• Freundin übergeht mich, oder doch nicht?

    meine freundin kam vor einiger zeit her und hat mir mitgeteilt dass sie sich ein sichtbares tattoo machen will. auch schon gesagt was und wo. ich hab mich daraufhin dagegen gesträubt, weil ich sowas nicht schön finde. ich will nicht sagen dass frauen mit tattoos nicht schön sein, gott nein, aber ich finde sowas an meiner freundin einfach nicht schön…
  • 46 Antworten
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    aber wenn ihr der meinung seid, muss ich mir wohl irgendwas suchen was sie nicht mag und das machen lassen, dann sind wir wieder quitt

    das ist sehr kindisch.

    Zitat

    hr wärt dann also wirklich bereit eine ansonsten intakte beziehung wg. einem tattoo zur beendigung zu treiben?

    ja.


    wenn mein freund mir damit drohen würde, dass er sich trennt, wenn ich mich noch weiter tätowieren lasse, dann würd ich ihm sofort den weg zur tür zeigen. erpressen ("wenn du mich liebst, dann..") lass ich mich nämlich nicht.


    eine beziehung beruht nicht nur auf äußerlichkeiten. bei tattoos gibt es nun mal keinen kompromiss. es gibt nun mal nicht "ein bisschen tätowiert". der partner sieht einen ja auch nackt, wird das tattoo also eh zu gesicht bekommen.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, was ich mit meinem Körper anstelle, ist meine Sache. Fertig. Da muss ich nicht die Erlaubnis meines Partners einholen und da ist es auch egal, ob es um Tattoos, Piercings, Frisuren oder sonstwas geht. Genauso lasse ich meinen Mann tun und lassen, was er will.

    Zitat

    ihr wärt dann also wirklich bereit eine ansonsten intakte beziehung wg. einem tattoo zur beendigung zu treiben?

    Also intakt würde ich eine Beziehung nicht nennen, die wegen eines Tattoos in die Brüche geht. Ich persönlich würde es mit meinem Mann besprechen und würde er es nicht gut finden, sicherlich abwägen, ob er vielleicht recht haben könnte und ich es nicht doch lieber sein lasse. Aber wenn ich mir absolut sicher wäre, dass ich dieses Tattoo haben möchte, dann würde ich es mir stechen lassen, egal, ob es meinem Schatz gefällt oder nicht.


    Solang deine Freundin nicht von Kopf bis Fuß tättowiert ist, finde ich es übertrieben, davon zu sprechen, dass du sie verlassen willst, weil du dir das nicht länger "antun" möchtest. Nee, das ist für mich keine intakte Beziehung und viel Liebe kann da ja auch nicht im Spiel sein, wenn du so sehr nach Äußerlichkeiten gehst.


    LG

    Es ist ihre Sache. Ehrlich gesagt, wenn mein Freund weil ihm sowas nicht gefällt z.B. Schluss machen würde, dann wär ich froh, den los zu sein. Ihr Körper "gehört" dir nicht, sie kann damit machen was sie will und wenn du das nicht ok findest, musst du halt gehn oder es akzeptieren. Sie muss dich auch nicht um Erlaubnis fragen, welches Tatoo und wo, lediglich nach deiner Meinung kann sie fragen. Aber sie ist nicht 12 und braucht Papis Einverständnis, verstehst, wie ich es meine?


    Ich meine du liebst doch SIE, auch SIE, die auf die Idee kommt, sich ein Tattoo stechen zu lassen oder 3 Monate ins Dschungelcamp zu gehn oder was auch immer sie in ihrem Leben noch machen will. Wenn du so gegen das Tattoo bist, dann kommt der Verdacht auf, dass du sie nur liebst, wenn sie für immer "genau so" aussieht wie sie aussieht... also wenn sie 10 Kilo zunimmt, muss sie auch bangen, oder wie?


    Anders ist es ja bei Sachen, wie die Frage, ob man das Wohnzimmer grün streicht. Das "gehört" euch beiden und ihr müsst es absprechen, welche Farbe da nun hinkommt.

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    also genau genommen muss ich es schon angucken, auch wenn ich es nicht mag... ;-)

    so ist es. ;-) wenn zwei menschen sich nicht einigen können, dann guckt logischerweise einer in die röhre. da du nicht über ihren körper verfügen kannst und sie von der idee überzeugt ist, steht dir frei, zu akzeptieren oder die flucht zu ergreifen. du kannst ihr aber vorher natürlich noch ein bisschen zetermordio eins zurückpfeifen:

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    aber wenn ihr der meinung seid, muss ich mir wohl irgendwas suchen was sie nicht mag und das machen lassen, dann sind wir wieder quitt :-p

    das ist eine gute idee, mach das! wenn eine angeblich intakte beziehung sowieso wegen einem tattoo in die brüche geht, dann soll man vorher ruhig noch ein bisschen rosenkrieg veranstalten. ist zwar anstrengend , dafür hat man nachher etwas zu erzählen. ;-D

    klar kann man da auch deine seite verstehen, Thomas_z; an äußerlichkeiten kann man sich ja einfach stören. das kann auch zum beziehungsproblem werden, wenn man gewisse dinge am anderen nicht nur nicht attraktiv findet sondern sich richtiggehend daran stört.


    es geht aber m.e. hier nicht um das tattoo an sich, das machen oder nicht machen - es geht um euren geschmack, es geht quasi um gegebenheiten, die eben so sind (der dringende wunsch, sich dieses tattoo stechen zu lassen, scheint ja für sie ein definitives bedürfnis zu sein) und die einem von euch gefallen und wichtig sind, dem anderen aber zuwider.


