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    sollte alles von sich preis geben

    Alles das, was jenseits alles Zweifels beziehungs-relevant ist.


    Ich hatte mal eine Fern-Beziehung, und die hat mich gleich beim ersten Besuch bei mir darüber informiert, dass sie trockene Alkoholikerin ist. Das habe ich sehr bewundert, und das hat sie in meinen Augen total richtig gemacht!


    Die "Freundin" hat den TE effektiv über sich selbst ge-täuscht, da hilft kein Zetern der Leserschaft und auch kein Zensurieren des Moderatoriums dagegen.

    @ body84

    Das stimmt ja (fast) alles, aber das Fazit daraus kann nicht sein "wie kann ich sie dazu bringen, wieder so zu sein, wie ich es brauche" sondern "was ziehe ich für eine konstruktive Konsequenz".


    Wie gesagt, ein Kernpunkt des Narzissmus ist "ich bin unglücklich weil andere so sind, wie sie sind". Genau das sollte man vermeiden.


    Ich verteufele auch nicht den Sexualtrieb (liest Du überhaupt richtig was ich schreibe??) sondern nur den unsouveränen Umgang damit, mit destruktiven Auswirkungen (sowohl für andere als auch für einen selber).

    Zitat

    und die hat mich gleich beim ersten Besuch bei mir darüber informiert, dass sie trockene Alkoholikerin ist. Das habe ich sehr bewundert, und das hat sie in meinen Augen total richtig gemacht!

    Wenn jemand das so erklären möchte, dann sei es ihm/ihr unbenommen. Ansonsten reicht die Aussage, dass jemand keine Lust auf Alkohol hat, völlig aus. Nach dieser Information kannst du dir dann überlegen, ob du mit einer Abstinenzlerin zusammen sein willst.

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    Die "Freundin" hat den TE effektiv über sich selbst ge-täuscht, da hilft kein Zetern der Leserschaft und auch kein Zensurieren des Moderatoriums dagegen.

    Das kannst du doch gar nicht wissen. Keiner hier weiß, was diese Frau in Bezug auf mögliche Sexualität gefühlt, gedacht oder gehofft hat.


    Im Übrigen hätte sich der TE dann genauso outen müssen, nämlich, dass er mind. x Mal pro Woche Sex haben muss, weil er sich sonst als Mann nicht vollwertig fühlt, und zudem frustriert und aggressiv wird und sie dann als Freundin nicht mehr haben will. Hat er das? Hat er irgendwo geschrieben, dass er zu Beginn gleich klar Stellung bezogen hätte?

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    Wie gesagt, ein Kernpunkt des Narzissmus ist "ich bin unglücklich weil andere so sind, wie sie sind". Genau das sollte man vermeiden.

    Natürlich. Nur - wenn ich da mit dem aristotelischen Freundschaftsbegriff kommen darf - sollte das Wohl meines Partners als "erweitertes Selbst" ebenfalls am Herzen liegen. Und wenn dies eine einseitige Beziehung wird, und der Partner seine Konsequenzen daraus zieht und Schluss macht, sollte das Geheule hinter dann auch nicht allzu groß ausfallen.


    Und es ist wohl schlussendlich eine Frage der eigenen Perspektive, ob man eine Aussage à la "Wenn wir kein gesundes Sexleben haben, mit dem wir beide zufrieden sein können, sonst werde ich die Beziehung beenden" als drohende Manipulation auffasst oder als klare Ansage, der eben Taten folgen, sprich als "konstruktive Konsequenz". Dass das temporär fehl am Platz sein kann (bei Krankheit, nach der Schwangerschaft etc), bestreite ich natürlich nicht.

    Auch eine klare Ansage ohne manipulative Intention manipuliert natürlich (da sie zwangsläufig das Handeln und Fühlen des anderen beeinflußt). Man kann es wohl daran messen, obs eine leere Drohung war, oder wirklich Konsequenzen folgen würden.


    Was würde denn, aus Sicht der Freundin, dann ein sinnvolles Handen sein? "Schatz, da ich Dir nicht geben kann was Du brauchst (und Du mir ehrlich gesagt auch nicht was ich brauche) beenden wir die ganze Sache?"

