• Freundin oder Sohn, läuft es darauf hinaus?

    Mein Problem ist nicht neu und ich habe es hier unter verschiedenen Facetten hier auch schon diskutiert, allerdings spitzt es sich gerade zu und desahlb hätte ich gerne eure Meinungen hierzu. Ich muss leider etwas ausholen, versuche es aber kurz zu machen. Ich habe mich vor 1,5 Jahren von meiner Frau, nach 30 Jahren getrennt. Der Auslöser war meine…
  • 314 Antworten

    Ok, das hatte ich mir anders vorgestellt. Er hat also ein eigenes Leben.

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    Nun kommt eben noch hinzu, dass er mich viel weniger als früher sieht und sich auch deshalb auf den URlaub mit mir freut.

    Dann freue dich, dass er sich freut. :-) Wenn du auch gern mit ihm wegfährst, dann genieße doch noch diese Zeit zu zweit, das wird sowieso immer weniger werden.

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    Was die Familienfeiern anbelangt, da würde ich tatsächlich die Freundin ausschließen.

    Das ist aber nun 1. sehr illoyal der Freundin gegenüber und 2. bedeutet es, den Erpressungsversuchen des Sohnes nachzugeben.


    Ich finde, das ist der ganz falsche Weg. Käme für mich jedenfalls nicht infrage.

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    Ich finde es ganz wichtig, dass Du zu Deiner Freundin stehst und Deinem Sohn nicht gestattest, Dir in Deine Beziehung reinzureden. Er muss die Erfahrung machen, dass ein Mann zu seiner Frau/Freundin steht, denn auch er wird irgendwann mal eine Partnerin haben, da solltest Du ein gutes Vorbild sein.

    Weil das Argument immer wieder kommt: ich finde das zu kurz gedacht. Die Frau ist die ehemalige Geliebte des TEs und spielt gerade mal 1,5 - 2 Jahre eine Rolle. Noch vor ein paar Monaten war er sich nicht mal sicher, ob er sie liebt.


    Kinder haben häufig ein Problem den neuen Partner der Eltern zu akzeptieren, egal wie alt sie sind. Gerade weil der Sohn bald eigene Wege gehen wird, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts erzwingen. Das kann die Vater-Sohn-Bindung nachhaltig zerstören. Auch wenn der Sohn es vielleicht irgendwann versteh, ist bis dahin vielleicht so viel kaputtgegangen, dass eine entspannte Bindung unwiederbringlich verloren gegangen ist oder sehr viel Zeit und Mühe braucht um sie wieder hinzubiegen.


    Das heißt nicht, dass temare nun dem Sohn nachgeben sollte, aber er sollte den Druck herausnehmen und nicht ständig Dinge erzwingen, die sich in ein, zwei Jahren von alleine erledigt haben. Genauso würde ich das auch der Freundin klar machen. die Zeit mit dem Sohn ist begrenzt und lange wird es auch nicht mehr dauern bis er sich abgenabelt hat. Vielleicht kann man das auch in einer Art Vereinbarung absprechen, dass sie sich zurückhält und ihr dafür in 2 Jahren die Zeit nachholt. Wenn sie das nicht versteht, würde ich mal überlegen, in wie weit sie überhaupt in der Lage ist dich zu verstehen oder verstehen zu wollen und warum sie derart nur ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellt.

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    Es waren mehrere Väter, die mit ihren Vätern gewandert sind. Zum Abend waren nur meine Freundin und ich eingeladen. Da mein Sohn mit dem Sohn der Gastgeber gut befreundet ist, wäre er auch gerne dazugekommen. Im Normalfall, wenn er meine Freundin akzeptieren würde, wäre das auch normal gewesen.

    Das hat er sich also selbst vermasselt durch sein Gezicke. ;-D

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    Doch er hat sogar einen sehr großen Freundeskreis. Den Urlaub (Cluburlaub) mit mir will er ja auch machen, da er dort auch Freunde trifft, die er zwar nur wenig außerhalb des Urlaubes trifft, aber deshalb freut er sich umso mehr sie im Urlaub wieder zu sehen.