    das ist eine ganz klare prioritätensetzung. ich bin mensch, und ich habe bestimmte bedürfnisse. die intensität ist graduell. auf der anderen seite steht in diesem fall die beziehung, in der ich idealerweise mit all meinen wünschen und bedürfnissen akzeptiert und wiedergeliebt werde. wenn mir nichts oder nicht viel an der sache liegt, dann bin ich auch - wenn der respekt gewahrt bleibt und ich das gefühl habe, trotzdem akzeptiert zu werden, sowie es mir einfach nicht wehtut, darauf zu verzichten - offen für eine gegenteilige sicht meines partners. nehme ich diese dinge zusammen, kommt dabei, egal um wen es in meiner beziehung geht, folgendes heraus:


    gesetzt den fall, mein partner möchte sich tätowieren lassen. ich mag das nicht. erste unreflektierte reaktion. das steht mir frei. mit meinem partner zusammen zu sein, mit ihm, nicht einer person als die ich ihn gerne hätte, bedeutet aber auch, ihn gut zu finden. so wie er ist (so abgedroschen das klingt). ich habe nicht das recht dazu, ihn zu verändern, und ich möchte gar nicht erst versuchen, mir dieses recht anzumaßen. ich habe das recht zur freien entscheidung, ob ich gehen oder bleiben möchte. bleiben bei diesem menschen, der eben kein statisches konstrukt sondern ein mensch ist, der sich im laufe seines lebens einfach kontinuierlich verändert, immer und immer wieder. gehen von diesem menschen, mit dessen persönlichkeit ich (und/oder meine veränderungen) nicht mehr zurechtkomme. freie entscheidung, super.


    ich glaube, mein partner würde mir was husten, wenn ich mich beschweren würde, daß er zu viel gitarre spielt und sich nicht "mal endlich nen festen job" sucht. wenn ich einen freund will, der das (nicht) tut, dann muß ich mir den eben suchen ;-)


    genauso würde ich meinem partner was husten, wenn er mir erklären würde, daß ich diese oder jene sache nicht tun sollte, wenn ich die beziehung nicht gefährden wolle.


    und wenn es dann bei weigerung des partners, sich dem unveränderungswillen des anderen zu beugen, eine riesenschuldzuweisung gäbe, würde jeder von uns dem anderen einen vogel zeigen.


    entschuldige meine schroffheit, aber deine freundin ist die frau mit den tattoos. liebst du diese frau oder nicht? möchtest du mit dieser frau zusammensein oder nicht?

    klar, unter strich kann ich nix dagegen machen, und zusammenbleiben werde ich mit ihr wohl auch


    aber ich kann doch nach 4 jähriger beziehung vielleicht erwarten dass sie eine solche entscheidung mit mir bespricht, oder?


    nicht einfach: so, das mach ich


    und ich steh dann da wie ein begossener pudel


    vor allem da sie weiß dass ich das nicht mag, könnte sie doch versuchen mir ihre argumente vorzulegen und mich davon zu überzeugen. nix. ich werde vor vollendete tatsachen gestellt


    es ist doch auch in einer beziehung so dass man probleme gemeinsam löst. und ich habe ein problem mit dem tattoo. also kann sie mich doch davon überzeugen, oder? und mich nicht einfach vor den kopf stoßen...

    ist nicht so die feine art, kann ich aber irgendwo auch nachvollziehen - beim letzten mal gabs ja auch keine überzeugung deinerseits, da ists beim nächsten mal dann bequemer, erst alleine zu entscheiden. ich mein, zu entscheiden gibts da ja sowieso nicht so viel zusammen ;-)

    na ja, ich rede ja von so dingen wie "auf meinung des partners rücksicht nehmen" usw


    auch wenn sie es dann so oder so alleine entscheidung, mir gehts hier aber teilweise auch ums prinzip


    aber vielleicht bin ich da zu altertümlich ;-)

    Zitat

    ich rede ja von so dingen wie "auf meinung des partners rücksicht nehmen"

    sie kennt deine meinung zu tattoos doch, oder? :-/


    rücksicht nehmen würde bedeuten, sich nicht tätowieren zu lassen. & warum soll sie rücksicht auf dich nehmen & nicht umgekehrt du rücksicht auf ihren wunsch? :=o


    natürlich hätte sie vorher zu dir kommen können, dir das motiv zeigen & fragen, wie du es findest. aber das ändert ja nichts an ihrer entscheidung über ihren körper.


    & warum soll sie dich überzeugen? sie weiss, dass du es nicht schön findest & respektiert deinen geschmack. :=o

    Zitat

    vor allem da sie weiß dass ich das nicht mag, könnte sie doch versuchen mir ihre argumente vorzulegen und mich davon zu überzeugen.

    Wenn ich sowas lese können wir uns eignetlich all unsere Beiträge sparen...


    Das Problem ist, dass du innerlich doch möchtest, dass sie dich, wie eine Minderjährige ihren Vater um Erlaubnis fragt.


    Und das muss man als erwachsene Frau nicht.


    Ich nehme an sie hat das mit dir alles schon mal durchdiskutiert beim ersten mal...


    Ich würde mir das auch kein zweites mal mehr antun, weil ich mir albern vorkäme, eben wie ein Kind.


    Nach dem Motto: Aber Papa, die anderen haben doch auch alle eins...


    Ne, geht gar nicht. Ich finde die einzige Begründung für ein Tattoo ist: Weil ich das will und weil ichs schön finde. Basta. Mehr Begründungen gibts im Regelfall doch nicht.