassen. Das weisse ich jedoch strikt zurück. Ich schliesse ihn von nichts aus. Er muss dann eben nur meine Freundin akzeptieren.

    Sorry, natürlich hast Du das getan.

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    Im Nachhinein, nachdem er nun wieder die Familienfeiern thematisiert, weiss ich, dass er nur einen Rückzieher gemacht hat. Warum, weiss ich nicht

    Sagt für mich genau das aus, was Du schon geschrieben hast. Eure Beziehung ist schwierig und mit jedem Vertrauensbruch, den Du begehst, kommt es ins Wackeln. Es zeigt, Du kennst Deinen Sohn nicht gut genug, um zu wissen, warum er nicht gekommen ist. Dein Verhalten wirkt auf mich nicht selbstbewusster als vor einigen Monaten und auch nicht in Deiner Ehe. Arbeitest Du daran? Nur darüber nachdenken hilft nicht sehr, wenn Du auch nicht aktiv etwas änderst. Was spricht gegen einen Coach?

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    Meinen. Sohn gegenüber fällt mir 100% tige Konsequenz schwer, aber ich habe es ja gerade seit Weihnachten ( siehe Ostern bei der Familie) ziemlich stringend durchgezogen.

    Das war aus meiner Sicht nicht konsequent, denn Du hattest ihm etwas anderes zugesagt. Mit Konsequenz ist für mich etwas anderes gemeint, nämlich zuerst einmal klar zu stellen, was Du willst und darin konsequent zu sein. Dein wackeliges Verhalten führt dazu, dass Du sowohl Deinem Sohn, als auch Deiner Freundin signalisierst, dass Du Deine Entscheidungen revidierst und wenn es Dir zu viel wird, dann bleibst Du "konsequent" in Deinem Fehlverhalten.

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    Er hat jetzt Führerschein gemacht und sich von mir auch ein kleines Auto erhofft. Ich habe ihm gesagt, dass es zum Einem jetzt noch zu früh dafür ist und ich zum Anderen es nicht einsehe, ihn zu belohnen, wenn er mir das Leben in gewisser Art und Weisse schwer macht. Ausserdem stimmen auch die schulischen Leistungen und sein Engagement bei der Hausarbeit nicht.

    Ja, das habe ich schon im anderen Faden geschrieben – Elternliebe ist nicht bedingungslos. Aus meiner Sicht haben diese Dinge überhaupt nichts miteinander zu tun. Es sei denn, Du hast nur nicht erwähnt, dass es da zwischen ihm und Dir Abmachungen gibt, die diese Konsequenz nach sich ziehen, sprich er auch gewusst hat, dass diese Gründe dazu beitragen werden, dass er von Dir kein Auto bekommt. Ansonsten würde ich es an seiner Stelle auch nicht verstehen. Wenn Du kein Geld hast. Okay. Kann man nichts machen. Was die schulischen Leistungen damit zu tun haben - keine Ahnung. Wenn es zu früh ist, so hat es auch nichts mit den Schulleistungen zu tun. Ich sehe da keine Klarheit. Solltest Du wiederum kein Geld für einen Wagen haben, weil Du Deine Freundin sponsorst, würde ich es wiederum nicht einsehen.


    Es ist ja auch zu merken, dass Du das schon ich weiß nicht wo oft analysiert hast. Letztlich ist immer noch die Grundfrage, wie schon gestellt wurde:

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    Was ich will? Eine harmonische Beziehung mit gleichberechtigten Partnern, in der Beide Platz für ihre Hobbies haben. Mein Sohn sehen, wann ich will und einfach ein normales Verhältnis mit meiner Frau haben (wie man es mit Ex-Partnern bestensfalls hat).

    Ist es auch DAS, was Deine Freundin mit Dir so leben will ?

    Konsequenz in dem Falle wäre, Dich auch so zu verhalten, wie Du Dich entschieden hast. So lange Du ständig die Bedürfnisse Deines Sohnes und Deiner Freundin berücksichtigst und dadurch immer wieder herumschwankst, verunsicherst Du beide. Was also willst Du? Grenzen setzen heißt dann auch, dort die Grenzen zu setzen und sie nicht immer wieder zu verschieben, gerade so, wie Deine Freundin sich gerade mal aufregt. Und ich sehe nicht das Problem bei Deinem Sohn, denn er akzeptiert, die 50:50 aufteilung und will nur, dass Du das auch einhälst, was Du versprichst. Das fängt aber bei Dir selbst an. Mal abgesehen davon, dass Du Deinem Sohn auch dieses Vorbild vorlebst – das, des unsicheren Vaters, der dann immer wieder das Resultat erzielt, dass alle unzufrieden sind, nur weil er nicht für seine Bedürfnisse einsteht, seinen Sohn zu treffen, wie es ausgemacht ist, eine Beziehung zu führen, die seinen Bedürfnissen entspricht, etc.