    Ich würde ihm erklären, dass er aufpassen soll, das er sich den Urlaub nicht auch noch vermasselt durch sein Verhalten.


    Dein Sohn führt sich auf wie die Axt im Walde, möchte aber gleichzeitig von dir Auto, Urlaub ... finanziert bekommen. Mach ihm klar, dass das so nicht läuft.

    Bei Familienfeiern würde ich gar keine feste Regel anstreben. Unter Familienfeier fällt ja ziemlich viel. Der Schwippschawagercousinentantengeburtstag genauso wie die Hochzeit von Bruder oder Schwester. Da könnte man ja vielleicht, ganz vielleicht, "kreativ" -haha- und flexibel sein.

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    Ich würde ihm erklären, dass er aufpassen soll, das er sich den Urlaub nicht auch noch vermasselt durch sein Verhalten.


    Dein Sohn führt sich auf wie die Axt im Walde, möchte aber gleichzeitig von dir Auto, Urlaub ... finanziert bekommen. Mach ihm klar, dass das so nicht läuft.

    das Gleiche gilt aber auch für die Freundin, denn die ist kein bisschen reifer als der Sohn und erpresst den TE ja auch und droht mit Trennung, falls er nächstes Jahr noch immer mit dem Sohn einen Urlaub ohne sie verbringt. Und das , obwohl sie ja trotzdem auch noch Urlaub alleine mit dem TE verbringen würde. Wäre ihr sicher umgekehrt auch nicht so recht, wenn der Sohn zu seinem Vater sagen würde, er dürfte jetzt nur noch mit seiner Freundin verreisen, wenn er, also der Sohn, auch dabei ist. Ich finde sogar die Freundin schlimmer als den Sohn, was Erpressung angeht,. denn der Sohn hat ja nichts dagegen, dass der Vater mal mit ihm, mal mit der Freundin verreist. Und ich finde einfach, man kann den Sohn nicht zwingen, gemeinsamen Urlaub mit der Frau zu machen, mit dem seine Mutter betrogen wurde.

    Wichtig ist nach wie vor eins, dass Du lieber TE Dir darüber klar wirst, welche Wünsche, Ziele und Empfindungen für Dich selbst wichtig sind. Es bleibt sonst ein Hin und Her zwischen allen Parteien, so lange die Kommunikation nicht eindeutig für alle Beteiligten ist.


    Ohne Toleranz von jeder Seite, Kompromissfähigkeit – wird es ein Dauerbrenner bleiben. Eigentlich geht es weder um den Urlaub, noch um die Anwesenheit bei Familienfeiern. (meine Interpretation dazu). In meinen Augen geht es einzig darum, dass Deine Lieben über Deine Person hin weg einen eigenen "Machtkampf" austragen. Ähnlich vergleichbar mit dem Streit zweier Eltern, die sich über das Kindeswohl und Sorge/Aufenthalt streiten. Es geht einzig und allein darum, dem anderen etwas "auszuwischen".


    So wie es Dein Sohn genießt, Deiner Freundin Deine Aufmerksamkeit zu entziehen, in dem er mit Dir Zeit verbringt, so genießt es Deine junge Partnerin, Deine Aufmerksamkeit völlig auf sich zu ziehen, vielleicht unterschwellig mit dem Ziel, Dein Vorleben auf eine zeitliche Null-Ebene zu bringen.


    Warum ich gerade auf Letzteres komme, hatte beruflich zurückliegend häufiger mit Scheidungen/Scheidungsfolgen/Sorgerechtsprobleme etc. zu tun. Ich kenne häufige "Bandagen", die dabei angelegt werden, um die eigene Zielsetzung möglichst erfolgreich durchzuboxen. Dabei ist häufig jede Strategie das Mittel der Wahl, meist um Zermürbung der schwächeren Partei zu errreichen.


    Im Moment bist Du das, weil Du ständig zwischen Gefühlswelten hin und her gerissen wirst/bist. Überlegst, welches Verhalten von Dir, bei wem welche Befindlichkeiten auslösen könnte. Langfristig hat das weder mit Genuss, noch mit Gefühlsbeständigkeit zu tun.