    Ich sehe es u. a. wie rr2017 und minimia. Schon mysteriös, dass eine Trennung nicht in Frage kommt, und stattdessen immer wieder neu suggeriert wird, dass die "Verweigerung" der Freundin schuld am schlechten Wohlbefinden des TEs wäre. Aber als Lippenbekenntnis kommt dann, dass er sie natürlich lieben und "zu nichts zwingen" würde etc.. Nur um dann zusammen mit anderen Usern so zu tun, als ob ihn irgendjemand hier zu einem "sexlosen Leben" zwingen möchte. Keiner hat sein grundsätzliches Bedürfnis nach Sex verurteilt. Das ist eine der sich ständig wiederholenden Manipulationsversuche. RR2017 hat das gut erklärt.


    Sein Auftreten hier spricht Bände. Viel Spaß allen Beteiligten hier noch.

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    Man kann es wohl daran messen, obs eine leere Drohung war, oder wirklich Konsequenzen folgen würden.

    Das klingt durchaus sinnvoll.

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    Was würde denn, aus Sicht der Freundin, dann ein sinnvolles Handeln sein? "Schatz, da ich Dir nicht geben kann was Du brauchst (und Du mir ehrlich gesagt auch nicht was ich brauche) beenden wir die ganze Sache?"

    Es hängt erstmal davon ab, was das größte Problem des TE ist: Der bloße Sexmangel, die anscheinend fehlende Motivation der Freundin, an dem Trauma zu arbeiten; das mangelnde Vertrauen in die Wahrheit der Geschichte oder die Gefühle der Freundin, sofern sie mit anderen Männern trotz des Traumas intim werden konnte oder die Überforderung mit einem Trauma einer nahe stehenden Person, die aus einem sexuellen Angriff resultiert. Es scheint, das Problem ist eine Mischung aus allen diesen Faktoren und ich befürchte, dass das für eine frische Beziehung einfach zuviel ist.


    Wahrscheinlich wäre es gut, wenn ihr einerseits von den Geschichten erzählen würde, von denen er gehört hat, damit er wenigstens ihre Seite hört. Sonst frisst er das in sich rein und reagiert über und sie hat keinen Schimmer, was sein Problem ist. Andererseits halte ich es für angemessen, verstärkt auf auf regelmäßige Therapiesitzungen hinzuwirken und wenn sie nichts bringen den Therapeuten bzw. die Art der Therapie zu ändern. Da geht es ja in erster Linie nicht darum, sie zu reparieren, damit sie wieder einsatzfähig für den Bettsport wird, sondern dass sie selbstbestimmt ihr Leben führen kann und die Möglichkeit, wieder Sex zu haben an der Stelle eher eine Art "Nebenprodukt" ist.


    Hinsichtlich des Sex sehe ich allerdings folgende Schwierigkeit: Als Mann würde ich intuitiv sehr vorsichtig vorgehen und vielleicht vorschlagen, dass man ihre Grenzen schrittweise austesten könne - von heftigem Knutschen über fummeln zu Petting und so weiter - und er sich ständig absichert, ob für sie noch alles angenehm ist. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass dieses Vorgehen je nach Person auch extrem unsexy wirken kann und er gerade mit einem Übermaß an Vorsicht die sexuelle Stimmung tötet. Und diese Zwickmühle macht es unglaublich schwierig an dieser Stelle "richtig" vorzugehen.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sein Problem viel einfacher gestrickt ist als das, was Du da skizzierst. Nämlich "ich bin ein Kerl, ich will vögeln, ich kriegs von ihr nicht, das frustriert mich". Alles andere sind mMnach bloß Hilfskonstruktionen drumrum ("vielleicht kriege ich es von ihr, wenn ich sie dazu motiviere, Therapie zu machen?"). Aber im Kern steht der simple Paarungsdrang und dazu das Ego ("ein richtiger Kerl kriegt von seiner Freundin Sex!"). Vermutlich sogar mehr das Ego als das andere.