    @ DieDosismachtdasGift

    Wie so oft, so hast du auch dieses Mal treffend analysiert.


    Es steht für mich fest, dass ich mit meinem Sohn nie brechen werde, schon gar nicht in der aktuellen pubertären Phase.


    ich hoffe, dass du Recht hast und er in ein paar Jahren die Dinge etwas anders sieht.


    Ich möchte einfach, dass sich das Verhältnis zu ihm so weit als möglich normalisiert und wir nicht nur Problemgespräche führen, die uns momentan nicht weiterbringen.

    @ The Black Widow

    komischerweise sagen mir Sohn und Freundin, dass ich sehr egoistisch wäre, obwohl ich ja versuche es Beiden Recht zu machen. Aber du hast natürlich Recht.

    @ Fruchtalarm

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    Ist dir bewusst, dass Du ihm durch diese Aussage indirekt materielle Vorteile in Aussicht gestellt hast, wenn er deine Freundin akzeptiert? Es gitb sicherlich nicht wenige Menschen, die durch so eine Aussage (jedenfalls unterbewusst) noch wütender werden würden.

    Ja das ist mir bewusst. Wenn aber alles Andere (Hausarbeit, Schule) und nur das mit der Freundin nicht klappen würde, würde ich mich sicher nicht quer stellen. Ich weiss nicht, ob du Erfahrung mit pubertierenden Teenagern hast. Ich kann dir nur sagen, dass ich leider keinen anderen Weg sehe, als so zu handeln. Andere Eltern können ihren Kindern kein Auto kaufen und wenn sie dann Eines haben wollen, müssen sie dafür arbeiten. Nichts Anderes erwarte ich von meinem Sohn. Das mit der Freundin kommt hinzu, da ich der Meinung bin, dass er zumindest respektieren soll, wie ich lebe.


    Wie würdest du das mit dem Auto regeln?

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    Ich finde, durch so ein Verhalten begibt sich deine Freundin auf Konfrontationskurs gegenüber deinem Sohn. Sie hat eigentlich überhaupt keine Lust, mit auf die Feier zu kommen – weiß aber, dass dein Sohn wohl absagen wird, wen sie mitkommt. Du kannst dich ja auch mal fragen, ob deine Freundin sich auf der Feier mit irgendwem wirklich interessiert unterhalten hat.

    Ja das sehe ich auch so. Sie fühlt sich ständig zurückgesetzt und eigentlich möchte sie die erste Geige spielen, die dann grosszügig zu Gunsten des trotzenden Sohns verzichtet und mir das dann bei der nächsten Gelegenheit so unter die Nase zu reiben.


    Vom Ausraster am Vatertag war sie direkt betroffen. Das war total daneben von ihm und das kann und hat sie mir auch so gesagt.


    Ansonsten redet sie nicht schlecht über ihn. Ob sie dies nicht tut, weil sie weiss, dass ich ansonsten sauer wäre, weiss ich nicht.

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    Ich möchte einfach, dass sich das Verhältnis zu ihm so weit als möglich normalisiert und wir nicht nur Problemgespräche führen, die uns momentan nicht weiterbringen.

    Vielleicht es einfach mal lassen. Lass ihn. Problemgespräche können doch nur zustande kommen, wenn man etwas, was jemand denkt, tut oder lässt als Problem definiert und dann auch noch darüber redet. Vielleicht will er einfach nur so sein wie er ist und in Ruhe gelassen werden.


    Oder wie läuft das ab?

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    komischerweise sagen mir Sohn und Freundin, dass ich sehr egoistisch wäre, obwohl ich ja versuche es Beiden Recht zu machen.

    Kann ich verstehen. Du suchst nach Lösungen, weil du zwischen den Stühlen sitzt und das kommt kontrollierend rüber, weil es deine – nicht ihre – Lösungsversuche sind.


    Außerdem möchte ich mich Fruchtalarm anschließen, deine Freundin macht einen unreifen Eindruck, indem sie sich so in Konkurrenz zu deinem Sohn begibt. Man hat fast den Eindruck, du hast es mit zwei Jugendlichen zu tun.

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    Wie würdest du das mit dem Auto regeln?