    Gerade weil Dein Sohn sein eigenständiges soziales Leben neben dem Verhältnis zu Dir als Sohn hat, besteht doch gar nicht die Gefahr, dass er Dich überfordert, wenn Du Deine eigenen Grenzen setzt. Anders wäre es, wäre er total psychisch erkrankt, Einzelgänger, isoliert und von Dir als Person massiv abhängig.


    Er durchläuft gerade einen eigenen Reifeprozess, testet was alle jugendlichen Pubertierenden tun, im ersten sozialen Bereich, den sie kennen aus ihrem Leben, welche Macht habe ich. Das gehört zum Abnablungsprozess, sollte weder über- noch unterbewertet werden, aber als notwindig anerkannt werden. Wenn eure Beziehung zurück liegend intakt und harmonisch war, wird sich das auch nicht massiv verändern, weil Du eine neue Liebe leben willst.


    Allerdings solltest Du auch Deiner Partnerin klar machen, sie wusste bevor sie mit Dir eine Beziehung einging, dass Du einen Familienverband verlässt und keine Fußball-Mannschaft, wo man einzelne Spieler, ohne große Auswüchse austauschen kann. Das ist zwischen einem Vater und einem Sohn auf dieser Ebene nicht möglich.


    Überleg Dir in einer ruhigen Stunde, was genau DU Dir wünschst und zwar von Beiden. Welche Toleranzgrenzen Dir möglich sind, und wo es ein klares Stopp in beide Richtungen gibt. Das Gezerre um Deine Person – dieses Machtspiel, wer an Dir mehr partizpieren kann, unterbinde und zwar sehr zeitnah konsequent. Du kannst Dich einem 17jährigen in Deiner Haltung genauso zumuten, wie einer hoffentlich reifer denkenden Partnerin, die sich mit einem Pubertierenden nicht auf eine Kraftprobe einlassen sollte. Alles Gute !

    Ich hab nun alles gelesen und möchte noch ein paar Bemerkungen ergänzen.


    1. Vatertag: Klingt für mich so als hättest du mehr oder weniger kommuniziert das die Freundin nun zu Hause bleibt und nicht gleich dazu gesagt das sie abends kommen wird. So wie ich dich einschätze hast du diese Info für dich behalten um dem Krach aus dem Weg zu gehen. Dein Sohn hatte es so verstanden das er sich durchgesetzt hat und sah sich nun getäuscht. Kann ich sogar verstehen. Wenn mein Partner mir sagt xy kommt nun doch nicht zum Mittagstisch und sonst nichts wäre ich auch davon ausgegangen dieser Person an dem Tag nicht zu begegnen. Taucht sie dann abends doch auf würde ich mir so vorkommen als hätte man sie hintenrum reinschleusen wollen.


    2. Familienfeiern: Er gibt dir die Schuld an der Trennung, richtig? Nun sieh doch mal die Rechnung:


    Du hast: eine neue Partnerin, bist gesund, finanziell gut versorgt und hast eine Familie die Nähe spendet.


    Sie bleibt im Vergleich alleine und einsam zurück, an ihrer Seite nur eine Mutter die auch nicht ewig da sein wird.


    Ich könnte mir vorstellen das dies auch eine enorme Last auf den Schultern deines Sohnes ablädt. Immerhin bleibt es allein an ihm hängen dafür zu sorgen das seine schwerkranke Mutter nicht ganz alleine und traurig zurück bleibt. Das er dann allergisch reagiert wenn "der Eindringling" alles bekommen soll was seine Mutter verloren hat mag irrational sein, aber auch irgendwie verständlich.


    3. Hat Dumal natürlich Recht wenn er sagt das dein Sohn eigentlich schon alt genug ist um hier und da auch das Verhalten seiner Umgebung zu reflektieren und nicht einfach alles anzunehmen was Mama und Oma von sich geben. Ich möchte hier aber zu bedenken geben das er in diesen Strukturen groß geworden ist, diese Menschen als Autoritäten kennt und es noch viel älteren Menschen schwer fällt sich auch solchen Mustern soweit zu lösen das echte Reflektion möglich ist. Gerade wenn man noch mitten in der Dynamik steckt ist das unendlich schwer.