    Was ich nämlich überhaupt nirgends herauslese ist sowas wie "ich liebe sie arg, sie ist die Frau meines Lebens, wie kann ich ihr und mir nun gemeinsam durch die schwere Zeit helfen, um gemeinsam eine schöne jahrzehntelange Zukunft zu erleben?".


    Der Mann hat klare Interssen, er ist "komrpomisshalber" bereit, ein bisschen nachzugeben, ein bisschen Geduld zu zeigen, ein bisschen zu warten, aber eigentlich.. will er konkret was und ist frustriert weils nicht klappt.

    Zitat

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sein Problem viel einfacher gestrickt ist als das, was Du da skizzierst. Nämlich "ich bin ein Kerl, ich will vögeln, ich kriegs von ihr nicht, das frustriert mich". Alles andere sind mMnach bloß Hilfskonstruktionen drumrum ("vielleicht kriege ich es von ihr, wenn ich sie dazu motiviere, Therapie zu machen?"). Aber im Kern steht der simple Paarungsdrang und dazu das Ego ("ein richtiger Kerl kriegt von seiner Freundin Sex!"). Vermutlich sogar mehr das Ego als das andere.

    Zugegeben: Er macht nicht den besten Job, wie er sich hier präsentiert. Und alleine von seinem Auftreten habe ich auch nicht den Eindruck, dass es sich hier um die große Liebe handelt. Dennoch ist es völlig verständlich, dass er in seiner Situation frustriert ist und ja, auch verletzt, da eine solche dauerhafte Zurückweisung eben auch weh tun kann und er eben diesen Zustand nicht mehr als temporär wahrnimmt, sondern als dauerhaft und sich eine solche Beziehung nicht vorstellen kann.

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    [...] dazu das Ego ("ein richtiger Kerl kriegt von seiner Freundin Sex!"). Vermutlich sogar mehr das Ego als das andere.

    Kannst du mir ganz kurz die Stelle heraussuchen, die dich das glauben lässt? Ich finde spontan nichts passendes und habe den Eindruck, dass du dein negativ geprägtes Männerbild auf ihn projizierst.

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    Im Übrigen hätte sich der TE dann genauso outen müssen, nämlich, dass er mind. x Mal pro Woche Sex haben muss, weil er sich sonst als Mann nicht vollwertig fühlt, und zudem frustriert und aggressiv wird und sie dann als Freundin nicht mehr haben will

    Das Dumme ist, dass einerseits jedermann und jedefrau definitiv WEISS, das MANN mit einer Frau etwas anfängt, und "das Eine" für den MANN dann dazugehört - auf der anderen Seite ist Dein Vorschlag unrealistisch, weil MANN in dieser Gesellschaft nicht erlaubt ist, so offen zu sein. Ich fände es gut, wenn Mann - und Frau selbstverständlich auch - sich in dieser Hinsicht offenbaren dürften! Du vergleichst hier etwas zu Erwartendes (sexuelle Intimität) mit etwas nicht zu Erwartendem (die Onkel'schen Vergewaltigungen, die da zu Erwartende verunmöglichen) mit anderen Worten, Deine Retourkutsche ist null und nichtig.

    Nein, kann ich nicht, ist eher so ein Gefühl.. viele Kleinigkeiten ergeben halt ein Gesamtbild. Dass das subjektiv gefärbt sein kann, ist klar. Aber alles in allem eher dominant und "mit dem Kopf durch die Wand" und "Ich weiss was ich will also gebt mir das".


    Verletztheit aufgrund von Zurückweisungen, die eine derartige Ursache haben, ist nicht grad sehr reflektiert. Wenn klar ist dass die Zurückweisung keinerlei persönliche Gründe hat, sollte man sich deswegen auch nicht verletzt fühlen bzw wenn man es tut, dran arbeiten und sich klar machen, dass es nicht gerechtfertigt ist.


    Dass er frustriert ist, ist natürlich verständlich. Nur sollte der Umgang damit konstruktiver sein. Letztlich bleibt nur eine Trennung.