    Wen das Geld an sich kein Problem für dich ist, würde ich ihm z.B. anbieten, dass du die Hälfte zum Kauf eines Gebrauchten dazu tust. Ohne "Bedingung". Für die andere Hälfte müsste er dann halt arbeiten. Ich denke, das Auto hat nichts mit seinen schulischen Leistungen oder seiner Mitarbeit im Haushalt oder seinem Verhalten deiner Freundin gegenüber zu tun. Eher sollte er an diesem Punkt lernen, dass man für materielle Anschaffungen auch etwas tun muss (Arbeiten). Mit den laufenden Kosten würde ich ihm eine ähnliche Regelung vorschlagen. Das wäre meines Erachtens ein faires Entgegenkommen, ohne ihn gleichzeitig über Gebühr zu verwöhnen.

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    Vom Ausraster am Vatertag war sie direkt betroffen. Das war total daneben von ihm und das kann und hat sie mir auch so gesagt.

    Ich weiß natürlich nicht, worum es geht – aber so eine extreme Wut ist zumindest auch ein Zeichen dafür, dass ihm die Situation alles andere als gleichgültig zu sein scheint. Es mag für dich nur ein geringer Trost sein – aber ab dem Punkt, ab dem er wirklich Glteichgültigkeit dir gegenüber entwickelt, ist euer Verhältnis wohl im völlig im Eimer. Auch wenn sein Verhalten dich scheinbar sehr verletzt haben mag – ich würde einen solchen Ausrutscher nicht überbewerten oder persönlich nehmen. Wenn man noch keine Souveranität in seiner Streitkultur entwickelt hat, greift man aus Hilflosigkeit dazu, die andere Person gezielt zu verletzen. So ein Ausrutscher sollte dir nicht zeigen, wie "fies" er sein kann, sondern eher vor Augen führen, dass er eben noch kein Erwachsener ist. Sondern ein Jugendlicher, der auch in diesem Punkt noch einiges lernen muss. Ich hoffe deshalb, Du hast nicht allzu harsch auf seinen Ausfall reagiert.

    temare

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    Wie würdest du das mit dem Auto regeln?

    Die Frage ging nicht an mich, aber was war denn zwischen euch vorher mehr oder weniger abgesprochen? Daran würde ich mich halten. Wenn nichts abgesprochen war, dann solltest du meiner Meinung nach die Sache mit deiner Freundin aus deinen Bedingungen streichen. Das wäre Schweigegeld und kein Stück konstruktiv.

    Im Punkto Auto, wäre ich derzeit noch zurückhaltend. Warum? Zum einen sehe ich in diesem Alter noch keine Notwendigkeit für so eine Anschaffung. Es wäre eine völlig andere Ausgangslage, Dein Sohn hätte bereits den Schulabschluss erfolgreich hinter sich, eine Ausbildung begonnen, somit regelmäßiges Einkommen. Mit dem Kauf des Auto's allein wäre es nicht getan.


    Da entstehen regelmäßig Kosten, nicht nur für den Tank, sondern ebenso Steuern und Versicherung, die vermutlich erst mal eher an Dir lieber TE "hängen" blieben. Denn selbst, wenn Dein Sohn nebenher zur Schule arbeiten gehen würde, käme dabei nicht so viel Geld regelmäßig rein, um dann auch noch anfallende Durchsichten/Reifenwechsel/Reparaturen stemmen zu können.


    Mit Beginn einer Ausbildung, hätte Dein Sohn sagen wir mal 6 Monate Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen, wie sein Finanzbuget ausschaut, wie viel er im Monat erübrigen kann für die Regelkosten, die ein Auto verursacht. Dazu ist er im Moment nicht in der Lage.


    Im Gegenteil, Du erwähntest bereits Schwierigkeiten in der Schule, die sich mit dem Besitz eines Auto (wer es hat, wird es auch fahren wollen) nicht vereinfachen würden. Zudem bleibt ein wenig das Gefühl, dass Du mit solchen "Geschenken", sein Wohlwollen Dir gegenüber heraus fordern möchtest, oder wieder einen Teil Deines schlechten Gewissens "beruhigen" willst, dass Dich immer noch plagt.


    Bei aller Liebe zu Deinem Sohn, aber letzteres solltest Du wirklich ablegen. Es gibt viele Beziehungen, die aus weit weniger gravierenden Gründen gescheitert sind. Ein Mann der 30 Jahre versucht hat, eine schwierige Beziehung auszuhalten und zu leben, braucht sich nichts vorzuwerfen. Wenn die Situation für Dich besser auszuhalten gewesen wäre, hättest Du nicht über eine Trennung nachdenken brauchen. Jeder Mensch hat eine gewisse Schwelle der Leidensfähigkeit. Wenn diese erreicht ist, bricht man aus. Das ist ein ganz natürlicher Schutz-Instinkt.