    Schlußendlich ist Kleios Frage die interessante: Was willst DU? Willst du Urlaub mit deinem Sohn verbringen oder wärest du lieber die ganze Zeit mit deiner Fruendin zusammen oder am Ende gar mal eine Runde alleine? Willst du deinem Sohn ein Auto (teil)finanzieren, unabhängig von allem anderen oder willst du es nicht? Bei welchen Familienfeiern ist dir die Anwesenheit deiner Freundin wichtig und bei welchen nicht? Und wo ist die Anwesenheit deines Sohnes dir wichtig und wo nicht?


    Bevor du keine Standortbestimmung von dir selbst vorgenommen hast kannst du keine Entscheidung treffen und diese dann konsequent umsetzen. Wenn du dir in deinen Entscheidungen unsicher bist wird dich jeder Angriff der beiden aus der Fassung bringen und du wirst dir nie sicher sein ob es den Preis den es kosten mag wert sein wird. Also verorte dich und dann kommuniziere deine Position klar, deutlich und ohne etwas auszulassen.

    danae87

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    1. Vatertag: Klingt für mich so als hättest du mehr oder weniger kommuniziert das die Freundin nun zu Hause bleibt und nicht gleich dazu gesagt das sie abends kommen wird. So wie ich dich einschätze hast du diese Info für dich behalten um dem Krach aus dem Weg zu gehen. Dein Sohn hatte es so verstanden das er sich durchgesetzt hat und sah sich nun getäuscht. Kann ich sogar verstehen. Wenn mein Partner mir sagt xy kommt nun doch nicht zum Mittagstisch und sonst nichts wäre ich auch davon ausgegangen dieser Person an dem Tag nicht zu begegnen. Taucht sie dann abends doch auf würde ich mir so vorkommen als hätte man sie hintenrum reinschleusen wollen.

    Das she ich völlig Anders. Ich bin meinem Sohn keine Rechenschaft schuldig, was ich dann tue, wenn ich mit seiner Anwesenheit schon gar nicht mehr rechne. Da unterstellst du mir Etwas Falsches.

    Ich habe Schuld, dass es zur Trennung gekommen ist, aber nicht die alleinige Schuld,dass unserer Ehe kaputt gegangen ist. Da spielt unter Anderem auch der Egoismus meiner Frau eine Rolle.


    Was meine Frau betrifft, so habe ich absolutes Verständnis dafür, dass er sich Sorgen macht. Die mache ich mir auch aber andereseits hat sie viele gute Freunde, die sie nun danach sortiert, wer mit mir Kontakt hat und wer nicht. Sie sitzt in unserem Haus, dass ich vollkommen alleine bezahlt habe und immer nioch bezahle. Sie erhält Unterhalt in einer Höhe, dass eine gesunde Frau dafür einen Vollzeitjob als gutbezahlte Sekretärin annehmen müsste.


    Verständnis zu haben bedeutet nicht sich sein Lebtag Vorwürfe machen zu müssen und je nach Lust und Laune immer wieder Alles aufs Brot geschmiert zu bekommen.

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    3. Hat Dumal natürlich Recht wenn er sagt das dein Sohn eigentlich schon alt genug ist um hier und da auch das Verhalten seiner Umgebung zu reflektieren und nicht einfach alles anzunehmen was Mama und Oma von sich geben. Ich möchte hier aber zu bedenken geben das er in diesen Strukturen groß geworden ist, diese Menschen als Autoritäten kennt und es noch viel älteren Menschen schwer fällt sich auch solchen Mustern soweit zu lösen das echte Reflektion möglich ist. Gerade wenn man noch mitten in der Dynamik steckt ist das unendlich schwer.

    Das ist mir zuviel Verständnis für ihn. Du hast Recht, dass er sie als Autritäten kennt, aber ich bin die Autorität, die sich in seinem ganzen Leben am meisten um ihn gekümmert hat.

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    Das ist aber nun 1. sehr illoyal der Freundin gegenüber und 2. bedeutet es, den Erpressungsversuchen des Sohnes nachzugeben.