    Übrigens ist es auch typisch narzisstisch, bei Zurückweisungen nicht nach der Ursache zu differenzieren. Mir fällt da ein Beispiel ein.


    Ich hatte mal eine arge Narzisstin bei mir zu Besuch (die sich eher aufgedrängt hat, als das ich den Besuch wirklich wollte). Mir ging es an dem Tag aber gesundheitlich nicht so gut und ich hab sie dann relativ bald gebeten, deswegen wieder zu gehen. Das hat sie als persönliche Zurückweisung empfunden und war danach eine Weile lang sauer auf mich. Dass das an meinem gesundheitlichen Befinden lag und keine persönliche Zurückweisung war, spielte da gar keine Rolle.


    Der Narzisst schaut nur auf seine Bedürfnisse und wird sauer, wenn sie nicht erfüllt werden. Die Gründe dafür sind egal und Verständnis (nicht nur geheucheltes sondern wahres) für die Probleme andere sind nicht vorhanden.

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    Verletztheit aufgrund von Zurückweisungen, die eine derartige Ursache haben, ist nicht grad sehr reflektiert. Wenn klar ist dass die Zurückweisung keinerlei persönliche Gründe hat, sollte man sich deswegen auch nicht verletzt fühlen bzw wenn man es tut, dran arbeiten und sich klar machen, dass es nicht gerechtfertigt ist.

    Naja, aber in der Hinsicht scheint sie auch nicht gerade den besten Job zu machen. Sofern die Geschichten über sie stimmen, kann sie ja intim werden, mit ihm aber nicht. Wenn der Grund für dieses Problem an einem Trauma liegt, aber an der Überwindung des Traumas nicht gearbeitet wird, wird ihm jegliche Hoffnung genommen, dass sich hier etwas in absehbarer Zeit ändert. Und warum sollte er an sich arbeiten, wenn sie es nicht tut, er aber denkt, dass mit ihm alles in Ordnung ist? ??Lassen wir an der Stelle mal beiseite, dass es grundsätzlich förderlich ist an sich zu arbeiten und man es schlussendlich für sich tut.?? Ist seine Verletzung nicht gerechtfertigt? Ausgehend von den - teils auch widersprüchlichen - Informationen, die wir hier haben, ist da ein Urteil nicht gerechtfertigt.

    Tschuldige meinen "Ausraster" oben, ich sollte Vorwürfe von Menschen hier, die mich nur anhand meiner Schreibweise beurteilen wollen getrost ignorieren.


    Es kommt eine Trennung in Frage, nur will ich das Ganze noch überdenken und das Richtige tun. Ich mein ich liebe sie. Das ist Fakt egal was jeder hier sagt und ich will sie auch zu nichts drängen... und ich sage nicht das ich wegen der 3 Monate Sexlosigkeit jetzt im Dreieck springe, ABER auf lange Sicht könnte ich das nicht. Und es könnte ja nunmal sein das sie vielleicht erst in mehreren Jahren dazu bereit wäre.. und über die MissbrauchsGeschichte bin ich wie gesagt auch skeptisch, vielleicht zu unrecht keine Ahnung... bin auch nur ein Mensch, der seine eigene (auch beschissene) Kindheit hatte. Sie sagt sie liebt mich und vertraut mir, hat sie erst vorhin wieder gesagt, aber passieren tut nichts. Damit meine ich nichtmal unbedingt Sex, sondern auch einfach mal rumzuknutschen und streicheln wäre mega.

    Ja könnte es auch nicht einfach so sein dass die Freundin des TS mit diesen One night Stands niemals diese tiefe Verbindung hatte die sie sich mit ihm jedoch durchaus vorstellen könnte und es sich insgeheim auch wünscht ?


    Doch vielleicht kann sie momentan einfach noch nicht mit ihm schlafen weil wenn sie es tut etwas besonderes für sie sein soll .


    Also eben *nicht **so wie mit diesen anderen Männern mit denen sie zwar Sex hatte aber denen sie nur ihren Körper gegeben hat aber nicht ihr Herz ?


    Ich weiß dass hört sich nun etwas schwülstig an aber könnte es nicht durchaus so sein ?