    Die Trennung wäre früher oder später ohnehin gekommen, spätestens, wenn Dein Sohn selbstständig sein Leben aufgenommen hätte. Durch den Umstand einer neuer Liebe, ist das allenfalls etwas beschleunigt worden.


    Aber mach nicht den Fehler, Deine unterschwelligen Schuldgefühle auf Deinen Sohn zu reflektieren, im Glauben ihm etwas "schuldig" zu sein, und dies dann mit materiellen Geschenken und Zugeständnissen, wett machen zu müssen.


    Die Userin @ Kleio, hat wie es häufiger der Fall ist, Dir viele Anregungen gegeben, welche Überlegungen für Dich wichtig sind. Es würde Dir sicher auch helfen, Dich mal völlig aus der Situation raus zu ziehen. Fahr mal eine Woche weg, dorthin wo es Dir gefällt, und lass mal ein wenig Ruhe und Reflektion in Dein Leben ziehen. Du bist daheim ausgezogen und nahtlos ohne lange nachzudenken, in ein neues Lebens gewechselt. In meinen Augen viel zu wenig Zeit, um eigene Bedürfnisse ausmachen zu können, ein wie jetzt weiter für Dich im Leben. Dies macht es Dir im Moment noch so schwer, sich mit der Gesamtsituation im Reinen zu befinden. DAS macht Deine oft vorhandenen Zweifel aus, und die von @ Kleio angesprochene eigene Unsicherheit. (selbst, wenn Du dies für Dich im Moment nicht so empfindest)


    Je sicherer Du Deine eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Ziele (er) kennst, desto deutlicher kannst Du Deine Kommunikation gestalten, die viele Missverständnisse im Vorfeld ausschalten würde.

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    Vom Ausraster am Vatertag war sie direkt betroffen. Das war total daneben von ihm und das kann und hat sie mir auch so gesagt.

    Sind sie da zusammen getroffen?


    Was das Auto anbelangt, sehe ich wie Dosis..

    @ Kleio

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    Sagt für mich genau das aus, was Du schon geschrieben hast. Eure Beziehung ist schwierig und mit jedem Vertrauensbruch, den Du begehst, kommt es ins Wackeln. Es zeigt, Du kennst Deinen Sohn nicht gut genug, um zu wissen, warum er nicht gekommen ist. Dein Verhalten wirkt auf mich nicht selbstbewusster als vor einigen Monaten und auch nicht in Deiner Ehe. Arbeitest Du daran? Nur darüber nachdenken hilft nicht sehr, wenn Du auch nicht aktiv etwas änderst. Was spricht gegen einen Coach?

    ich muss wirklich einmal fragen. Wo habe ich meinem Sohn gegenüber erneut einen Vertrauensbruch begangen? Ich habe ihm an Weihnachten gesagt, wie es an Ostern Laufen wird und das so durchgezogen.


    Woran genau soll ich deiner Meinung nach arbeiten?was meinst du mit einem Coach? für mich alleine oder für meinen Sohn und mich?

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    Ja, das habe ich schon im anderen Faden geschrieben – Elternliebe ist nicht bedingungslos. Aus meiner Sicht haben diese Dinge überhaupt nichts miteinander zu tun. Es sei denn, Du hast nur nicht erwähnt, dass es da zwischen ihm und Dir Abmachungen gibt, die diese Konsequenz nach sich ziehen, sprich er auch gewusst hat, dass diese Gründe dazu beitragen werden, dass er von Dir kein Auto bekommt. Ansonsten würde ich es an seiner Stelle auch nicht verstehen. Wenn Du kein Geld hast. Okay. Kann man nichts machen. Was die schulischen Leistungen damit zu tun haben - keine Ahnung. Wenn es zu früh ist, so hat es auch nichts mit den Schulleistungen zu tun. Ich sehe da keine Klarheit. Solltest Du wiederum kein Geld für einen Wagen haben, weil Du Deine Freundin sponsorst, würde ich es wiederum nicht einsehen.

    Unabhängig von der Sache mit meiner Freundin, bin ich der Meinung, das ein Auto nicht ein fach ein Geschenk ist, sondern einer Gegenleistung bedarf. Würde er arbeiten und es gäbe mich nicht, müsste er sein Geld für sein Auto sparen. Sein Job ist die Schule und die Mitarbeit zu Hause. Warum sollte ich ihn mit einem Auto belohnen, wenn er faul ist.


    er muss nicht wegen meiner Freundin auf Etwas Materielles verzichten.