    Ja, das mag sein, es ist eine Regelung, die sie als illoyal empfindet, sonst würde sie es sich ja auch nicht zu erzwingen versuchen. Aber die Umstände sind so, dass egal was der TE macht, irgendjemand sich als illoyal behandelt fühlt. Er hat selbst mit zu diesen Umständen beigetragen, also muss er Prioritäten setzen und damit klar kommen. Vielleicht sollte die Angst verlassen zu werden von ihr oder sogar vom Sohn nicht mehr seine Handlungen bestimmen, aber solche Ängste wird man nicht so leicht los.

    @ DieDosismachtdas Gift

    Das ist Alles richtig was du sagst.


    Ich weiß, dass ich das Heft des Handelns in der Hand haben muss.


    Ich nehme immer noch zu viel Rücksicht auf Beide. Ich glaube nicht, dass ich meinen Sohn verlieren werde. Das Thema Urlaub mit Ihm genieße ich, da ich weiß, das es bald vorbei sein wird. Das wäre auch so, wenn ich noch bei meiner Frau wäre.

    Wenn Du aus dieser Einsicht noch ein überzeugendes Handeln machst, wirst Du bald sehr viel freier und zufriedener Leben, als Mensch, Partner und Vater ! :)^ :)= :)*

    hallo temare, wahrscheinlich ist schon alles gesagt – aber noch nicht von mir ;-)


    was sich für mich in all deinen fäden wiederfindet, ist deine inkonsequente rumeierei! du machst weder deinem sohn eine klare ansage, noch deiner freundin. während beide ständig irgendwelche dämlichen "wenn-du-das-machst-dann-siehst-du-mich-nie-wieder-erpressereien" versuchen, sitzt du da und verspielst dich in analysenund diskussionen!?


    ich würde dem sohn eine klare ansage machen: okay, ich respektiere, dass du meine freundin nicht in deinem/unseren leben haben willst – respektiere aber bitte du auch, dass ich mit ihr ein eigenes leben aufbaue, was durchaus schnittmengen haben kann zum gemeinsamen freundeskreis. da musst du dann selber entscheiden, welche "veranstaltungen" du dann eben nicht besuchen möchtest.


    und der freundin würde ich auch ganz klar sagen: ich kann und will mich nicht ständig für meine liebe zu meinem sohn rechtfertigen müssen und auch die zeit, die ich mit ihm verbringen möchte, werde ich auch weiterhin selber bestimmen. wenn du damit nicht endlich leben kannst, dann musst du deine konsequenzen daraus ziehen.


    du musst für sich selber wissen, was du willst und dann ist das gar nicht so schwer, dementsprechend zu handeln... manchmal habe ich aber das gefühl, dass deine freundin als sprungbrett aus der ehe richtig und wichtig war, als lebensgefährtin aber nicht so ganz dein fall ist!?

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    Wie würdet ihr nun bezüglich Urlaub und den Famileinfeiern an Weihnachten und Ostern entscheiden.

    Wäre ich an deiner Stelle und hätte eine Freundin die so denkt wie ich (daran siehst du schon dass der Rat für dich nicht passen wird ;-) ) würde ich es so machen:


    Den Jahresurlaub würde ich zwischen beiden verteilen, also etwas Urlaub mit dem Sohn, etwas – mehr – Urlaub (Begründung dazu gleich) mit der Freundin, und auch etwas Urlaub nur für dich ganz allein ohne diesen ganzen Machtkampf.


    Weihnachten und Ostern sind für mich nur freie Tage, wobei ich verstehe, dass das zumindest für Weihnachten idR anders gesehen wird. Daher würde ich den 24.12. mit Familie ohne Freundin verbringen, und den Rest dann mit der Freundin (oder auch mit Verwandtschaftsbesuchen, wenn du sowas sonst machst – dabei dann die Freundin mitnehmen, nicht den Sohn, wenn sie will (ich als Freundin würde dankend auf solche Verwandtschaftsbesuche verzichen))


    Und genau so, also mit Vernunft- und Gerechtigkeitserwägungen, würde ich das der Freundin (und dem Sohn) "verkaufen".