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    Konsequenz in dem Falle wäre, Dich auch so zu verhalten, wie Du Dich entschieden hast. So lange Du ständig die Bedürfnisse Deines Sohnes und Deiner Freundin berücksichtigst und dadurch immer wieder herumschwankst, verunsicherst Du beide. Was also willst Du? Grenzen setzen heißt dann auch, dort die Grenzen zu setzen und sie nicht immer wieder zu verschieben, gerade so, wie Deine Freundin sich gerade mal aufregt. Und ich sehe nicht das Problem bei Deinem Sohn, denn er akzeptiert, die 50:50 aufteilung und will nur, dass Du das auch einhälst, was Du versprichst. Das fängt aber bei Dir selbst an. Mal abgesehen davon, dass Du Deinem Sohn auch dieses Vorbild vorlebst – das, des unsicheren Vaters, der dann immer wieder das Resultat erzielt, dass alle unzufrieden sind, nur weil er nicht für seine Bedürfnisse einsteht, seinen Sohn zu treffen, wie es ausgemacht ist, eine Beziehung zu führen, die seinen Bedürfnissen entspricht, etc.

    Vielleicht ist es falsch rübergekommen, aber es ist so das mein Sohn die Grenzen verschieben will und meine Entscheidung z.B. zum Thema Familienfeier nun wieder in Frage stellen will. Meiner Freundin gegenüber bin ich konsequent (siehe die Sache von letzter Woche)

    @ Monika65

    Zum Vatertag. in der Vergangenheit sind wir am Vatertag gemeinsam mit anderen Vätern wandern gegangen, zum Mittag eingekehrt und Abends war das Programm nicht vorgeplant. Mancham saßen noch alle Zusammen, manchmal sind wir einfach nach Hause gegangen.


    Dabei war manchmal meine Ex dabei, manchmal nicht.


    in diesem Jahr war wieder eine Wanderung geplant. Meine Freundin war von meinem Freunden ( der Mann ging ebenfalls mit zur Wanderung) eingeladen worden zumMittagstisch dazu zu kommen. Mein Sohn hatte daraufhin gedroht nicht mit zur Wanderung zu gehen. Als meine Freundin dies hörte, hat sie ( ich habe sie nicht darum gebeten) den Freunden für den Mittagstisch abgesagt.


    Die Freunde haben sie dann aber eingeladen nach der Wanderung zu Ihnen zu kommen.


    Also gingen wir wandern und als mein Sohn am Mittagstisch hörte, dass sie am Abend zu den Freunden kommt völlig durchgedreht. Er hat mich beschimpft und später mit Sms und Anrufen terrorisiert.


    Er sagte, das wäre gegen Abmachung und und und. Ich habe ihm nochmals gesagt, dass ich nicht meinen Freunden vorschreibe, wen sie einladen und dass sie bereits für ihn die Nachmittagsverabredung abgesagt hat. Es hat nicht geholfen. Er sieht sich bis heute deswegen im Recht.


    Was meint ihr dazu?

    Das mit den Freunden, die deine Freundin eingeladen haben, hab ich noch nicht ganz verstanden. Also es gibt ein mit dir befreundetes Paar, der Mann ist ebenfalls mit seinem eigenen Sohn mitgewandert, und dieses befreundete Paar hat dann deine Freundin erst zu sich nach Hause zum Mittagessen eingeladen und nachdem deine Freundin das aus Rücksicht auf deinen Sohn abgesagt hat, haben sie sie (zusammen mit dir und deinem Sohn) für abends zu sich eingeladen?


    Dein Sohn ist mit so einem krassen Verhalten von Haus aus nicht im Recht, weil so ein krasses Verhalten durch nichts zu rechtfertigen ist.


    An Stelle der Freunde würde ich mich in eure komplizierte Konstellation aber auch nicht einmischen und es dir überlassen, wen du zum Abendessen mitbringen willst; auf einen Familien- und Beziehungskrach in meiner Wohnung hätte ich nun wirklich nicht die geringste Lust.


    Und wenn ich an Stelle deiner Freundin wäre, würde immer noch das gelten, was ich schon früher hier geschrieben habe: Ich hätte einen Machtkampf mit deinem Sohn, sonstigen Familienmitgliedern und dir nicht nötig, für mich ist die Eingliederung in eine Familie nicht wichtig, daher würde ich mich von Familienevents wie Vatertag konsequent fernhalten.