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    Oder eben dabei bleiben, dass im folgenden Jahr der Urlaub mit Sohn und Freundin stattfindet und wenn er nicht will, muss er zuHause bleiben.

    Würde ich keinesfalls machen. Wäre ich die Freundin, würde auch ich – wie der Sohn – dir dann mit Kontaktabbruch drohen, denn dann würde es mir endgültig reichen.

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    Bei den Familienfeiern bei der Regelung bleiben, dass ich meine Freundin mitnehme ( obwohl sie auf diese Art der Veranstaltung wenig Lust hast, aber nicht übergangen werden will) und er mitkommen kann, wenn er will.

    Wenn mein Freund mir in dem Zusammenhang nur mit Macht-Argumenten käme, würde ich diese nicht akzeptieren. Deine Freundin will anscheinend nur mit, um den Machtkampf mit/ gegen deinen Sohn zu gewinnen, und das wäre für mich ein Grund, sie nicht mitzunehmen. (Das kommt mir ähnlich dämlich vor wie eine Frau, die beim 1. Date unbedingt erwartet, dass der Mann eine Einladung ausspricht, die sie dann selbstverständlich ablehnen würde.)

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    Auch besonders deine Freundin, deren Urlaub du zahlst, obwohl sei sonst teure Hobbies hat (Pferde).

    Dieser Gedanke kam mir gestern auch noch, das hat was von erheblicher Schieflage.


    Zu Stuhlbeins Einwand betr "Ausschluss Freundin von Familienfeiern":

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    Ich finde, das ist der ganz falsche Weg. Käme für mich jedenfalls nicht infrage.

    Ich glaube das hängt sehr von der Einstellung zu dem ganzen Familienkram ab ;-) Auch seine Freundin scheint ja nicht deswegen mitkommen zu wollen, weil sie ein so großer Familienmensch ist, sondern weil sie der Außenwelt incl Sohn zeigen will, wo der Hammer hängt (nämlich bei ihr).

    temare

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    Das she ich völlig Anders. Ich bin meinem Sohn keine Rechenschaft schuldig, was ich dann tue, wenn ich mit seiner Anwesenheit schon gar nicht mehr rechne. Da unterstellst du mir Etwas Falsches.

    Ich finde das zwischen Rechenschaft ablegen und die Verhältnisse offen kommunizieren zwei verschiedene paar Schuhe sind. An deiner Stelle hätte ich klar gesagt: Du, wir wandern zusammen, ganz wie immer, zum Essen kommt sie nun nicht, will es uns nicht verderben, aber später wird sie da sein. Da kannst du dir dann überlegen wie du das handhaben willst." Etwaiges folgendes Getobe würde ich im Ansatz abwürgen. Keine Rechtfertigungen, nur klare und offene Verhältnisse, einfach damit er eventuell etwas anderes an dem Abend fest einplanen kann oder wie auch immer.

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    Ich habe Schuld, dass es zur Trennung gekommen ist, aber nicht die alleinige Schuld,dass unserer Ehe kaputt gegangen ist. Da spielt unter Anderem auch der Egoismus meiner Frau eine Rolle.

    Das denke ich mir, aber ich hatte den Eindruck als wüsst dein Sohn das nicht oder wolle es zumindest nicht wahr haben.

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    Du hast Recht, dass er sie als Autritäten kennt, aber ich bin die Autorität, die sich in seinem ganzen Leben am meisten um ihn gekümmert hat.

    Angesichts der Krankheit deiner Frau glaube ich das sofort, aber hier zählt nicht wer wann was für ihn getan hat, sowas ist kein Guthaben-Konto, hier zählt wer ihn am geschicktesten für sich einspannen und manipulieren kann, wer zum Beispiel das Instrument der emotionalen Erpressung am besten oder eher am skrupelosesten für sich nutzt.


    Ich glaube das deine bisherige Verantwortlichkeit dir hier sozusagen in den rücken fällt. Hat er dich bisher als starken Vater wahrgenommen fühlt er sich nun vielleicht umso mehr verpflichtet seiner Mutter den Rücken zu stärken. Das alles hat nichts, aber auch nichts mit Vernunft oder Ratio zu tun. Nur darauf will ich hinaus.